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  1. User Info Menu

    AW: Wie sag ich's meinem Vater ...,

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Dort können sie nämlich nicht dauerhaft bleiben, und wenn die Demenz so weit fortgeschritten ist, dass betreutes Wohnen nicht mehr geht, ist es sehr schwierig, ein Heim zu finden, das den Dementen aufnimmt.
    Hm, kommt vielleicht drauf an. Bei uns ist das betreute Wohnen auf demselben Gelände und vom selben Träger wie das Pflegeheim, und mir wurde gesagt, dass man bei den Pflegeheimplätzen dann bevorzugt würde, wenn das Betreute Wohnen nicht mehr geht. Ob das in der Praxis auch so funktioniert - keine Ahnung...

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    AW: Wie sag ich's meinem Vater ...,

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Wie hat das die Familie dann gelöst?

    Danke fürs Warnen!

    Letzten Endes wurde ein Heim gefunden.

    Vielleicht war das auch nur ein wirklich schlecht organisierter Sonderfall, dieses betreute Wohnen ist inzwischen jedenfalls aufgelöst.

    Aber was ich noch im Hinterkopf habe, im ersten Heim, in dem sie danach war, wurde gedroht, sie hinauszuwerfen (da eher schwierig im Umgang), da wurde dann der sehr betagte Ehemann angerufen und ihm gesagt, in einer Woche müsse er seine Frau abholen.

    War so völlig illegal, das darf das Heim gar nicht, aber man kann es ja versuchen.

    Inzwischen ist sie in einem anderen Heim.


    Ich habe das auch schon anders erlebt, es gibt solche und solche Heime - und es gibt auch solche und solche Demente, manche werden aggressiv, bleiben aber körperlich fit.

    Von dem, was ich so mitbekommen habe, würde ich immer einen Platz in einem kirchlichen Heim bevorzugen falls der zu bekommen ist. Das kann natürlich anderswo ganz anders aussehen.

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    AW: Wie sag ich's meinem Vater ...,

    Zitat Zitat von Lucciola Beitrag anzeigen
    Hm, kommt vielleicht drauf an. Bei uns ist das betreute Wohnen auf demselben Gelände und vom selben Träger wie das Pflegeheim, und mir wurde gesagt, dass man bei den Pflegeheimplätzen dann bevorzugt würde, wenn das Betreute Wohnen nicht mehr geht. Ob das in der Praxis auch so funktioniert - keine Ahnung...
    Genau so war es in diesem Fall auch, meine ich, und dann hat sich das Heim doch geweigert.

    Es kam noch ein Betreiberwechsel hinzu, das kann eben auch passieren.

  4. Moderation

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    AW: Wie sag ich's meinem Vater ...,

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Dort können sie nämlich nicht dauerhaft bleiben, und wenn die Demenz so weit fortgeschritten ist, dass betreutes Wohnen nicht mehr geht, ist es sehr schwierig, ein Heim zu finden, das den Dementen aufnimmt.
    Zitat Zitat von Lucciola Beitrag anzeigen
    Hm, kommt vielleicht drauf an. Bei uns ist das betreute Wohnen auf demselben Gelände und vom selben Träger wie das Pflegeheim, und mir wurde gesagt, dass man bei den Pflegeheimplätzen dann bevorzugt würde, wenn das Betreute Wohnen nicht mehr geht. Ob das in der Praxis auch so funktioniert - keine Ahnung...
    Bei meinem Vater hat es genau so funktioniert. Hatte auch den Vorteil, dass er sich auf dem Gelände auch noch ausgekannt hat.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


    Moderatorin für:

    Was bringt Sie aus der Fassung?
    Beziehung im Alltag
    Trennung und Scheidung
    Über das Kennenlernen
    Forum für Alleinerziehende

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    AW: Wie sag ich's meinem Vater ...,

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen



    Ich hab es lange herausgezügert.

    ...
    Letztlich sie mit einer abgemogelten Unterschrift ins Heim gegeben

    Es war war sehr schwer und hat lange gedauert


    Ich stelle mir vor, dass es bei "uns" auch so ähnlich werden wird.

    Mischung zwischen hilflosen Gesprächsversuchen, Kummer, Widerständen, Mogeleien aus der Not heraus.
    Kraftlosigkeit auf beiden Seiten.
    Das Leben ist schön.

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    AW: Wie sag ich's meinem Vater ...,

    Wie ist es Euch damit gegangen, dem Menschen, der Euch erzogen und für Euch gesorgt hat, der Euch früher in Eurer Kindheit (und später im Erwachsenenleben auch oft noch) immer eine ratgebende Absprechperson war, einem das Leben und die Welt gezeigt hat etc ... gegenüber zu treten und widersprechend zu sagen, "Sorry, Du musst ins Heim oder betreut werden,
    es gibt keine Besserung auch wenn Du es glaubst,
    was Du denkst /empfindest, stimmt leider objektiv nicht."

