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  1. VIP

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    Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt aus der Forstwirtschaft und wurde im 17 Jahrhundert von Hans Carl von Carlowitz.

    Die Idee dahinter ist: wenn wir nicht genauso viele Bäume pflanzen wie wir fällen, dann haben unsere Nachkommen nichts mehr davon. Ein Baum kann je nach Sorte zwischen 500 und 1000 Jahre oder älter werden.
    Nachhaltiges leben und arbeiten heißt immer auch: ich persönlich profitiere davon nicht, aber meine Nachkommen (hoffentlich).

    Das heißt für mich nicht, dass eine Sache radikal aufgegeben werden muss und vielleicht sogar Nachteile im Alltag entstehen.
    Sondern eher: wie kann ich mit meinen Rahmenbedingungen ein nachhaltigeres Leben führen und meine Bedürfnisse beachten?

    Mir geht es nicht darum andere zu bekehren oder zu bewerten. Ich glaube jedoch fest daran, dass viele kleine Schritte, die jeder in dem Rahmen seiner Möglichkeiten tut, auch erfolgreich sind.

    Ich beschäftige mich viel mit Gemeinwohlökonomie und bemühe mich bei Bestellungen darauf zu achten dies direkt beim Händler zu tun und ich versuche darauf zu achten, woher der Händler seine Materialien bezieht. Händler/Betriebe, die sich über die Gemeinwohlökonomie zertifizieren lassen, achten unter anderem auf Nachhaltigkeit, aber z. B. Auch auf faire Löhne (siehe Matrix). Als ein Kontowechsel anstand, habe ich dort auf der Liste geschaut, ob eine der Banken, die sich haben zertifizieren lassen passt.

    In Marie Nasemanns Blog „Fairknallt“ findet man auch eine Liste mit Orten und Geschäften, die nachhaltige Produkte anbieten.

    Unser Stromanbieter bietet Solarzellen zum Leasen an. Dafür gibt es eine kostenlose Bewertung vom Stromanbieter. Alles was ich erstmal mitbringe ist: Zeit.

    Ich versuche regelmäßig zu prüfen, ob es nicht doch nachhaltiger geht. Manchmal gelingt das, manchmal nicht und manchmal gibt es keine nachhaltigere Variante. Dann ist das so.

    Wie ist das bei euch, gelingt euch Nachhaltigkeit im Alltag? Was macht es euch leicht, was macht es euch schwer?
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  2. gesperrt

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Ein schönes Thema xanidae!

    Ich beziehe zum Bespiel meinen Strom schon über 25 Jahre von Greenpeace Energy.
    Die Aktion bei der EM hat mir nicht gefallen, vergleiche auch regelmäßig die Preise, aber ein Wechsel hat sich bisher für mich nicht gelohnt.
    Wenn dann auch immer wieder Ökostrom, dafür gebe ich gern ein paar mehr Euro aus.
    Ansonsten gibt es bei uns viel Second Hand, Möbel, Kleidung, Auto....
    Ich könnte das sicher auch anders machen, aber ich möchte das nicht - ich will das genauso!

    Schwer macht das Ganze vielleicht, dass es viele Menschen anders sehen und einen für manches auch belächeln.
    Nicht jeder kann da drüber stehen.

    Das sind meiner ersten Gedanken dazu, später gerne mehr.

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Schönes Thema

    Ich freue mich, wenn ich hier weitere Ideen kennen lerne

    Es sind oftmals Kleinigkeiten, die viel ausmachen.

