Das Problem, welches ich immer bei solchen Diskussionen habe ist, daß es meist einen wahren Kern gibt aber auch viele Halbwahrheiten bzw. Weglassungen, die das ganze dann schwierig machen zu diskutieren.
Also nochmal:
Ich als Patient habe es natürlich selbst in der Hand mich zu informieren und es gehört meiner Meinung nach auch zur Selbstverantwortung dazu dies zu tun!
Aber meiner Beobachtung nach hat sich das System in eine Richtung entwickelt wo viel Lug und Trug herrscht was ja genau Deiner zweiter Satz über die Gynäkologin beschreibt und was ich schon als Beispiel von Chirurgen geschrieben hatte.
Und genau letzteres prangere ich an und nein ich muss mich nicht in Abrechnungsmodalitäten einarbeiten noch mir Fachwissen über Anästhesiemethoden aneignen nur damit ich nicht von meinem Arzt verarscht werde dem ich erstmal mein Vertrauen entgegenbringe. Und ich muss mich auch nicht in ergebnislosen Diskussionen ergießen ob die Behandlung Erfolg hat oder nicht weil ich nichtmal weiß welchen Wissensstand mein Arzt hat und stehengeblieben ist.
Wer kümmert sich schon darum wenn er z. B. eine Spritze in den Arsch bekommt, daß die 4 Quadrantenmethode nicht mehr zulässig ist? Der Patient geht doch erstmal davon aus, daß derjenige, der die Spritze setzt sein Fachgebiet kennt. Und damit ich fragen kann muss ich erstmal wissen was ich zu fragen habe.
Antworten
Ergebnis 41 bis 44 von 44
Thema: IGEL beim Gynäkologen
-
30.03.2015, 12:45Inaktiver User
AW: IGEL beim Gynäkologen
-
30.03.2015, 12:51Inaktiver User
AW: IGEL beim Gynäkologen
Ja, ist alles richtig, aber wie will man das ändern?
Das Ärzte nicht aus reiner Nächstenliebe arbeiten, ist wohl klar, dass die Gesetze, wie sie sind, sehr verbesserungsbedürftig sind, auch - mehr, als sich bestmöglich selbst informieren, kann man gerade nicht, oder?
-
30.03.2015, 13:00Inaktiver User
-
30.03.2015, 16:46Inaktiver User
AW: IGEL beim Gynäkologen
Dazu habe ich mir auch lange den Kopf zerbrochen und der einzige Weg, den man klammheimlich inzwischen auch schon beschritten hat, ohne das laut zu sagen, führt über die Abschaffung der Entlohnung niedergelassener Ärzte abhängig von einem diagnostiziertem Wehwehchen. Immer mehr Arztsitze werden nicht neu besetzt und von den KVen aufgekauft, immer mehr MVZen entstehen und immer öfter wird der Patient -auch für einfache ambulante Versorgung - in Kliniken manövriert.
Käme man endlich dahin, dem Arzt unabhängig von den eigenen Diagnosen und Therapien pauschal ein angemessenes Fixum (~ 12.000-15.000 €/Monat) zu zahlen, dann müsste er auch keine "Indikationen" für IGeL mehr (er)finden. Evtl. wäre ein Bonus-/Malussystem denkbar, das gute Leistungen zusätzlich honoriert.
Die GOÄ, die KVen, die gesamte ärztliche "Selbstverwaltung" und die ganzen Funktionärsbonzen, die nur des Arztes Geld kosten, werden abgeschafft. Die Praxis wird von der Kommune oder dem Land gestellt, Personal muss er selbst bezahlen.
Gleichzeitig wird jede Niederlassungsbeschränkung aufgehoben.., das erzeugt Wettbewerbsdruck und der Augenarzt wird sich hüten, jedem Patienten 20 Euro für eine unnötige Augendruckprüfung abzuknöpfen, wenn es 2 Straßen weiter ohne diese Ausgabe auch geht.
Das ist jetzt nur grob skizziert und würde ein generelles Umdenken und Umdenken-Wollen erforderlich machen.



Zitieren
