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  1. Avatar von Lisa_S
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    AW: Teil 3: Goodbye Märchenprinz!

    Zitat Zitat von marylin
    Ich bin nach der Geburt zuhause geblieben, mit 2 Jahren kam mein Sohn in die Krippe. Da hab ich Teilzeit gearbeitet, hatte also noch genug Zeit für meinen Sohn.
    Später, als mein Sohn in die Schule kam (es gab Hortbetreuung bis 17.00 Uhr) bin ich wieder 40 h arbeiten gegangen - allerdings mit pünktlichem Feierabend 15.30 Uhr.
    Ich hätte kurz nach der Geburt nicht arbeiten wollen, ich fand es schön, diese Zeit mit dem Kind verbringen zu können.
    Ich hätte auch nichts dagegen, wenn mein Partner der Hauptverdiener wäre - da würde ich wieder auf Teilzeit zurückschrauben und mich nachmittags den angenehmen Dingen und Hobbies widmen.
    Ganz schön altmodisch, ich weis Aber so gefällt mir mein Leben!
    Hm. Schon ziemlich "klassische Einstellung", möchte Dich gerne fragen: Kann es sein, dass es IHM auch so geht und ER vielleicht auch gerne Teilzeit und Zeit für Hobbys möchte? Wie würdet ihr eine solche Situation handeln?

    Dass jedermann gerne weniger arbeiten würde, ist natürlich und selbstverständlich klar. Wir arbeiten ja zum leben und leben nicht, um zu arbeiten. Diesen Aspekt würde ich allerdings nicht am Unterschied Mann-Frau festmachen. Mir sind eine ganze Menge Männer bekannt, die sehr gerne weniger arbeiten und auf Teilzeit reduzieren würden (und leider nicht können).

    Zurück zum Thema:

    - Was bedeutet "Märchenprinz"? = ER versorgt mich?

    Absolut verständlich, dass die meisten Frauen nicht mehr "für sich sorgen lassen", aus diversen Gründen ist dieses Modell endgültig passé, flop und totally out!

    Ganz einfach: Finanzielle und vor allem jobtechnische, gesellschaftlich-emanzipatorische Gründe sprechen eine deutliche Sprache: Eine wirtschaftlich mehr oder weniger unabhängige Frau ist einfach für die Zukunft und für den Fall der Fälle (Unfall, Tod od. Arbeitslosigkeit d. Mannes). Am Schönsten ist natürlich Teilzeit worken und gut verdienen Soweit bin ich allerdings noch nicht.....doch ist es mein Ziel, da man meine Arbeitsgeschwindikgeit durchaus als "Ultra Turbo" bezeichnen kann
    I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)

  2. Avatar von marylin
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    AW: Teil 3: Goodbye Märchenprinz!

    Hm. Schon ziemlich "klassische Einstellung", möchte Dich gerne fragen: Kann es sein, dass es IHM auch so geht und ER vielleicht auch gerne Teilzeit und Zeit für Hobbys möchte? Wie würdet ihr eine solche Situation handeln?
    Wir gehören beide nicht zu der Fraktion, die sich nur über ihre Arbeit definieren und nicht ohne können

    Ich wollte ja auch nur sagen, dass ich zu meiner Zufriedenheit weder Job kurz nach der Entbindung noch Karriere mit Kleinkind gebraucht habe - im Gegenteil.
    Und ich finde es eben auch nicht schlimm, wenn der Mann der Hauptverdiener ist. Allerdings ganz ohne eigenen Job und nur auf den Partner angewiesen sein, so würde ich mich auch nicht wohlfühlen.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  3. Avatar von Lisa_S
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    AW: Teil 3: Goodbye Märchenprinz!

    Zitat Zitat von marylin
    Wir gehören beide nicht zu der Fraktion, die sich nur über ihre Arbeit definieren und nicht ohne können

    Ich wollte ja auch nur sagen, dass ich zu meiner Zufriedenheit weder Job kurz nach der Entbindung noch Karriere mit Kleinkind gebraucht habe - im Gegenteil.
    Und ich finde es eben auch nicht schlimm, wenn der Mann der Hauptverdiener ist. Allerdings ganz ohne eigenen Job und nur auf den Partner angewiesen sein, so würde ich mich auch nicht wohlfühlen.
    Naja, so wie es mit den Löhnen für Mann & Frau aussieht, ist der Mann in den meisten Fällen zwangsläufig der "Hauptverdiener".

