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11.10.2010, 21:54Inaktiver User
AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)
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14.10.2010, 13:33Inaktiver User
AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)
@AberHallo07, nun sag schon, wie gehts Dir???
Alles gut überstanden?
Wir wären uns am Dienstag in Dachau beinahe begegnet
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14.10.2010, 19:12
AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)
Vielleicht haben wir ja ... war bis ca. 17 Uhr in der Klinik@shadow:Wir wären uns am Dienstag in Dachau beinahe begegnet
Aber nun der Bericht:
Hallo,
nun bin ich wieder zurück aus Dachau und kann berichten. Ich versuche mich möglichst an alles zu erinnern, aber falls noch jemand Fragen hat, versuche ich diese auf Anfrage nach besten Erinnerungen zu beantworten.
Also… überpünktlich in der Klinik angekommen, Radiologie gut ausgeschildert, bin ich sehr freundlich von der Mitarbeiterin der Radiologie in Empfang genommen worden. Sie berichtete, dass das Gerät wieder in Ordnung ist und die Techniker bis 5 Uhr in der früh gearbeitet und bereits schon wieder vor Ort waren. Gab mir eine gewisse Sicherheit, falls das Gerät doch wieder ausfällt. Die Formularien wurden erledigt und ich hatte noch genügend Zeit meine restlichen Fragen zu stellen, die auch sehr nett beantwortet wurden. Ich wurde auf ein Zimmer in der Gynäkologischen-Abt. gebracht, wo ich das tolle Nachthemd und den nicht so tollen Blasenkatheter bekam. Nur zur Anmerkung, das Legen und Ziehen des Katheters geschah schmerzfrei, jedoch brannte dieser die ganze Zeit und drückte sehr unangenehm. Dann musste ich eine Stunde so verharren, ohne die Möglichkeit aufzustehen, da der Katheter am Bett befestigt und auch jede Bewegung unangenehm war. Diese Wartezeit war wirklich nervig. Nach einer Stunde wurde ich dann von einer ebenfalls sehr netten Mitarbeiterin der Radiologie im Bett abgeholt und auf die Station gebracht. Ich lernte den behandelnden Arzt kennen und mußte zum MRT laufen. In der Mitte des Behandlungstischs befindet sich der Schallkopf, eingebettet in Gel und Wasser. Auf den Tisch raufzukommen, mit dem Katheter und dem Anhängsel, war gar nicht so einfach und dann musste ich mich mit dem Unterlaib in das kalte Wasser legen, welches sich natürlich gleich in alle Richtungen verteilte. Nun wurden die Voraufnahmen gemacht, was sich leider bei mir als schwierig gestaltete, da anscheinend meine Innereien ständig in Bewegung waren. Man verliert sein Zeitgefühl, aber ich denke, dass die Voruntersuchung ca. 20 Min. in Anspruch nahm. Die erste Untersuchung war nicht zufriedenstellend, so dass die über den Katheter die Blase gefüllt wurde und ich zustzl. noch anal einen Gel-Einlauf bekam, der wirklich unangenehm war. Als ich die Menge der geplanten Befüllung von Blase und Darm sah, fragte ich, ob das wirklich so viel sein muss, als Antwort bekam ich, das es bei dem meisten Patienten viel mehr wäre - sollte mich dies beruhigen ? O.K. also 2.Runde Voruntersuchung. Diese Blase und der Darm drückten und ich musste ständig meinen Unterlaib zusammenziehen, was diese Untersuchung zunichte machte. Zur 3.Runde wurde die Blase wieder teilentleert und ich konzentrierte mich, um die Kontraktionen zu verhindern. Nun konnte es los gehen. Ich kam einen Tropf angehangen und ich würde sagen, eine Infusion mit Schmerzmittel und eine mit Sedierung. Es hieß, ich würde nun müde werden, was ich verneinte - aber an die nun folgende Zeit kann ich mich nicht erinnern. Ich schätzte, nach ca.2 Stunden wirkten die Mittel nicht mehr, so dass die Behandlung große Schmerzen verursachte. Es wird immer ca.6 Sekunden behandelt und dann ca. 20 Sekunden neu berechnet. Während ich wieder zu mir kam, merkte ich, wie die Behandlung von statten geht. Die Geräusche vm MRT kamen, dann wurde es leicht warm, dies steigerte sich zu einer fast unerträglich Hitze, die mich zu verbrennen schien. Ich klingelte und bekam erneut Sedierung und Schmerzmittel. Am Ende der Behandlung wirkten die Mittel dann wieder nicht und ich musste ca. 20 Min. die gesamte Prozedur über mich ergehen lassen. Einige