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  1. Avatar von AberHallo07
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    Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)

    Hallo bin neu im Thread,
    seit einigen Jahren weiss ich von meinen Myomen, die bis vor einem halben Jahr keine großartigen Probleme machten. Die übliche Aussage des Gyn – abwarten. Da die Blutungen immer stärker und länger wurden zusätzl. noch Druckschmerzen in der Leiste auftauchten musste ich mich nun mit der Behandlung auseinander setzten. Da ich meine Gebärmutter gerne behalten will, kam für mich nur die Entfernung per fokussierten Ultraschall in Frage, welche auch glücklicher Weise durch meine Krankenversicherung übernommen wird, jedoch nur in Dachau (wohne in Brandenburg). Alle Voruntersuchungen sind nun vorbei und ergaben:
    1 Myom 7,2, ein weiteres dahinter 4,5 und ein nicht behandelbares mit 2,2 cm. Das große Myom kann auf jeden Fall behandelt werden, ev. das dahinterliegende nicht, weil es nicht genügend Wärme abbekommt. Bin aber mit einem Teilerfolg zufrieden.
    Da noch nicht sehr viele Frauen mit dieser Methode behandelt wurden, möchte ich natürlich soviel wie möglich darüber erfahren und suche daher Hilfe in diesem Forum.
    Hoffe auf viel Info – Danke vorab


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    AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)

    Auch mich würden Erfahrungsberichte sehr interessieren.
    Bitte schreiben und erzählen !

    Grüße

  3. Avatar von AberHallo07
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    AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)

    Hatte ja gehofft, daß auf meine Anfrage einige Erfahrungsberichte kommen, aber noch ist der Tag der Behandlung nicht da. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Ich dachte mir, ich schreibe mal für alle Interessierten, den bisherigen Ablauf und alles Wissenswerte, welches ich in Erfahrung gebracht habe.
    Also … bisher übernimmt als gestzl. KV nur die TK diese Behandlung und auch nur in Dachau. Anreise geschieht auf Selbstkosten. Zur Ermittlung, ob die Myome behandelbar sind, muss vorab ein MRT erstellt werden, was man auch anhand eines Protokolls in seinem Heimatort durchführen lassen kann. ! Bei dem MRT wird Kontrastmittel gespritzt, welches nicht für Nieren-oder Lebererkrankte geeignet sind ! Auch achtet darauf, dass das Röntgeninstitut sich an die Vorgaben hält. Die Aufnahmen erfolgen auf den Bauch liegend mit den Füßen zuerst ins MRT Gerät. Trotz 3-maligen Hinweis auf das Protokoll wurde ich auf den Rücken liegend mit Kopf zuerst ins Gerät geschoben – dann machte ich Rabatz und alles ging gut. Die MRT Aufnahmen gehen per DVD zum FUS Institut nach Dachau und werden dort innerhalb von 14 Tagen ausgewertet. Negativ für die Behandlung ist z.B. die zu starke Durchblutung der Myome (siehe shadow), die falsche Lage des Darms oder die Lage des Myom in der Gebärmutter (mein kleines Myom). Man erhält dann einen ausführlichen Bericht und wenn die Behandlung/Teilbehandlung möglich ist, kann man einen Termin vereinbaren – Wartezeit ca. 4-6 Wochen. Während der Behandlung bekommt man eine Sedierung sowie Schmerzmittel – außerdem wird ein Blasenkatheter zur Anhebung der Gebärmutter gelegt (leider schon vor der Sedierung). Die Behandlung dauert ca. 3-4 Stunden, von denen man angeblich nichts mitbekommen soll – (na mal sehen ) Zudem kann es möglich sein, dass rektal Gel eingefüllt werden muss, um Gebärmutter/Darm zu fixieren. Dieses entscheidet sich aber am Tag der Behandlung anhand der Probeaufnahmen. Nach der Behandlung muss man 1-2 Stunden ruhen und kann dann nach Hause bzw. eine Nacht im Krankenhaus verbringen. Da man während der Behandlung (ziemlich starke) Schmerzmittel erhält, ist die ganze Sache also nicht zu schmerzlos wie propagiert. Auch erhält man für zu Hause Schmerzmittel mit.
    Folgende Komplikationen wurden mir im Patientenbogen mitgeteilt: Blutungen wie bei der Regel, Nervenirritationen, Schmerzen, Organverletzungen, Therapieversagen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Hautverbrennung und Einschmelzung des Unterhautfettgeweben, was zur Folge hat, dass keine weitere FUS Behandlung durchgeführt werden kann.
    Wie das Myom nun genau meinen Körper verlässt ist mir noch nicht klar, denn es gibt dazu zwei Aussagen 1. GE Healthcare. „der Körper stößt das abgestorbene Gewebe ähnlich wie bei Infektionen selbstständig ab“ und 2. FUS „das abgestorbene Gewebe wird im Laufe der nächsten 4-12 Wochen vom Immunsystem der Patientin selbständig abgebaut“ Werde mich auf jeden Fall noch einmal um eine genaue Aussage kümmern und bin fleissig beim Fragen sammeln.
    Puhhh – das war’s erstmal – viel Spaß beim Lesen.
    Gruss
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  4. Registriert seit
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    AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)

