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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Bezüglich ÖV lebe ich im Paradies.
    Alles bis 25 km Radius erledige ich eh mit dem Rad und auch meine Kinder kennen es nicht, dass man für Kurzstrecken ins Auto steigt.

    Trotzdem haben wir es noch nicht über uns gebracht, das Auto komplett abzuschaffen. Vielleicht, wenn die Kinder mal keine Sitze mehr brauchen?

    Ich kaufe nach Möglichkeit lokal/regional (zB unsere Küche, eine Gartenbank ...) und beschäftige lokale Dienstleister. Wenn ich mal Essen bestelle, dann nur mit Fahrradkurier und zwar dem, der seine Fahrer fest anstellt und faire Löhne zahlt.

    Faire Löhne finde ich insgesamt sehr wichtig. Habe unserer Putzfrau während des lockdown den Lohnausfall bezahlt und natürlich ist sie nicht nur angemeldet, sondern bekommt auch Urlaub.

    Haushaltsgegenstände wie Geschirr, Handtücher etc benutze ich ewig. Geschirr stammt zB noch aus meiner Studentenzeit, Handtücher aus dem Elternhaus und unser Sofa hat auch schon 20 Jahre auf dem Buckel (alles von IKEA...).

    Bei Klamotten tue ich mich allerdings schwer. Trotz vieler Second Hand Läden finde ich nicht, was ich suche. Daher versuche ich es auch da mit langen Lebenszeiten. Bei meiner ca 15jährigen Jeans waren jetzt die Knie durch. Nun trage ich sie noch als Shorts.

    Oft muss aber auch die Bequemlichkeit vorgehen. Großeinkäufe lasse ich derzeit liefern und da gibt es leider noch keinen Supermarkt mit Fahrradkurier.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Ich mache halt die einfachen Sachen: Nahrungsmittel werden überwiegend saisonal, regional, unverarbeitet gekauft, möglichst auch unverpackt, aber da wird es in meinem Umfeld bei manchem schon schwieriger. Zurückhaltender und jeweils wohlüberlegter Kauf von Produkten und Konsumgütern (braucht man es überhaupt und wenn ja, was ist die langlebigste, nachhaltigste Variante), kein Auto, Vermeidung von schädlichen Freizeit-Aktivitäten.

    Ich habe jetzt mal wieder meine Lebensgewohnheiten durch Rechner für den ökologischen Fußabdruck laufen lassen. Und bin wieder einmal ziemlich enttäuscht, dass ich sehr, sehr deutlich über meine ökologischen Verhältnisse lebe. Und das obwohl ich mich eben nicht als ignorante Umweltsau wahrnehme. Die größten Schwachpunkte bei mir sind immer die für zwei Personen zu große Wohnung, eine Urlaubsreise im Jahr mit Nutzung von Flugzeug und Auto für An- und Abreise, zu hoher Verbrauch an Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs.
    Änderungen hier gingen für mich dann schon ans Eingemachte. Wohnung wäre für mich noch das am wenigsten spürbare, wenn die Mieten nicht dagegen sprächen.

    Faire Bezahlung geht bei mir zurzeit noch vor Nachhaltigkeit bei der Produktion. Gerechtere Verteilung ist mir halt auch ein Anliegen. Die konventionelle Nahrungsmittelproduktion kann eben auch dafür sorgen, die Menschen zuverlässig zu ernähren, es könnte für alle reichen, wenn die Verteilung nur besser geregelt wäre. Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust.
    Ansonsten kaufe ich eher wenig und bevorzuge Produkte von kleineren regionalen Anbietern, gerade auch bei Kleidung, Möbeln u. ä., und versuche die großen Markt beherrschenden Player möglichst zu meiden. Ist aber oft schwierig und manchmal ja auch nur Etiketten-Schwindel, weil dann eben dann doch ein Großer im Hintergrund mitmischt oder halt vieles sehr verzahnt ist.

    Ich wäre schon gern ein besserer Gut-Mensch, aber realistischer ist wohl die Annahme, dass ich mehr für mein gutes Gewissen und Gefühl tue als tatsächlich etwas für die Menschheit und Natur.

