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  1. Inaktiver User

    AW: Teil 4: Lebensentwürfe

    Zitat Zitat von Lisa_S
    Also zu Teilzeit: Das stimmt und dies ist ein ziemlich grosses Problem; wenig Teilzeitstellen für qualifizierte Mitarbeiter/innen.
    In dem Betrieb, in dem ich arbeite (mittelständisches Unternehmen in der Industrieproduktion) wird es den Leuten sehr schwer gemacht, ihre Arbeitszeit zu reduzieren und nur Teilzeit zu arbeiten. Das gilt für Männer wie für Frauen. Ich glaube, es ist zum einen die Bequemlichkeit der Unternehmensführung, solche Arbeitszeitmodelle, die sicher mehr organisatorischen Aufwand benötigen, in die Tat umzusetzen.
    Zudem ist es für ein kleineres Unternehmen viel schwieriger, auf einen Arbeitnehmer vorübergehend zu verzichten, wie für ein Großunternehmen, das einfach ganz andere Möglichkeiten hat.

    Ich würde also einer jungen Frau, die einen anspruchsvollen, evtl. sogar technischen Beruf erlernt, raten, sich entweder bei einem Großunternehmen oder beim Staat zu bewerben, falls angestrebt wird, die Arbeitszeit irgendwann wegen der Kinder zu reduzieren.
    Wie gesagt, je kleiner der Betrieb, desto unverzichtbarer werden die spezialisierten Mitarbeiter und damit auch der Wille und die Möglichkeit des Betriebes, familienfreundliche Arbeitszeiten zu ermöglichen.

  2. Inaktiver User

    AW: Teil 4: Lebensentwürfe

    Wenn man als gut ausgebildeter junger Mensch tatsächlich die Wahl hat, sich die Stelle auszusuchen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einem wichtig ist, lohnt es sich, mal zu schauen, ob das Wunschunternehmen vielleicht von der Hertie-Stiftung zertifiziert worden ist, die besonders familienfreundliche Unternehmen auszeichnet.

    http://www.beruf-und-familie.de

    Liste der zertifizierten Unternehmen

    Gruß
    Marilyn
    die in einem Unternehmen arbeitet, das sich gerade im Audit der Hertie-Stiftung befindet.

  3. Avatar von Leandra
    Registriert seit
    06.11.2002
    Beiträge
    3.049

    AW: Teil 4: Lebensentwürfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn man als gut ausgebildeter junger Mensch tatsächlich die Wahl hat, sich die Stelle auszusuchen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einem wichtig ist, lohnt es sich, mal zu schauen, ob das Wunschunternehmen vielleicht von der Hertie-Stiftung zertifiziert worden ist, die besonders familienfreundliche Unternehmen auszeichnet.

    http://www.beruf-und-familie.de

    Liste der zertifizierten Unternehmen

    Gruß
    Marilyn
    die in einem Unternehmen arbeitet, das sich gerade im Audit der Hertie-Stiftung befindet.
    Leider nichts passendes in Region und Branche dabei

    Eine Kollegin, die in einer anderen Niederlassung einen ähnlichen Job wie ich macht, konnte vor kurzem relativ problemlos auf 30h Stunden reduzieren. Der Markt ist so leergefegt, dass es keine adäquaten Bewerber gibt und der AG sie lieber 30h hat als gar nicht.

    Es besteht also noch Hoffnung,
    Mein Unternehmen ist von der größe her wohl als "Mittel" einzustufen.

    LG

    Leandra
    Ich bin Tipplegasthenikerin.

  4. Avatar von Lisa_S
    Registriert seit
    06.06.2007
    Beiträge
    1.780

    AW: Teil 4: Lebensentwürfe

    Zitat Zitat von Leandra
    Das ist auch wieder eine Definitionssache und fängt auch nicht erst bei "viel Geld und toller Karriere"

    Man kann die Menschen nicht einfach in der einen "arbeiten, um zu
    leben" und die anderen "leben um zu arbeiten" einteilen, dazwischen gibt es eine ganz große Grauzone
    Nun, ich kann Dir zwei Definitionen von "Karriere" anbieten:

    Erstens: Meine eigene: Nämlich, Karriere = berufliche Selbstverwirklichung, und dies bedeutet = Beruf macht Spass und lässt auch genug Freizeit mit optimaler work and life balance. Also: Arbeiten, um zu leben, das arbeiten, was man gerne macht, so wenig wie möglich, opimalerweise reicht Teilezeit, Einkommen ist nur bedingt wichtig. In der BWL bekannt als Minimumprinzip: Mit möglichst wenig Aufwand einen bestimmten Ertrag erzielen.


