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    AW: Erfahrungen mit 24 h Pflege?

    Guten Morgen,
    ich würde auch zuerst mit dem Pflegedienst sprechen, der kommt viel herum und kann bezüglich der 24-Stunden-Pflege die ein oder andere Empfehlung geben.
    Wegen möglicher Sprachbarrieren ist es manchmal sinnvoll, wenn der bestehende Pflegedienst (z.B. zur Medikamentengabe o.ä.) weiterhin kommt und ein Auge auf die Situation hat, vor allem wenn die Angehörigen weit weg wohnen.

    Meine garstige Mutter hatte ihre osteuropäische 24-Stunden-Pflegekraft nach sechs Wochen herausgeekelt, sie wollte partout nicht von ihr bevormundet werden.
    Also mussten wir improvisieren. Wir haben den Pflegedienst mehrmals am Tag kommen lassen, eine mehrstündige Haushaltshilfe/Betreuungskraft und ein Hausnotrufgerät vor allem für nachts organisiert.
    So funktionierte das viele Monate auch ohne Rund-um-die-Uhr-Versorgung.

    Unsere Nachbarin musste ihren schwer pflegebedürftigen Ehemann mindestens einmal pro Monat über ein bis zwei Tage alleine versorgen, weil ihre 24-Stundenkraft regelmäßig selbst wegen Migräne krank darniederlag.

    Ich kenne aber auch Fälle, in denen es jahrelang harmonisch ablief und die Pflegekräfte quasi zur Familie gehörten.

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    AW: Erfahrungen mit 24 h Pflege?

    Ich bin skeptisch, was die 24-h-Pflege angeht. Wenn man es regelkonform macht, findet alle drei Monate ein Wechsel statt. Allein die Einweisung in die örtlichen Gegebenheiten (Einkaufen, Mülltrennung, Kochen, Internet, Haustechnik) und dann noch die medizinischen Sachen (regelmäßiges Trinken, Tabletten) ist bei meiner Schwiegermutter in echte Arbeit für die Tochter ausgeartet.

    Bei meiner Schwiegermutter kamen Pflegedienst und 24 Stunden-Pflege. Trotzdem kam es zur Dehydration, weil die Pflegekraft zwar Gläser voll Wasser hingestellt hat, aber nie kontrollierte was getrunken wurde. Auch die Tabletteneinnahme wurde nicht überwacht. Vielleicht muss man noch mehr Geld in die Hand nehmen für die ganz teuren Agenturen, wo dann auch die Pflegekräfte besser qualifiziert sind und auch besser Deutsch sprechen. Abgesehen davon, hat sich eine Plegekraft geweigert nachts aufzustehen, als meine Schwiegermutter Begleitung zur Toilette gebraucht hätte. Sie hat dann ins Bett gemacht.

    Ich habe für mich beschlossen, dass sowas nicht in Frage kommt. Wenn sich meine sehr alten Eltern (Mutter auch mit schwerster Osteoporose) nicht mehr allein versorgen können, dann führt kein Weg am Heim vorbei. Ich tue mir das nicht an: Personalwechsel, Einweisung, Krankheitsfall, Gemecker wegen persönlicher Nickeligkeiten. Lieber suche ich ein gutes Heim in der Umgebung, wo ich sicher sein kann, dass für Pflegerin Liselotte im Krankheitsfall der Pleger Justus einspringt. Logischerweise ist das nur graue Theorie, weil meine Eltern natürlich mitzureden haben und vom Heim ist speziell mein Vater nicht begeistert.

    Zugeben muss ich allerdings, dass in Coronazeiten ein Heim eher suboptimal ist, falls wieder ein Lockdown kommt. Wer alllerdings mehrere 100 Kilometer entfernt wohnt, wird aber auch nicht jede Woche dort aufschlagen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  3. gesperrt

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    AW: Erfahrungen mit 24 h Pflege?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich schließe mich Opelius an: zuerst Beratung durch eine Sozialstation, sie verfügen über entsprechende Informationen und Kontakte.

    Die Beschäftigung der Pflegekräfte aus Osteuropa ist eine "Grauzone". Zu bedenken ist, dass auch diese Pflegekräfte fairerweise ein Anrecht auf einen freien Tag pro Woche haben, den sie häufig nicht bekommen . Da bleibt dann die Frage, wer an diesem Tag die Sache übernimmt. Wenn Angehörige weit entfernt wohnen......
    Gruß Elli
    warum ist das eine grauzone ?
    wenn man die pflegekraft oderntlich anmeldet, und als arbeitgeber auftritt und sich an die gesetze haelt, ist da nichts eine grauzone

  4. gesperrt

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    AW: Erfahrungen mit 24 h Pflege?

