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  1. Avatar von Malina70
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    AW: Teil 2: Bildung

    doppelt
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
    Geändert von Malina70 (09.04.2008 um 11:52 Uhr)

  2. Avatar von Malina70
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    AW: Teil 2: Bildung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ein wahnsinnig großes Selbstbewußtsein haben die jungen Frauen ja heutzutage, wie es scheint. Ich glaube nicht, das bei einer Umfrage unter jungen Männern ähnlich hohe positive Werte bei den Antworten herauskämen.
    Offensichtlich sagt man den Mädchen heute in der Schule, ihr dürft alles, ihr könnt alles, auf euch wartet die Wirtschaft mit lauter tollen Jobs. Ansich ist Selbstbewußtsein eine gute Sache, eine gesunde Portion Skepsis allerdings auch. Und die vermisse ich in dieser Studie ein wenig. Oder wird das alles nur so hochgejubelt, das ich die Skepsis dabei übersehe?

    Ich glaube, für viele der jungen Frauen wird der Aufschlag auf dem Boden der Realität ein harter sein und wer wird dann verantwortlich gemacht werden für hochgezüchtete Erwartungen, die nicht erfüllt wurden?
    Dieser Einschätzung schließe ich mich voll und ganz an. Ich frage mich auch, wie hilfreich dieses noch durch kaum eine Leistung gerechtfertigte Selbstbewusstsein ist, wenn es gilt, mit den Tücken der Büropolitik klar zu kommen. Ich habe schon Frauen an zuviel Mäuschenhaftigkeit scheitern sehen aber genauso oft an einem unvermittelt hochpoppenden Selbstvertrauen, das durch keine herausragende Leistung gedeckt war.

    Ich würde Frauen nicht gleich wieder kleinreden wollen und durchaus ermutigen, die Leistungen, die sie erbringen, auch ins rechte Licht zu rücken.

    Aber sind Frauen per se sozial kompetenter, nur weil sie in einigen Bereichen Männern im Schnitt überlegen sind? Und kommt es wirklich immer stärker auf die Sozialkompetenz an, während die fachlichen und methodischen Fähigkeiten zunehmend unwichtiger werden? Das hat man uns vor zehn Jahren schon einzureden versucht - in der beruflichen Wirklichkeit angekommen ist es meines Erachtens bisher nur bedingt.

    Bei soviel Euphorie werde ich jedenfalls schnell skeptisch.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  3. Inaktiver User

    AW: Teil 2: Bildung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Natürlich sind Frauen nicht sozialkompetenter als Männer.
    Nur wird das mehr oder weniger (mal wieder) direkt hier in der Brigitte-Studie behauptet.
    Gleichzeitig werden die besseren Schulabschlüsse der Mädchen als Beweis ihrer besseren Zukunftsfähigkeit gebracht, und in der Überschrift steht groß: "Vergessen Sie Zeugnisse".

    Irgendwie wird alles so hingedreht, das die jungen Frauen einfach in einem glänzenden Licht dastehen müssen.

    Na ja, vielleicht noch interessant zu wissen, das nur gut 25% der befragten Frauen Mütter sind und nur 8% mehr als ein Kind haben. Macht die Antworten vielleicht besser erklärbar.

  4. Inaktiver User

    AW: Teil 2: Bildung

    Zitat Zitat von Malina70

    Aber sind Frauen per se sozial kompetenter, nur weil sie in einigen Bereichen Männern im Schnitt überlegen sind? Und kommt es wirklich immer stärker auf die Sozialkompetenz an, während die fachlichen und methodischen Fähigkeiten zunehmend unwichtiger werden?
    Die fachlichen Fähigkeiten werden eher wichtiger im Beruf, ungelernte Tätigkeiten machen sie woanders oft billiger.

    Ich habe bis heute noch nicht verstanden, welche Wunderwaffen der Frauen sich hinter den Begriffen Sozialkompetenz, Multitaskingfähigkeit und vernetztem Denken verbergen.

    Dagegen sind Fachwissen, Einsatzbereitschaft und Führungsstärke doch nur alte, verlotterte Doppeldecker.

  5. Avatar von Lisa_S
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    AW: Teil 2: Bildung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Stimmt. Würde man nicht antworten, würde man auch als arrogant abgestempelt. Ich gehe solchen Menschen im Privatleben inzwischen so weit wie möglich aus dem Weg.



