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    Gebärmutterentfernung - Erfahrungsbericht

    Hallo,

    nachdem ich hier schon viele hilfreiche Infos bekommen habe, schildere ich mal meine Erfahrungen mit meiner Gebärmutterentfernung.

    Ich bin dieses Jahr 50 geworden und war nach ca. 10 Jahren im Mai das 1. Mal wieder bei der Gynäkologin... (Ja ich weiß... aber ich gehe erst zum Arzt wenn´s wirklich nicht mehr anders geht... ) Krebsvorsorge und bei der Gelegenheit auch Blutuntersuchung (einen Allgemeinarzt habe ich nämlich auch nicht...) Außerdem habe ich im Unterbauch von außen gefühlt, dass da wohl irgendwas ist..

    Die Gynäkologin stellte dann ein nicht unerheblich großes Myom fest (ca. 16 cm) und meinte, dass das wohl raus müsse weil es zu groß ist. Außerdem war sie mehr als überrascht, dass ich keine Beschwerden hatte (außer jeweils 2 Tage sehr starke Blutungen zu Beginn der Periode in den letzten 10-12 Jahren). Entsprechend schlecht war auch mein Eisenwert – Anämie, die ich wohl auch deshalb nicht stark gespürt habe, weil sie sich schleichend entwickelt hat. Kein Mensch in meiner Umgebung würde meinen, dass ich anämisch bin, dazu bin ich immer viel zu aktiv und lebhaft (allerdings bewegungsfaul )

    Soviel zur Vorgeschichte.


    Am 16.7., also vor knapp 2 Wochen, wurde ich operiert – das Myom hatte 1,5 kg und wurde per Bauchschnitt entfernt. Die Eierstöcke konnten drin bleiben, sie waren trotz der Größe des Myoms nicht unterversorgt gewesen. Die OP dauerte 2 Stunden, ich wachte planmäßig 2 Minuten nach der OP auf und war voll da, konnte gleich wieder Witzchen mit dem Pfleger im Aufwachraum machen... Gegen die Schmerzen bekam ich bis zum nächsten Morgen eine Schmerzpumpe, das fand ich sehr beruhigend, weil ich dadurch selbstbestimmt etwas gegen die Schmerzen machen konnte.

    Die 1. Nacht war nicht so toll, aber das lag eher daran, dass ich ich nicht auf dem Rücken schlafen kann.

    Am nächsten Morgen hat man mir auch die Pumpe wieder abgebaut, was überhaupt kein Problem war, weil ich tatsächlich kaum noch Schmerzen hatte. Obwohl der Bauchschnitt bestimmt 15 cm lang ist, hatte ich nur ein Pflaster drüber, das am 2. Tag auch schon weg kam. Auch bin ich an dem Tag mit Hilfe der Schwester schon wieder aufgestanden, natürlich habe ich die Wunde gespürt, aber nur beim Lachen oder Husten hat sie weh getan, Schmerztabletten habe ich keine gebraucht. Das einzige was mich etwas irritierte, waren Stiche in der Rippengegend. Die lagen aber an der Luft, die noch nicht den Weg nach draußen gefunden hatte...

    Insgesamt war ich 6 Nächte in der Klinik und bin jetzt wieder zu Hause. Ich hätte nicht gedacht, dass die OP so problemlos verläuft und möchte mit meinem Posting denjenigen die Unsicherheit nehmen, die auch vor diesem Eingriff stehen.


    Natürlich weiß ich noch nicht, wie sich die Hysterektomie nun auswirkt – vor allem, weil sich bei mir nun doch noch ein weiterer Eingriff abzeichnet:

    Die Gebärmutter wurde – wie üblich – histologisch untersucht und nun wurde ein hochdifferenziertes Adenokarzinom an der Gebärmutterschleimhaut festgestellt. Allerdings noch im absoluten Anfangsstadium. Deshalb müssen jetzt doch präventiv die Eierstöcke entfernt werden. Dies passiert übermorgen mit einer Bauchspiegelung.

    Tja – OP erfolgreich, Patientin doch nicht gesund – aber irgendwie habe ich mir den 1. Eingriff schlimmer vorgestellt und hoffe jetzt einfach, dass nach dem 2. alles erledigt sein wird.

    Sonnenblümchen

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    AW: Gebärmutterentfernung - Erfahrungsbericht

    Hallo, Sonnenbluemchen11!
    Zitat Zitat von Sonnenbluemchen11 Beitrag anzeigen
    [ . . . ]

    Die Gebärmutter wurde – wie üblich – histologisch untersucht und nun wurde ein hochdifferenziertes Adenokarzinom an der Gebärmutterschleimhaut festgestellt. Allerdings noch im absoluten Anfangsstadium.
    *puh* Da hast Du insgesamt wohl noch mal Schwein gehabt . . .


    Zitat Zitat von Sonnenbluemchen11 Beitrag anzeigen
    Tja – OP erfolgreich, Patientin doch nicht gesund – aber irgendwie habe ich mir den 1. Eingriff schlimmer vorgestellt und hoffe jetzt einfach, dass nach dem 2. alles erledigt sein wird.
    Das wünsche ich Dir von ganzem Herzen!


