Antworten
Seite 3 von 36 ErsteErste 1234513 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 355
  1. User Info Menu

    AW: Ich bleib nicht im Heim

    Zitat Zitat von WhiteTara Beitrag anzeigen
    Verzweiflung in der Eingewöhnungszeit darf sein, ist etwas ganz normales und sollte man den Betreffenden immer erlauben.

    Es ist hilfreich, wenn man es als Familie schafft, dahin zu kommen: Ja, es ist schwierig...aber gemeinsam wuppen wir das!
    Das haben wir auch ernstgenommen und konnten ihre Gefühle/Ansichten verstehen. Keine Frage.

    Aber sie ggf. darin zu bestärken, dass sie daheim (wieder) allein klarkommt, das konnten wir nicht. Sie wusste selbst instinktiv, dass es schon lange nicht mehr gut lief.

    Auch Senioren, egal welchen Alters, sind und bleiben nicht davor verschont, sich mit ihrem Leben auseinanderzusetzen.

    Wir können Verständnis aufbringen, Lösungen aufzeigen und die Versicherung, dass wir zusammenhalten.

    Welchen Weg die Senioren beschreiten wollen, obliegt ihnen allein.

  2. Moderation

    User Info Menu

    AW: Ich bleib nicht im Heim

    Zitat Zitat von Chambord Beitrag anzeigen
    Das haben wir auch ernstgenommen und konnten ihre Gefühle/Ansichten verstehen. Keine Frage.

    Aber sie ggf. darin zu bestärken, dass sie daheim (wieder) allein klarkommt, das konnten wir nicht...
    Nur um das in Bezug auf meinen Beitrag klarzustellen: diese Art von Bestätigung (oder gar Bestärkung, das habe ich auch ausdrücklich geschrieben) meine ich keineswegs.

    Mir ging es um die Anerkennung der Gefühle.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  3. User Info Menu

    AW: Ich bleib nicht im Heim

    Liebe Nocturna,

    es tut mir leid, das zu lesen

    Das ist eine sehr herausfordernde Situation - für alle Beteiligten.

    Oben wurden schon sehr gute und treffende Zeilen geschrieben.

    Ich kenne es auch und musste meine Mutter auch "da" lassen, mit den Worten "und duuuuu gehst jetzt nach Hause und lässt mich hier zurück, wie abgeschoben-das duu miir das antust, dasss hätte ich meiner Mutter nie angetan"

    Schlimm, sie hatte fast einen Zusammenbruch, ich dachte, sie überlebt die Nacht nicht.

    Ich wusste vorher durch Gespräche mit verschiedenen Heimleitungen, dass es bis zu einem Jahr dauern kann, bis die Bewohner sich eingelebt haben.

    Natürlich waren auch im Heim meiner Mutter alle "alt und bekloppt"

    Leider mußte ich ihr nach 4 Wochen der regelmäßigen Besuche recht geben (wenn auch nicht in dieser Ausdrucksweise)

    Das Heim war neu, das Zimmer toll, aber : die, die noch fit waren, blieben im Zimmer oder waren draussen.

    Die nicht fitten benahmen sich derart auffällig, dass mein Mutter recht hatte, sie passe nicht dazu

    Nach Hause zurück ging nicht!!!

    Ich hab sie dann in ein anderes Heim umgezogen, Zweibettzimmer-das passte ihr natürlich auch nicht, war für mich aber besser auszuhalten

    Ich bin anfangs regelmäßig hin, hab eine Dame bezahlt, die ihr 3 x 1 Stunde in der Woche raus ging

    Sie immer vertröstet, sie käme wieder nach Hause....leider wäre da grade der Wasserschaden und wenn das geregelt ist, dannn

    Ich hätte ihr das eigenlich nicht sagen wollen, um sie nicht aufzuregen, aber weil sie nun so oft nachfragt, solle sie es halt erfahren

    Mama, bitte, es ist nur vorübergehend

    Es hat aber mindestens 6 Monate gedauert!!!