    Ich bin froh, mich nicht beeinflussen zu lassen, dass viele meiner Umsetzungen nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind

    So schreib Juli Zeh in ihrem neuen Roman:

    " Ich sammel Baumwolltaschen und auf den Feldern sieht man statt Feld riesige Plastikflächen"
    Geändert von twix25 (20.06.2021 um 13:18 Uhr)
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Es ist für mich heute leichter als früher, nur gute hochwertige Qualität bei Lebensmitteln zu kaufen

    Seit längerem benutze ich Putzmittel ohne Plastikverpackung ( klaeny, dm,everdrop)

    Ebenfalls achte ich auf " Silikonfrei" bei Kosmetik

    Kleidung und Wäsche aller Art ist eher das Problem und auch eine Schwachstelle

    Liegt zum Teil an der Auswahl und dass ich diesbezügliche Einkäufe nicht so unkompliziert umsetzen kann, wie bei Lebensmitteln
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

  5. Moderation

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Ich habe noch nie Gummibänder gekauft. Radieschen und Frühlingszwiebeln liefern sie mir frei Haus.
    Unterstütze gegen Krebs - werde StammzellenspenderIn - DKMS
    Moderatorin "Schule, Uni, Studium & Ausbildung" "Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?" Coronavirus & Userin

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Mir fehlt ein ÖPNV.
    Ich habe eine Haltestelle 1km entfernt und eine direkt am Arbeitsplatz - aber da halten nur Schulbusse. Und die passen nicht zu meinen Arbeitszeiten.

    Ansonsten - ich kaufe kaum Fleisch (naja, ist einfach. Ich habe ja selbst genug), seltenst Milchprodukte, wenn dann von regionalen Molkereien, und habe diverse Bäume und Hecken mit Obst. Lediglich für meinen Mann wird zugekauft - hat ne Kernobstallergie.

    Der Tante Emma Laden im Dorf arbeitet von je her bei vielen Produkten wie ein Unverpackt Laden, ausserdem führt er so Dinge wie Juteschnur, Holzwäscheklammern und Lebensmittel geeignetes Wachspapier. Sie sind also zufällig nachhaltig:)
    Bis in die 70ger konnte übrigens noch eingetauscht werden : 12 Koteletts vom eigenen Schwein gegen Kaffee, Tee und Kluntje.
    Kleidung und Möbel finde ich heute deutlich leichter als früher in Second Hand, muss ich sagen.

  7. VIP

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Ich habe noch nie Gummibänder gekauft. Radieschen und Frühlingszwiebeln liefern sie mir frei Haus.
    Genau solche Kleinigkeiten sind aus meiner Sicht kein Tropfen auf dem heißen Stein.

    Ich finde es auch wichtig, dass Nachhaltigkeit nicht gegeneinander aufgerechnet wird, sondern viele Wege auf unterschiedliche Weise nachhaltig sind und jeder Weg gut ist.

    Beispielsweise putze ich häufig mit normalem Putzmittel. Ich kaufe es nur nicht. Ein Großteil meiner Putz- und Waschmittel stammen aus Haushaltsauflösungen. Das ist einfach für mich, denn ein Freund von uns macht das beruflich.
    Ist dies weniger nachhaltig als die neuen tollen "Tablettenputzmittel"? Vermutlich. Denn die Inhaltsstoffe sind noch nicht auf dem neuesten Stand. Sollen sie dann weggeworfen werden? Auch diese Dinge haben mal Geld gekostet, wurden produziert und in die Läden gefahren. Hier gewinnt für mich ein Unterpunkt der Nachhaltigkeit "keine Verschwendung".
    Hat er mal keinen Nachschub, dann ergänze oder mische ich das mit selbst gemachten Putzmittel a la Smarticular. Wenn ich was kaufen muss, achte ich auf ökologische Zertifizierung wie von Frosch oder ecover.

    Kleidung ist auch bei uns eine Schwachstelle, obwohl wir da besser geworden sind. Mein einer Sohn ist sehr begabt an der Nähmaschine und hat sich gerade aus alten Hosen eine kurze Hose genäht. Second Hand kaufen geht bei ihm noch, er macht das auch selbst, der andere Sohn ist so groß, dass ich Spezialgeschäfte bemühen muss und da findet sich häufig nicht die Kombi "öko" und "lang genug". Und wenn es um Mode geht ist es eben auch mal was ganz normales.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  8. VIP

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Mir fehlt ein ÖPNV.
    Ich habe eine Haltestelle 1km entfernt und eine direkt am Arbeitsplatz - aber da halten nur Schulbusse. Und die passen nicht zu meinen Arbeitszeiten.
    Das ist ein nachvollziehbares Problem. Hier gewinnt dann das Auto.