    Hört sich ja "spannend" an ! Drück dir ganz fest die Daumen und warte auf deinen nächsten Erfahrungsbericht. Hast du eigentlich noch Kinderwunsch?

    Grüße

  5. Inaktiver User

    AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)

    Zitat Zitat von AberHallo07 Beitrag anzeigen
    für die Behandlung ist z.B. die zu starke Durchblutung der Myome (siehe shadow),
    Danke daß Du mich jetzt erwähnst

    Und meine Frage im anderen Thread bzgl. MRT hast Du ja hier jetzt auch schon beantwortet.

    Wie das Myom nun genau meinen Körper verlässt ist mir noch nicht klar, denn es gibt dazu zwei Aussagen 1. GE Healthcare. „der Körper stößt das abgestorbene Gewebe ähnlich wie bei Infektionen selbstständig ab“ und 2. FUS „das abgestorbene Gewebe wird im Laufe der nächsten 4-12 Wochen vom Immunsystem der Patientin selbständig abgebaut“ Werde mich auf jeden Fall noch einmal um eine genaue Aussage kümmern und bin fleissig beim Fragen sammeln.
    Puhhh – das war’s erstmal – viel Spaß beim Lesen.
    Gruss
    Weißt Du, es verläßt Deinen Körper nicht in jedem Fall. Bei mir z.B. ist da nichts rausgekommen. Es kann auch bleiben.

    Deswegen wundern sich viele, die trotz Embolisation z.B. keine so gravierende Verkleinerung ihrer Myome feststellen. Nach diesem Phänomen hab ich "meinen" Radiologen gefragt. Er meinte dazu, daß es einzig allein wichtig ist, den Myomen den Garaus zu machen. Das wird dadurch erreicht, daß die Myome nicht mehr versorgt werden mit Blut. Den wird auf diese Art der Hahn abgedreht. Wenn sie keine Nahrung mehr bekommen sterben sie ab. Folge ist, daß sie schrumpfen wie verdorrtes Obst. Und das braucht manchmal lange, bevor es endlich mal kleiner wird...

    Durch die Wärme des FUS entsteht ein ähnlicher Effekt.

    Und was die Komplikationen betrifft: Da wird immer all das aufgeführt, was an Komplikationen eintreten kann und was in seltensten Fällen irgendwann mal eingetreten ist. Die Ärzte sind gesetzlich dazu verpflichtet, aufzuklären, was passieren kann. Es geht dabei um rechtliche Absicherung.

    Als ich meine Komplikationen gelesen hab, kam es mir vor, als würde ich mein eigenes Todesurteil unterschreiben

    Hast Du vor, eine Nacht im KH zu bleiben? Ich würde es Dir empfehlen. Überstürze nichts

  6. Avatar von AberHallo07
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    AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hast Du vor, eine Nacht im KH zu bleiben? Ich würde es Dir empfehlen. Überstürze nichts
    Da mein Mann mit nach Dachau kommt weiss ich noch nicht ob ich im KH bleibe, habe mir aber vorsorglich dort schon ein Bett reserviert. Werde es von meiner Verfassung abhängig machen.

    @steffiii79
    Kinder waren für uns nie ein Thema und jetzt ist es sowieso schon etwas zu spät für mich.

    Gruss
    Wer Rechtschreibfehler findet kann diese behalten


  7. Registriert seit
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    AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)

    @AberHallo,

    hab nämlich gelesen, das diese Methode vorwiegend bei jungen Frauen die noch Kinderwunsch haben gemacht wird...!

