Hallo zusammen,
bei meiner letzten Vorsorgeuntersuchung wurde per Ultraschall festgestellt, dass ich ein 4 cm großes Myom in der Gebärmutterhöhle habe - direkt dahinter befindet sich ein zweites Myom von ca. 1,5 cm Länge.
Ich bin aus allen Wolken gefallen, da ich bislang symptomfrei war und den Ultraschall machen ließ, um den Sitz der Spirale zu überprüfen.
Das Myom war vor 2 Jahren noch nicht da und ist in dieser Zeit wohl sehr schnell gewachsen. Jetzt wurde ich kurzfristig in die Uniklinik überwiesen, um die weitere Behandlung abzuklären. Fakt ist, das Myom muss weg und auch die Spirale muss entfernt werden, somit habe ich zukünftig ggfs. auch ein Verhütungsproblem. Ich dachte eigentlich, die Spirale würde mich bis in die Wechseljahre retten. Nun ja, war wohl nicht so. Ach ja, ich bin 36 Jahre alt und kinderlos.
Ich habe mich, auch nach dem Gespräch in der Klinik, noch zu keiner Entscheidung durchringen können. Meine Operation ist am 24.08., der Termin steht.
Mir wurden 3 Varianten vorgeschlagen:
Variante a): Hysteroskopie, Entfernung der Spirale und der beiden Myome durch "Ausschälen" aus der Gebärmutter - dies wird nur gemacht, wenn ich noch Kinder haben möchte.
Variante b): Hysterektomie per Laparoskopie, Gebärmutterhals und Eileiter bleiben erhalten. Vorteile: keine Gefahr neuer Myome, keine Schwangerschaft mehr möglich, keine Blutungen mehr. Dies empfehlen mir die Ärzte, wenn ich keine Kinder möchte.
Variante c): Wie a), plus zusätzlich Sterilisation.
Ich soll mich am Tag der Vorbereitung entschieden haben und den Ärzten sagen, welche Variante ich möchte.
Kinder wollte ich noch nie. Auch darf ich nun keine Spirale mehr tragen, wie mir gesagt wurde. Ich bin seit 1 Jahr in einer Beziehung, Kinder sind auch bei meinem Partner kein Thema. Auf meine Frage hin, ob er sich sterilisieren lassen würde, kam gleich ein "Nein". Auch die Aussicht, zukünftig Kondome zu benutzen, versetzt ihn nicht in helle Freude. Nun gut, auch ich bin kein Kondom-Liebhaber. Wie auch immer, verhütungstechnisch stehe ich mit dem Rücken zur Wand. Hormone darf und möchte ich nicht mehr, alles andere ist mir auch zu unsicher.
Innerlich habe ich Variante a) schon abgehakt, weil ich eben keine Kinder möchte.
Nach Aussage der Ärzte ist es sehr wahrscheinlich, dass sich weitere Myome bilden. Wenn ich mich also für Variante c) entscheide, kann es sein, dass ich in 2 Jahren wieder in der Klinik bin und dennoch die Gebärmutter verliere. Oder dass ich einen OP-Marathon die nächsten Jahre vor mir habe.
Somit bin ich schon versucht, mich für Variante b) zu entscheiden, damit ich das Thema "Myome" dauerhaft vergessen kann.
Nach dem Durchlesen diverser Erfahrungsberichte, auch hier in der Community, bin ich jedoch alles andere als begeistert, man liest nur negatives.
Mir wurde gesagt, ich könne nach 1,5 bis 2 Wochen wieder arbeiten gehen.
Dies liest sich hier anders - ich lese oft von Krankschreibungen von 6 Wochen.
Ebenfalls scheint keine Frau nach der OP ihre Figur behalten zu haben - von rapiden Gewichtszunahmen und "Hängebauchschweinsyndrom" ist hier die Rede - das klingt nicht gut.
Dass hier manche selbst nach 6 Monaten noch nicht in der Lage sind, Sport zu machen (ich habe gerade mit dem Reiten begonnen und möchte mein neues Hobby nicht dauerhaft an den Nagel hängen), finde ich erschreckend.
