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  1. Inaktiver User

    AW: Borderline-Tumor im Eierstock

    Heute hatte ich den ersten Termin bei meiner Gynäkologin nach der endgültigen Diagnose "Borderline-Tumor", wurde eingehend untersucht und ziemlich beruhigt.

    Zwar soll ich mich bei einem Kinderwunsch "beeilen" und diesen schnell in die Tat umsetzen, aber die Notwendigkeit einer Totaloperation ist bei mir nicht akut, aber wohl irgendwann unumgänglich zur Prävention.
    In Zukunft muss ich mich alle drei Monate untersuchen lassen ( Ultraschall, Blut und Tumormarker), was mich aber eher beruhigt als ängstigt. Im Oktober wird mir vorsorglich der Blinddarm entnommen und eine Bauchspiegelung durchgeführt.


    Alles in allem hatte ich wohl "Glück", da ich die "günstigste" Borderline-Stufe hatte, wobei es auch Borderliner "hart an der Grenze" gibt. Die Angst bleibt natürlich trotzdem. Meine Gynäkologin beruhigte mich, dass es kein Krebs war und der Tumor entfernt ist. Ich hoffe, dass ich vielleicht bis in die Wechseljahre ( wenn sowieso hormonelle Veränderungen in meinem Körper stattfinden) von einer Radikal-Op verschont bleibe ( die in mir grosse Ängste auslöst), aber die Hoffnung, gesund zu bleiben, lässt mich alle Konsequenzen tragen.

    Ich möchte allen Borderline-Patientinennen Mut machen und mich den Beiträgen von CousineX und Kiska, die mir in verzweifelten Stunden Mut machten, anschliessen.

    Gruss von Catgirl


  2. Registriert seit
    03.10.2007
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    verwirrt AW: Borderline-Tumor im Eierstock

    Hallo,
    auf der Suche nach Erfahrungsaustausch bin ich auf dieses Forum gestoßen. Vor fast einem Jahr wurde mir der rechte Eierstock entfernt: Diagnose Borderlinetumor. Ich wurde als geheilt aus dem KH entlassen, alle 3 Monate sollte ich zur Kontrolle kommen (alles genau wie schon von anderen hier im Forum beschrieben). Schon nach wenigen Wochen wucherte etwas im rechten Ovar, für nächste Woche habe ich einen OP-Termin für den zweiten Eierstock.
    Ich bin 37 Jahre und habe keine Kinder, bin mit diesem Thema aber nicht durch. 3 Frauenärzte raten mir aber zur sofortigen OP.

    Ob das durch Ausschaben geheilt werden kann oder ob der komplette Eierstock entfernt werden muss, erfahre ich NACH der OP, sozusagen als Überraschung, wenn ich aus der Narkose aufwache. Ein Arzt riet mir sogar dazu, gleich noch die Gebärmutter rausmachen zu lassen, dann habe ich "Ruhe". Doch ist es so einfach? Welche Konsequenzen hat das für mich? Der Eierstock ist der Hormonlieferant. Können diese Hormone tatsächlich komplett durch künstliche Präparate ersetzt werden? Welche Funktion hat dann noch die Gebärmutter? Ist sie nach der Ovarektomie vollkommen überflüssig? Dient sie nur meiner Psyche? Oder produziert sie auch Hormone (habe ich irgendwo im Forum gelesen)? Wie fühlt man sich mit 37 Jahren jenseits der Wechseljahre?
    Dabei könnte es sich auch um einen gutartigen Tumor handeln, das kann man aber erst nach der OP feststellen - und dann ist der Eierstock schon weg. Ich verzweifle, da ich mich eigentlich sehr gesund fühle.
    Hiiilfe!


  3. Registriert seit
    04.10.2007
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    AW: Borderline-Tumor im Eierstock

    Hallo Sunkid,

    bitte rufe doch mal Deine privaten Nachrichten ab (blinkenden Briefumschlag oben rechts anklicken), ich habe Dir eine PN geschrieben.
    Ich habe die gleiche Erkrankung wie Du und kann Dir vielleicht helfen.

