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  1. User Info Menu

    Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Hallo!
    Meine Mutter (80) hat so abgebaut, daß sie sich nicht mehr alleine adäquat versorgen kann. Sie ist jetzt zu Zeit und Ort nur noch unscharf orientiert und mit der Bewaeltigung des Alltags ueberfordert. Die einzige Bezugsperson bin ich, fünf Auto- oder sechs Zugstunden entfernt. Mit Essen auf Raedern und einer Haushaltshilfe ist das im Moment gerade so eben eine (fast) stabile Situation.

    Das ist keine Dauerlösung und ich würde die Distanz gerne verringern, um sie häufiger sehen zu können. Für eine Pflege habe ich selbst keine Kapazität.

    Dh ich suche eine Unterbringung fuer meine Mutter. Für ein Wohnstift wie Augustinum oder GDA ist es zu spät, dafür ist sie schon zu desorientiert. Körperlich ist sie einigermaßen gesund und nicht wesentlich eingeschränkt. Körperliche Pflege benötigt sie nicht. Für eine Demenzstation ist sie (im Moment noch) weitaus zu klar.

    Ideal wäre im Moment ein Mittelding zwischen Wohnstift und etwas wie einem betreutem Wohnen, in der kommenden Woche möchte ich mir ein paar Heime im Umkreis <200km ansehen.

    Gibt es eine genauere Bezeichnung für das, was mir vorschwebt?

    Welche Fragen sollte man den Heimen stellen wie z.B.
    -welche Stufen an Hilfe/Unterstützung gibt es?
    -wie ist der Übergang von einer Stufe zur anderen geregelt?
    Wie eine Einrichtung geführt wird, merke ich sehr schnell, aber Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals und Personalschlüssel auf den einzelnen Stationen natürlich nicht.

    Ganz grob, in welchem Bereich liegen die Kosten von betreutem Wohnen, Pflegestation, Demenzstation?

    Fällt Euch noch irgend etwas wichtiges ein?

    Vielen Dank!
    Geändert von Sohn_58 (07.10.2021 um 15:19 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Ich will mal nicht unken, aber ich würde mal behaupten, dass du nicht allzu viel wirst "fragen" können, sondern erstmal froh sein musst, zeitnah überhaupt einen Platz zu finden.

    Da deine Mutter offenbar (noch) keinen Pflegegrad hat, ist die Lage sicher nicht einfach, denn nur mit Pflegegrad bekommen die Einrichtungen Zuschüsse von den Krankenkassen und bevorzugen deshalb Personen, die einen haben. Den Pflegegrad bestimmt der medizinische Dienst der Krankenkasse.

    Ich würde in jedem Fall versuchen, einen Pflegegrad zu bekommen, sprich dazu mit dem Arzt deiner Mutter. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: wahrscheinlich siehst du die Lage deiner Mutter deutlich rosiger als sie in Wahrheit ist, grade weil du weit entfernt wohnst.

    Meinem Eindruck(!) nach werden in Einrichtungen bevorzugt Personen aufgenommen, die komplett "Selbstzahler" sind, die Verwaltung also keinen Aufwand hat mit Behörden, die Zuschüsse zahlen müssen.

    Was die Kosten betrifft, da ist das Internet sicher eine gute Quelle, denn die Bandbreite der Kosten ist riesig, je nach Region, Stadt, Träger etc. etc., da kann man hier kaum eine Aussage machen würde ich sagen.

    Als meine Mutter vor viereinhalb Jahren wegen Demenz in eine Pflegeeinrichtung musste (mit Pflegegrad 3 auf Anhieb, hätte ich drei Wochen vorher nicht für möglich gehalten) habe ich in meiner unmittelbaren Umgebung gesucht (maximal 20 km Umkreis), geklappt hat es dann -völlig unerwartet- sogar an meinem Wohnort. Das ist das optimale, denn Besuche brauchen wenig Aufwand und ich kann meine Mutter einmal pro Woche zu mir in die Wohnung zum essen holen.

    Vielleicht wäre ja auch eine betreute Wohngruppe/Wohngemeinschaft eine Möglichkeit ?

    Gruß Elli
    Geändert von Inaktiver User (07.10.2021 um 15:33 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Google mal nach "Pflegestützpunkt" in deiner Nähe.

    Dort bekommst du wirklich zu immens vielem deine Fragen beantwortet.
    Evtl musst du bei den Heimen vorab anrufen um die Beträge zu erfahren- hab ich damals auch so gemacht um zu wissen, wo es was kostet.

    Fragen kann man immer- anrufen würde ich vorab auch immer.
    Ich hab noch nicht erlebt, dass jemand nicht geantwortet hätte.

    Pflegegrad ist wirklich ein Thema- auch dazu- den Pflegestützpunkt anrufen.
    Hausarzt geht auch- auch dein eigener, wenn es um reine Infos geht, was Pflegegrad betrifft.

    Dazu kommt, dass es jedes Jahre neue Regelungen gibt und was man vor einem Jahr wusste, kann jetzt schon wieder anders sein.
    Auch aus dem Grund- erkundige dich an so einem STützpunkt und du bist ganz aktuell auf dem STand- ebenso, was Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung angeht- sofern das noch Thema bei euch sein sollte.

    alles Gute
    kenzia

  4. Inaktiver User

    AW: Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Das Augustinum ist ein Wohnstift.
    Wenn sie dafür deiner Meinung nach zu desorientiert ist, wie soll sie da mit betreutem Wohnen auskommen?
    Woher weißt du eigentlich, dass das Augustinum sie nicht mehr nehmen würde? Hast du mal bei einer Einrichtung vorgesprochen?