Bestrahlungen waren aushaltbar, jedoch manche so schmerzhaft, dass ich wieder klingeln musste. Es hieß, es wären nur noch wenige Schritte notwendig, also biss ich die Zähne zusammen. Zum Schluß wurden noch einmal Aufnahmen mit Konstratmittel gemacht. Ich dann wieder rein ins Bett und die Mitarbeiterin erklärte mir, dass beide großen Myome gut behandelt wurden. Zurück auf der Station wollte ich nur noch Katheter und Zugang loswerden, so dass ich die Schwestern echte nervte. Ich wollte bloß raus, einen Kaffee trinken und „ich weiss böse“ eine rauchen. Vor der Klinik gibt es ein kleines Cafe in dem ich mich erstmals nieder ließ. Anschl. noch einmal zur Abschlußbesprechung und dann ging`s schon wieder mit dem Auto nach Hause. In den ersten 4 Stunden hatte ich leichte krampfartige Schmerzen, verzichtete aber auf Schmerzmittel, um meinen Mann in der Dunkelheit ein wenig zu bespaßen, obwohl ich wirklich total fertig war. Die Schmerzen ließen nach und von da an, habe ich nur noch ein Gefühl wie Muskelkater in diesem Bereich bzw. wie das bekommen der Periode. Nur der zum Schluß sehr schmerzhaft bestrahlte Bereich tut weh wie en blauer Fleck. Hoffe, daß dort keine Unterhautfettverschmelzung stattgefuden hat. Als Tipp kann ich nur sagen, nehmt eine große Binde mit, denn Blase und Darm gehorchen zum Anfang nicht wirklich. Ich lag insgesamt 5 Stunden auf dem Bauch, die Arme nach vorne und die Beine nach hinten gestreckt ,auf dem Behandlungstisch, mein Körper ist noch heute völlig gerädert. In den wachen Zeiten der Behandlung, schmerzten die Gelenke so, dass ich meine Beine kaum bewegen konnte. Nun habe ich am ganzen Körper Muskelkater . Ich kann die Behandlung natürlich nur aus meiner Perspektive wiedergeben. Bei anderen Patienten kann es ganz anders sein. Grundsätzlich muss ich jedoch sagen, es ist zwar keine OP mit deren Nachwehen, jedoch war es auch kein Spaziergang. Eine Nachkontrolle ist in einem halben Jahr fällig. Wie es mit den weiteren Abbau der Myome vor sich geht, werde ich leider nicht genau berichten können, denn passender Weise, hat sich 2 Tage vor der Behandlung meine chronische Darmentzündung zurück gemeldet und nun muss ich abwarten, welche Behandlung eingeschlagen werden soll. Kortison kommt für mich nicht in Frage, denn sollte sich im Unterlaib eine schwere Entzündung entwickeln, würde mein Körper dies nicht merken - habe Mo Termin beim Gastro. Die Klinik in Dachau habe ich auch schon auf dieses Problem angesetzt, denn nur die wissen, wie sich das zerstörte Myomgewebe sich abbaut. Ich hoffe, alles wissenswerte erzählt zu haben.
LGGeändert von AberHallo07 (14.10.2010 um 20:01 Uhr)
Wer Rechtschreibfehler findet kann diese behalten
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14.10.2010, 19:52
AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)
Hi AberHallo07,
vielen Dank für deinen anschaulichen und ausführlichen Bericht und toi toi toi für Deine weitere Genesung.
Was mich brennend interessiert:
Wird durch das MRgFus Verfahren das gesamte Myomgewebe zerstört oder können Teile davon , die vielleicht nicht bestrahlt bzw. "verbrutzelt" wurden, zu neuen gutartigen Wucherungen führen?
Gibt es da Erfahrungswerte von Seiten der Klinik?
Und wie ist das bei Dir - musst Du warten, bis in 6 Monaten erneut ein MRT gemacht wird?
Und was genau waren/sind deine Beschwerden durch die Myome?
Neugierige Grüße
nullipara--
Marty McFly told me the future will be great!
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14.10.2010, 20:10
AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)
Es bleiben immer Reste des Myomgewebes zurück, die nicht abgebaut werden. Es handelt sich, lt. Aussage der Klinik, jedoch nur um wenige Millimeter bis Zentimeter. Diese können dann auch nicht mehr wachsen. Natürlich können neue Myome entstehen.
Auch war es noch klar, ob das 2.Myom behandelt werden kann, da es hinter dem großem (7,5 cm) lag, hat aber geklappt.
Ein weiteres kleines Myom (2.2 cm) liegt außerhalb der Gebärmutter im Bereich des Darms und kann nicht behandelt werden.
Es gibt so unterschiedliche Aussagen. Die Zeit liegt einmal bei 4-12 Wochen, die Klinik will jedoch erst Aufnahmen nach 6 Monate - ist mir eigentlich Aussage genug.
