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    AW: Pflegefall und Hausverkauf bei einem Ehepaar - möglich?

    Zitat Zitat von Tumbleweed_ Beitrag anzeigen
    Ja, genau. Die Frage ist ja auch, ob man dazu eine notarielle Vollmacht braucht, da es sich um Immobilien handelt. Ich bin immer davon ausgegangen, dass man in einem solchen Fall das Haus verkaufen kann, weil man ja Miteigentümer ist und die Heimkosten für den anderen sonst nicht bestritten werden können.
    Du bist nur Eigentümer deiner Hälfte des Hauses. Für den Verkauf müssen aber beide zustimmen. Kann das der Partner nicht mehr und gibt es keine entsprechenden Vollmachten, wird der Weg wohl sehr umständlich werden und es werden dann wohl auch Dritte involviert werden. Das kann man sich sparen, wenn man frühzeitig seinen Willen notariell beurkundet.
    Zitat Zitat von Tumbleweed_ Beitrag anzeigen
    Ich weiß, dass einem dann ca. 900 Euro für den eigenen Lebensunterhalt bleiben, der Rest des eigenen Einkommens und die ganze Rente desjenigen, der im Heim ist, gehen für die Pflege drauf. Aber mal ehrlich, in den meisten Fällen wird das nicht reichen.
    Ob du bei einer abgezahlten Eigentumswohnung plus 900 Euro zurecht kommst, musst du selbst beurteilen. Man zahlt zwar keine Miete mehr, aber Nebenkosten und Rücklagen für Eigentümer fallen trotzdem jeden Monat an.

    Ich würde ja eine private Pflegetagesgeldversicherung empfehlen, aber die hat auch ihren Preis. Ich habe meine erst kürzlich gekündigt, weil der Tarif von 54 Euro in 6 Jahren auf 134 Euro monatlich gestiegen ist. Es gibt natürlich andere Versicherer mit anderen Konditionen, aber es wird trotzdem teuer, zumal beide ihr Risiko versichern müssen und je älter man bei Vertragsabschluss ist, umso teurer.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Pflegefall und Hausverkauf bei einem Ehepaar - möglich?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ob du bei einer abgezahlten Eigentumswohnung plus 900 Euro zurecht kommst, musst du selbst beurteilen. Man zahlt zwar keine Miete mehr, aber Nebenkosten und Rücklagen für Eigentümer fallen trotzdem jeden Monat an.
    Das ist ja gerade mein Problem. Wenn einem von der eigenen Rente nur 900-1000 Euro bleiben, weil man mit der Differenz das Pflegeheim des Ehepartners bezahlen muss, dann wird es schwer, egal ob Miete oder ETW, jedenfalls in einer teuren Stadt.

    Ich würde ja eine private Pflegetagesgeldversicherung empfehlen, aber die hat auch ihren Preis. Ich habe meine erst kürzlich gekündigt, weil der Tarif von 54 Euro in 6 Jahren auf 134 Euro monatlich gestiegen ist. Es gibt natürlich andere Versicherer mit anderen Konditionen, aber es wird trotzdem teuer, zumal beide ihr Risiko versichern müssen und je älter man bei Vertragsabschluss ist, umso teurer.
    Das hab ich vor zwei Jahren mal geprüft. Das ist für zwei Personen sehr teuer.

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    AW: Pflegefall und Hausverkauf bei einem Ehepaar - möglich?

    Zitat Zitat von Tumbleweed_ Beitrag anzeigen
    Das ist ja gerade mein Problem. Wenn einem von der eigenen Rente nur 900-1000 Euro bleiben, weil man mit der Differenz das Pflegeheim des Ehepartners
    Du weißt, dass Bargeld keine Spuren hinterlässt? Ich will keine Empfehlung zum Sozialbetrug geben, aber der erste Satz ist Allgemeinwissen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  4. Moderation

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    AW: Pflegefall und Hausverkauf bei einem Ehepaar - möglich?

    Das Testament spielt da überhaupt keine Rolle. Die Situation ist, A ist Pflegefall und B betreut ihn/sie, darf B das Haus verkaufen um die Pflege zu bezahlen.

    Ich habe den Verdacht, mindestens A und ggf. B *müssen* die Anteile des Hauses, die ihnen jeweils gehören, verkaufen oder beleihen, um die Pflege zu bezahlen, sonst grollt das Sozialamt. Nur, A, wenn dement kann nicht. Der Knackpunkt ist also: "B betreut ihn/sie". Betreuung und Vollmachten müssen geregelt werden, nicht Testament.

    Je nachdem, wie das Haus so ist, würde ich vielleicht über einen Verkauf nachdenken, wenn es schwierig wird, in dem Haus zu wohnen. Spätestens, wenn einer aus Gesundheitsgründen nicht mehr alle Räume nutzen kann. Pflegebedürftigkeit geht ja nur selten von fit auf Pflegeheim, und in einer barrierefreien oder -armen Etagenwohnung kann jemand, der etwas angeschlagen ist, viel länger wohnen bleiben als in einem Haus mit schmalen Treppen und verwinkelten Bädern.
    Geändert von wildwusel (05.09.2021 um 15:09 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Moderation

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    AW: Pflegefall und Hausverkauf bei einem Ehepaar - möglich?

    Zitat Zitat von Tumbleweed_ Beitrag anzeigen
    Ja, genau. Die Frage ist ja auch, ob man dazu eine notarielle Vollmacht braucht, da es sich um Immobilien handelt.
    In meinen schlauen Heft (Bayern, 2019), steht (nicht wörtlich zitiert, aber nah dran):

    1. Unterschrift unter der Vollmacht muß beglaubigt werden, wenn der Bevollmächtigte berechtigt sein soll, Immobilien zu erwerben oder zu veräußern.

    2. Eine notarielle Beurkundung der Vollmacht ist notwendig, wenn der Bevollmächtigte zur Darlehensaufnahme berechtigt sein soll.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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