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  1. User Info Menu

    Frage Wechseljahre: (fast) nur noch gereizt und immer wieder Ausraster

    Hallo,

    wem geht es wie mir (52)? Meine Periode habe ich (leider) noch, aktuell wieder seit 10 Wochen! Davor waren sie mal für 4 Monate ausgeblieben. Neben diesen sehr schwächenden Extremblutungen leide ich aber in erster Linie unter extremer innerer Unruhe und Reizbarkeit/Aggressivität. Während ich mich bei der Arbeit noch sehr gut im Griff habe, bekommt meine Familie (Töchter im Teenageralter) die geballte Ladung ab. Bei Kleinigkeiten raste ich sofort aus, schreie meine Kinder an. "Alles" stört mich: Unordnung, Musik, Dreck, Telefonklingeln. Ich habe das Bedürfnis nach ganz viel Ruhe. So, wie ich jetzt drauf bin, kann ich mich selbst nicht mehr leiden und zerstöre das bis vor 2-3 Jahren sehr gute Verhältnis zu meinen Kindern.

    Wer macht ähnliche Veränderungen durch und/oder hat vielleicht hilfreiche Tipps, wie man aus dieser Spirale herauskommen kann?

    Gruß

    Eisenmangel

  2. Inaktiver User

    AW: Wechseljahre: (fast) nur noch gereizt und immer wieder Ausraster

    Zitat Zitat von eisenmangel Beitrag anzeigen

    Ich habe das Bedürfnis nach ganz viel Ruhe.

    Eisenmangel
    Hallo Eisenmangel,

    warum g ö n n s t DU Dir nicht mehr Ruhe???

    Klingt für mich nach chronischer Überforderung, Erschöpfung.....

    Tu, was DIR gut tut!

    Seit das Themam "Achtsamkeit" in meinem Leben eine große Rolle spielt, geht es mir gut.

  3. Inaktiver User

    AW: Wechseljahre: (fast) nur noch gereizt und immer wieder Ausraster

    Hallo Eisenmangel,

    das Thema ist ja schon mehrfach durch das Forum gegangen, ich habe auch schon dazu geschrieben.

    Ich hatte auch massive psychische Probleme, nehme Hormone - und mir geht es sehr gut damit.

    Muss dazu sagen das ich vor Hormontherapie keine Angst oder Vorurteile habe weil ich denke das man schon die Erkenntnisse der Medizin nutzen sollte - mein FA nimmt übrigens selbst das gleiche Präparat.
    Die Lebensqualität wiegt einfach alles auf.

    Ich habe zwar keine pubertierenden Kinder mehr weil ich sehr früh Mutter geworden bin war aber nicht mehr arbeitsfähig (Gedankenaussetzer, fehlende Worte, vergessen was ich sagen wollte, Heulanfälle, Hibbeligkeit - ich habe einen anstrengenden Beruf mit vielen Meetings die ich auch leiten muss - das ging gar nicht)

    Ich bin seit 3 Jahren in den Wechseljahren bin jetzt 48

    lg phyllis

    PS: mein Präparate heisst Lafamme

  4. User Info Menu

    AW: Wechseljahre: (fast) nur noch gereizt und immer wieder Ausraster

    Guten Morgen eisenmangel,

    diese Reizbarkeit und das schnelle " Aufbrausen " hatte ich in ähnlicher Form auch. Bei mir ging das mit diesen berüchtigten Hitzewellen einher. Ich hatte das Gefühl alle Geräusche lauter zu empfinden und ganz alltägliche Situationen haben mich dann sehr schnell genervt und gestresst. Ich war auch schneller erschöpft und lustlos. Eine nicht ganz einfache Zeit. Ich scheine es hinter mir zu haben...hoffe ich jedenfalls und bin recht glimpflich davon gekommen. Das " ganze Wechselbad " hat ca. 5Jahre gedauert und ich habe seit einem halben Jahr keine Beschwerden mehr.
    Mein Mann hatte es in dieser Zeit sicher nicht leicht mit mir, ich konnte schon ganz schön launig drauf sein...

    Ich kann mich auch noch sehr gut daran erinnern, als ich im Teenageralter war und meine Mutter in etwa in deinem Alter gewesen ist. Es war damals für mich völlig unverständlich warum sie so schwierig wurde.
    Heute ist mir klar, das sie massive Wechseljahresbeschwerden hatte und auch eine leichte Depression.
    Damals hatte " Frau das auszuhalten " und ich schätze mal, das es mit den Medikamenten noch nicht so weit her war. Ich weiß auch, das sie bei ihrem Hausarzt eher mit den Worten abgespeist wurde:" ach, das vergeht auch wieder. Die ganze Familie hat, das muss ich leider sagen, sehr darunter gelitten. Meine Mutter natürlich auch. Vor allem ihre stundenlangen, vorwurfsvollen " Tiraden " sind mir als besonders schlimm in Erinnerung geblieben. Das zog sich manchmal über Stunden und war schwer zu ertragen.

    Ich würde sehr genau schauen, wie sehr es dich und deine Familie belastet und unter Umständen Hilfe holen.
    Es ist ja nicht nur die Hormonumstellung, welche heftige, körperliche Reaktionen verursachen kann.
    Ein neuer Lebensabschnitt beginnt und der muss auch erst einmal angenommen und in Einklang mit sich selber gebracht werden.
    Vielleicht versuchst du deinen Töchtern zu erklären wie es dir im Moment geht und das es für dich eine sehr schwierige Zeit ist. In Ruhe und ohne sich gegenseitig Vorwürfe zu machen...ich weiß, leichter gesagt als getan. Mädels in diesem Alter sind auch nicht ohne...

    Ich wünsche dir und deiner Familie das es euch gelingt gemeinsam, durch diese wilden Wasser zu steuern. Gruß von boomkid

  5. User Info Menu

    AW: Wechseljahre: (fast) nur noch gereizt und immer wieder Ausraster


    Danke für die hilfreichen Antworten. Ich habe mir mal sofort ein Buch zum Thema Achtsamkeit bestellt, denn der Ansatz erscheint mir besonders wertvoll. Hormone kann/darf ich leider nicht nehmen, die pflanzliche Alternative hat zumindest nach 6 Monaten Einnahme keinen Unterschied gebracht. Ich spüre, dass ich eher an meiner inneren Haltung arbeiten sollte, denn an äußeren Faktoren kann ich nur wenig schrauben.

    Gruß

    Eisenmangel

  6. Inaktiver User

    AW: Wechseljahre: (fast) nur noch gereizt und immer wieder Ausraster

    Zitat Zitat von eisenmangel Beitrag anzeigen
    Meine Periode habe ich (leider) noch, aktuell wieder seit 10 Wochen!
    Hast du die Dauerblutung schon mal vom FA abklären lassen?

    Neben diesen sehr schwächenden Extremblutungen leide ich aber in erster Linie unter extremer innerer Unruhe und Reizbarkeit/Aggressivität.
    Deine Beschwerden können auch vom Eisenmangel verursacht werden. Es wäre also umso wichtiger die Dauerblutung zu stoppen.

    LG sax

  7. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Wechseljahre: (fast) nur noch gereizt und immer wieder Ausraster

    Hallo Eisenmangel!

    Das Thema Achtsamkeit ist wirklich sehr wichtig. Wir Frauen neigen ja gern dazu, uns für alles verantwortlich zu fühlen, immer für alle da zu sein und auf jeden Rücksicht zu nehmen. Ich bin zumindest so ein Typ. Die Wechseljahre sind ein guter Zeitpunkt, auch einmal an uns selbst zu denken. Für mich war der Beginn der Wechseljahre tatsächlich ein Wendepunkt in dieser Beziehung. Ich und meine Bedürfnisse waren plötzlich viel wichtiger für mich. Aber es hat ein Weilchen gedauert, bis ich das begriffen habe. Bis dahin hatte sich meine Familie auch nicht gerade leicht mit mir und meinen Launen.

    Jetzt nehm ich mir viel Zeit für Dinge, die mir Spaß machen. Ich gehen lange spazieren, gönne mir einmal in der Woche ein richtig schönes Schaumbad mit allem Drum und Dran und in unserem Gästezimmer habe ich mir eine ganz gemütliche Kuschel-Lese-Ecke eingerichtet, nur für mich. Gegen die Unruhe mache ich Autogenes Training, das hilft mir auch sehr. Insgesamt fühle ich mich schon wesentlich besser und meine Familie bescheinigt mir auch mehr Ausgeglichenheit.

    Was die Hormone angeht, sitzen wir ebenfalls im gleichen Boot. Ich darf wegen einer Gerinnungsstörung ebenfalls keine nehmen. Ich habe sehr lang versucht, komplett ohne Medikamente auszukommen. Aber die Hitzewallungen haben zugenommen, Unruhe und Reizbarkeit ebenfalls. Meine Frauenärztin hat mir dann femi-loges empfohlen. Sie meinte, es kann bis zu vier Wochen dauern, bis die Wirkung einsetzt. Ich nehme es seit etwa vier Monaten und habe das Gefühl, die Hitzewallungen sind schwächer und weniger geworden. Unruhe und Reizbarkeit haben sich, wie oben ja schon beschrieben, ebenfalls gebessert. Was hast Du denn in dieser Richtung schon ausprobiert?

    Liebe Grüße!
    Sabine

  8. User Info Menu

    AW: Wechseljahre: (fast) nur noch gereizt und immer wieder Ausraster

    Hallo Sabine,

    vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht. Bislang habe ich "nur" die Extremblutungen und die Reizbarkeit als Wechseljahresbeschwerden. Hitzewallungen habe ich noch nie gehabt. Vielleicht bleibe ich auch davon verschont, ich schwitze so gut wie nie, auch nicht in der Sauna. Mein Blutdruck ist normal bis niedrig. Was ich jetzt noch untersuchen lasse, ist meine Schilddrüse, denn ich habe extrem trockene Haut, bin ständig heiser etc. Meine Hausärztin dachte mal in die Richtung Hashimoto. An Präparaten habe ich remifemin eingenommen, aber wie gesagt ohne Veränderungen festzustellen. Jetzt nehme ich schon seit Monaten Eisen , Omega 3 und Baldrian. Meinen Eisenspiegel muss ich wieder testen lassen, ich komme einfach nicht über einen Hb von 10,00 hinaus.

    Liebe Grüße und eine gesunde Woche

    Eisenmangel

  9. Inaktiver User

    AW: Wechseljahre: (fast) nur noch gereizt und immer wieder Ausraster

    Oha, ich (42) fang wohl gerade an und bin verwirrt, weil ich auch so unnachgiebig zornig werden kann. Den Zorn kenne ich, der ist mir ab und an eigen, aber dass ich kaum wieder runterkomme von der Palme ist mir neu und unangenehm. Und weil ich auch ansonsten mehrere Hinweise habe, dass ich eine hormonelle Umstellung habe und meine Mutter auch so früh anfing, komm ich wohl langsam auch in die Wechseljahre.

    Diese Agressionen sind wohl dem zunehmenden Testosteron geschuldet und ich muss sagen, dass mir Yoga und Entspannungskram gar nicht hilft, im Gegenteil, ich muss tanzen, ackern und viel draußen sein, dann gehts. Und ich versuch das homöopathisch zu unterstützen, ich habe Sepia genommen (C30 und dann warten) und denke, ich werde mich damit über Wasser halten. Mal sehen, wie es wird. Und es ist gut, wenn man öfter mal für sich ist, sich nicht an anderen reibt. Dann hat man wieder mehr Nerv für den Rest der Welt.......... Also diese Freiräume sind schon auch eine Art Entspannung, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Viele Grüße

  10. Inaktiver User

    AW: Wechseljahre: (fast) nur noch gereizt und immer wieder Ausraster

    was sagt dein gyn zur dauerblutung?

    und

    ganz wichtig- wenn der körper blutet dann die eiseneinnahme die blutung verstärken. dann wäre die erste massnahme: die blutung stoppen.

    ruhebedürfnis, müdigkeit und erschöpfung ----------- ist völlig normal. bei einem hb von 10 und drunter- bekommst du ja nicht ausreichende sauerstoff in alle zellen.

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