    P.S.:
    Zitat Zitat von Sonnenbluemchen11 Beitrag anzeigen
    Natürlich weiß ich noch nicht, wie sich die Hysterektomie nun auswirkt
    Wenn Du magst, kannst Du Dich mit anderen Hysterektomierten bei den "Plaudertaschen" austauschen.

    Die unterhalten sich nebenher über alles Mögliche, werden aber sicher auch "Neuzugängen" Rede und Antwort stehen.


    Danke Dir aber für Deinen ausführlichen Bericht hier im Forum!
    Todo les sale bien a las personas de carácter dulce y alegre

    Voltaire

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    AW: Gebärmutterentfernung - Erfahrungsbericht

    Hallo,

    da ich selber zwei kleine Myome habe würde mich interessieren, ob dir deine FA sofort zur Gebärmutterentfernung geraten hat? Wäre "nur" eine Myomentfernung nicht in Frage gekommen?

    Grüße

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    AW: Gebärmutterentfernung - Erfahrungsbericht

    Hallo, Steffiii79!

    Bei der Größe???
    Zitat Zitat von Sonnenbluemchen11 Beitrag anzeigen
    Die Gynäkologin stellte dann ein nicht unerheblich großes Myom fest (ca. 16 cm)

    [ . . . ]

    das Myom hatte 1,5 kg
    Dieses Myom war weitaus größer und um ein Vielfaches schwerer (bei 1,5 kg handelt es sich je nach individueller Ausgangslage um das Zwölf- oder sogar Dreißigfache einer normalen Gebärmutter!) als eine gesunde Gebärmutter.

    Zudem war es in diesem Fall ausgeprochen hilfreich für die Betroffenene, daß die gesamte Gebärmutter entnommen und histologisch untersucht wurde.

    Wer weiß, ob man bei einer nur partiellen Myomentfernung den überaus wichtigen Befund eines Endometriumkarzinoms überhaupt hätte stellen können . . .


    Zur Myombehandlung schau zum Beispiel einmal hier.

    Wie ich sehe, hast Du gestern erst einen Deiner eigenen Stränge zum Thema "Myome" geschubst. Nur Geduld, da kommen mit der Zeit sicher noch mehr Antworten.
    Todo les sale bien a las personas de carácter dulce y alegre

    Voltaire

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    AW: Gebärmutterentfernung - Erfahrungsbericht

    Hallo Lilith,

    danke für deine Antwort! Sorry, bin etwas ungeduldig...hab erst vor kurzer Zeit erfahren das ich Myome habe. Mach mir leider viel zu viele Gedanken darüber! Hab mir vorgenommen nicht dauernd zu grübeln, aber leichter gesagt als getan !

    Grüße

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    AW: Gebärmutterentfernung - Erfahrungsbericht

    Hallo, Steffiii79!

    Ja, das mit den Gedanken und der Geduld ist nicht immer so einfach . . .

    Ich wünsche Dir weniger unnötig sorgenvolle Gedanken und mehr Geduld.

    Grüßle, Lilith
    Todo les sale bien a las personas de carácter dulce y alegre

    Voltaire

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    AW: Gebärmutterentfernung - Erfahrungsbericht

    Hallo Lilith,

    danke für deine Begrüßung

    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Hallo, Sonnenbluemchen11!

    *puh* Da hast Du insgesamt wohl noch mal Schwein gehabt . . .
    Jepp, so sehe ich das inzwischen auch! Am Morgen meiner Entlassung, als der Befund kam, war ich natürlich erst einmal geschockt...



    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Hallo, Steffiii79!

    Bei der Größe???

    Dieses Myom war weitaus größer und um ein Vielfaches schwerer (bei 1,5 kg handelt es sich je nach individueller Ausgangslage um das Zwölf- oder sogar Dreißigfache einer normalen Gebärmutter!) als eine gesunde Gebärmutter.
    6. Monat war die Aussage meiner Gynäkologin sowie des Arztes in der Klinik...


    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Zudem war es in diesem Fall ausgeprochen hilfreich für die Betroffenene, daß die gesamte Gebärmutter entnommen und histologisch untersucht wurde.

    Wer weiß, ob man bei einer nur partiellen Myomentfernung den überaus wichtigen Befund eines Endometriumkarzinoms überhaupt hätte stellen können . . .
    Natürlich war das jetzt insgesamt gesehen ein Glücksfall - aber das war ja vorher nicht absehbar. Bei meinem 1. Termin bei meiner Gynäkologin im Frühjahr habe ich natürlich auch die Krebsvorsorge gemacht und da gab es keinerlei Auffälligkeiten... Wäre die OP jetzt nicht gewesen, weiß ich nicht wann ich das nächste Mal zur Vorsorge gegangen wäre...

    Eine partielle Myomententfernung wäre womöglich in meinem Fall genau das Falsche gewesen... Insoweit war es nach Aussage des Klinikarztes sogar ein Glücksfall, dass das Myom zu groß für Laparaskopie oder vaginale OP war und deshalb die Gebärmutter als Ganzes entfernt werden musste...