    Obwohl ich den ÖPNV vor der Tür habe, nutzt er mir für die Arbeit im Außendienst wenig... doch wir versuchen darauf zu achten, dass Mitarbeiter:innen, die lieber mit dem Fahrrad fahren, auch ihre Aufträge im Fahrradradius bekommen. Das klappt nicht immer durchgängig, doch wir bemühen uns.

    Ansonsten - ich kaufe kaum Fleisch (naja, ist einfach. Ich habe ja selbst genug), seltenst Milchprodukte, wenn dann von regionalen Molkereien, und habe diverse Bäume und Hecken mit Obst. Lediglich für meinen Mann wird zugekauft - hat ne Kernobstallergie.
    Selbstversorgung ist für mich auch ein großes Gebiet der Nachhaltigkeit.


    Der Tante Emma Laden im Dorf arbeitet von je her bei vielen Produkten wie ein Unverpackt Laden, ausserdem führt er so Dinge wie Juteschnur, Holzwäscheklammern und Lebensmittel geeignetes Wachspapier. Sie sind also zufällig nachhaltig:)
    Bis in die 70ger konnte übrigens noch eingetauscht werden : 12 Koteletts vom eigenen Schwein gegen Kaffee, Tee und Kluntje.
    So einen Laden gibt es bei meinen Eltern auch noch. Dieser ist vor allem in der Lage Ersatzteile zu bestellen, so dass Dinge repariert werden können.

    Kleidung und Möbel finde ich heute deutlich leichter als früher in Second Hand, muss ich sagen.
    Was hat sich verändert? Dein Geschmack? Das Angebot? Letzteres bemerke ich hier.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Erst mal ein bisschen grundsätzlich.
    Nachhaltigkeit bedeutet für mich, dass Mutter Naturs ressourcen begrenzt sind. Ausserdem bin ich nicht die einzige, die sie braucht. Nicht nur andere menschen; auch andere lebewesen, ökologische kreisläufe, reproduktion benötigen ihren anteil. Weil alles ineinandergreift und die balance gehalten werden muss.
    Also darf ich nicht so viel nehmen, dass für andere nicht genug übrig bleibt. Ich darf ich nicht mehr nehmen, als ich geben kann.
    Vor allem: ich muss das schätzen, was mir geboten wird, denn es ist das geschenk, das leben ermöglicht.

    Im alltag heisst es für mich, dass ich überlege, was ich überhaupt brauche. Auch, was ich nicht brauche, aber gerne habe. Und von was mir nur eingeredet wird, dass ich es bräuchte.

    Ich habe seit jahrzehnten kein auto mehr.
    Abgeschafft, weil es finanziell nicht ging. Dann gezwungen gewesen, alternativen zu finden und meinen alltag danach auszurichten. Das ging so gut, dass ich, als es finanziell wieder möglich gewesen wäre, gar kein auto mehr wollte.

    Bei der nahrung war es schon immer so, dass ich ein genussmensch bin. Deshalb ist mir geschmack wichtig. Logischerweise hat mich das zu regionalen, saisonalen sachen geführt, gut angebaut, gut gehalten, gut verarbeitet.
    Seit ich gemerkt habe, dass mir jegliche zusatzstoffe nicht bekommen, lese ich grundsätzlich zutatenlisten, notfalls mit lupe. Die positive rückmeldung bekomme ich täglich. Mein körper ist in guter verfassung, innerlich und äusserlich; haut, haare, fingernägel bestätigen, dass ich etwas richtig mache.

    Allgemein bin ich der tp, für den weniger mehr bedeutet. Qualität statt quantität.
    nichts ist wie es scheint

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Seit einen Jahr benutze ich waschbares Küchenpapier

    Ist zudem noch saugfähiger
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