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    Stirnrunzeln 2. Op nach Histologischen Befund?


    Hallo.

    Bin wieder mal da mit einem etwas heiklen Thema...

    Nach mehreren Jahren mit Schmerzen während der Mens und eigentlich jedes Jahr Ausschabung wegen Polypen hatte ich mich zu einer LASH Op entschlossen. Da bei mir an der Gebärmutterschleimhaut Veränderugen festgestellt wurden war das für mich in Ordnung. Für die LASH hatte ich mich deswegen entschieden, dass die Eierstöcke wegen der Hormone und der Gebärmutterhals wegen der Blase drinnen bleiben sollten. Für mich war das so in Ordnung.
    Ich ging auch positiv in die Op die am 17.1.17 auch statt fand aber anders als geplant. Als ich aus der Narkose aufwachte und auf meinem Zimmer lag, wusste ich nur, dass ich einen Katheter hatte und eine Drainage.. Schmerzen waren zu ertragen. Am nächsten Tag wunderte ich mich allerdings, warum ich ein langes Pflaster über dem Schambereich hatte. Die Visite klärte mich dann auf.
    Aufgrund der vielen Verwachsungen in meinem Bauch konnte man laproskopisch nichts machen und entschied sich für einen Bauchschnitt was ich ja auch unterschrieben hatte. Ferner wurde mir auch noch ein Eierstock enfernt, da dieser auch schon mit Verwucherungen übersäht war. War für mich eigentlich in Ordnung, weil ja der zweite drinnen geblieben ist. Der Gebärmutterhals war auch noch drinnen. Die ersten zwei Tage ging es mir nicht so gut, weil ich nichts essen durfte. Mir war schlecht und ich bekam auch noch Migräne... Nachdem mir der Katheter und die Drainage gezogen wurde und ich endlich wieder essen durfte ging es bergauf. Am sechsten Tag nach der Op wurde ich entlassen. Viel schonen und nichts tun war angesagt. Mittlerweile sind drei Wochen vergangen...
    Am 6.2. hatte ich einen Nachsorgetermin bei meiner FA. Als sie mir sagte, dass der histologische Befund noch nicht da war ahnte ich schreckliches...
    Am 7.2. rief mich meine FA an und wollte mich unbedingt sprechen. Mir ahnte nichts gutes. Und so war es auch.
    Laut Histologie wurden veränderte Zellen an Gebärmutter und Eierstock entdeckt die sie auch sehr schnell teilen können. Ich war so geschockt, dass ich nichts mehr sagen konnte.
    Diagnose: Der eine Eierstock und der Gebärmutterhals müssen sofort auch raus um das Krebsrisiko dass bei mir mittlerweile bei 30% lag zu minimieren oder zu beseitigen. Ich bin völlig ratlos. Kann nicht mehr schlafen, weil ich einfach Angst vor der Zukunft hab.
    Wenn alles raus ist, was ist dann mit meinem Hormonhaushalt, mit den ganzen Wechseljahrbeschwerden und vor allem mit meiner Blase.
    Die Angst dass ich all die Symptome bekomme die im Netz aufgeführt werden (hab ja schon ein bisschen gehofft was positives zu lesen) und die Angst, dass sich meine Blase vielleicht senkt und die Angst nochmal einen Bauchschnitt zu bekommen macht mich eigentlich fertig....
    Ich weiß ehrlich nicht was ich tun soll. Meine FA meinte es gäbe ja gute Hormonsprays die ich zur Not nehmen könnte.
    Was soll ich nur tun. Momentan hab ich am 21.2. den zweiten Termin für die Op.... Ich bin so verunsichert...


    LG Sunny49

  2. Inaktiver User

    AW: 2. Op nach Histologischen Befund?

    Sunny, wie alt bist du denn?

    Grundsätzlich versteh ich, dass das ein Schock ist - andererseits: lieber lebst du doch mit eventuellen Beschwerden, als an Krebs gestorben zu sein? Ich würde eine Blasensenkung dem jedenfalls vorziehen.

    Ich kann dir nur raten, dich nicht in irgendwas reinzusteigern was kommen könnte, und von dem du noch gar nicht weißt ob es eintrifft. Das bringt dir nichts, und man kann lernen solche negativen Gedankenspiralen zu stoppen.

    Genausogut könntest du gottfroh sein, dass das jetzt mehr oder weniger per Zufall entdeckt wurde und du so eine gute Heilungschance hast. Ohne die OP wär das vielleicht nie entdeckt worden, und wenn viel zu spät. Da hast du doch richtig Dusel gehabt.

    Also, das Glas ist halbleer oder halbvoll, das entscheidest du, und auch, ob du dir selbst vorauseilend das Leben vermiesen willst oder nicht.