    Grüße

  8. Avatar von AberHallo07
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    AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)

    Zitat Zitat von Steffiii79 Beitrag anzeigen
    @AberHallo,

    hab nämlich gelesen, das diese Methode vorwiegend bei jungen Frauen die noch Kinderwunsch haben gemacht wird...!

    Grüße
    Hallo,
    angefangen hat diese Methode u.a. in der Charite. Dort wurden vor Jahren einige Frauen damit getestet, die sich anschl. einer Gebärmutterentfernung unterziehen mussten. Dann legte die Charite vor einiger Zeit eine Studie aus, bei der nur Frauen mit Kinderwunsch behandelt wurden. Für diese war die Behandlung dann im Rahmen der Studie auch kostenlos. Die privaten Krankenkassen übernehmen die Behandlung schon seit langem, aber die gesetzlichen ziehen erst jetzt nach. Für diese ist die ganze Sache auch ein Rechenbeispiel. Bei einer GM Entfernung je nach Eingriffart 3-7 Tage Krankenhaus anschl. Reha-Maßnahmen. Nicht vergessen sollte man die Komplikationsrate und die ev. Folgeerkrankungen durch den Eingriff.
    Außerdem … ist man weniger Wert wenn man etwas älter ist und auch keine Kinder haben möchte ? Für mich ist die GM ein sinnvolles Organ, welches ich nach Möglichkeit erhalten möchte. Es wäre ja so, dass man einer 70-jährigen eine neue Hüfte verweigert, in der Annahme, dass sie sowieso nicht mehr lange lebt.
    Wer Rechtschreibfehler findet kann diese behalten

  9. Inaktiver User

    AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)

    Hallo AberHallo07,

    ich drücke dir die Daumen für dein Vorhaben. Auch ich bin deiner Meinung, dass die Gebärmutter ein sinnvolles Organ ist.
    Ich habe mich nur am Rand mit dem Eingriff (fokussierten Ultraschall) zur Myombehandlung informiert. Bei mir fiel die Entscheidung Anfang diesen Jahres zur Myomembolisation. Der Eingriff war im Juli 2010. Die Vorbereitung mit MRT etc. war aber die gleiche.

    Dir jedenfalls alles Gute.

    LG
    Tanja

  10. Inaktiver User

    AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)

    Zitat Zitat von AberHallo07 Beitrag anzeigen
    Außerdem … ist man weniger Wert wenn man etwas älter ist und auch keine Kinder haben möchte ? Für mich ist die GM ein sinnvolles Organ, welches ich nach Möglichkeit erhalten möchte. Es wäre ja so, dass man einer 70-jährigen eine neue Hüfte verweigert, in der Annahme, dass sie sowieso nicht mehr lange lebt.
    Hi Du

    Ach das mit dem "weniger Wert" glaub ich noch nicht mal

    Es ist ja die Tatsache nicht mal so unerheblich, daß es genügend Frauen gibt, die selbst überhaupt keine Probleme mit einer GM-Entfernung haben. Meine Frauenärztin z.B. ist eine davon. Sie war schlichtweg völlig erstaunt darüber, daß ich, trotz meines fehlenden Kinderwunsches, eine vollkommen andere Einstellung zur GB-Entfernung habe als sie.

    Dazu kommt, daß es vor Jahren vollkommen gängig war, die GB zu entfernen, wenn Frau dann auch ein bestimmtes Alter hat und kein Kinderwunsch mehr besteht. Einige tun sich schwer, von normal üblichen Denk- und Sichtweisen, die sich förmlich eingebrannt zu haben scheinen, abzukommen. Und das trotz dem enormen Fortschritt im Bereich der Medizin.

    Wobei auch die Sorglosigkeit beim Umgang mit dem eigenen Körper und der Gesundheit bei nicht wenigen Frauen eine beträchtliche Rolle spielt...

    Und genau deswegen bin ich froh und dankbar, daß wir alle heut mehr Möglichkeiten haben, daß wir anderen nicht mehr "nur" ausgeliefert sind, daß es für uns eben nicht "Götter in Weiß" sind. Wir können heute weitestgehend selbst mitentscheiden, können uns besser informieren als früher und davon Gebrauch machen! Und das find ich einfach toll! Das ist für mich Eigenständigkeit und Selbstbestimmung.

    Abgesehen von der kaputten Hüfte: Ohne GB ist immer noch (bis auf das Kinderkriegen) ein Leben ohne Einschränkung möglich. Vielleicht ist gerade deshalb die GB (und nicht nur in den Augen einiger Ärzte) "nichts wert"

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