    Zweitens: Klassische Definition: In der Firma aufsteigen, dickes Gehalt, dicke Boni, Führungsposition, Aufwand spielt dabei kaum eine Rolle, hohe Freizeiteinbussen werden in Kauf genommen. Also das Maximumprinzip: Maximaler Ertrag!

    Die Traumvorstellung: Das Optimumprinzip: Mit möglichst wenig Aufwand maximalen Ertrag, also am liebsten Karriere, dickes Gehalt, dicke Boni und dabei viel Freizeit und gute work life balance.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich glaube, es ist zum einen die Bequemlichkeit der Unternehmensführung, solche Arbeitszeitmodelle, die sicher mehr organisatorischen Aufwand benötigen, in die Tat umzusetzen.
    Ich glaube, es hat auch was mit den Arbeitskosten pro Stunde zu tun. Ein Arbeitnehmer verursacht dem Arbeitgeber ja auch Kosten. Und diese steigen oder sinken nicht proportional mit der Arbeitszeit. Also 50% Angestellter = nicht 50% weniger Arbeitskosten pro Stunde (plus noch bezahlter Urlaub), jedoch nur 50% Leistung/Einsatz. Also sind Teilzeitangestellte für den Arbeitgeber teurer als Vollzeitkräfte.
    Deswegen bieten Firmen meist Vollzeit oder gar nichts an, Teilzeit nur in Fällen, wo wirklich nur für ein halbes Pensum Arbeit vorhanden ist.
    Deshalb ist es auch eher schwierig, tolle Teilzeitstellen zu finden. Jobsharing kostet den Arbeitgeber wiederum mehr als ein Vollzeitangestellter und Teilzeit und Jobsharing werden vor allem von AGs meist nur aus triftigen Gründen (Kinder) angeboten und dann meist so, dass der/die Vollzeitangestellte(r) von 100% auf Teilzeit reduziert.
    I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)

  5. Inaktiver User

    AW: Teil 4: Lebensentwürfe

    Soweit ich informiert bin,

    ist die Organisatorik teurer, bei einer bestimmten Menge von Arbeitnehmern muss eben eine ersonalabteilung eingerichtet/erweitert werden, ev. stellt sich auch die Betriebsratsfrage.

    Ansonsten :rein kostenmäßig: (AG-Abgaben) ist es egal, das berechnet sich nur prozentual.

    Ist insofern durchaus mal ne Mentalitätsfrage. Bei Jobs ohne eigenen Ressortbereich hat man natürlich die Frage der Übergabe, das kompliziert die Sache. (Kann, muss aber nicht. Hängt sehr an den ANs)


  6. Registriert seit
    13.05.2007
    Beiträge
    868

    AW: Teil 4: Lebensentwürfe

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wie sehen Sie das? Glauben Sie, dass sich Beruf und Kind unter einen Hut bringen lassen? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
    Ich finde es unverantwortlich, eine Fertigpizza auf den Tisch zu stellen. Gesundes Essen muss nicht aufwändig sein, aber es ist essentiell. Ich würde weder meiner Familie noch mir Fertigpizzen antun. Nur ausnahmsweise mal, vielleicht max. 1-mal im Monat!

    Downgrading bei der Arbeit im Haushalt ist natürlich wichtig, aber der Schlüssel ist, den Mann zu gleichen Teilen in den Haushalt und die Erziehung mit einzubeziehen. Dann klappt es auch mit dem täglichen gesunden selbst-gemachten Essen (man kann sich nämlich abwechseln, jeder kocht 2-mal die Woche und mit einer großen Tiefkühltruhe kann man auch mal was einfrieren und später wieder aufwärmen). Und sobald das Kind alt genug ist, empfiehlt es sich ihm langsam das Kochen beizubringen. So ab 15 oder so, kann es sich vielleicht auch selbst mal eine leckere & gesunde Nudelsauce zu seinen Nudeln kochen, wenn es mittags nach der Schule heimkommt und Mama und Papa im Büro sind und in der Kantine essen müssen. So kann man ihm auch Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit beibrigen!

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