Hallo in die Runde,
nachdem ich nie was hatte und beim Frauenarzt höchstens einmal im Jahr zum Routine-Abstrich aufschlug ohne jegliche Auffälligkeiten, wurde bei mir vor einem Jahr ein Myom entdeckt. Ich war entgeistert, wusste erst gar nicht, was das überhaupt ist (besonders schockierend war für mich, dass es auf dem Ultraschall erst aussah wie eine Fruchthülle). Dann beschloss ich, das Ganze zu vergessen, nachdem ich gehört hatte, dass es gutartig ist und wenn man keine Beschwerden hat nichts unternommen wird.
Nach einem Jahr dann die Kontrolle - es hatte sich leider nicht in Luft aufgelöst, es waren sogar noch weitere Myome hinzugekommen. Nach vielem Hin und Her und Konsultieren verschiedener Ärzte, wobei mir von Gebärmutterentferung, Myom-Entfernung mit und ohne Bauchschnitt, Myom-Embolisation bis einfach nichts machen alles empfohlen wurde, habe ich mich jetzt dazu entschlossen, nochmal abzuwarten. Einhellige Meinung der Ärzte ist, dass es nicht gefährlich oder bösartig ist und es aus medizinischer Sicht so gehandthabt wird, dass man wartet, bis die Beschwerden zu sehr stören. Meine Frauenärztin sagt, es kommt vor, dass schon Anfang 40 die Hormonproduktion in Richtung Wechseljahre geht und die Myome langsam kleiner werden. Genauso gut kann es sein, dass die Beschwerden schlimmer werden, man weiß es nicht. Ich bin ja froh, dass sie eine von denen ist, die nicht sofort für eine OP sind.
Ich habe immer mal wieder so eine Art Periodenschmerzen, Fremdkörpergefühl und teilweise Druck auf den Darm.
Lebt hier noch jemand mit Myomen und hat sich bisher nicht zur "großen OP" entschließen können? Ich würde mich über einen Erfahrungsaustausch freuen. Achja, ich mache z.Zt. eine homöopathische Kur bei meinem Heilpraktiker und achte auf meine Ernährung.
LG
Tina
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22.04.2010, 20:57
Gibt es hier Frauen, die auch mit Myomen leben?
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24.04.2010, 10:08
AW: Gibt es hier Frauen, die auch mit Myomen leben?
Kenne eine Frau, deren Myom (5cm) stabil über Jahre bleibt und nicht stört. Eine andere, eine operative Myomentfernung mit Gebärmutterrekonstruktion gemacht und ist jetzt seit drei monaten schwanger! Wenn Myomentfernung, dann suche einen Spezialisten aus, der nur das Myom entfernt und nicht die Gebärmutter.
Alles Gute!
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24.04.2010, 17:07
AW: Gibt es hier Frauen, die auch mit Myomen leben?
Bei einer Verwandten haben sich die Myome in der Schwangerschaft immer zurückgebildet, nach der Geburt wuchsen sie dann peu à peu wieder. Lag wohl an den Schwangerschaftshormonen.
Ich habe eine Wassermelone getragen.
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24.04.2010, 17:13Inaktiver User
AW: Gibt es hier Frauen, die auch mit Myomen leben?
Ich lebe seit Jahren mit Myomen und hoffe, den Wettlauf mit der Zeit zu gewinnen. In den Wechseljahren bilden sie sich ja anscheinend von allein zurück. Meine FA sagt auch: nix machen, wenn die Beschwerden auszuhalten sind. Sie wundert sich allerdings immer, dass ich keine habe, meine Myome sind ziemlich groß und bluten während der Periode ziemlich stark ab.
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24.04.2010, 17:57
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24.04.2010, 21:24
AW: Gibt es hier Frauen, die auch mit Myomen leben?
Ich war zur Untersuchung in der Tagesklinik. Dort wurde mir gesagt, sie können versuchen, ein oder mehrere Myome minimal-invasiv, also per Schlüssellloch-OP (= Tagesklinik macht keine Bauchschnitte) zu entfernen. Wenn es nicht gelingt, wird die OP abgebrochen und man muss ein zweites Mal operiert werden (dann im Krankenhaus mit großem Bauchschnitt). Da habe ich mir dann lieber gleich ein Krankenhaus gesucht (erstmal zur Beratung). Die sagten mir, minimal-invasiv hätte es wahrscheinlich wirklich gar nicht hingehaun. Sie boten mir an:
- Wenn ich noch schwanger werden will (will ich nicht mehr): Bauchschnitt + alle Myome einzeln herausschälen und Wunden wieder vernähen (weil das Vernähen so kompliziert ist, muss ein Bauchschnitt sein). Risiken: Myome wachsen nach (da ja auch viele kleine da sind), Nähte können wieder aufgehen und bluten.