    Wie seid Ihr damit klar gekommen?

    Mich beschäftigt das sehr.
    Das Leben ist schön.

  7. Moderation

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    AW: Wie sag ich's meinem Vater ...,

    Es war schon schwer mitzuerleben, wie er geistig abgebaut hat - bevor die Demenz so richtig zum Tragen kam. Auch wenn man sich immer wieder sagt, dass das Leben endlich ist, dass es jetzt einfach so ist, wie es ist, ist es nicht einfacher.

    Der Schritt, ihn dann in ein betreutes Wohnen zu geben, fiel uns relativ leicht, weil wir gar nicht die Kapazitäten hatten, wirklich bei ihm zu sein. Er war da definitiv besser aufgehoben, wir haben ihn regelmäßig besucht und auch zu Ausflügen abgeholt.

    Es ist ja auch so, dass er nur noch im Augenblick gelebt hat. So hatte ich z. B. mal mit meinem Bruder vereinbart, dass ich mit ihm einen bestimmten Ausflug mache. Er hat sich gefreut, das Langzeitgedächtnis funktionierte noch, er hat sehr viel erzählt. Abends rief dann mein Bruder ihn an und fragte ihn nach dem Ausflug mit mir. Er antwortete dann "Skirbifax habe ich seit Monaten nicht mehr gesehen" - er hatte alles vergessen.

    Uns hat geholfen, miteinander zu sprechen in der Familie, wir haben uns auch bei externen Stellen informiert und auch mal ausgesprochen. Letztlich muss man akzeptieren, dass es den Menschen, der einen über Jahrzehnte begleitet hat, nicht mehr gibt. Als ich das für mich annehmen konnte, ging es mir auch besser.
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    Christian Morgenstern
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    AW: Wie sag ich's meinem Vater ...,

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen

    Mischung zwischen hilflosen Gesprächsversuchen, Kummer, Widerständen, Mogeleien aus der Not heraus.
    Kraftlosigkeit auf beiden Seiten.
    Ja, so wird es wohl den Meisten ergehen.

    Sowohl denen, die ein gutes Verhältnis haben, als auch denen, die keines hatten

    Kraft kostet es definitiv!

    Mir wurde damals gesagt u ich hab es auch später so empfunden, dass es sich erst wieder leichter anfühlt, wenn man den Angehörigen "abgegeben" hat, im besten Fall in gute Hände.

    Dann bleiben natürlich immer noch Bereiche, um die man sich kümmern muß.

    Aber überwiegend kommt man zu Besuch und darf sich erleichtert fühlen, weil sich ausgebildete Kräfte den Hauptteil des Tages kümmern und man selber nicht mehr in ständiger Unruhe ist

    Es ist wirklich anders, man geht dann zu Besuch und nimmt den Angehörigen mit zum Spaziergang, Ausflug, spielt etwas, hört Musik zusammen, schaut Fotos......und darf auch wieder nach Hause, sich dem eigenen Leben widmen

    Je nachdem war ein kräftezehrender Weg davor und man hat noch einige Jahre vor sich
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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    AW: Wie sag ich's meinem Vater ...,

    Such Dir unbedingt Unterstützung, fachliche, ev auch eine Gruppe und wenn möglich auch Jemanden im privaten Umfeld
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    AW: Wie sag ich's meinem Vater ...,

    Hallo,

    wenn Du eine Einrichtung im Auge hast, erkundige Dich dort, ob es "Probewohnen" gibt.
    Das Betreute Wohnen, in dem meine Mutter seit 5 Jahren zufrieden lebt, hat Gästewohnungen für Interessenten.
    Wir haben die Probewoche meiner Mutter "geschenkt, nur damit Du siehst, wie das so ist und ob es - auch später - etwas für Dich wäre".
    Auf der Rückfahrt richtete sie in Gedanken schon eine freie Wohnung ein.

    Letztlich dauerte es doch noch ein paar Monate, weil ihr Bruder ihr zunächst abriet.
    Aber nachdem sie einmal gesehen hatte, wie angenehm sie dort leben könnte, war die Entscheidung leichter als ins Ungewisse zu springen.

    Wir haben ihre alte Wohnung noch 3 Monate so gelassen, wie sie ausgezogen ist, damit wir Sachen, die sie vermisst hätte, noch hätten nachholen können. War kaum nötig, die Möglichkeit hat sie aber mental ungeheuer beruhigt.

    Viel Glück für Euch!
    Chris

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