Siehe: http://bfriends.brigitte.de/foren/7444171-post1.html
LGGeändert von AberHallo07 (15.10.2010 um 07:45 Uhr)
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30.10.2010, 14:30
AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)
Hallo,
die Behandlung ist nun fast 3 Wochen her und ich wollte Euch einmal berichten wie es mir so geht. In den ersten Tagen hat es immer wieder etwas gezwickt, aber es waren keine wirklichen Schmerzen, daher aushaltbar. Bin sogar 7 Tage danach wieder aufs Pferd gestiegen, keine Schmerzen oder Probleme. Einzig meine Periode ist noch extremer ausgefallen als sonst und seitdem Schmierblutungen, die nicht aufhören wollen. Ich denke, meine Gebärmutter ist noch etwas gestresst. Hoffe, dass sich alles bald normalisiert, habe aber vorsorglich schon mal einen Termin beim Gyn gemacht. Auch um nachgucken zu lassen, ob schon ein Abbau stattgefunden hat bzw. wie der Gyn die ganze Sache beurteilt. GrussWer Rechtschreibfehler findet kann diese behalten
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03.11.2010, 13:04
AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)
aberhallo, vielen dank für die infos!
sag mal, gibt's eigentlich eine aussage darüber, ob die myome auch nach der ultraschallbehandlung nochmal wiederkommen können?
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03.11.2010, 18:21Inaktiver User
AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)
Hallo Lizzy,
an anderer Stelle können sich neue bilden bzw. kleinere, durch den FUS nicht behandelte (weil aufgrund ihrer Größe nicht notwendig) bzw. auch nicht behandelbare können wachsen, oder auch sich nicht verändern. Genau so, wie Myome auch von allein wieder schrumpfen können. Da die Gebärmutter in seiner Funktion ja erhalten bleibt, können da Veränderungen eintreten.
Auch nach einer Embolisation kann durch ein zuvor durch Kügelchen verstopftes Gefäß wieder blutdurchlässig werden und das Myom weiter versorgen. Oder an anderer Stelle der GB entstehen neue.
(Ein "Argument" für die Entfernung der GB: Denn wenn die nicht mehr da ist, können da auch keine Myome mehr entstehen...)
Aber sowie es die Möglichkeit kombinierter Verfahren zur Myombehandlung gibt, so sind auch Wiederholungen von Embolisation und FUS-Methode möglich.
Was den FUS betrifft habe ich von einem Fall gehört, da war das Myom für die MRgFus eindeutig zu groß. Aber aufgrund des starken Kinderwunsches hat sich die Frau trotz der geringen Erfolgsaussichten für diese Behandlung (allerdings auf eigene Kosten) entschieden. Nach wenigen Monaten hatte sich das Myom trotz FUS leider wieder regeneriert...
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18.09.2011, 19:37
AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)
Hallo, hab Deine ganze Leidensgeschichte hier heute mitgelesen- Danke, daß du so ausführlich berichtest.. jetzt ist dasGanze ja schon bald ein Jahr her ... wie beurteilt dein Gyn. die Situation jetzt konntest du einen deutlichen Rückgang feststellen bzw. hat sich Dein Myom "aufgelöst" wäre ja echt wunderbar
oder hast du immernoch Beschwerden???falls ja hast Du mein ganzes Mitgefühl!! Ich bin gerade sehr am checken, ob diese Methode für mich auch in Frage käme und möchte einfach wissen ob sich der ganze Aufwand lohnt??? Was sagst du HEUTE? wie geht es dir jetzt? Vielen dank schon im voraus für Deine geschätzte ANTWORT
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20.09.2011, 09:13
AW: Myom-Therapie per Ultraschall (MRgFus)
Hallo,
danke für die Anfrage und für die Wünsche.
Mit den Myomen habe ich im Moment kein Problem, jedoch kämpfe ich z.Zt. mit einer 5,5 cm großen Zyste, die meinen sowieso schon reduzierten Unterlaib stresst. Aber nun zur eigentlichen Frage. Ich war bei der Nachkontrolle am Heimatort, dort wurde eine Reduzierung des Myomgewebes um 1,2 cm festgestellt, was bei einer Ausgangsgröße von über 7 cm nicht besonders viel ist. Diesen Bericht habe ich nach Dachau geschickt und dort wurde von sensationellen Erfolg mit einer 74% Volumenreduktion geredet. Mein Gym hatte auch keine Erklärung für diese Aussage. Leider hatte ich noch keine Zeit mich eingehender mit der Angelegenheit zu beschäftigen, aber nicht aus den Augen verloren. Grundsätzlich würde ich mich wieder für diese Behandlung entschließen, da sie wenigstens die starken Monatblutungen enorm reduziert hat. Ich kann jedoch nur raten, sich frühzeitig damit behandeln zu lassen, denn es ist schon ein Unterschied ob 6 cm im Körper verbleiben oder 3 cm. Sollten bei Dir diese Behandlung nicht möglich sein (entscheiden die MRT Auswertungen) kann ich Dir nur anraten, die Myome embolisieren zu lassen. Dabei sollen die Myome ca. 30% verkleinert werden.
GrussWer Rechtschreibfehler findet kann diese behalten


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