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    AW: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung usw...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Günstige Variante- sich das Heft von Finanztest kaufen und die Vorlagen nutzen bzw kopieren.
    Die sind ganz auf Stand und werden von Betreuungsvereinen empfohlen.
    Betreuungsvereine werden von der Betreuungsstelle beraten und sind organisatorisch nichts anderes als "Auftragnehmer" der Stadt/ Gemeinde (= Betreuungsstelle). Die können zwar auch beraten, aber nicht beglaubigen.

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    AW: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung usw...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Eltern mussten dann um die Betreuung kämpfen. Man vergisst das schnell, aber als Eltern wird man nicht automatisch Betreuer.
    Die Vorrangigkeit naher Angehöriger vor fremden Dritten steht sogar im Gesetz und daran muss sich das Gericht halten(§1897 BGB).
    Einzige Ausnahme: die Eltern werden als ungeeignet eingestuft oder es gibt eine Interessenkollision (nebenbei: Befreiung von §181 BGB in der Vollmacht nicht vergessen). Aber das dürfte in den wenigsten Fällen gegeben sein.

  3. Inaktiver User

    AW: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung usw...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Unsere sind U 25 und studieren - ich weiß nicht, ob ich da zu viel zumute.
    Nur kurz, vielleicht hilft es dir:
    Ich hatte ja recht alte Eltern und sie haben, als ich Anfang 20 war, das erste Mal ihre Verfügungen erstellt, ich war immer die Bevollmächtigte, meine älteren Geschwister kamen nicht in Frage.

    Wir haben ausführlich besprochen, was sie in welchem Fall wünschen und das wurde en Detail dann auch Punkt für Punkt so festgehalten.

    Ich habe mir, als das Thema aufkam, kurz Bedenkzeit gewünscht und dann entschieden, dass ich damit kein Problem habe.
    Mir war nur wichtig, alle Vorstellungen und Möglichkeiten auch wirklich zu diskutieren, damit ich exakt im Bilde bin.

    Und ich musste die Vollmacht meiner Mutter in ihren letzten Wochen auch nutzen und ich war froh, dass sie sehr detailliert war und ich auch ihre ausgesprochenen Wünsche im Ohr hatte.

  4. Inaktiver User

    AW: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung usw...

    Zitat Zitat von FlikFlak Beitrag anzeigen
    Die Vorrangigkeit naher Angehöriger vor fremden Dritten steht sogar im Gesetz und daran muss sich das Gericht halten(§1897 BGB).
    Einzige Ausnahme: die Eltern werden als ungeeignet eingestuft oder es gibt eine Interessenkollision (nebenbei: Befreiung von §181 BGB in der Vollmacht nicht vergessen). Aber das dürfte in den wenigsten Fällen gegeben sein.
    Das mag sein, aber die Ärzte brauchen möglichst sofort einen Ansprechpartner und wenn dieser über die PV klar, ist, ist es definitiv einfacher.
    Wir hatten den Fall in der Familie, dass eine Entscheidung durch das Gericht 3 Wochen dauerte und ein bestimmter Eingriff nicht vorher durchgeführt wurde. Dieser Eingriff war nicht Lebensrettend, aber die Therapie konnte erst danach beginnen und bedeutete eine gravierende Lebensverkürzung. Obwohl es nur dieses eine Kind und keinen Partner gab. Es kostet in solch einer Ausnahmesituation einfach unnötig Kraft.

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    AW: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung usw...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wir hatten den Fall in der Familie, dass eine Entscheidung durch das Gericht 3 Wochen dauerte
    Das hat aber nichts damit zu tun, dass die Eltern vom Gericht übergangen werden.
    In bestimmten Situationen muss auch mit Vorsorgevollmacht das Gericht eingeschaltet werden (bzw. wird durch die behandelnden Ärzte eingeschaltet, weil sie aus Haftungsgründen eine gerichtliche Entscheidung einholen müssen).
    Deshalb würde ich eine solche Vollmacht niemals ohne vernünftige und persönliche Beratung aufsetzen.

  6. Inaktiver User

    AW: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung usw...

