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  1. Inaktiver User

    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Der Biosupermarkt in meinem Stadtteil liefert per Lastenfahrrad.

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Danke für den Hinweis auf den Rechner, ich bin mal gespannt auf das Ergebnis.

    poca

    Ich versuche ja auch Einiges, aber Vieles ist noch eher bruchstückhaft. Ein Auto brauche ich, weil sehr ländlich. Dafür kann ich mein Obst und Gemüse zum großen Teil selber anbauen oder beim lokalen Erzeuger kaufen. Ich fahre aber nicht sämtliche Anbieter in alle Himmelsrichtungen ab, nutze nur Möglichkeiten, die auf meinen Wegen liegen.
    Ich konserviere zum Teil durch Einkochen, habe dann auch im Winter viel aus eigenem Anbau zur Verfügung, ohne dauerhaft einen Gefrierschrank dafür bemühen zu müssen. Aber wiegt die Stromersparnis den Stromverbrauch beim Einkochen auf?
    Einen Gefrierschrank habe ich allerdings trotzdem, weil ich Fleisch beim Bauern aus dem Dorf kaufe und auch das ein oder andere Lebensmittel auf Vorrat kaufe, um nicht andauernd wieder losfahren zu müssen.
    Ich beziehe Milch eines relativ nahen Milchviehbetriebes, der auf Hochleistungskühe verzichtet, aber leider wird diese nur in Plastikflaschen vertrieben. Diese nutze ich dann aber mit abgeschnittenem Boden als Minigewächshäuser für meine frühen Salat- und Kohlrabipflanzen und grabe sie im Sommer mit der Öffnung nach unten neben den Tomaten ein, damit ich diese gut im Wurzelbereich wässern kann und nicht so viel Wasser für den Garten brauche. Wiegt das das Wegwerfplastik auf?
    Das Wasser für den Garten kommt nur aus der Zisterne, für Toilette und Waschmaschine überwiegend, solange welches da ist. In Trockenzeiten muss ich da auf Trinkwasser umsteigen.
    Seit die Kinder aus dem Haus sind, habe ich viel zu viel Wohnraum für mich alleine, trotzdem will ich den nicht aufgeben.
    Ein Auto brauche ich leider, wg. fehlenden ÖPNV, zur Arbeit kann ich aber, aus verschiedenen Gründen, nicht mit dem Rad fahren, auch wenn die Strecke kurz ist. Ich versuche aber wenigstens, dann noch direkt meine Einkäufe auf dem Weg zu erledigen, damit ich nicht noch mal los muss. Hab letztens zufällig festgestellt, dass ich im letzten Jahr, wohl auch coronabedingt, keine 7000 km gefahren bin. Ein Auto brauche ich trotzdem, weil ich auch sehr oft etwas transportieren muss.
    Urlaub habe ich schon lange nicht mehr gemacht, also zumindest nicht weggefahren oder geflogen, eher im eigenen Garten oder zu Fuß in der näheren Umgebung.
    Strom produziere ich, mittlerweile deutlich mehr als ich verbrauche, durch meine Fotovoltaikanlage.
    Meinen Garten gestalte ich zunehmend naturnaher, um heimischen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum bieten zu können, aber da ist sicher noch Luft nach oben.
    Wie schnell ist nichts passiert....

    _________________________

    Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss es nur schaffen, ihm den Beigeschmack der Katastrophe zu nehmen.

    Max Frisch

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Einen Naturgarten haben wir auch mit viel einheimischen Wildstauden und es ist toll zu sehen, wie der auch eine grosse Vielfalt an Insekten anzieht .
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Mal eine Frage:

    Hat sich schon mal jemand mit dem Ansatz der "Planetary Health Diet" (mehr Infos dazu z. B. beim Bundeszentrum für Ernährung) oder setzt das vielleicht sogar praktisch um?

    Ich finde diese Idee sehr überzeugend. Gefühlt bin ich in meinen Konsumgewohnheiten gar nicht mal so wahnsinnig weit von diesem Konzept entfernt, aber es gibt natürlich im Alltag schon auch etliche Schwachstellen, wo mir eine konsequentere Umsetzung ziemlich schwer fällt. An sich wäre das ja schon alltagstauglich, wenn nur die Gewohnheiten nicht so hartnäckig wären.