    Es lohnt nicht, das zu kommentieren, aber es ist schlicht saudämlich.

    [auch OT] Die Bemerkung kann ich aber noch toppen: Bin vor einigen Jahren in ein Dorf in Stadtnähe gezogen. Mehrfamilienhaus am Ende einer Sackgasse. Der Vermieter, ein älterer Herr, wusste auf Grund des "Vorstellungsgesprächs", dass ich promoviert bin, und musste es in der ganzen Nachbarschaft herumerzählen. (Er selbst wohnt zum Glück im Nachbarort.) Eines Abends bin ich nach Arbeitsschluss nach Hause gefahren. Die Autos zweier Nachbarn standen nebeneinander auf der Straße, die beiden älteren Herren saßen jeweils darin und unterhielten sich. Da ich in einer Sackgasse wohne, kann man nicht vom anderen Ende der Straße zu unserem Haus kommen. Ich habe ein Weilchen gewartet, dann den beiden gewunken, einer möge doch zur Seite fahren und mich durchlassen. Nach dem Aussteigen plärrte mich einer der beiden an: "Ich konnte nicht vorbeifahren, es ist schließlich nicht jeder so intelligent wie Sie Akademikerin!" Ich dachte mir nur "quod erat demonstrandum", bin aber lieber schweigend ins Haus gegangen.




    Ja, hinterhältige Männer habe ich auch schon zur Genüge erlebt. Mich stört nur die Behauptung, Frauen seien grundsätzlich sozial kompetenter. Das widerspricht nämlich meiner Erfahrung. Es gibt bei beiden Geschlechtern so 'ne und so 'ne.
    Ja, ich bin auch promoviert: sc.nat. und Du?

    Naja blöderweise war der Typ mit der Bemerkung "Haben sie schon mal gearbeitet?" mein Fahrexperte bei der Führerscheinprüfung. Und was passierte?- Darfst dreimal raten. Er liess mich wegen eines kleinen Fehlers gleich durchrasseln.

    [leicht OT]Ich glaube solche Kommentare basieren auf bitterem Neid und schwarzer Missgunst. Und was können wir dafür, dass die in der Schule nicht mehr gepackt haben?????? Was können wir dafür, dass die eben unter U. zu faul waren, um zu lernen? Wie man sich bettet, so liegt man. Wer nie bereit war, für die Schule wenigstens ein bisschen was zu tun oder eben Zeit, Geld, viel Arbeit u Disziplin in ein Studium zu investieren, der muss sich nicht wundern, wenn er eben einfacher 9 bis 5 Arbeiter bleibt, der sich von seinem Chef bestimmen lassen und evtl. sinnlose Vorschriften befolgen muss. Oder? ! [leicht OT, gehört aber z Thema "Bildung"]


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wer studiert hat und meint, er sei deshalb was Besseres, solche Menschen gibt es natürlich auch. Da gehen dann die Vorurteile eher in Richtung Standesdünkel
    Ja, da hast Du Recht. Trotzdem finde ich es von vielen Menschen einfach falsch, deswegen gleich alle Studierten und Dr.s und Profs über einen Kamm zu scheren.

    Wie bei Frauen, Männern, Akademikern.........allen Menschen: Es gibt immer solche und s o l c h e.

    I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)

  6. Inaktiver User

    AW: Teil 2: Bildung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die fachlichen Fähigkeiten werden eher wichtiger im Beruf, ungelernte Tätigkeiten machen sie woanders oft billiger.

    Ich habe bis heute noch nicht verstanden, welche Wunderwaffen der Frauen sich hinter den Begriffen Sozialkompetenz, Multitaskingfähigkeit und vernetztem Denken verbergen.

    Dagegen sind Fachwissen, Einsatzbereitschaft und Führungsstärke doch nur alte, verlotterte Doppeldecker.
    Das sehe ich auch so. Vielleicht tröstet es Dich.