    Lieber Gruss, Catgirl


  4. Registriert seit
    24.10.2007
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    1

    AW: Borderline-Tumor im Eierstock

    Hallo Sundik,
    Du hast sehr viele Fragen auf einmal die man so gar nicht beantworten kann. Ich möchte Dir etwas von mir erzählen. Im Alter von 40 Jahren hat meine Frauenärztin einen Tumor bei mir festgestellt, dieser war in der Gebärmutter. Sie hat mir sofort eine
    Einweisung in das Krankenhaus gegeben und weg war ich. Ich war in einem Schockzustand. Im Krankenhaus dann die Untersuchungen, mit dem Befund das eine OP nötig sein würde. Ich wurde bereits einen Tag später operiert. Da ich vor der OP unterschreiben mußte das im Fall von bösartigen Gewebe wirklich alles entfernt werden muß, wachte ich auch so auf. Man hat wirklich alles entfernt was möglich ist, Gebärmutter, Eierstöcke, Blindarm, das Bauchnetz, Lympfdrüsen...
    Ich war bereits am nächsten Tag in den Wechseljahren!! Ich schwitze auch noch heute obwohl ich Hormone nehme. Ich habe auch sehr oft Schmerzen im Bauchraum und in den tiefen Leisten, dort wo Lympfdrüsen fehlen.
    Bis vor 2 Wochen dachte ich noch das ich durch diese OP mein Leben gerettet habe und glücklich sein darf zu leben.
    Als ich jetzt bei einem neuen Arzt war, der mich noch nicht kannte, hat er mich leider etwas besseren belehrt.
    Er hat mir mitgeteilt, das die OP die an mir vorgenommen wurde eine sehr agressive Art gewesen ist und es hätte wirklich nicht sein müssen, da der Schnellschnitt, der wärend der OP durchgeführt wurde keine bösartigen zeigt. Ich weiß jetzt nicht was ich davon halten soll. Ich möchte mich gerne heute gegen meine vor 5 Jahren stattgefundene OP zur Wehr setzen!!
    Bitte achten Sie darauf das bei einer bevorstehenden OP ein Schnellschnitt gemacht wird. Nur wenn dieser böse ist sollte man größere Eingriffe erlauben sonnst aber nicht.
    Viele Grüße, Briwi


  5. Registriert seit
    04.10.2007
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    2

    AW: Borderline-Tumor im Eierstock

    Ich rate noch mal allen Borderline-Betroffenen dringend, sich an einen Spezialisten zu wenden, der die weitere Behandlung übernimmt oder zumindest eine Therapieempfehlung ausstellt.

    Mir wurde im Sommer ein Eierstock samt Borderline-Tumors entfernt, im hiesigen Krankenhaus wurde mir dringend zu einer Total-OP geraten. Ich wandte mich an einen Spezialisten, der zu anderen Schlüssen kam.
    Nun wurden mir vor zwei Wochen der Blinddarm, das grosse Bauchnetz und etliche Gewebeproben entfernt, der Schnellschnitt sowie die Feindiagnose ergaben keinerlei Hinweis auf Malignität. Eine Radikal-OP wäre überhaupt nicht nötig gewesen!
    Der behandelnde Arzt im Krankenhaus meinte übrigens, zu seinem Unverständnis würde bei Borderlinern fast noch aggressiver operiert als bei Krebs.

    B-Schulze,es tut mir sehr leid, was Dir passiert ist und ich wünsche Dir alles, alles Gute!


  6. Registriert seit
    03.10.2007
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    386

    AW: Borderline-Tumor im Eierstock

    Hallo Briwi,
    es tut mir leid, was Du alles durchgemacht hast. So eine radikale OP ist natürlich ein totaler Schock!

    Ich kann mich nur Catgirl anschließen und allen Patientinnen raten, zu einem Spezialisten zu gehen, möglicherweise auch mehrere Ärzte aufzusuchen. Es müssen ja nicht immer gleich vier sein .

