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  1. Moderation

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    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Ich hatte auch so einen Fall in meinem näheren Umfeld, mit fast den gleichen Aktionen (Verfolgungswahn, Flucht, Angst, etc). In dem Fall war es eine Schilddrüsenfehlfunktion, die bis dahin unerkannt war. Die Person konnte erst wieder nach Hause, als sie richtig eingestellt war und nachdem sie eine Zeitlang in der geschlossenen Klinik betreut wurde. Es war heftig, das mitzuerleben.

    Aus dem Land, in dem ich lebe, kenne ich den Personalmangel gerade im psychiatrischen Bereich auch. Es ist bestimmt hart, deinen Sohn davon zu überzeugen, es trotzdem noch eine Zeit auszuhalten. Und deinen Mann zu überzeugen, dass ihr das zu Hause nicht schafft. Aber das ist meiner Meinung nach die beste Lösung für alle.
    Ich wünsche Euch ein konstruktives Gespräch mit der Psychiaterin.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (...) beurteilen zu können, müsste man schon dabeigewesen sein.
    Ich beurteile da nichts. Ich gab zu Bedenken, dass die Compliance größer sein könnte, wenn er sich in der Umgebung wohler fühlt und keine solchen Umstände waren.

    Könnte ja sein.

    Das hat nichts damit zu tun, ob oder ob nicht wer angemessen gehandelt hat. Wenn es zu Verletzungen kommt, die behandelt werden müssen (Wunde genäht etc.) kommt es eh zu einer Ermittlung.

    Es ist nicht möglich "einfach" zu sagen "der Patient hat halt total gesponnen und da...."
    Nee, nee. Denn natürlich ist das Körperverletzung. Wäre ja sogar bei einem Polizeieinsatzk, der Verletzungen einer Person zur Folge hat ein FAll für weitere Untersuchungen. Was dabei raus kommt ist wieder ein anderes Kapitel...


    Aber das ist nicht das Thema - bzw. nur, wenn es um die Kooperationsmotivation des jungen Mannes geht. Ich fürchte, er wird da aufgrund dieser Umstände nicht mitmachen wollen.

  3. Inaktiver User

    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Zitat Zitat von nevernever Beitrag anzeigen
    aber ich kann auch nicht tatenlos zusehen, wie er leidet.
    dann tue etwas für dich. frage dort, vor ort, was du tun kannst.

    ihm kannst du zur zeit nicht helfen. da müssen fachleute dran.

    mit gut zureden - das reicht nicht. nicht mehr? keine ahnung.

    gibt es denn eine diagnose?

    denn daran hängt alles. ist es therapierbar? was muss der patient selbst tun damit es besser werden kann?

    du und dein mann- ihr könnt ihm zur zeit nicht helfen.

    es gibt auch psychatrische anstalten, diagnosen wo erstmal die familie, freunde nicht gerne gesehen werden bzw. auch besuchsverbot erhalten können- bis der patient einigermassen stabil ist.

  4. Inaktiver User

    AW: Sohn in der Psychiatrie

    einen satz zum thema: sicherheitsdienst.

    der ist nicht immer direkt vor ort. der ist auf dem gelände. der/die wird angepiepst, geholt wenn es probleme gibt.
    kein sicherheitsdienst wirft einen patienten einfach mal so auf den boden.
    also muss dieser situation ein konflikt mit dem pflegepersonal und oder ärztlichen personal vorausgegangen sein. ein konflikt der aus sicht der pflege oder arzt nicht mehr händelbar war.

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    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    einen satz zum thema: sicherheitsdienst.

    der ist nicht immer direkt vor ort. der ist auf dem gelände. der/die wird angepiepst, geholt wenn es probleme gibt.
    kein sicherheitsdienst wirft einen patienten einfach mal so auf den boden.
    also muss dieser situation ein konflikt mit dem pflegepersonal und oder ärztlichen personal vorausgegangen sein. ein konflikt der aus sicht der pflege oder arzt nicht mehr händelbar war.
    ja klar. Das hat eine Vorgeschichte. Dennoch, blutende Wunden sind nicht Usus...