Ich bin extrem verunsichert. Möchte einerseits dauerhaft Ruhe haben und nicht jährlich im Krankenhaus liegen, andererseits scheinen die Nachwirkungen einer Hysterektomie gigantisch zu sein.
Ich weiß gar nichts mehr und weiß nicht, ob ich mich für Variante b) oder c) entscheiden soll.
Ich würde mich freuen, wenn ich ein paar Gedanken von betroffenen Frauen bekommen könnte.
Vielen Dank.
Gruß
parfum
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 21
-
03.08.2011, 10:07
Myomentfernung, ggfs. Hysterektomie
-
03.08.2011, 10:15Inaktiver User
AW: Myomentfernung, ggfs. Hysterektomie
Wieso ist "Fakt", dass die Myome weg müssen???
Geh auf jeden Fall mal zu einem anderen Arzt und lass dich beraten. Myome müssen nicht zwangsläufig weg, schon gar nicht, wenn du keine Beschwerden hast.
Dass die Klinik dazu rät, ist klar, diese Operationen bringen relativ leicht verdientes Geld.
Ich habe seit Jahren Myome und keinerlei Beschwerden. Und die Welt ist voll von Frauen, die vorschnell "ausgeräumt" werden, weil leider in Sachen "Frauenhygiene" sehr schnell zum Skalpell gegriffen wird.
UNBEDINGT eine weitere Meinung einholen. Du bist erst 36, da würde ich mir eine Hysterektomie nicht einfach so verordnen lassen.
Viel Glück!
-
03.08.2011, 10:22
AW: Myomentfernung, ggfs. Hysterektomie
Hallo
ich schliesse mich der Meinung von tilbage an:
Es wird immer noch zu schnell operiert und auch ich gebe dir den Rat:
hole dir eine zweite Meinung ein!
Ich drücke dir die Daumen
LG HysterDas Gedächtnis ist eine Schublade,
die andauernd klemmt...
Sir Peter Ustinov
-
03.08.2011, 10:36
AW: Myomentfernung, ggfs. Hysterektomie
Hallo zusammen,
dies war bereits meine zweite Meinung. Mein Frauenarzt sieht das genauso.
Und ehrlich gesagt, möchte ich nicht mit einem 4 cm großen Myom herumlaufen. Ich möchte nicht warten, bis es noch größer wird und ich dann Probleme mit Blase oder Darm bekomme. Diese "tickende" Zeitbombe in meinem Körper macht mich wahnsinnig.
Die Uniklinik hier ist so ziemlich das beste, was es in der Gegend hier gibt. Für mich käme auch keine andere Klinik in Frage. Hier ist alles auf dem neusten Stand.
Gruß
parfum
-
03.08.2011, 10:42Inaktiver User
AW: Myomentfernung, ggfs. Hysterektomie
was tilbage und Hysterektomie sagen. Du kannst Dir von deinem Hausarzt oder Gyn eine Überweisung für ein MRT geben lassen. Damit können Lage und Art der Myome genau bestimmt werden. Eine Hysterektomie kann nun mal nicht rückgängig gemacht werden und ist von der zeitlichen Dauer der Durchführung schneller machbar als z.B. eine Myomenuklation. Die zeitsparende Durchführung einer Hysterektomie bedeutet wiederum auch rein marktwirtschaftlich: es rechnet sich für die Klinik. Je schneller behandelt wird, desto mehr Patienten können behandelt werden.
wie stehts mit
MRgFUS = magnetresonanzgesteuerte fokussierte Ultraschalltherapie.
UAE = Uterus Arterien Embolisation, auch bekannt als Myomembolisation.
als Alternativen in deinem jungen Alter?
Hat dein Gyn dich darüber informiert?
Und willst du dein Organ behalten oder nicht?
Hast du Beschwerden, die durch dein Myom verursacht werden? Wenn nicht, lohnt sich ebenfalls die Alternative: beobachten und gar nichts machen und regelmäßig zur Kontrolle.