    Also, ich habe mittlerweile 4 Gynäkologen aufgesucht, bevor ich zu einer Entscheidung kam: Ich lasse operieren. Heute war ich bereits in der Klinik zur Patientenaufnahme (Voruntersuchung, Patientenaufklärung etc.) Am Montag werde ich operiert. Ich denke, es ist eine gute Entscheidung. Nachdem ich mich umfassend informiert habe und das Gefühl habe, alle Möglichkeiten ausgelotet zu haben, geht es mir wieder gut. Zunächst mal handelt es sich um eine Zyste am Ovar, welche laparoskopisch entfernt wird. Ob diese sich dann wieder als Borderlinetumor herausstellt, wird man sehen. Im schlimmsten Fall wird der komplette Eierstock entfernt - das ist schlimm und bedeutet einen tiefen Einschnitt in meinem Leben, aber ich werde damit leben können. Klar ist auch, dass die Ovarerhaltung oberste Priorität hat. Sollten weitere Massnahmen (mehr als die Entfernung des ganzen Eierstocks) notwendig sein, so wird das auf keinen Fall während der OP am Montag passieren, sondern wird gesondert mit mir besprochen. Das beruhigt mich sehr.

    Sunkid


  7. Registriert seit
    03.10.2007
    Beiträge
    386

    AW: Borderline-Tumor im Eierstock

    Nun, ein halbes Jahr nach meiner Operation, möchte ich mich wieder melden.
    Ende Oktober 2007 wurde an meinem letzten verbliebenen Eierstock ovarerhaltend operiert. Es war wieder Borderlintumor. Die ärztliche Empfehlung lautete auf Total-OP (Gebärmutter, Bauchnetz, Bauchfellpunktierung u. evtl. -entfernung, Lymphknotenentfernung). Auf mein Drängen hin wurde diese Operation verschoben, um mir Zeit für eine Schwangerschaft zu geben. Nach der Geburt, so die ärztliche Empfehlung, sollte die OP durchgeführt werden.

    Ich bin derzeit nicht schwanger, dies liegt allerdings an meiner Beziehung, nicht am Eierstock. Dieser ist funktionstüchtig, der Eisprung findet statt.
    Die empfohlene Operation ist von mir nicht geplant, solange bei den Untersuchungen nichts auf eine erneute Erkrankung hinweist. Die letzte Ultraschalluntersuchung im Februar ergab nichts Auffälliges, der nächste Termin ist im Mai. Zugegeben, ich bin vor jeder Untersuchung nervös, aber mir geht es gut.

    Seit Dezember bin ich in homöopathischer Behandlung. Wer weiß, ob es hilft. Aber es schadet zumindest nicht. Der Homöopath ist zuversichtlich und bestätigt mich in der Entscheidung, die Operation derzeit nicht durchzuführen. Er ist ausgebildeter Schulmediziner. Diese Tatsache war mir wichtig, da ich denke, dass er die Schwere dieser Erkrankung einschätzen kann. Für alle Homöopathie-Skeptiker: Die Entscheidungen überlässt er mir. Beruhigend für mich aber auch, dass mein Hausarzt meine Entscheidung ebenfalls unterstützt.

    Die Schulmedizin hat mir keinen anderen Vorschlag, keine andere Nachbehandlung, als diese Operation mit anschließender Hormonbehandlung. Die Homöopahtie als ganzheitliche Gesundheitslehre betrachtet mich als Menschen. Fragt mich nach Vorerkrankungen, körperlichen Zusammenhängen, Beschwerden, die die Schulmediziner nicht interessieren. Sie sehen immer nur das eine erkrankte Organ.

    Auch wollte mich die operierende Ärztin nicht darüber aufklären, wie hoch das Risiko einer Krebserkrankung sei. Sie verwies mich auf juristische Probleme, die sich ergeben könnten, wenn sie mir einen anderen Ratschlag gebe. So muss die Schulmedizin - leider - immer diese Empfehlung aussprechen. Auch wenn vielleicht nur eine von 100 oder von 1000 Frauen letztendlich daran erkrankt. Die Ärztin sagte nur, dass es für diese eine Frau, die es trifft, immer 100% seien. Das stimmt. Aber dieses Risiko gehe ich ein, und bis dahin möchte ich leben, so gut es geht. Zu 100%.