    Lieber cyan,

    es ist eine Frauenzeitschrift, da wird eben Frauliches gelobt und herausgestrichen (manchmal auch hintenherum das Gegenteil) oder was frau sich gerne wünscht, dass es wahr wäreund bestimmt auch mal vorkommt. Sieh es nicht so absolut. Wenn Du in eine Männerzeitschrift wie Maxim kuckst, kommen auch keine Frauen über 25 Jahre drin vor und so vieles Anderes nicht, sondern wird eben Männliches oder Männerthematisches unterstrichen. Einfach weil es Männer mehr interessiert oder sie es sich wünschen.

    Du weißt ja wie es mit den berüchtigten Wunderwaffen war: Viel heiße Luft und gar nicht das hohe C.

    Mach' Dich nicht verrückt, indem Du Dich zuviel Brigitte aussetzt. Nicht, dass Dein Hausfrieden noch ins Hängen kommt, weil Du Deiner Frau gegenüber misstrauisch wirst.

  7. Inaktiver User

    AW: Teil 2: Bildung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das sehe ich auch so. Vielleicht tröstet es Dich.

    Lieber cyan,

    es ist eine Frauenzeitschrift, da wird eben Frauliches gelobt und herausgestrichen (manchmal auch hintenherum das Gegenteil) oder was frau sich gerne wünscht, dass es wahr wäreund bestimmt auch mal vorkommt. Sieh es nicht so absolut. Wenn Du in eine Männerzeitschrift wie Maxim kuckst, kommen auch keine Frauen über 25 Jahre drin vor und so vieles Anderes nicht, sondern wird eben Männliches oder Männerthematisches unterstrichen. Einfach weil es Männer mehr interessiert oder sie es sich wünschen.

    Du weißt ja wie es mit den berüchtigten Wunderwaffen war: Viel heiße Luft und gar nicht das hohe C.

    Mach' Dich nicht verrückt, indem Du Dich zuviel Brigitte aussetzt. Nicht, dass Dein Hausfrieden noch ins Hängen kommt, weil Du Deiner Frau gegenüber misstrauisch wirst.

    Hi Herbstblatt,
    sehe ich auch so :-))
    Men's Health zB zeichnet auch ein Bild von den Herren der Schöpfung, das ein wenig geschönt ist. Wundert das Euch? Man macht Frauen/Männerzeitschriften, um sie zu verkaufen. Also muss man der Zielgruppe gefallen, es geht um Umsatz. Auch Brigitte weiß das, Men's Health auch. Warum auch nicht?
    Jeder gute Geschäftsmann weiß es.

    E.Q. ist wichtig, aber nicht alles.
    Ohne Fachwissen und solide Ausbildung nutzt einem E.Q. wenig - Fachwissen ist die Basis für alles weitere. Was nützt mir ein Waschmaschinentechniker, der wunderbar reden kann, tolle Manieren hat, ein Super-Kumpel und absolut teamfähig ist, wenn er keine Ahnung von Waschmaschinen hat?
    ----------

    Ich finde es klasse, daß die jungen Frauen heute selbstbewusster sind, als ich es damals war. Ich hatte nicht viel Möglichkeiten, musste früh arbeiten, brauchte Geld und wollte so früh wie möglich selbstständig sein.
    Wünsche jedenfalls den Mädels viel Glück und gutes Gelingen! Sie werden schon merken, daß man nichts geschenkt bekommt. Das Leben holt sie schon früh genug auf den Boden der Tatsachen zurück - so wie mich und viele andere...
    Mir sind diese selbstbewussten, leistungsbereiten jungen Frauen sympatisch!

    Ruby

  8. Inaktiver User

    AW: Teil 2: Bildung

    Ja, es ist eine Sache des Focus - ich weiß nicht, wie der Genitiv von Focus heißt, der Zielgruppe und des Geschäftssinns.

    Da ist mir noch ein Witz eingefallen, denn wir uns als Kinder in der DDR gerne erzählt haben:

    In einer beliebigen Stadt im sozialistischen System (ich habe vergessen welche) steht ein Bürger auf dem Bahnhof und sieht, dass ein Eisenbahner in verschiedenen Abständen ruft: "In wenigen Minuten hat Einfahrt der Zug nach Paris!" "Am Zug nach Paris die Türen bitte schließen und Vorsicht bei der Ausfahrt des Zuges!" "In wenigen Minuten Einfahrt der Zug nach München, Brüssel ... Lissabon ... etc. etc.!" etc. etc.

    Der westausländische Bürger sieht nur nie einen Zug in den ausgerufenen Richtungen. Am Bahnhof ist normaler Betrieb und bis auf ihn wundert sich keiner der Passanten.

    Er kuckt und kuckt und spricht den Eisenbahner an: "Die Züge, die sie ausrufen, verkehren doch gar nicht."

    Der Eisenbahner kuckt ihn an und sagt: "Und ihr seid schlecht gegen die Neger (Den Ausdruck Afroamerikaner kannten wir damals noch nicht, ich jedenfalls nicht)! ..."

  9. Inaktiver User

    AW: Teil 2: Bildung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    es ist eine Frauenzeitschrift, da wird eben Frauliches gelobt und herausgestrichen (manchmal auch hintenherum das Gegenteil) oder was frau sich gerne wünscht, dass es wahr wäreund bestimmt auch mal vorkommt. Sieh es nicht so absolut. Wenn Du in eine Männerzeitschrift wie Maxim kuckst, kommen auch keine Frauen über 25 Jahre drin vor und so vieles Anderes nicht, sondern wird eben Männliches oder Männerthematisches unterstrichen. Einfach weil es Männer mehr interessiert oder sie es sich wünschen.
    Ganz ehrlich, ich halte die sog. Männermagazine für einen großen Haufen Schrott, zumindest die, welche sich wie Mens Health so wichtig nehmen.
    Das Frauliches gelobt wird in der Brigitte, ist ja auch ok. Nur ist dieses Loben und Hätscheln inzwischen auch die Politik des Staates geworden, ebenso wie der Gegenpart dazu, das Schlechtmachen der Männer. Wobei da vielleicht gerade ein gewisses Umdenken einsetzt, mal schauen.
    Ich habe einfach das Gefühl, der Staat ist bei seinen Bemühungen um die Gleichberechtigung bei einigen Dingen über das Ziel hinausgeschossen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mach' Dich nicht verrückt, indem Du Dich zuviel Brigitte aussetzt. Nicht, dass Dein Hausfrieden noch ins Hängen kommt, weil Du Deiner Frau gegenüber misstrauisch wirst.
    Keine Sorge, mir gehts noch einigermaßen gut. Mißtrauisch wird eher meine Frau, wenn ich mich mal wieder im Brigitte-Forum rumtreibe.

  10. Avatar von Malina70
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    AW: Teil 2: Bildung

    Hallo zusammen,

    ich habe mir den zweiten Teil der Studie zwischenzeitlich mal zu Gemüte führt und bin nach wie vor nicht überzeugt von der neuen Frauen-Power.

    Da heißt es Frauen wollen beruflich was erreichen. Aber sie konzentrieren sich dann doch wieder mehr auf Inhalte, nicht auf Karriere. Das heißt doch nichts anderes, als dass sie die karriereträchtigen Berufe weiterhin den Männern überlassen, um sich selbst zu verwirklichen. Lieber was schmücken, dekorieren, verschönern, kreativ sein, anderen helfen - alles harmlos wie gehabt.

    Da wird eine junge Frau als Vorbild hingestellt, die Moderatorin bei VIVA werden will, aber auch Thomas Mann liest und Kafka "voll krass" findet. Sind das die Frauen, vor denen Männer Angst haben müssen?

    Und es wird für meine Begriffe Fachkompetenz gegen soziale Kompetenz ausgespielt, als würde ersteres letzteres per se ausschließen.

    Angeblich wüssten Frauen, dass vor allem Beziehungen weiterhelfen. Dabei beobachte ich immer wieder, dass Frauen ihr Beziehungsnetzwerk vorrangig zu Gleichrangigen oder Untergebenen knüpfen. Networking nach oben ist eher verpönt und frau gilt schnell als Schleimerin.

    Ich will nicht abstreiten, dass die Generation der heute 17-19jährigen Frauen nicht im Schnitt mehr erreichen wird, als die Generationen vorher. Aber von großer Revolution würde ich da nicht sprechen wollen, eher von einer stetigenEntwicklung. Ich denke, die Frauen sind heute im Schnitt zielstrebiger und vielleicht auch etwas tougher. Aber sie müssen sich auch in einer zunehmend raueren Arbeitswelt behaupten.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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