    @Nevernever
    hast du mal geschaut, ob es in deinem Land bei den Drogenberatungsstellen Angehörigenangebote gibt?

    Mal eine Weile keinen Kontakt hielte ich evtl. auch für gut.

  6. Inaktiver User

    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Zitat Zitat von nevernever Beitrag anzeigen
    Ich weiss, dass wir vieles nicht beeinflussen können, aber ich kann auch nicht tatenlos zusehen, wie er leidet.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    dann tue etwas für dich. frage dort, vor ort, was du tun kannst.
    Die Akzeptanz der eigenen Ohnmächtigkeit und fehlenden Kontrolle ist eine große Übung. Vor der ihr nun steht. Und zwar alle Beteiligten. Insbesondere euer Sohn.

    Es scheint, er habe ein Autoritätsproblem, wenn er sich, wie von dir beschrieben, schlecht einordnen kann, Regeln schwer folgt oder auch Anweisungen zu befolgen, wie sie sich im Berufsleben zwangsläufig und insbesondere in der Ausbildungsphase immer wieder ergeben.

    Er flüchtete sich nun offenbar in eine eigene Realität, delegiert damit auch die Verantwortung über das eigene Leben weg ... wohin auch immer.

    Doch das alles und vor allem viel mehr, werdet ihr durch das Fachpersonal erfahren.


    Der harte Zugriff des Sicherheitspersonals mag im Zusammenhang mit den Problemen stehen, Anweisungen zu befolgen. Ich würde da ehrlich gesagt nicht so sehr mit ihm in seine gewählte Opferrolle gehen. Auch wenn es für dich als Mutter hart ist - bleib' distanziert und sachlich. Das bedeutet keinesfalls, die Liebe zu ihm zu verleugnen. Doch gleichzeitig heißt es für euren Sohn wohl auch, Verantwortung für sein Tun zu übernehmen.


    Es ist ein riesiger Schmerz, die eigene Hilflosigkeit und die des Kindes zu spüren und zu verarbeiten. Doch wie hier so wunderbar geschrieben stand, aus allem Zerbrochenen entsteht Neues. Für euren Sohn ist diese Situation, so untragbar sie im Moment auch erscheinen mag, eine große Chance. Vielleicht die Chance seines Lebens.

    Das wünsche ich ihm und euch als Eltern.

    Und rechnet Zeit ein. Manche Dinge benötigen nichts mehr als das.


  7. Inaktiver User

    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Was das Kiffen betrifft: Kiffen macht per se nicht verrückt. Maximal faul.

    Kiffen mag aber vorhandene Persönlichkeitsstörungen verstärken.

  8. Inaktiver User

    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was das Kiffen betrifft: Kiffen macht per se nicht verrückt. Maximal faul.

    Kiffen mag aber vorhandene Persönlichkeitsstörungen verstärken.
    da gehen die meinungen der ärzte auseinander.

    gerade was thc im jugendlichen gehirn bewirken kann.


    sehr sehr bittere erfahrungen.

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    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Eine Pschiaterin sollte in der Regel auch eine entsprechende psychologische Ausbildung haben. Zuerst muß aber erst einmal geklärt sein, ob es körperliche Ursachen für die Psychose gibt - Schilddrüse wurde schon genannt. Danach wird sich die Medikation richten, bis man die passende gefunden hat wird es dauern, gerade bei einem so jungen Menschen. Das Gehirn ist erst mit etwa Mitte 20 ausgereift, deshalb reagieren Jugendliche und junge Erwachsene oft anders auf eine Substanz als ältere Patienten.

    Das Einzige was Ihr tun könnt ist euch Unterstützung für Euch suchen. Und es wäre vielleicht nicht so falsch, die Besuche etwas weiter zu takten, zum Schutz aller Beteiligten.

  10. User Info Menu

    AW: Sohn in der Psychiatrie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was das Kiffen betrifft: Kiffen macht per se nicht (...).
    "per se" macht kaum was, egal worum es geht.

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