    Zitat Zitat von FlikFlak Beitrag anzeigen
    Das hat aber nichts damit zu tun, dass die Eltern vom Gericht übergangen werden.
    In bestimmten Situationen muss auch mit Vorsorgevollmacht das Gericht eingeschaltet werden (bzw. wird durch die behandelnden Ärzte eingeschaltet, weil sie aus Haftungsgründen eine gerichtliche Entscheidung einholen müssen).
    Deshalb würde ich eine solche Vollmacht niemals ohne vernünftige und persönliche Beratung aufsetzen.
    Ich habe nie geschrieben, dass die Eltern übergangen wurden,aber es hat die ganze Situation unnötig kompliziert und in dieser Ausnahmesituation braucht man das nicht.
    Außerdem gibt es genügend Ehen die nicht friedlich auseinander gehen, auch da ist es wichtig, diesen Punkt vorher zu regeln.
    Eine Beratung ist natürlich wichtig, aber die anschließende Beglaubigung kann eben auch kostengünstig über das Ortsgericht erfolgen.

  7. Inaktiver User

    AW: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung usw...

    Zitat Zitat von FlikFlak Beitrag anzeigen
    Betreuungsvereine werden von der Betreuungsstelle beraten und sind organisatorisch nichts anderes als "Auftragnehmer" der Stadt/ Gemeinde (= Betreuungsstelle). Die können zwar auch beraten, aber nicht beglaubigen.
    Darum gehts doch auch gar nicht.

    Es geht um das, was das Wort sagt "Beratung" - sich von jemandem beraten lassen, der sich in dieser Materie schlicht sehr gut auskennt auf den aktuellen Stand ist.
    Man hat am Anfang zig Fragen und Unklarheiten, warum sich also nicht an so einen Verein wenden, bei denen man kostenfrei viele Inhalte und Informationen erhält?
    Ich finde das eine wunderbare Sache.

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    AW: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung usw...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es geht um das, was das Wort sagt "Beratung" - sich von jemandem beraten lassen, der sich in dieser Materie schlicht sehr gut auskennt auf den aktuellen Stand ist.
    Man hat am Anfang zig Fragen und Unklarheiten, warum sich also nicht an so einen Verein wenden, bei denen man kostenfrei viele Inhalte und Informationen erhält?
    Ich finde das eine wunderbare Sache.
    Klar, es ist eine gute Sache.
    Mein Verweis zielte darauf ab, dass die Betreuungsstellen häufig noch ein wenig besser informiert sind, weil sie eben die Vereine selbst beraten, und zusätzlich für ca. 10€ beglaubigen können (das können die Vereine nicht). Die Beratung bei der Betreuungsstelle ist ebenfalls kostenlos, die Qualität der Beratung meiner Erfahrung nach besser.

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    AW: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung usw...

    Noch ein ganz anderer Tipp: Überlegt euch auch, ob ihr diese Regelungen überhaupt braucht, oder ob nicht das, was das Gesetz vorsieht, für euch passt. Der Gesetzgeber hat sich ja etwas gedacht, auch wenn irgend jemand jemanden kennt, bei dem die Umsetzung schlecht funktioniert hat.

    Ich bin selbst Betreuungsrichterin und habe weder eine Vorsorgevollmacht noch eine Patientenverfügung, weil für mich die Vorteile der gesetzlichen Regelung überwiegen.

    Eine notarielle Beurkundung ist übrigens etwas anderes als eine notarielle Beglaubigung - auch kostenmässig. Überlegt euch, was ihr braucht, bevor ihr einen Termin beim Notar macht.

  10. VIP

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    AW: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung usw...

    Zitat Zitat von stefanie63 Beitrag anzeigen
    Ich bin selbst Betreuungsrichterin und habe weder eine Vorsorgevollmacht noch eine Patientenverfügung, weil für mich die Vorteile der gesetzlichen Regelung überwiegen.
    Entschuldigt, wenn ich mittenrein frage: Siehst du das auch für Alleinstehende so?

    Ich habe keine Angehörigen und meine Freunde sind allesamt bestenfalls so alt wie ich oder sogar älter. Es gibt ein bisschen Vermögen und da habe ich im Umfeld mehrfach nicht die besten Erfahrungen mit "fremden" Betreuern erlebt.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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