    An deiner Stelle würde ich gut schauen, ob das Heim und die Art der Unterbringung wirklich passend ist und worin das Hauptproblem besteht (objektiv u unabhängig, dass sie nirgens bleiben möchte)

    Es ist eine ganz schreckliche Lebensabschnittssituation für Deine Mutter. und große Belastung für Dich
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

  4. User Info Menu

    AW: Ich bleib nicht im Heim

    Meine Oma hat derart gelitten und abgebaut, dass wir den Heimplatz nach vier Wochen gekündigt haben. Zuerst war sie ein halbes Jahr bei meinen Eltern, dann zog sie zu uns um und lebte 7 Jahre bis zu ihrem Tod bei uns.

    War richtig so. Würde ich wieder so machen, voraussgesetzt, ich bin selbst fit und gesund genug.

  5. User Info Menu

    AW: Ich bleib nicht im Heim

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen

    War richtig so. Würde ich wieder so machen, voraussgesetzt, ich bin selbst fit und gesund genug.
    Wenn die Bedingungen vor Ort es zulassen und man Betreuung+Pflege nicht vorwiegend allein stemmen muss, dann kann Pflege zuhause die bessere Wahl sein. Finde ich superschön, wenn das für deine Oma so geklappt hat

    Zum Glück gibt es inzwischen viele Unterstützungsangebote für Menschen, die daheim gepflegt/betreut werden.
    LG WhiteTara

  6. User Info Menu

    AW: Ich bleib nicht im Heim

    Ich danke euch herzlich für die vielen guten Ratschläge und Tipps.
    Ja, das mit dem Doppelzimmer ist Mist, ganz klar. Es war der Notwendigkeit geschuldet schnell eine Lösung zu finden, nachdem das Rote Kreuz in nur einer Woche dreimal angerückt ist um abwechselnd zweimal meinen Vater und einmal meine Mutter wieder auf die Beine zu stellen. Nach dieser Aktion haben mir beide gesagt, dass am Heim kein Weg mehr vorbeigeht.

    Ich war froh, dass sie es selbst eingesehen hatten (dachte ich) und habe mit Unterstützung vom Mann etliche Heime abtelefoniert. Erfreulicherweise hatte ich binnen weniger Tage eine Zusage vom Heim aus meinem Nachbarort bekommen. Im Nachhinein denke ich, meine Eltern hätten wahrscheinlich noch mehr unter ihrer Situation leiden müssen, damit sie den Einzug leichter gefunden hätten. Aber ich muss nicht erwähnen, dass jeder Sturz eines Seniors kritisch ist und einen Oberschenkelhalsbruch hatte meine Mutter bereits.

    Ja, ich sehe es wie ihr. Ein Einzelzimmer muss her. Ich werde am Montag mit dem Heim telefonieren und die Möglichkeiten ausloten, bzw Bedarf anmelden für den Fall, dass ein Zimmer frei wird. Dann weiß ich zwar wieder nicht was mein Vater davon halten wird, wenn die Mutter fahnenflüchtig wird, aber beiden gleichzeitig werde ich es wohl kaum recht machen können.

    Weihnachten ist leider auch kein Lichtblick. Mein Vater kann nur noch wenige Schritte gehen und umsteigen in ein Auto funktioniert nicht mehr. Bei meiner Mutter war diesbezüglich schon länger Schluss, irgendwann war auch das Einsteigen in den SUV nur noch Qual. Und obwohl meine Eltern nur ein paar Minuten weit weg wohnten, wollten/konnten sie nicht mehr ins Auto steigen. Die Überführung ins Heim habe ich mit einem Krankentransport auf eigene Kosten durchführen lassen, da ging nicht mal mehr eine letzte Runde mit dem Auto durch die alte Heimat. Meine Eltern sind wirklich in einem desolaten gesundheitlichen Zustand, auch wenn das meine Mutter verdrängen will.