    Zur OP kannst du dir ja noch eine zweite Meinung holen. Ich bin eher der Ansicht, was weg ist kann nicht mehr bösartig werden, andere leben vielleicht besser mit beobachten.

  3. Inaktiver User

    AW: 2. Op nach Histologischen Befund?

    Blasensenkung? Normalerweise wird bei einer OP darauf geachtet, damit eben genau das nicht passiert. Und normalerweise ist die Gebärmutter für viele Blasenprobleme verantwortlich, weil sie auf die Blase drückt.

    Wechseljahre, da kommst du so oder so hinein, abgesehen davon kann man Wechseljahresbeschwerden durchaus positiv beeinflussen, indem man sie als normal akzeptiert. Letztendlich steht ja garnicht fest, wie sehr dich Wechseljahresbeschwerden treffen können und die Psyche tut hier auch einiges bei.

    Ich würde auf jeden Fall operieren lassen, bei deinem Krebsrisikio. Krebs ist kein Zuckerschlecken, vor allem wenn es um eine Zellart geht, die schnell teilbar ist. Da ich selbst viele Jahre in der ambulanten Pflege gearbeitet habe und da auch Krebspatientinnen mit Gebärmutterkrebs versorgt habe, kann ich dir nur sagen, lasse es machen. Es ist wirklich nicht schön, als Krebspatientin zu enden.

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    AW: 2. Op nach Histologischen Befund?

    Hallo Hilfskonstruktion.

    Ich bin 53 Jahre alt....

  5. Inaktiver User

    AW: 2. Op nach Histologischen Befund?

    Hallo sunny49,

    lass Dich erstmal drücken, das ist ein furchtbarer Schock

    Ich habe dasselbe vor einigen Jahren erleben müssen und mußte auch kurzfristig in eine 2. OP. Ich war furchtbar durcheinander, hatte das Gefühl, von alledem völlig überrollt zu werden und fühlte mich sehr gehetzt, hatte Angst, dass ich bereuen würde, nochmal unters Messer zu gehen, weil ich mit mehr Zeit vielleicht eine andere Möglichkeit gefunden hätte. Auf der anderen Seite stand der Krebs - und da gebe ich meiner Vorschreiberin Recht, lieber Wechseljahre als tot.

    Die Ängste vor dem was mit den Wechseljahren kommen könnte, kann ich nur zu gut nachvollziehen und diese Ängste waren für mich fast noch schlimmer, als die Krebsdiagnose (Gott sei Dank im Frühstadium, die nächste OP war nach Leitlinie "nur" zur Vorsicht und so verstehe ich Deinen Post auch). Ich hatte Horrorvorstellungen vor Gewichtszunahme, Hitzewallungen etc.

    Nun ist es sicherlich schon so, wenn beide Eierstöcke weg sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass Du in die Wechseljahre kommen wirst und das auch relativ zügig. Das verläuft aber -wie hier schon geschrieben wurde- bei jeder anders. Die eine merkt mehr und länger, die andere weniger bzw. gar nichts. Und Du kannst gegen Hitzewallungen etc. wirklich eine ganze Palette pflanzlicher und sehr hilfreicher Dinge finden, die man einfach ausprobieren muss. Ich bin damit sehr gut gefahren, obwohl ich auch nicht beschönigen möchte, dass mich insbesondere Nachtschweiss und damit verbundene Schlafstörungen wirklich einige Zeit gequält haben. Aber das geht vorbei.

    Ich habe ganz minimal zugenommen, das wäre aber möglicherweise sowieso gekommen und Schwierigkeiten mit der Blase habe ich nie gehabt, insofern... - das muss ja alles gar nicht sein. Und noch was: bei Deinem Bauchschnitt wird man Dir doch vermutlich die Verwachsungen gelöst haben, so dass die nächste OP ggfls. laparoskopisch gemacht werden kann und Du keinen weiteren Schnitt benötigst. Hast Du danach im KH gefragt?

    Was ist Dir raten würde ist, dass Du Dir psychologische (ggfls. auch psycho-onkologische) Hilfe suchst. Das hat mir sehr geholfen.

    Und irgendwann wenn das Durcheinander im Kopf sich gelichtet hat - dann kannst Du Dich aus ganzem Herzen wirklich darüber freuen, dass Du das Glück hattest, dass es früh erkannt wurde und Dir vermutlich eine ganze Menge erspart geblieben ist. Das bedeutet nicht, dass nicht davor, danach und mittendrin Weinen erlaubt ist. Das ist total verständlich und menschlich.

