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    AW: Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    ....Die alten Menschen haben ja meistens so "detaillierte" und durchdachte Vorstellungen von dem Management ihrer Pflegebedürftigkeit ("alles, bloß nicht ins Heim!!!!") die dann ihre Kinder vor schier unlösbare Probleme stellt, wenn sie aus der Ferne die Situation einschätzen und auch noch verschiedene ambulante Hilfen aus der Ferne koordinieren und überwachen müssen. Manch Angehörige treibt diese Belastung fast in einen Burnout, vor allem wenn dann jedes Wochenende noch lange Autofahrten für die Besuche notwendig werden.

    Über diese Gedanken- und Rücksichtslosigkeit seitens der alten Eltern (zu guten Zeiten, in denen schon dieser Wunsch geäußert wird) rege ich mich inzwischen sehr auf......
    Dem schließe ich mich an. Viele Angehörige sollen sich in einem Alter kümmern, in dem sie beruflich stark eingespannt sind, nicht selten selbst noch Kinder haben, die versorgt werden müssen. Ältere Menschen denken oft sehr egoistisch nur an sich, ringen den Angehörigen Versprechen ab ohne Rücksicht auf deren Lebenssituation. Mal ganz abgesehen von der räumlichen Entfernung: die wenigsten Angehörigen leben quasi um die Ecke und selbst dann ist eine Pflege dauerhaft kaum zu stemmen.

    Trotz allem: wir müssen froh und dankbar sein, dass es Menschen gibt, die Angehörige zu Hause versorgen (mit welcher Unterstützung von außen auch immer), denn so viele Heimplätze gibt es garnicht, wie gebraucht würden.
    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    ....Dabei ist es - nüchtern betrachtet - keinesfalls erstrebenswert, einsam und zunehmend immobil in einer Wohnung oder einem viel zu großen Haus zu hocken und auf das Klingeln des nächsten externen Helfers zu warten.

    In einem Heim ist es eine große Gemeinschaft. Man kennt die Pfleger*innen, hat seine Lieblingspfleger, macht ein Späßchen wenn man sich auf dem Flur trifft, hat ein Unterhaltungsangebot und Mitbewohner... meine Mutter ist jedenfalls im Heim aufgeblüht!....
    So war es bei meiner Mutter auch, in ihrem viel zu großen Haus war sie völlig vereinsamt, wollte nur noch sterben. Als eine Heimunterbringung erforderlich war, war sie physisch und psychisch in einem Zustand, in dem es keine Alternative gab. Weder für sie noch für mich: aus der Entfernung war ich nicht in der Lage, irgendetwas dauerhaft bei ihr vor Ort zu organisieren, in meiner Wohnung aufnehmen konnte und wollte ich meine Mutter nie und nimmer.

    Seit meine Mutter in der Pflegeeinrichtung bei mir um die Ecke ist habe ich selbst keine Angst mehr vor einer derartigen Unterbringung. Es ist alles gut geregelt. Horrormeldungen, die ab und an durch die Presse etc. geistern empfinde ich als Panikmache, die meisten Heime würde ich sagen arbeiten gut und verantwortungsvoll.
    Klar gibt es Missstände, die müssen angesprochen werden, keine Frage, aber für den Standardfall halte ich das nicht. Fakt ist natürlich, dass es in einem Heim nach mehrheitlichen Bedürfnissen geht, nicht jedes Mödelchen eines Bewohners gepflegt werden kann. Aber es gibt durchaus ein Bemühen, einiges möglich zu machen, so ist zumindest meine Erfahrung.

    Gruß Elli
    Geändert von elli07 (11.10.2021 um 10:32 Uhr)
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

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    AW: Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Wenn Geld keine Rolle spielt, würde ich die Einstufung der Pflegestufe nicht abwarten, sondern das machen, wenn sie bereits im Heim ist.
    Ich meine, das geht nur in "Luxusheimen", nicht in normalen Pflegeheimen. Meines Wissens nehmen die niemanden auf, der keine Pflegestufe hat.
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

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    AW: Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Seit meine Mutter in der Pflegeeinrichtung bei mir um die Ecke ist habe ich selbst keine Angst mehr vor einer derartigen Unterbringung. Es ist alles gut geregelt. Horrormeldungen, die ab und an durch die Presse etc. geistern empfinde ich als Panikmache, die meisten Heime würde ich sagen arbeiten gut und verantwortungsvoll.
    Klar gibt es Missstände, die müssen angesprochen werden, keine Frage, aber für den Standardfall halte ich das nicht. Fakt ist natürlich, dasss es in einem Heim nach mehrheitlichen Bedürfnissen geht, nicht jedes Mödelchen eines Bewohners gepflegt werden kann. Aber es gibt durchaus ein Bemühen, einiges möglich zu machen, so ist zumindest meine Erfahrung.
    So habe ich es bei meiner Oma auch erlebt. Sie ist regelrecht aufgeblüht.
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

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    AW: Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Ja meine Erfahrungen sind da auch eher positiv.

    Ich erlebe es gerade bei dem Vater von Freunden, der eigentlich um jeden Preis zuhause gepflegt werden wollte, aber wir haben ihm dann recht drastisch erklärt, dass er mit einer polnischen oder rumänischen Pflegerin (die ja dann alle drei Monate wechselt) im wesentlichen alleine zuhaus vor dem Fernseher sitzt, Freunde kommen in dem Alter nicht mehr vorbei die Kinder wohnen 400 km entfernt und die wechselnden Pflegepersonen sprechen sicherlich alle nicht gut genug Deutsch um adäquate Unterhaltungspartner zu sein.


    Er hat dann widerwillig einer Heimunterbringung auf Probe zugestimmt und hat da (glücklicherweise) gleich einig nette Menschne getroffen mit denen er jetzt viel Zeit verbringt und alle seine alten Geschichten als neu erzählen kann. ;-)) an allen Unternehmungen teilnimmt und wieder viel aktiver ist, als er es alleine zuhause war. Und aufgrund seiner körperlichen Einschränungen ist er da halt kaum noch vor die Tür gekommen.
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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    AW: Alten-/Pflegeheim, die richtigen Fragen stellen

    Zitat Zitat von kangastus Beitrag anzeigen
    Ich meine, das geht nur in "Luxusheimen", nicht in normalen Pflegeheimen. Meines Wissens nehmen die niemanden auf, der keine Pflegestufe hat.
    Das kommt wohl auch drauf an, wie voll die gerade sind und wie die individuelle Situation ist. Mir hat man das damals durchaus angeboten, in mehreren Heimen, aber da war auch eine besondere Situation.
    Bin gerade beim Kochen.
    Im Rezept steht: „Gemüse putzen und würfeln.“
    Hab jetzt Gemüse geputzt und eine 4 gewürfelt.
    Und jetzt?

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