    Mir gefällt der Tipp, die Gefühle meiner Mutter und ihren derzeitigen mentalen Stress anerkennen. Ich versuche das auch länger durchzuhalten bis sich vielleicht eine Lösung mit dem Zimmer abzeichnet. Um meinen Vater muss ich mich aber auch noch kümmern. Der hat leider sehr starke Schmerzen in der Hüfte und die vier Schmerztabletten täglich, die der Doc verschrieben haben, verpuffen irgendwie. Es muss doch möglich sein, einem Senior, der erkennbar eine nicht mehr lange Lebenszeit vor sich hat, was Stärkeres zu verschreiben. Aber da muss ich erst herausfinden, wie das mit dem Heimarzt funktioniert.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  7. Inaktiver User

    AW: Ich bleib nicht im Heim

    Ich stelle es mir wirklich sehr schwer vor, ins Pflegeheim zu müssen.
    Und im Pfegeheim sind ja sehr oft nur die schlimmsten Fälle. Das kenne ich von meiner Schwiegermutter auch. Vollkommen trostlos.
    Und ich meine nicht, dass es am Personal liegt. Nur daran, dass die letzte Stufe dorthin kommt.

    Das mit den Schmerzen bei Deinem Vater, da würde ich dran bleiben. Es ist unverantwortlich, dass damit so locker umgegangen wird von den Ärzten.
    Das wiederum kenne ich von meiner Mutter. Erst ein Schmerzspezialist hat ihr geholfen, mit einem Mix von Schmerztablrtten und Morphinen.
    Sie war dann vollkommen anders, wieder fröhlicher und entspannter. Die Schmerzen hatten sie so gequält.

  8. User Info Menu

    AW: Ich bleib nicht im Heim

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Um meinen Vater muss ich mich aber auch noch kümmern. Der hat leider sehr starke Schmerzen in der Hüfte und die vier Schmerztabletten täglich, die der Doc verschrieben haben, verpuffen irgendwie.
    SOFORT am Mo den Doc anrufen und keine Ruhe geben, bis die Schmerzmedikation noch am gleichen Tag verändert wird !!!!!
    Die wirklich helfende Schmerzmedikation zu finden, ist manchmal ein Eiertanz, aber die Medizin ist heute wirklich in der Lage, vieles zu bewirken.

    Hat das Heim einen speziellen, eigenen Heimarzt? In den allermeisten Fällen behalten unsere Senioren ihren vertrauten Hausarzt. Nur wenige wechseln, wenn die frühere Praxis zu weit entfernt ist, dass Arzt/Ärztin auch Hausbesuche noch machen würden.
    Wenn der aktuell behandelnde Arzt nicht so recht weiß, was gegen die Schmerzen besser hilft, dann auch einfach im Heim nachfragen, mit welchen Ärzten gute Erfahrungen in Sachen Schmerztherapie gemacht wurden.
    LG WhiteTara

  9. User Info Menu

    AW: Ich bleib nicht im Heim

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und im Pfegeheim sind ja sehr oft nur die schlimmsten Fälle.
    Dann fällt mein Heim mal wieder aus dem Rahmen: Bei uns ist es ganz gemischt - wir haben sogar Bewohner mit Pflegegrad Null, die einfach selbst auf Nummer sicher gehen wollten, dass ein Umzug ins Heim passiert, wenn sie noch halbwegs fit sind und sich dort im Heim noch selbst ein neues soziales Umfeld suchen können/Freundschaften aufbauen etc. Andere ziehen freiwillig ein, wenn die Situation daheim mühsamer wird, sie aber den Notfall mit Blitzumzug vermeiden wollen. Manche kennen unser Haus bereits, weil sie die Tagespflege besuchten und sich irgendwann auf die Warteliste fürs Zimmer schreiben ließen.
    Selbst in meiner kleinen Wohngruppe mit nur 10 Senioren ist es ganz gemischt von Pflegegrad 1-5 und genau das macht dann viel Lebendigkeit in der Gruppe aus: Jeder tut, was er noch kann - die Senioren unterstützen sich oft gegenseitig.
    LG WhiteTara

  10. Inaktiver User

    AW: Ich bleib nicht im Heim

    Draus freut mich wirklich, dass es so etwas auch gibt. Ich habe es aber anders gesehen. Und das kann schon Angst machen.

Antworten
Seite 3 von 36 ErsteErste 1234513 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •