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    "contra magerwahn-models" vs. "die neue brigitte-diät"

    hallo zusammen,

    heute stand ich in einem kiosk interessiert vor der neuen brigitte.
    ich habe sie allerdings noch nicht mal aufgeschlagen, denn auf dem titel lass ich die themen

    "ohne models" gleich neben "die neue brigitte diät"

    abgesehen davon, dass ich mir zeitschriften mit diät-tipps sowieso nie kaufe: ich finde das widersprüchlich....

    zum einen wird in brigitte - um dem magerwahn zu trotzen (?) - bewusst auf professionelle models verzichtet (ich habe bisher nicht verstanden wofür das wirklich gut sein soll, aber na ja, ist vielleicht mal ne ganz nette idee, obwohl die amateur-models die dann gezeigt haben sicherlich auch keine cellulite + kleidergröße 52 haben werden).

    zum anderen wird dann gleich die nächste diät angepriesen?
    warum denn das? evtl. weil gerade 2010 angefangen hat und alle mit größe 46 auf diät sind um so schlank zu werden wie die vermeintlichen mager-modells?

    nee, irgendwie ist das für mich gerade ne doppelmoral die ich nicht so recht schlucken will.....
    LIEBE GRÜSSE
    Cyber_Andrea

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    AW: "contra magerwahn-models" vs. "die neue brigitte-diät"

    Das wirkt im Kontext dieser Ausgabe tatsächlich etwas skurril. Aber wirklich widersprüchlich finde ich es nicht. Wenn eine Frau ein paar Pfunde oder auch ein paar Pfunde mehr abnehmen möchte, weil sie sich in ihrer Haut nicht wohl fühlt oder vielleicht sogar gesundheitlich beeinträchtigt ist, dann ist es doch allemale besser, wenn diese Diät weiterhin vorgestellt und angeboten wird als auf irgendwelche einseitigen Crash-Diäten oder Pillen mit garantiertem Jojo zurückzugreifen. Gesundes Abnehmen und Magermodelle - dazwischen liegen doch Welten. Und niemand wird einer Frau, die sich in ihrer Haut nicht wohl fühlt, weil sie Übergewicht mit sich rumschleppt und abnehmen WILL eintrichtern können, dass sie schön ist, wie sie ist, wenn sie es nicht auch so empfindet.
    .
    Glück ist ein Tuwort.

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    AW: "contra magerwahn-models" vs. "die neue brigitte-diät"

    ja, sehe ich im grunde nicht anders.
    aber dann kann man ja auch direkt "zugeben" (von seiten brigitte), dass schlank sein doch "schön ist" und die sache mit den modells wieder vergessen.
    ich glaube es geht bei der modell-sache sowieso um

    a) aufmerksamkeit für brigitte (ziel erreicht)
    b) frauen zu zeigen die vermeintlich so normalo sind, wie du und ich

    die sache mit dem mager oder nicht-mager ist der brigitte glaube ich reichlich egal.
    es wird hier nur gekonnt "politisch-korrekt" verpackt.....
    LIEBE GRÜSSE
    Cyber_Andrea

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    AW: "contra magerwahn-models" vs. "die neue brigitte-diät"

    Zitat Zitat von Cyber_Andrea Beitrag anzeigen
    ja, sehe ich im grunde nicht anders.
    aber dann kann man ja auch direkt "zugeben" (von seiten brigitte), dass schlank sein doch "schön ist" und die sache mit den modells wieder vergessen.
    ich glaube es geht bei der modell-sache sowieso um

    a) aufmerksamkeit für brigitte (ziel erreicht)
    b) frauen zu zeigen die vermeintlich so normalo sind, wie du und ich

    die sache mit dem mager oder nicht-mager ist der brigitte glaube ich reichlich egal.
    es wird hier nur gekonnt "politisch-korrekt" verpackt.....
    Ungesundes Übergewicht abbauen ist das eine. Das ist sicher ein lobenswertes Ziel und warum sollte man dafür nicht Tipps geben?

    Einen Widerspruch sehe ich aber dennoch auch darin, von "Mode ohne Models" zu "schwärmen" (mit dem angeblichen oder meinetwegen auch echtem Anliegen junge Mädchen vor dem Wahn "skelettartig dürr sei schön" zu bewahren) und gleichzeitig eine Diät anzubieten, überflüssige Pfunde los zu werden. Man hätte das ja nicht in die gleiche Ausgabe packen müssen.

    Die Aufmerksamkeit hat BRIGITTE gewollt und erreicht.

    "Normalo" sind die dort gezeigten Frauen tatsächlich. Was aber ihr Gewicht anbelangt ist keine einzige dabei, die auch nur die Obergrenze des BMI erreicht (also noch lange nicht übergewichtig ist, aber eben eine höhere Kleidergröße als 38 braucht). Leichtes Übergewicht ist in der Regel noch nicht gesundheitsschädlich, aber "solche" Frauen (und auch die an der Obergrenze des Normalgewichts) werden wohl auch in Zukunft kaum ausgesucht werden um Mode zu präsentieren. Warum eigentlich nicht?

    Man sollte - meiner Meinung nach (ich habe eine Zeitlang gebraucht um mich zu dieser Auffassung durchzuringen) - bei professionellen Models bleiben. Wie wäre es einfach von dem Gedanken wegzukommen, dass Models prinzipiell stark untergewichtig sein müssen? Wie wäre es wenn auch etwas "molligere" Frauen Model werden könnten? Wie wäre es, Vielfalt in der Ausstrahlung der Personen, die modeln zu berücksichtigen, egal ob diese nun Kleidergröße 38 oder 44 oder mehr tragen?

    Was soll es bringen, Mode an "Normalos" zu zeigen, die dann doch wieder nur von dünnen Frauen präsentiert wird? Es müssen ja keine stark übergewichtigen Frauen sein (genau so wenig, wie es eben stark Untergewichtige nicht sein sollten), die modeln, aber ein bißchen mehr Bandbreite an Gewicht (so wie im "richtigen" Leben) wäre schon angebracht - finde ich.

    Anitra
    Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.

  5. Moderation

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    AW: "contra magerwahn-models" vs. "die neue brigitte-diät"

    liebe Userinnen,

    vielen Dank für Ihre engagierte und kritische Diskussion.
    Auch wir haben uns gefragt, ob es zusammen passt: ein neues Selbstbewusstsein der Frauen zu propagieren und gleichzeitig Diät-Rezepte zu veröffentlichen ? Und wir meinen, es passt zusammen, denn sich vernünftig ernähren und/oder ein paar überflüssige Pfunde loszuwerden ist kein Schlankheitswahn !
    Dieses Verhalten dient der Gesundheit und hat die gleiche Botschaft wie bei der BRIGITTE Initiative ohne Models: Attraktivität hat nichts mit vermeintlichen Traummaßen und Schönheitsidealen zu tun...sondern mit Ausstrahlung, mit Persönlichkeit und Leben.

    herzliche Grüße !

  6. Inaktiver User

    AW: "contra magerwahn-models" vs. "die neue brigitte-diät"

    Dieses Verhalten dient der Gesundheit und hat die gleiche Botschaft wie bei der BRIGITTE Initiative ohne Models: Attraktivität hat nichts mit vermeintlichen Traummaßen und Schönheitsidealen zu tun...sondern mit Ausstrahlung, mit Persönlichkeit und Leben.
    Nein, ein paar überflüssige Pfunde zu verlieren, dient der Optik, dem Gefühl schlanker zu sein...dem gefühltem Plus an Attraktivität..

    und nicht der Gesundheit...

    Es handelt sich bei ein paar überflüssigen Pfunden nicht um ungesunde Adipositas...

    sondern um eine kleine Nichtigkeit, die man ebenso mit ein wenig Sport und ja Maßhalten oder eben Ihrer ausgewogenen Brigitte-Diät erreichen kann..

    Es geht nur um die Optik , die Ästhetik und da Gefühl der Frauen, dass sie eben mal wieder "ein paar überflüssige Pfunde" loswerden könnten..

    Sie wissen genau, dass Frauen sicher nach dem Magazin mit der Frühlingsdiät greifen werden, wenn Sie diese nicht bringen.

    Aber mit Gesundheit hat das nichts zu tun.

    Und Sie wissen auch, dass mancher Frau das Verlieren von Pfunden immer noch eine Zunahme von "Ausstrahlung, Persönlichkeit, Attraktivität" bedeutet, weil das immer noch so transportiert wird.

    Auf ihrer Anmeldeseite hier springt mir diese Fixierung auf das Körpergewicht sowohl in der Dove-Werbung als auch durch ihre Fett-Burn-Coach -Aufrufe entgegen..und Gewinnspiele mit Fettweg und den Versprechen von Wellness..

    Keine Frau wird durch eine Diät "gesünder". Und ob man Fettweg-Coaches benötigt, davon bin ich auch nicht überzeugt.

    Wir hören aber auch von Heidi Klum, dass " personality and attitude " gaaaaanz wichtig sind, um "sich" zu verkaufen..

    dass Haltung und Persönlichkeit im Leben für Frauen wichtig ist, wissen Frauen aber schon : aber manchmal will Frau mit Haltung und Persönlichkeit einfach nur schauen welche Mode so gezeigt wird..

    Und nochmals : ich sehe keine Persönlichkeit, nur weil ein Model mit Namen und anderem Beruf vorgestellt wird : man könnte sich solche auch ausdenken..aber sehen kann man die Persönlichkeit auf den Photos genau so viel oder wenig wie auf Modelphotos : nur, dass die Leserin nun die Geschichte ( Beruf, Partner, Kinder..) zum Model erzählt bekommt..

    Glaubt nur irgendwer, dass die Leserinnen, die "Wildlife-Photographin Isabel Jauss als Nichtmodel entlarvt hätte oder dass man nicht ähnliche Bilder mit Models hätte machen können ?

    Und hat man zu den Bilder eben noch Texte wie : Mit Tieren bin ich geduldiger als mit Menschen...

    unterdrunter : Schule von Minnetonka, Hose MarcOPOlo oder was auch immer..

    Schöne Frau, schöne Bilder : aber alles wie früher..

    nur nun auf "authentisch gebürstet " : Frauen mit tollen Berufen, tollem Aussehen, tollem Nebenjob als Model...

    ob die Brigitte-Leserin sich tatsächlich darin wieder findet ? Ich denke das alles bleibt ihr genau so fern, wie das Model..

    " Wildlife-Photographin, Großwildjägerin, Masseurin in Barcelona "

    BRIGITTE-Moderedakteurin..

    Fritzi Haberlandt..

    Das sind ihre Nichtmodels..

  7. User Info Menu

    AW: "contra magerwahn-models" vs. "die neue brigitte-diät"

    Kann mich der Meinung von linwen anschließen. Es hat sich wenig geändert im Heft.

    Fand es auch sehr armselig, dass gleichzeitig für die Diät geworben wird. Das Frauenbild ändert sich von klapperdürr auf sehr schlank? Naja......

    Möchte auf einen Artikel in frau tv hinweisen:

    Ich muss abnehmen - frauTV - WDR Fernsehen

    Diäten sind ein Milliardengeschäft und solange wir Frauen noch immer willig mitmachen, wird sich nichts ändern.
    Auch die Brigitte hat nicht den Mut bisher, völlig normale Frauen zu zeigen, höchstens als exotisches Beiwerk.

  8. Inaktiver User

    AW: "contra magerwahn-models" vs. "die neue brigitte-diät"

    Guten Morgen,

    warum wird die Brigitte unglaubwürdig, wenn sie neben Laienmodels auch Diätrezepte bringt?

    Die Brigitte ist eine Zeitschrift, die die Interessen vieler Frauen abdeckt. Die einen interessieren sich für Mode, die anderen für Diäten, wieder andere für Wohndesign.

    Na und? Die Brigitte ist doch keine Fachzeitschrift, die sich nur einem Thema widmet. Was mich interessiert, lese ich, den Rest lasse ich weg. Es ist halt für jeden etwas dabei.

    Und was die Laienmodels betrifft, die Für Sie arbeitet schon lange mit Laien, die auch nicht alle super schlank sind, und niemand regt sich auf.

    Ich finde die Idee gut, nicht weil mich die ganz dünnen Models stören, sondern weil sich die Brigitte bei der Vielzahl der Frauenzeitschriften positionieren muss und das scheint ihr gelungen zu sein. Zumindestens hat sie erst einmal für Dikussionsstoff gesorgt. Wer professionelle Models will, kann auf andere Zeitschriften zurückgreifen.

  9. Inaktiver User

    AW: "contra magerwahn-models" vs. "die neue brigitte-diät"

    und das scheint ihr gelungen zu sein
    Das sehe ich noch nicht..

    nicht nach 4 Ausgaben.

    Ich sehe im Moment ein recht wildes Konzept :.. mal die bunte Architektin mit der Jean Seberg-Frisur auf dem Titel, nun die völlig überbelichtete superleichenblasse Brigitte-Redakteurin...

    und Vergleiche mit " Für Sie" : Ob das tatsächlich gut geht ?

  10. Inaktiver User

    AW: "contra magerwahn-models" vs. "die neue brigitte-diät"

    Ich vergleiche nicht die Für Sie mit der Brigitte, sondern stelle nur fest, dass die Für Sie schon länger mit Laienmodels arbeitet, ohne dass es zu einer so aufgeregten Diskussion kommt.

    Ich sehe auch kein wildes Konzept, sondern sehe junge und ältere Models mit langen und kurzen Haaren. Kurz gesagt, ich sehe die Frau, die in meiner Nachbarschaft wohnen könnte, meine Arbeitskollegin, meine Schwester, meine Kommilitonin sein könnte. Und genau das wollte die Brigitte zeigen.

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