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Interessant. Ich hab auch mal den WWF Rechner angeworfen und wir liegen deutlich unter dem Durchschnitt.
    Ich denke, das sind vor allem die fehlenden Flugreisen (unsere Urlaube führen uns bloss ca 300 km weit) und die Tatsache, dass wir eine grosse Familie sind und das Haus mit Fernwärme ausgerüstet haben.

    Letzteres führt übrigens dazu, dass ich Kleider, die durch sind, im Hausmüll entsorge. Werden verbrannt und heizen unser Wasser.

    A propos: bei dem Wetter dusche ich nach dem Sport im Garten. Spart warmes Wasser und wässert gleichzeitig die Bäume
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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Elektrogeräte: wir benutzen keinen Trockner, haben keinen Fernseher, kein Gefrierfach im Kühlschrank. Die kleine Gefriertruhe wird ergänzt durch den fussläufig gelegenen Supermarkt ;-)

    Noch eine Frage: warum schlägt aus Essen so negativ zu Buche? Ich hätte gedacht, die Kantine kann energiesparender kochen als ich.
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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Alles bis 25 km Radius erledige ich eh mit dem Rad
    Wow. Das werden dann ja auch durchaus mal Touren von 70km. Respekt!

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Interessant. Ich hab auch mal den WWF Rechner angeworfen und wir liegen deutlich unter dem Durchschnitt.
    ...
    Ich kam beim WWF-Rechner auf 2,9 Planeten, bei anderen Rechnern auf ähnliche Werte.

    Am meisten macht sicher die Flugreise aus. Wenn ich dem WWF-Tipp folge unnd meine bevorzugte Regionen trotzdem besuchen möchte, dürfte ich nur alle drei Jahre fliegen. Ist etwas, vorüber man nachdenken könnte. Die jährliche Urlaubsreise ist halt schon großer Luxus.

    Ein Teil des hohen Verbrauchs macht dann noch aus, dass ich als Mieterin im Altbau mit schon veralteter Wärmeschutztechnik und Ölheizung lebe. Da kann ich nur über verhältnismäßig niedrige Raumtemperatur und umsichtigen Umgang mit Warmwasser Einfluss auf den Energieverbrauch nehmen.

    Was mir bei dem WWF-Rechner etwas zu kurz griff, war die Frage nach den Ausgaben für Kleidung und Konsumgüter. Ich denke, es macht schon einen Unterschied, ob ich z. B. ein Paar nachhaltig produzierte Schuhe aus einer regionalen Manufaktur kaufe, und die bei Bedarf reparieren lasse, solange es geht, oder für den selben Geldbetrag vier (oder noch mehr) preiswerte Paare kaufe. Finanziell kommt es auf dasselbe raus, ökologisch aber sicher nicht.

    Deutlich wird bei den Tests aber auch, dass wir auf vieles nicht kurzfristig Einfluss nehmen können. Die gut ausgebaute Infrastruktur hier wirkt sich halt auch negativ auf die Werte aus.

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Ja das hab ich beim WWF Rechner auch gedacht. Reine Geldbeträge sind da nicht so aussagekräftig
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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Großeinkäufe lasse ich derzeit liefern und da gibt es leider noch keinen Supermarkt mit Fahrradkurier.
    Dürfte auch ein utopischer Gedanke sein, Großeinkäufe (!) per Fahrrad zu bewältigen.

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Dürfte auch ein utopischer Gedanke sein, Großeinkäufe (!) per Fahrrad zu bewältigen.
    Ich könnte nicht mal meinen Wochenendeinkauf mit dem Fahrrad erledigen.
    Auf dem Land aufs Auto verzichten zu wollen/ können, ist leider utopisch.
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: Nachhaltig und alltagstauglich - bewusstes Leben

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Dürfte auch ein utopischer Gedanke sein, Großeinkäufe (!) per Fahrrad zu bewältigen.
    Mit einem von den grossen Lastenrädern ist das kein Problem. Man sieht sie hier viel. Auch ein Lastenanhänger würde es tun.
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