LG
Carla
PS ob 4cm für ein Myom wirklich groß sind, liegt im Auge des Betrachters.Geändert von Inaktiver User (03.08.2011 um 10:50 Uhr) Grund: Ergänzung
-
03.08.2011, 11:04
AW: Myomentfernung, ggfs. Hysterektomie
Nachtrag:
ich hatte 2 Myome:
9,3 x 5,7 cm und 4,7 x 3,5 cm
Und die machten mir keinerlei Probleme.
LG HysterDas Gedächtnis ist eine Schublade,
die andauernd klemmt...
Sir Peter Ustinov
-
03.08.2011, 11:29Inaktiver User
-
03.08.2011, 11:32Inaktiver User
AW: Myomentfernung, ggfs. Hysterektomie
Es ist überhaupt nicht gesagt, dass es größer wird. Meins ist seit 10 (!) Jahren völlig unverändert.
Ich weiß, dass viele es nicht hören wollen, aber gerade in der Gyn wird den Frauen doch sehr viel Angst gemacht - hier im Forum finden sich einige Stränge dazu, dort werden zum Teil auch wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Thema zitiert, vielleicht liest du dich da mal ein: Frauen sind schlicht eine sprudelnde Geldquelle für die "Gesundheitsindustrie".
-
03.08.2011, 16:26Inaktiver User
AW: Myomentfernung, ggfs. Hysterektomie
Ganz abgesehen von der Frage ob ein Eingriff nötig ist oder nicht.
Eine Hysterektomie wurde bei mir im Winter 2005 durchgeführt, ich war damals 37 Jahre alt.
Davor wurden schon jeweils in 1990 und in 1999 zwei Eingriffe minimalinvasiv durchgeführt, wo jeweils nur die Myome und sonstigen Geschwulste entfernt wurden.
Die Hysterektomie wurde bei mir in einer Privatklinik ambulant durchgeführt.
Ich war sehr schnell wieder auf den Beinen, 2 Tage später habe ich einen 3-km Spaziergang machen können und war 2 Wochen krankgeschrieben. Nach etwa 6 Wochen war mein Leben wieder normal im Takt. Ich reite zwar nicht, aber ich hatte keine körperlichen Einschränkungen bei irgendwelchen Aktivitäten. Seither lebe ich glücklich ohne die monatlichen Beschwerden, mein Gewicht hat sich nicht verändert und mein Bauch ist flach wie ein Brett
Was vielleicht auch hilfreich in meinem Fall war... ich wurde von einer absoluten Koryphäe auf dem Gebiet operiert und bekam dann auch die Mobilnummer an die Hand. Der Chirurg ist rund um die Uhr erreichbar gewesen und beantwortet Fragen sehr geduldig und ausführlich. Ahja... und er macht keinen Unterschied zwischen Kassen- und Privatpatienten und man wird dort nicht nur wie eine Karteinummer behandelt.
Ich persönlich hatte durch diesen Eingriff nur Vorteile
Geändert von Inaktiver User (03.08.2011 um 18:50 Uhr) Grund: Rechtschreibung
-
03.08.2011, 16:35Inaktiver User
AW: Myomentfernung, ggfs. Hysterektomie
Ich habe meine Myome - 5 Stück, eins war 9cm groß entfernen lassen weil sie Probleme machten.
Nie und nimmer hätte ich mir deswegen den Uterus entfernen lassen auch wenn ich keine Kinder will.
Ein Organ ist ein Organ und hat seinen Sinn und Zweck im Körper.
Ich würde gar nichts machen lassen - 4cm ist doch wirklich nich viel. Und so schnell wächst ein Myom nun auch wieder nicht.
Ja sie kommen wieder - ich habe eine ganze "Kette" davon aber ich bin fast 50 und bis zu WJ sind die Dinger sicher wieder weg.
Ich lasse meine Spirale auch drin bis nach den WJ.
Aber wenn du noch gar keine Symptome hast - dann würde ich noch warten!!


Zitieren