    Ich möchte an dieser Stelle keinen Austausch über Ernährungsformen losbrechen! Ich wollte nur mal hören, ob das für Schreiber:innen hier, die sich um Nachhaltigkeit bemühen, auch ein Thema ist.

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Ich muss zugeben, dass ich in Sachen Essgewohnheiten eine ziemliche Umweltsau bin. Ich bemühe mich zwar regional einzukaufen, esse keine Wurst und nur wenig Fleisch, dafür aber zuviel Molkereiprodukte, vor allem Käse.

    Die "Planetary Health Diet" kannte ich noch nicht, werde mir aber den Übersichtsplan mal ausdrucken und anpinnen um zu versuchen, mich ihr mal ein bissschen anzunähern. Danke für deinen Hinweis und den Link .
    „Weil jetzt ein solcher Tag ist, ändert man nicht die Politik.“

    CDU-Kanzlerkandidat und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet in der Aktuellen Stunde des WDR am 15. Juli im Gespräch mit Susanne Wieseler über die durch den Klimawandel verursachte Flutkatastrophe.

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Ich fahre ein Elektroauto ein I3 - Reichweite 300 km ..und ja mir ist bewusst das dies nicht der Weisheit letzter Schluss ist, aber bin sehr zufrieden mit dem Auto

    Rindfleisch und Eier kaufe ich beim Bauern um die Ecke im Direktvertrieb, man kann sich die Haltung der Tiere persönlich ansehen, Kälber bleiben z.B. bei den Müttern, und die Hühner haben Freilauf auf der Wiese

    das erste mal habe ich veganes Hack bestellt, wird wohl mit Wasser angerührt und soll das Beste sein was es derzeit auf dem Markt gibt - ich lass mich mal überraschen

    Ansonsten kaufe ich Milchprodukte und Wurst fast immer Bio - aber wenig

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    Ich muss zugeben, dass ich in Sachen Essgewohnheiten eine ziemliche Umweltsau bin. Ich bemühe mich zwar regional einzukaufen, esse keine Wurst und nur wenig Fleisch, dafür aber zuviel Molkereiprodukte, vor allem Käse....
    Hervorhebung von mir.

    Käse und Molkereiprodukte sind auch mein großer "Schwachpunkt". Ich betrachte die Empfehlungen als Richtungsweiser und Impulsgeber, um die Gewohnheiten mal zu durchleuchten. Es wirkt so nach und nach ein wenig. Ich beschränke mich häufiger mal auf ein Stück Käse statt zwei bis drei und dafür wandern noch zwei Päckchen Hülsenfrüchte in den Einkaufskorb. Klappt aber längst nicht immer.

    Die Kochgewohnheiten passen sich so nach und nach den bevorrateten Lebensmitteln an. Gerade bei den empfohlenen Hülsenfrüchten kam die Erinnerung an südostasiatische und mittelamerikanische/teilweise auch afrikanische Kochgewohnheiten wieder. Oft ist die traditionelle Alltagsküche ja auch eine nachhaltige Küche, da hier oft mit Mangel umgegangen werden musste.
    Von dort kenne ich als Basis z. B. ein relativ neutrales Curry auf Linsenbasis (wobei regional höllisch scharf auch als neutral gelten kann) oder gekochte Bohnen kennengelernt, die in großen Mengen vorgekocht werden, und dann in den Folgetagen mit verschiedenen Beilagen zu Mahlzeiten verarbeitet werden. Das ist extrem alltagstauglich und zeitsparend und kommt mir damit oft sehr entgegen.

    Für mich ist es auch einfach, weil wir nur ein Zwei-Personen-Haushalt mit nur einer wirklich kochenden Person (ich) sind. Gerade bei Kindern wäre da wohl mit deutlich mehr Widerstand zu rechnen.

    Bei Nüssen schwächele ich, aber gut ist ja, dass es bei allen Empfehlungen große Spannbreiten in den Mengen gibt.