    Ganz liebe Grüße sendet Dir puggi

  6. Inaktiver User

    AW: 2. Op nach Histologischen Befund?

    Zitat Zitat von sunny49 Beitrag anzeigen
    Hallo Hilfskonstruktion.

    Ich bin 53 Jahre alt....
    Dann sind wir gleichalt.

    Ich bin schon mitten drin - hab etwas zugenommen () und jetzt zunehmend Hitzewallungen, Nachtschweiss und schlaf nicht besonders gut. Gut, das ist jetzt nicht der Knaller, aber es bringt einen auch nicht um.

    Schlimm finde ich das für junge Frauen, ich kenn Frauen U30, die dadurch in die Wechseljahre kamen - aber mit 53 bist du doch eh soweit und deshalb nicht früher dran?

    Falls es wirklich heftigere Beschwerden werden sollten gibt es doch heute gute Ansätze für eine Medikation.

    Ich selbst hatte eine Mastektomie wegen einer Brustkrebsvorstufe, nachdem es auch erst hiess kleiner Schnitt und gut ist - und ich bin einfach nur sehr froh noch am Leben zu sein.

  7. Inaktiver User

    AW: 2. Op nach Histologischen Befund?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun ist es sicherlich schon so, wenn beide Eierstöcke weg sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass Du in die Wechseljahre kommen wirst und das auch relativ zügig.
    Es ist nicht nur sehr wahrscheinlich, man ist sofort in den Wechseljahren weil die Hormone durch die OP schlagartig fehlen.

    Aber in Anbetracht des Alters der Te ist das doch eigentlich kein Diskussionspunkt mehr. Mit 53 ist man normalerweise in den Wechseljahren, auch wenn die Periode evtl. noch nicht ausgeblieben ist. Bei der Problematik die hier im Raum steht sind Wechseljahre ein Zuckerschlecken, wenn der worst case eintritt. Bei einer Chance von ca. 30% gibts doch eigentlich nichts mehr zu überlegen..

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    AW: 2. Op nach Histologischen Befund?

    Hallo.
    Vielen Dank für eure Antworten. Es tut gut in diesem Forum Menschen zu finden die so positiv denken. Ich bin eigentlich immer pessimistisch. Bei einer Psychotherapeutin bin ich schon aus einem anderen Grund. Also bin ich in bezug auf das psychische in guten Händen.
    Ich hoffe, dass die zweite op laproskopisch gemacht werden kann.
    Hoffe es wird alles gut.

    LG sunny

  9. Inaktiver User

    AW: 2. Op nach Histologischen Befund?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist nicht nur sehr wahrscheinlich, man ist sofort in den Wechseljahren weil die Hormone durch die OP schlagartig fehlen.
    Da hast du voll und ganz Recht, so war das bei mir auch. Ich wollte es nicht so deutlich schreiben, um die TE nicht noch mehr zu verunsichern.

    Zum Zeitpunkt als ich mein Post verfaßt habe, hatte ich das Alter der TE noch nicht gesehen. Dass sie 53 ist, läßt vermuten, dass sie schon in den WJ ist/war, wie Du schreibst. Wenn sie möglicherweise schon durch ist, hat sie ggfls. von den WJ nicht viel oder gar nichts gemerkt, was ja noch mehr hoffen läßt, dass die Entfernung beider Eierstöcke nicht zu so schlagartigen WJ-Beschwerden führen wird. (Ich war übrigens erheblich jünger, als ich die OP hatte, liebe TE, daher bei mir der sofortige Eintritt der WJ bzw. das sofortige Bemerken des Hormonverlustes).

    Positiv denken - auch wenn es zur Zeit ganz schön schwer fällt. Lenk Dich ab, gehe ein wenig spazieren, komme auf andere Gedanken. Lade Freundinnen zu Dir ein, macht eine nette Kaffeerunde und vor allem: frage im Krankenhaus nochmal genau nach allem, was Du wissen möchtest. Ich nehme an, Du wirst in einer Frauenklinik operiert? Der dort für Dich zuständige Arzt wird Dir ganz genau erklären können, was gemacht wird usw. Bis zum 21.02. ist doch noch Zeit, dort vorher einen Termin zu vereinbaren.
    Geändert von Utetiki (10.02.2017 um 16:14 Uhr) Grund: Zitat repariert

  10. User Info Menu

    AW: 2. Op nach Histologischen Befund?

    Hallo puggi.

    Es ist keine Frauenklinik sondern eine normale Klinik. Die FÄ sind sehr kompetent.
    Muss am 20.2. Zur Voruntersuchung rein und zum Blut abnehmen. Schreib mir alle Fragen auf und dann werde ich mich schlau machen.

    Vielen Dank

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