    Hiermit möchte ich alle Frauen ermutigen, sich vor einer empfohlenen Operation möglichst umfassend zu informieren und mehrere Meinungen einzuholen. Egal ob von Schul- oder alternativen Medizinern. Gerne warte ich auf positive Erfahrungsberichte von Frauen, die diese Operation gegen die ärztliche Empfehlung nicht gemacht haben. Und bitte, dies ist kein Affront gegen all jene Frauen, die sich für die Operation entschieden haben. Ich habe große Achtung vor diesen Frauen. Wäre ich 10 Jahre älter, so wäre ich jetzt wahrscheinlich auch operiert. Aber jetzt noch nicht.

    Ich freue mich auf Euch,
    Sunkid

  8. gesperrt Avatar von ferdy
    Registriert seit
    16.04.2008
    Beiträge
    222

    AW: Borderline-Tumor im Eierstock

    Gut gemacht! Viel Glück mit dem Kinderwunsch!


  9. Registriert seit
    29.04.2008
    Beiträge
    3

    AW: Borderline-Tumor im Eierstock

    Hallo an alle hier!
    Ich habe mich jetzt auch mal im Netz umgesehen interessehalber wegen borderlinetumoren und bin hier auf die Seite geraten.
    Also Ich bin schon seit fast vier Jahren in der Nachsorge bei meiner Frauenärztin, da ich damals in meiner Schwangerschaft einen Borderlinetumor habe entfernen lassen müssen. Man hat mir dann den ganzen rechten Eierstock entnommen.
    Das Problem das ich jetzt habe, ist das ich jetzt auch wieder Verwucherungen am linken Eierstock habe.
    Da ich erst 23 Jahre alt bin hat man mich in ein Kinderwunschzentrum nach Neuwied überwiesen für eine eventuelle Eizellenentnahme.
    Aber meine Ärztin hatte nichts davon erwähnt, eine Totaloperation durchzuführen, da sie meint die Gebärmutter habe eine ganz andere Gewebsstruktur!
    Weiß Jemand vielleicht noch etwas zu sagen in dieser Situation???

    LG Laylamysunshine


  10. Registriert seit
    03.10.2007
    Beiträge
    386

    AW: Borderline-Tumor im Eierstock

    Liebe Laylamysunshine,
    ich kann Dir nur erzählen, was die Ärzte zu mir gesagt haben.
    Sie empfehlen mir - und laut zahlreichen Erfahrungsberichten in den Foren meist bei Borderlinetumoren - eine Totaloperation. Eine solche Operation ist rein prophylaktisch. Gebärmutter, Bauchfell, Lymphknoten und Bauchnetz sind wohl im Falle einer Streuung bei Eierstockkrebs betroffen.
    Allerdings ist die OP-Empfehlung auch vom Alter abhängig. Ich habe im Alter von 37 Jahren noch eine Gnadenfrist bekommen. Mehrere Ärzte sagten mir, wäre ich über 40 Jahre, so würden sie sofort alles entfernen, "dann haben Sie Ihre Ruhe".
    Damit möchten Ärzte sagen, dass ich mir die regelmäßigen Kontrollen und die Panikattacken vor jeder Untersuchung sparen könnte.

    Da Du aber erst 23 Jahre alt bist, würde ich mir hierüber keine Gedanken machen. Du hast noch das ganze Leben und die Familienplanung vor Dir. So lange Du regelmäßig zur Untersuchung gehst und Deine Ärztin nichts an der Gebärmutter entdeckt, besteht kein Anlass zur Sorge. Vielleicht kann ja sogar Dein Eierstock erhalten werden. Das wünsche ich Dir sehr!

    Alles Gute,
    Sunkid

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