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Mal eine Frage:

    Hat sich schon mal jemand mit dem Ansatz der "Planetary Health Diet" (mehr Infos dazu z. B. beim Bundeszentrum für Ernährung) oder setzt das vielleicht sogar praktisch um?
    Zugegeben, ich hatte etwas Revolutionäreres erwartet. So weit von der DGE scheint mir das nicht entfernt zu sein.

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Biosupermarkt in meinem Stadtteil liefert per Lastenfahrrad.
    Die meisten Lastenfahrrad-Hersteller produzieren in China und liefern per Container-Schiff.

    Da könnte man auch mal die Ökobilanz ausrechnen.

    Per pedes oder mit einem mit Einkaufskorb aufgehübschtem eigenen Velo zum Biomarkt ist sicher nachhaltiger.
    Geändert von Elfenseeschwalbe (06.07.2021 um 22:25 Uhr)

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Interessantes Thema, ich lese mal mit.

    Wir speisen die Toilettenspülung sowie die Gartenbewässerung mit Regenwasser, das wir in einer 4.500 l-Zisterne, die im Garten verbuddelt ist, sammeln. Wenn die Zisterne leer ist, schaltet sie sich auf Brunnenbetrieb um, das Grundwasser hier im hessischen Ried war immer eher hoch). Der Garten ist mit vielen insektenfreundlichen Pflanzen gestaltet und aktuell haben wir massenweise Amseln und Spatzen, die sich um die Kirschenernte streiten (nicht mit mir, ich gönne es ihnen, da ich dieses Jahr eh nicht ernten kann; Fuß kaputt, kann nicht auf die Leiter ...). Für die Selbstversorgung mit Gemüse etc. ist er zu klein, allerdings baue ich jedes Jahr Tomaten oder irgendwas anderes essbares in einem Mörtelkübel auf der Terrasse an.

    Ich wasche seit Jahren mit effektiven Mikroorganismen, das ist so eine grüne Waschkugel, damit brauche ich kein Waschmittel. Die noch vorhandenen Waschmittel aus der Zeit vor der Kugel benutze ich zum Putzen, wegschmeißen kommt nicht in Frage.

    Weichspüler oder Wäscheparfüm habe ich im Leben noch nie benutzt, ein Schuß Essig in die Maschine macht die Wäsche weich und parfümiert nicht. Den Trockner brauche ich allerdings, da ich Allergiker bin und meine Wäsche nicht draußen trocknen kann (benutze ihn für Bettwäsche und Handtücher sowie Socken und Wäsche; Hemden und Shirts kommen auf die Leine). Wenn er mal kaputt geht, kaufe ich, glaube ich, keinen neuen mehr. Seit unser Sohn ausgezogen ist, ist die Wäschemenge um die Hälfte reduziert .

    Seit einiger Zeit sind wir dabei, alle bevorrateten Pflegeprodukte aufzubrauchen und sind teilweise schon auf unverpackte Produkte ohne Mikroplastik und Silikone umgestiegen.

    Wir heizen am unteren Limit, wenn Heizsaison ist, und ziehen lieber etwas mehr an (also ich, Herr Spatz friert ja nie, der hat "Heizofen" als Aszendent ).

    Autos brauchen wir beide, da unsere Wege zur Arbeit mit den Öffis nicht zu bewältigen sind. Wir fahren allerdings ansonsten viel mit den Rädern bzw. erledige ich Einkäufe entweder auf dem Weg von der Arbeit nach Hause oder gehe zu Fuß in unseren "Quartiers-Supermarkt".

    Lebensmittel bevorrate ich so, dass ich möglichst nichts wegwerfen muß, gelegentlich passiert es halt doch, dass ein Obststück beschädigt war und schneller schimmelt, als ich piep sagen kann. Ich nehme nicht jedesmal eine neue Tüte, sondern nutze die vorhandenen stabilen Taschen oder selbstgenähte Beutel.

    Kleidung: ich nähe viel selbst, nutze dabei auch Kleidung, die ich aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr tragen kann/mag. Aus alten Jeanshosen, die ich auch im Freundeskreis eingesammelt habe, sind zwei wunderbare Decken für den Twen und für mich entstanden, die sehr gern benutzt werden. Also das Thema Upcycling auch dabei ...
    ... and nothing else matters

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