- Wenn ich nicht mehr schwanger werden will: Gebärmutter raus per LASH-Methode (Gebärmutterhals bleibt bestehen für besseren Beckenbodenhalt). Das geht dann paradoxerweise noch minimal-invasiv (= schnellere Genesungszeit). Die Gebärmutter wird per Schlüsselloch-OP in Streifen geschnitten und herausgezogen.
Tja, und nun muss ich die Entscheidung treffen! Es muss nicht sofort sein, und meine F.Ä. plädiert ja noch für abwarten. Warte ich aber zulange und die Myome wachsen (über 7cm), geht nix mehr mit Schlüsselloch-OP. Dann muss so oder so ein großer Bauschnitt gemacht werden.
Tja, das ist schon ein großer Schritt... wie ist es ohne GM? Was kann es für Folgen haben? Im Moment befinde ich mich ja in der Warteschleife, was auch nicht wirklich toll ist, aber die Hoffnung birgt, dass ich es bis zu den Wechseljahren durchhalte (bin 39). An manchen Tagen geht es mir gut, manchmal geht es schon ziemlich an die Nerven. Der Druck erinnert einen ständig daran, dass etwas nicht stimmt und es ist ein unangenehmes Fremdkörper-Gefühl, manchmal mit Schmerzen. Wenn ich Stress habe, den man nunmal nicht lebenslänglich vermeiden kann, ist es mitunter schon recht doll. Schmerzmittel habe ich bisher noch nicht genommen. Starke Blutungen habe ich nur 1 Tag lang während der Periode.
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25.04.2010, 16:48
AW: Gibt es hier Frauen, die auch mit Myomen leben?
Hallo, ich arbeite seit Jahren mit einer Frauenärztin in Wien zusammen, es gibt folgende Probleme mit der Entfernung der Gebärmutter:
a)10% wird Inkontinent, weil die Blase keinen Stutz mehr hat. Ein Blasenlifting kann maximal zwei mal gemacht werden und hält nicht ewig.
b) psychologische Probleme, seitens der Frau ihres Mannes oder beiden
c) keine Schwangerschaft mehr möglich
d) ev. hormonelle Probleme
Trotz allem ist es eine Organamputation, kein Organ (in dem Fall die Gebärmutter) sollte "vorsorglich" entfernt werden, weil man über 40 ist und sie ihren Zweck (Kinder kriegen) erfüllt hat. Jedes Organ hat seine Funktion im Körper.
Nicht jede Gebärmutter kann gerettet werden, in schwierigen Fällen, sollte ein Profi konsultiert werden, der mit Gebärmutterrekonstruktion Erfahrung hat. Amputieren ist eine leichte Sache und in der männerdominierenden Gesellschaft hat eine "ältere" Gebärmutter kaum Bedeutung, auch unter den Ärzten!
Ich frage mich, warum man bei Männer nicht bei Eingriffen großzügiger ist (z.B. bei Prostataentfernung), man beobachtet lieber als zu amputieren... Niemand sagt einem Mann: Nehmen wir lieber ihre Hoden und/oder ihre Prostata weg, sie sind zu alt, um Kinder zu kriegen. Sie können damit Prostata und Hodenkrebs ersparen...
Wenn eine Gebärmutterentfernung eine Bedeutung der Lebensqualität bedeuten soll, sollte das auch gemacht werden, vorher viele Meinungen von Profis holen.
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25.04.2010, 19:38
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25.04.2010, 20:22
AW: Gibt es hier Frauen, die auch mit Myomen leben?
Hallo Lacaia,
ist bei Dir auch abgeklärt worden, ob eine Myomembolisation in Frage kommt ? Ich habe das vor 3 Jahren machen lassen und finde immer noch, dass es der geringste Eingriff und sehr hilfreich ist. Allerdings machen das nur spezielle Radiologen und man wird (deshalb) manchmal nicht darauf hingewiesen.
L.G. Crina
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25.04.2010, 21:01
AW: Gibt es hier Frauen, die auch mit Myomen leben?
Mich.
Vor 20 Jahren entdeckt. Leider begannen die Wechseljahre erst mit 55. Sonst hätte ich wegen der heftigen Perioden vielleicht doch darüber nachgedacht, mir das Ding wegmachen zu lassen.
Inzwischen schrumpft es, ist aber immer noch vorhanden.
Damals hatte ich aber schon so viele Muss-Operationen hinter mir, dass ich keine Lust hatte, eine Sollte-Operation über mich ergehen zu lassen.
Selbstverständich habe ich das Ding regelmäßig beobachten lassen. Die können nämlich durchaus kindskopfgroß werden.
Außerdem hat das Teil auf die Blase gedrückt und die Restharnentleerung gestört. Hat aber sonst weiter keine Probleme damit gegeben.
Im Zweifelsfall würde ich mir noch eine zweite und dritte Meinung einholen.
Und mich dann entscheiden.


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