    Ich gebe dir recht, Lilith, vermutlich wäre ein Befall erst viel später entdeckt worden.


    Steffi, ich antworte dir auf deine Frage gerne auch in deinem Thread. Aber was mein Myom betrifft, lag es ganz klar an der Größe, dass ich da nicht mehr lange warten sollte. Die Ärzte waren sowieso fast ungläubig, dass ich nicht alle möglichen sonstigen Beschwerden hatte. Die hätten also jederzeit und schwerwiegend auftreten können (z. B. Blutsturz). Deshalb habe ich auch nicht lange gezögert.

    Sonnenblümchen

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    AW: Gebärmutterentfernung - Erfahrungsbericht - 2. Teil

    So, hier kommt nun der 2. Teil – eigentlich müsste die Überschrift nun heißen: Total-Operation.

    Letzten Freitag wurden mir – nach der Diagnose Endometriumkarzinom im Anfangsstadium – die Eileiter und die Eierstöcke entfernt per Laparoskopie (Bauchspiegelung).

    Dieses Mal war ich natürlich etwas unsicherer inwieweit ich den Eingriff wieder relativ gut überstehe, da ja die letzte OP gerade 2 Wochen her war. Wieder war es eine Vollnarkose und der Eingriff dauerte wohl wieder 2 Stunden weil noch Verwachsungen gelöst werden mussten.

    Im Gegensatz zur 1. OP hatte ich dieses Mal auch eine Drainage, die nach 2 Tagen entfernt wurde. Die beiden Schnitte sind wirklich klein und noch unter dem Bauschschnitt. Wo sie im Bauchnabel mit der Kamera durch sind, sieht man gar nicht.

    Der OP-Tag verlief soweit ganz gut, aber am nächsten Vormittag hing ich doch sehr in den Seilen, ich fühlte mich deutlich schwächer als nach dem doch eigentlich schwierigeren Bauchschnitt. Die Schmerzen waren auch etwas stärker, allerdings hatte ich dieses Mal auch keine Schmerzpumpe sondern bekam auf Wunsch dann eine Infusion.

    Aber schon am 2. Tag nach der OP ging es deutlich aufwärts, die Drainage wurde entfernt, die Schmerzen waren fast weg und ich konnte tatsächlich am 3. Tag entlassen werden. Hätte selbst nicht gedacht, dass ich das so schnell verkrafte.

    Jetzt heißt es natürlich schonen und das mache ich auch – wandere nur von Sofa zum Bett und wieder zurück – gönne mir aber schon wieder einen kurzen Trip ins Städtchen für nen Eiskaffee.


    Insgesamt kann man – was die beiden Eingriffe betrifft – sagen, die OPs sind tatsächlich nicht schlimm.
    Was aber die Auswirkungen betrifft – vor allem durch die fehlenden Hormone - muss ich mich wohl überraschen lassen...

    Ich wünsche allen Betroffenen alles Gute!


    Sonnenblümchen

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    AW: Gebärmutterentfernung - Erfahrungsbericht - 2. Teil

    Sonnenblümchen,
    erst einmal gute weitere Genesung Dir!
    Todo les sale bien a las personas de carácter dulce y alegre

    Voltaire

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    AW: Gebärmutterentfernung - Erfahrungsbericht

    Hallo Sonnenbluemchen !

    Herzlichen Glückwunsch, dass Du alles so schnell und gut überstanden hast !!!

    Geniesse Dein Leben und tue genau das, wonach Dir der Sinn steht. Nach Deiner Beschreibung scheinst Du eine sehr gute Körperwahrnehmung zu haben, die Du Ernst nehmen solltest.

    Einen Tip am Rande würde ich Dir dennoch gerne aus eigener Erfahrung mitgeben- mir ist vor ein paar Monaten laparoskopisch der Gebärmutterkörper wegen Myomen entfernt worden: versuche, Dich zu bewegen ! und nicht nur vom Sofa zum Bett bzw Kühlschrank und zurück !

    Ich habe 2 Wochen nach der Entlassung eine Lungenembolie bekommen, und weiß seitdem, wie notwendig die Mobilisation ist.
    Ich bin sehr früh- innerhalb von 24 Std nach der OP- wieder auf den Beinen gewesen, habe die normale Thromboseprophylaxe bekommen und bin nach der Entlassung tgl mind. 1 Std Spazieren gegangen, unabhängig davon, dass ich mich auch zu Hause bewegt habe.
    Mir hat dies trotz allem nichts genutzt, ich habe Pech (oder Glück, denn ich habe überlebt) gehabt, und eine Erklärung dafür gibt es bei mir nicht.

    Ich will Dich auch nicht beunruhigen, denn alle Frauen in meiner Umgebung, die sich diesen OP`s unterzogen haben (und das sind verdammt viele !!!) haben keine Komplikationen gehabt, aber vor dem Hintergrund Deiner 2 Op`s kurz hintereinander wäre eine gewisse Vorsicht uU nicht schlecht.

    Ansonsten weiterhin gute Genesung,
    mit schönem Gruß

    Famara

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