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    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Zitat Zitat von merinowool Beitrag anzeigen
    . Eine Selbsthilfegruppe vor Ort ist eine Möglichkeit und es gibt Selsbthilfegruppen, die sich in Chats austauschen, aber auch einfach so sich gegenseitig helfen und mit Informationen versorgen. Mit anderen Betroffenen zu schreiben ist für dich bestimmt gut.
    Solche Angehörigengruppen gibt es in fast jeder Stadt. Die Anschrift und den Treffpunkt kann man in Gemeindenahen Psychiatrie erfahren oder Im Gesundheitsamt.

    Mir hat das sehr geholfen als meine Frau vor 15 Jahren erkrankte. Ich war völlig hilflos und kopflos.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  2. Inaktiver User

    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Solche Angehörigengruppen gibt es in fast jeder Stadt. Die Anschrift und den Treffpunkt kann man in Gemeindenahen Psychiatrie erfahren oder Im Gesundheitsamt.
    In Deutschland mag das sein. In dem europäischen Ausland, aus dem sie schreibt, aber vielleicht nicht. Da wir nicht wissen um welches es geht, wird nevernever da selbst recherchieren müssen.

  3. Inaktiver User

    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Liebe Julifrau,

    in einer Sache bin ich hunderpro sicher:

    die Gründe und Ursachen seines Kiffens - erfährt er im Entzug.
    Ich würde es ihm wünschen.


    Das ist mir als Ex-Raucherin so ergangen. Insofern ist es für den Jungen eine große Chance zu wachsen.
    Es ist mitunter so simpel, rauchst du nicht mehr: hast du viel mehr Zeit, was fängst du damit an?
    Ja, was machst du mit der Zeit dann - was hast du damit gemacht?

    Daliha, ich will dir nicht in allem widersprechen. Aber manchmal ist der Weg nicht ganz so einfach und schnell bzw. muss es für einen 19jährigen auch nicht so sein. Erwachsen werden ist ein Prozess.

    Das meine ich wirklich so. Es ist hart für alle ehemals Süchtigen seine Zeit neu auszufüllen, und auch Dinge auszuhalten.
    Das weiß ich gut.

    Es ist wohl bei allen Süchte so dass es eine gewisse Leere auszuhalten gilt.
    Die Leere ist vorher da, die Sucht füllt die Leere. Das sollten sich auch Zigarettenraucher immer wieder klar machen.

    Unterm Strich würde ich sagen: erwachsen zu werden ist gar nicht so einfach.
    Wem sagst du das - ich habe lange gebraucht. Deshalb ist bei diesem jungen Mann vor allem Geduld angesagt und Akzeptanz dessen, was gerade ist. Es kann sein, dass er noch eine Weile im Leben weiterkifft. Kann. Muss aber nicht. Und wenn er es tut, muss es auch nicht den Untergang bedeuten.

    Aber, ehrlich gesagt, ich habe einen Hass darauf wie leicht Jugendliche an das Zeugs kommen.
    Und auf alle Dealer dieser Welt.
    Wirkt ein bisschen militant. Und meines Erachtens ist das wirklich so einfach eben nicht. Übrigens gerade dieser Tage habe ich darüber gelesen, wie vorteilhaft eine Legalisierung wäre, denn hätte der 'Dreck', den es auf dem Markt gibt, keine große Chance mehr.

    Es ist zu schaffen ohne Drogen zu leben.
    Sogar noch viel besser, das ist doch die gute Nachricht.
    Ja, und es ist ein Weg dahin.

    Zitat Zitat von nevernever Beitrag anzeigen
    Danke, Dalilah, du sprichst mir aus der Seele.

    Es geht auch darum sich selbst auszuhalten und seine Gefühle nicht mehr zu betäuben.
    Das muss und wird er lernen, erwarte nur nicht zuviel auf einmal. Auch weil es möglicherweise vom Kopf in den Bauch wandern muss. Das ist nicht unbedingt eine Autobahn.

    Will mich aber nicht von einer Mitschuld freisprechen. Obwohl ich immer versucht habe das beste zu tun als Mutter.
    Es geht nicht um Schuld. Null. Es geht um Verantwortung und Reflektion. Nicht selten, wenn wir als Eltern denken, das Beste zu tun, unser Kind ganz zu kennen, täuschen wir uns. Sind zu sehr bei uns - projizieren, habe nicht die Zeit, Gabe und Unterstützung, die Bedürfnisse des Kindes wahrzunehmen.

  4. Inaktiver User

    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Solche Angehörigengruppen gibt es in fast jeder Stadt. Die Anschrift und den Treffpunkt kann man in Gemeindenahen Psychiatrie erfahren oder Im Gesundheitsamt.
    Kann ich auch nur empfehlen. Insbesondere auch dann, wenn dort nach den AA-Regeln gehandelt wird.

  5. Inaktiver User

    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Zitat Zitat von nevernever Beitrag anzeigen
    Danke, Dalilah, du sprichst mir aus der Seele.

    Es geht auch darum sich selbst auszuhalten und seine Gefühle nicht mehr zu betäuben.

    Hier wo wir leben ist es leider besonders einfach an das Zeug zu kommen.
    Auch ich habe eine grosse Wut auf alle Dealer dieser Welt.
    Will mich aber nicht von einer Mitschuld freisprechen. Obwohl ich immer versucht habe das beste zu tun als Mutter.
    Liebe nevernever,

    grundsätzlich sehe ich eben den Unterschied zwischen Heranwachsenden und Erwachsenden.

    Später trägt man dann Verantwortung für sich selbst.
    Und kann vielleicht auch moderater mit den kleinen Helfern umgehen?

    Ich bin noch gar nicht dazu gekommen zu erwähnen: ich bin schon für die Legalisierung von Cannabis.
    Es hat einen großen medizinischen Nutzen und dient eben genau wie mal ein Glas Alkohol oder ne Zigarette der Entspannung.

    Ich war echt bekennender Lust-Raucher, es ist aus dem Ruder gelaufen.

    So grundsätzlich denke ich schon brauchen wir alle mal was um Gefühle auszuhalten.
    Es sind ja weiß Gott auch nicht immer die Probleme.

    Manchmal war oder ist es paradoxerweise die Freude die so nicht auszuhalten ist.

    Was mich umtreibt: ist der Schutz für Kinder und Jugendliche.
    Kinder anfixen ist so was von eklig. Und wird heute als Delikt genau oder mehr wie Datenmissbrauch gehandelt.

    Ich hatte damals immer versucht so ne Art Gegenpol für meine Kinder zu schaffen.
    Das war Sport, Tanz - und auch Gruppen von der Gemeinde.

    Und natürlich immer in Kontakt bleiben - und seine positiven Gefühle zeigen.
    Einen Dealer als Sohn zu haben fände ich richtig schlimm.

    Alles Gute für euch

  6. Inaktiver User

    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Liebe Julifrau,

    würdest du mein Posting bitte auch als Antwort an dich verstehen?
    So weit sind wir nicht auseinander.

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