Hallo,
jetzt, mit 40, fand ich einen neuen Partner, mit dem ich die Sexualität endlich genießen kann. Wir sind uns beide einig, dass wir keine Kinder mehr wollen. Also: sichere Verhütungsmethode ist angesagt.
Die Pille möchte ich jetzt nicht nochmal anfangen zu nehmen. Bleibt nur, dass einer von uns beiden... Dass er nicht... war mir vorher schon klar. Egal, das ist nicht mein hiesiges Thema, haben wir unter vier Ohren geklärt.
Ich möchte mich sterilisieren lassen (wolte ich schon vor ca. 10 Jahren, nach meinem zweiten Kind, damals riet der FA wegen meines "zarten Alters" davon ab - man wüsste nie, was im Leben noch kommt und dann käme durchaus auch mal ein erneuter Kinderwunsch auf - ließ mich damals leider dazu überreden, es nicht zu tun).
Meine Frage ist, ob jemand das schon hinter sich hat und mir über ihre Erfahrung berichten mag. FA-Termin ist nächste Woche.
Danke und Grüßle
H
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Thema: Sterilisation
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31.10.2011, 06:55
Sterilisation
Alles im Leben hat seine Zeit: das Weinen und auch das Lachen.
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31.10.2011, 10:43
AW: Sterilisation
Hallo,
ich bin 36 Jahre alt und habe mich im August sterilisieren lassen.
Ich muss allerdings hinzufügen, dass ich nicht alleine wegen der Steri in die Klinik bin, sondern aufgrund von Myomen ohnehin an der Gebärmutter operiert werden musste. Da ein Teil der Operation per Pelviskopie erfolgte, war es ein Klacks, die Eileiter zu veröden.
Ich kann dir also nicht sagen, wie es ist, nur für die Steri ins Krankenhaus zu gehen.
Ich habe alles gut verkraftet, hatte außer ein wenig Druck im Bauch (durch die Gase, die reingepumpt wurden) keinerlei Schmerzen. Die Einstichstellen der Laparoskopie (neben Bauchnabel noch 3 weitere) sind fast nicht sichtbar. Nach einer Stunde konnte ich schon wieder rumlaufen. Auch die Narkose habe ich wunderbar vertragen.
Ich bin topfit und habe die Entscheidung nie bereut. Mein Bauch sieht so aus wie vorher, die kleinen Narben sind ein Klacks.
Dadurch, dass ich ohnehin operiert wurde und man die Sterilisation quasi "mitmachte", fiel sie für mich deutlich günstiger aus, als wenn ich nur für die Steri in die Klinik gegangen wäre.
Meines Wissens solltest du mit Kosten um die 600 Euro rechnen.
Viele Grüße
parfum
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01.11.2011, 07:49
AW: Sterilisation
hallo Ichbindiehäuptling,
ich hab meine Steri vor einem Monat machen lassen. ein Klacks war es nicht, aber es ist zu verkraften ;-)
Die OP wurde ambulant bei einem Frauenarzt durchgeführt, zu ihm wurde ich von meinem FA überwiesen. D.h. unbekannte Praxis, aber sie waren dort wirklich sehr nett und daher wars ok für mich.
Die OP wird mit einer kleinen Vollnarkose gemacht und dauert vielleicht 15 Minuten. Danach behalten sie Dich noch eine Weile da, bis Du wieder klar denken kannst (bei mir ca. 1 1/2 std). Du brauchst jemanden, der Dich abholt, weil Du 24 Std. kein Autofahren darfst.
Von der Verödung der Eileiter habe ich so gut wie nichts gespürt. Aber der Bauchschnitt tat mir doch noch länger weh.... ich war drei Tage krank geschrieben und in der Woche darauf habe ich mich auch noch oft ausgeruht, da mein Körper die Gase, die sie zum Aufpumpen des Bauchraums verwenden, nicht so schnell abgebaut hat, und ich ein bisschen Schmerzen hatte und mich schlapp fühlte.
Hinzu kam auch ein kleines psychisches Down, obwohl ich so wie Du eine möglichst sichere Methode wollte und keinesfalls nochmal schwanger werden möchte. Das ist aber jetzt auch schon längst überwunden.
Mein Fazit: es war kein Sonntagsspaziergang, aber ich würds dennoch wieder tun.
Alles Gute für Dich,
Laudrey.
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01.11.2011, 18:30
AW: Sterilisation
Hi
Ich habe mich gerade vor drei Wochen sterilisieren lassen und muss sagen, dass ich bis jetzt alles gut verkraftet habe.
Die normale OP wird ja über Bauchschnitte durchgeführt,ein paar kleine, dazu wird der Bauch mit Gas aufgepumptmich habe das Ganze unter Kaiserschnitt machen lassen und kenne daher das Procedere nicht.
Allerdings kenn ich es nur,dass es im Krankenhaus gemacht wird und dann wohl oft mit spinaler Anästhesie.
Ich habe zZ weder vom Kaiserschnitt noch von den Eileitern her Probleme und bin froh es machen lassen zu haben.
DIe Sterilisation an sich war ganz unproblematisch und man sagte mir, dass ich von den Eileitern her garkeine Schmerzen haben müsste.
Bei mir wurden die Eileiter nicht nur durchtrennt und verlötet sondern auch hochgebunden damit sie nicht wieder zueinanderfinden.
Da gibt es verschiedene Techniken, doppelt hält besser, das fand ich richtig gut.
Sie ist wieder da....
Aller guten Dinge sind 3!!! *
M (1/08), Li (12/09), La (10/11)
* Das hat sogar Talea erkannt
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04.11.2011, 23:18
AW: Sterilisation
Hallöle,
bei mir wird der Eingriff im Januar gemacht und zwar im Zuge einer Endometriumablation. Da ich dann einmal dort "auf dem Tisch liege", wird bei mir nicht der komplette Preis von 620 Euro berechnet, sondern ich zahl dann nur noch die Hälfte. Das zu den Kosten.
Die Sterilisation wird bei mir per Bauchspiegelung gemacht, evtl. gibts noch 2 kleine Schnitte (ich hoffe, sie können die Kaiserschnittnarbe dafür nutzen..), das ganze unter einer kurzen Vollnarkose und dann werden die Eileiter verödet.
Über die "Nachwehen" sagte mein Arzt mir, dass die möglichen Schulterschmerzen (durch das Gas) bei einem so kurzen Eingriff wie der Sterilisation eher selten sind und durch spezielle gymnastische Übungen (die ich vor der Entlassung gezeigt bekomme) und den mir mitzugebenden Schmerztabletten im Fall der Fälle gut behandelbar sind.
Also geh ich da jetzt mal ganz locker und entspannt dieses Unterfangen an.
Vielleicht haben sich ja ein paar Fragen bei Dir damit schon erledigt.
Kannst ja mal berichten, ich bin ja momentan auch sehr neugierig, wie es andere erlebt haben.
Viel Glück und
MissPimJedes Abenteuer ist nur eine Entscheidung von Dir entfernt.
Lisz Hirn
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11.11.2011, 22:48Inaktiver User
AW: Sterilisation
Hallo,
ich hab´s vor ca. 10 Jahren mit Anfang 30 machen lassen.
Der Hintersinn war, dass ich gesundheitliche Probleme der Art habe, dass ich nach meinen (mühsam erarbeiteten) zwei Kindern möglichst keine weiteren bekommen sollte - während mein Mann völlig gesund ist und man ja nie weiß, wie das Leben so spielt. Hätte er mich, als ich 40 wurde, gegen zwei Zwanzigjährige umtauschen wollen, hätte er ja gut nochmal Kinder in die Welt setzen können.
Bei mir war es eher der erwähnte Sonntagspaziergang. Die bereits beschriebenen Gase waren das einzige, was ein bisschen schmerzhaft und damit nervig war. Damals zahlte es zu meiner Begeisterung noch die Kasse und es wurde ambulant mit kurzer Vollnarkose gemacht. Der Arzt war sehr angetan davon, dass ich eine recht zierliche Person bin, offensichtlich macht es bei kompakteren Frauen mehr Schwierigkeiten.
Und bereut habe ich es nie auch nur für fünf Minuten, endlich die lästige Verhüterei loszusein...
Meine FÄ hat mir damals sehr dazugeraten, weil sie meinte, wenn man weiß, dass man absolut keine Kinder mehr will/kann, sollte man sich nicht sinnlos mit Hormonen belasten, wenn es auch anders geht. Und Spirale etc. wäre nach Konisation bei mir auch nicht möglich gewesen.
Der "finale Schnitt" war eine Superlösung für mich.
Die Narbe am Unterbauch ist nicht zu sehen, nichtmal für mich. Lediglich eine winzige Stelle im Bauchnabel erinnert mich daran und auch nur, weil ich weiß, dass sie da ist. Sonst würde man das auch nicht wahrnehmen.
Also, ich kann dir da nur zureden und Mut machen...
Alles Gute!
Kayleigh
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21.11.2011, 06:36
AW: Sterilisation
Guten Morgen,
danke für die Berichte... und das Mutmachen. Habe am Freitag meinen Termin und freue mich auf die Zeit danach...
Grüßle,
H.Alles im Leben hat seine Zeit: das Weinen und auch das Lachen.
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21.11.2011, 12:22
AW: Sterilisation
Ich würde meinem Mann/Freund in den Arsch treten, und ich sag Dir das als Mann. Für ihn ist der Eingriff nämlich ein kleiner Klacks, und es ist für ihn auch einfacher, doch wieder Kinder zu bekommen, wenn er doch noch mal welche will.
Aber gut, das war ja nicht Dein Thema.
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21.11.2011, 13:14Inaktiver User
AW: Sterilisation
Also, so einfach ist es für einen Mann auch nicht, das wieder rückgängig zu machen. Die Erfolgsquote, danach einen Treffer zu landen ist nicht gerade groß, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Außerdem: IchbindieHäuptling schrieb, dass sie jetzt, mit 40, einen neuen Partner fand. Was ist, wenn da in 1 Jahr wieder Schluss ist, weil es doch nicht passte? Dann steht sie vor demselben Problem. Ich verstehe jede Frau, die die Verantwortung für ihren Körper selbst übernehmen möchte, schließlich ist sie es auch, die mit dem Thema Schwangerschaft ursächlich konfrontiert würde.
IchbindieHäuptling, alles Gute für Freitag. Ich habe den Eingriff vor 13 oder 14 Jahren vornehmen lassen (wurde ambulant gemacht), habe es nicht bereut, hatte bis auf Kleinigkeiten keine Schmerzen und war sehr schnell wieder einsatzfähig.
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21.11.2011, 18:16


. Egal, das ist nicht mein hiesiges Thema, haben wir unter vier Ohren geklärt.
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