    Die wenigsten Menschen gehören zur Fraktion "Ich definier mich über meine Arbeit". Die meisten würden gerne weniger arbeiten, orakele ich mal
    I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)


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    AW: Teil 3: Goodbye Märchenprinz!

    Zitat Zitat von Ariela
    IST DAS ERNST GEMEINT????????????????????????
    Nach 25 Jahren Beziehung mit allen Facetten und 3 gemeinsamen Kindern habe ich halt diese Erfahrung und Meinung.

    Ich denke das wichtigste ist die Achtung vor dem Partner und ich glaube ein liebevoller Umgang hat noch nie geschadet.

    Als Ossifrauen mußten wir uns über Arbeit - Kindererziehung nicht sorgen. Ich hatte auch nie das Gefühl gegenüber meinem oder anderen Männern unterlegen zu sein. Ich denke schon, dass ich darüber anders denke.

    Natürlich habe ich auch etwas provoziert, das bringt ja Schwung in die Sache. Meine eigene Tochter geht auch ihren Weg ohne Rücksicht auf ihren Freund. Das habe ich ihr auf jeden Fall ans Herz gelegt ihr Studium nach ihren Interessen zu führen, falls es dann mit dem Freund passt um so besser.

    Ich habe auch nie behauptet nicht einen eigenen Beruf zu haben, meiner Selbstständigkeit macht ""diese Einstellung" zum Partner keinen Abbruch.

    Beruflich habe ich zu 70 % mit Männern zu tun. Mein letzter Praktikant stellte mir die Frage, ob ich etwas gegen Männer habe? Ha, Ha.

    Eines muß ich hier allerdings unbedingt auch an die Brigitte Redaktion zum Nachdenken mal los werden.

    Nach der Wende wurden wir OSSIFRAUEN als Rabenmütter und Emanzen dargestellt, weil ja die Bedingungen in der DDR ganz andere waren. Mich hat damals besonders diese Anfeindung betroffen gemacht. Ich weiß von was ich hier spreche, es wurde unsere Erziehung und der Umgang mit unseren Kindern in Frage gestellt, aus dem Verwandten - und Bekanntenkreis.

    Umso mehr freut es mich, dass sich hier ein neues Bewußtsein durchsetzt. Toll wäre es wenn der Staat die Unterstützung dazu wirklich schafft.

    Also bin gespannt auf Antwort.

    Tschau.


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    AW: Teil 3: Goodbye Märchenprinz!

    Die Genugtuung darüber kann ich wirklich gut verstehen. Im "Osten" ist ja bis heute die Betreuungsstruktur viel besser. Muss ein gutes Gefühl sein, in einem Punkt mal nicht als "Nachzügler" abgestempelt zu werden. Ich hab fast gekotzt, als der eine Typ (Schönbohm oder Böhmer?) die Kindermord-Theorie in die Welt gesetzt hat. Und - *Kopfeinziehprügelerwarte* - meines Wissens war auch Euer Abtreibungsrecht liberaler.
    "That life exists/
    And identity/
    That the powerful play goes on/
    And you may contribute a verse."
    Walt Whitman

    “Eine Gesellschaft, die ihre Freiheit zugunsten ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient.”
    Benjamin Franklin


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    AW: Teil 3: Goodbye Märchenprinz!

    Hallo Auriela,
    es ist für mich keine Genugtuung, sondern wirklich Freude, das es dieses "Umdenken" gibt. Was meinst du mit Nachzüglern?
    Ich habe beide Systeme kennengelernt und kann den Unterschied bewerten. Du kennst das doch nicht, oder doch??

    Ich find es toll, daß die Äußerung des Genossen Böhme dich so abstößt. Die Entscheidung zum Austragen des Kindes konnten die Frauen selbstständig treffen. Die moralischen Aspekte mussten sie dann mit sich selbst ausmachen. Seitens der Ärtzte war eine Ächtung da, das muß man auch wissen.

    Ansonsten wünsche ich allen viel Erfolg beim Suchen ihres Partners. Allein ist irgendwann nicht mehr so schön. Ich will aber niemanden sein Lebensmuster vorschreiben, sondern nur meine positive Erfahrung mit meinem Partner und Kindern weitergeben und mutmachen. Das schönste Kompliment kam von unser Kleinsten (8Jahre). Mama, Papa ist in dich verliebt.

    Tschau, bis bald.


  7. Registriert seit
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    AW: Teil 3: Goodbye Märchenprinz!

    Ich meinte einfach, dass es sich vielleicht für Leute aus der ehemaligen DDR gut anfühlt, dass ihnen bei der Kinderbetreuung von "Wessis" langsam doch bescheinigt wird, dass zumindest dieser Ansatz so verkehrt nicht gewesen ist. Nein, ich hab nicht beide Systeme kennen gelernt, war bloß eine Vermutung.
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  8. Registriert seit
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    AW: Teil 3: Goodbye Märchenprinz!

    Las gerade den zugehörigen Brigitte-Artikel. Auf S. 176 schreibt die Autorin etwas sehr Putziges:

    "Fremdbetreuung durch Kinderkrippen oder Väter? Damit haben die wenigsten ein Problem."

    Abgesehen davon, dass ich ein Problem mit dem Begriff "Fremdbetreuung" habe, da die Betreuer den Kindern dann ja nicht mehr fremd sein werden, ist es ja wohl zum Schreien, Väter darunter zu subsumieren. Wer Väter, die ihre eigenen Kinder betreuen, für "Fremdbetreuer" hält, muss sich auch nicht wundern, wenn Männer weiterhin im eigenen Haushalt "helfen".
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    Benjamin Franklin

  9. Avatar von marylin
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    AW: Teil 3: Goodbye Märchenprinz!

    Herrlich! Freud lässt grüßen.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  10. Avatar von Nichtnurmami
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    AW: Teil 3: Goodbye Märchenprinz!

    [

    Eines muß ich hier allerdings unbedingt auch an die Brigitte Redaktion zum Nachdenken mal los werden.

    Nach der Wende wurden wir OSSIFRAUEN als Rabenmütter und Emanzen dargestellt, weil ja die Bedingungen in der DDR ganz andere waren. Mich hat damals besonders diese Anfeindung betroffen gemacht. Ich weiß von was ich hier spreche, es wurde unsere Erziehung und der Umgang mit unseren Kindern in Frage gestellt, aus dem Verwandten - und Bekanntenkreis.

    Umso mehr freut es mich, dass sich hier ein neues Bewußtsein durchsetzt. Toll wäre es wenn der Staat die Unterstützung dazu wirklich schafft.

    Also bin gespannt auf Antwort.

    Tschau.[/QUOTE]

    Die wirst Du hier nicht bekommen, mangels echter Probleme erfindet BRIGITTE das Rad grad wieder neu, in meiner Umgebung, (schulklasse, Berufsschule, Studium) kenne ich keine Frau in meinem Alter (Jg.65) ohne Beruf, kurz nach der Wende, was waren wir für miese Wesen,. die kleine arme Babies in die Krippe gaben, welch seelischer Schaden drohte!!!! und jetzt gibt es auf einmal diese junge, neu erfundene Frauengeneration,.............

    Ich war beim zweiten Kind 1992geb., fast zwei Jahre zu Hause, es war sehr schön,ich habe die Zeit mit den Kindern ganz nbweußt genossen, zumal die Große grad in die Schule kam, aber als beide Kinder wieder in Hort/Schule und Kita waren, hab ich mir als erstes einen Halbtagsjob gesucht und bin jetzt mit Volltagsjob die Hauptverdienerin.

    Fazit:
    Diese "Bye,bye Märchenprinz-Generation" gabs schon, idst nix wirkloich Neues!

    Was erwarte ich vom Partner? Daß er zu mir steht! Daß wir alles gemeinsam meistern! Und daß er mir und ich ihm seinen Freiraum lasse, dieses Jahr übrigens ganz deutlich in unserer Urlaubsplanung, erst fahren wir ohne Kinder eine Woche zum Wandern, dann fliege ich für fünf Tage alleine weg, um meinem Hobby, (Sprache lernen) zu frönen.

    LG NNM
    Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein mit unsympathischen Leuten zu trinken, wobei ich beim Wein notfalls Kompromisse mache...

    R.I.P. Gerd, mein Cousin, mein Kindheitskumpel, mein Blödsinnskamerad, ich vermisse Dich!!!



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