    Wenn sie fürs Wohnstift zu desorientiert ist, dann würde ich an ein gutes Pflegeheim denken.
    Aber, wie elli schon schrieb: Auf die Schnelle ist das schwierig.

    Vielleicht spielt dir die Pandemie in die Hände.
    Ich habe mal gehört, dass der Andrang bei den Pflegeheimen wegen der Pandemie geringer ist als sonst.

  5. User Info Menu

    AW: Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Aus meiner Erfahrung mit meiner Mutter und meiner Schwiegermutter möchte ich dir diesen Rat geben: Ich lief mit den getroffenen Maßnahmen immer hinter der
    momentanen Situation hinterher. Eine Altenheim konnte ich mir nicht für sie vorstellen, also richteten wir ein "Betreutes Wohnen" ein, schon bald schritt die Hilfsbedürftigkeit ( und die Demenz) voran, sie musste umziehen in ein Seniorenstift. Es fiel ihr schwer sich in den neuen Alltag einzuleben, ihre Orientierung wurde schlechter. Mehrfach versuchte sie "nach Hause" zu laufen, wurde von der Polizei aufgegriffen. Somit brauchte sie Betreuung rund um die Uhr, die Demenzstation in dem Heim fand ich furchtbar und sie musste wiederum umziehen. Viel besser (für alle) wäre gewesen, gleich in Ruhe ein Altenheim zu suchen, welches auch eine gute Pflege- und Demenzversorgung leisten kann.

  6. Inaktiver User

    AW: Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Das Augustinum ist ein Wohnstift, das keine Demenzstation hat.
    Wer dement wird bleibt in seiner Wohnung und wird von dort aus betreut.
    Es gibt im Haus ein Tagesprogramm für Demente. Dazu werden die Menschen in ihren Wohnungen abgeholt.

    Allerdings:
    Es gibt im Augustinum keine geschlossene Abteilung.
    Demente, die ständig auf der Flucht sind oder eine Gefahr für sich und andere darstellen, müssen in eine andere Einrichtung wechseln.

  7. Inaktiver User

    AW: Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Zitat Zitat von Xani Beitrag anzeigen
    Aus meiner Erfahrung mit meiner Mutter und meiner Schwiegermutter möchte ich dir diesen Rat geben: Ich lief mit den getroffenen Maßnahmen immer hinter der
    momentanen Situation hinterher. .....
    Das liegt daran, dass Angehörige die Situation der alten Menschen in der Regel deutlich positiver einschätzen als sie ist (was ich ehrlich gesagt auch beim TE vermute) bzw. sich nicht trauen, etwas "rigidere" Maßnahmen anzugehen, also konsequent einen Pflegegrad feststellen lassen und z.B. den Umzug in eine Pflegeeinrichtung angehen.

    Da haben Angehörige in der Regel eine gewisse "Beisshemmung", zumal die alten Leute meistens lautstark über Jahre und Jahrzehnte verkünden, nie und nimmer in ein "Altersheim" zu wollen. Verständlich, wer wird sich darum reissen, ändert aber nichts. Sobald der Fall der Fälle eintritt müssen Lösungen her. Die wenigsten Angehörigen sind in der Lage, pflegebedürftige Eltern bei sich auzunehmen und die Pflege zu übernehmen.

    Grade die Demenz können viele alten Menschen sehr lange überspielen, es fällt kaum auf, wenn man sich nur wenige Mal im Jahr trifft. Bei meiner Mutter ist es bis heute so: ich unterstelle mal, fremden Personen würde ihre Demenz nicht auffallen, wenn sie eine Zeitlang mit ihr am Tisch sitzen und Smalltalk machen. Sie hat Strategien entwickelt, sich am Gespräch zu "beteiligen", sie steuert Allgemeinplätze bei bzw. wiederholt den letzten Satz anderer Personen.

    Es braucht eine Zeit, sich der wahren Situation zu stellen bzw. bisweilen -so wie bei meiner Mutter- eskaliert alles und es geht alles ganz schnell mit dem Umzug in eine Pflegeeinrichtung.

    Gruß Elli
    Geändert von Inaktiver User (07.10.2021 um 18:46 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Was mich mal interessieren würde ist, wie die alte Dame, um die es geht, sich zu diesem Umzug stellt.
    Wenn sie glaubt, es liefe doch alles super, dann ist der Drops erst mal gelutscht.

  9. Inaktiver User

    AW: Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ....Wenn sie glaubt, es liefe doch alles super, dann ist der Drops erst mal gelutscht.
    Das ist in der Tat richtig, dann kann der TE nur zuwarten bis der "Zusammenbruch" kommt und es keine Alternative mehr gibt.

    Aber es ist sicher nicht verkehrt, sich in jedem Fall jetzt beraten zu lassen. Kenzia hat dazu Hinweise gegeben. Dann ist man im Fall der Fälle nicht ganz so unvorbereitet, kennt mögliche Alternativen.

    Mal sehen, welche weiteren Infos der TE noch gibt.

    Gruß Elli

  10. User Info Menu

    AW: Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Vor allem wäre es wichtig, sofern noch nicht geschehen, sich von der Mutter die nötigen Vollmachten (Patientenverfügung, Bankvollmachten) geben zu lassen, bevor die geistigen Kräfte zu sehr nachlassen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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