    Zitat Zitat von taggecko Beitrag anzeigen
    Haus ist groß genug, Geld ist auch da und in ein Pflegeheim wollen beide nicht und unter den überwiegend Dementen würden sie auch leiden.
    Wer hat Erfahrung mit den Agenturen, auf was muss man achten, kann mir jemand evtl sogar eine Agentur empfehlen, ggf. auch per PN?
    Die Region ist Oberfranken.
    am besten ist es, du findest jemanden auf empfehlung, ueber mund-zu-mund-propaganda, ueber den pflegedienst usw...
    von agenturen halte ich persoenlich gar nichts, denn auch die vollbringen keine wunder, wollen aber sehr viel geld fuer ihre dienstleistung
    ich kenne sehr viele, die osteuropaeische pflegekraefte beschaeftigt haben / hatten
    alle waren hochzufrieden
    gut, es kann schon mal vorkommen, das es mit der ein- oder anderen pflegekraft nicht passt, aber auch sowas laesst sich regeln
    klar ist es am anfang viel arbeit, wenn man selbst als arbeitgeber auftritt, bis man alles angemeldet und geregelt hat
    aber wenn es einmal laeuft, hat man 2-3 kraefte die sich im 90 tage takt abwechseln

    ein freund von mir hatte zum schluß fuer seine mutter sogar zwei kraefte beschaeftigt, die mutter war noch nicht beerdigt und er bekam schon zig anfragen von anderen die diese kraefte unbedingt anstellen wollten

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    AW: Erfahrungen mit 24 h Pflege?

    Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis. 50/50. Von hochzufrieden und sehr liebevoll bis unmöglich. Beides vermittelt über Agenturen, die natürlich auch mal ins Klo greifen könnten.

    Wobei die Unzufriedenheit sich so äußerte: kaum deutsche Sprachkenntnisse, Haushalt und Körperpflege wurde immer mangelhafter, Essenszubereitung ungenügend. Sogar zu schließlich angezeigten Handgreiflichkeiten kam es.

    Was man erwischt, weiß man vorher eben nicht....
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

  6. Inaktiver User

    AW: Erfahrungen mit 24 h Pflege?

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    von agenturen halte ich persoenlich gar nichts, denn auch die vollbringen keine wunder, wollen aber sehr viel geld fuer ihre dienstleistung
    Naja, sofern man selbst als Arbeitgeber auftreten möchte, hat man ja auch so einiges an Arbeitsaufwand.
    Das sagt die Pflegebörse dazu.

  7. Inaktiver User

    AW: Erfahrungen mit 24 h Pflege?

    hm, das würd mich hoffnungslos überfordern und aus 300km Entfernung kann ich ja gar nicht "überwachen", wie es tatsächlich läuft-


    ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse....

    @Nocturna, Deine Überlegungen finde ich absolut wichtig! Danke

  8. gesperrt

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    AW: Erfahrungen mit 24 h Pflege?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naja, sofern man selbst als Arbeitgeber auftreten möchte, hat man ja auch so einiges an Arbeitsaufwand.
    Das sagt die Pflegebörse dazu.
    ich kenne den aufwand...

  9. gesperrt

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    AW: Erfahrungen mit 24 h Pflege?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    hm, das würd mich hoffnungslos überfordern und aus 300km Entfernung kann ich ja gar nicht "überwachen", wie es tatsächlich läuft-


    ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse....

    @Nocturna, Deine Überlegungen finde ich absolut wichtig! Danke
    auch ein heim / betreutes wohnen kannst du aus der entfernung nicht kontrollieren

  10. Inaktiver User

    AW: Erfahrungen mit 24 h Pflege?

    das ist trotzdem etwas anderes!

    das Heim, in dem meine Mutter angemeldet ist, kennt sie und ich bereits durch die Verwandtschaft und ein Mindeststandard ist gegeben

    auch aus der Nähe "kontrollieren" kann niemand irgendetwas wirklich, solange er nicht aktuell dabei ist, aber es gibt schon einige Parameter, an denen man sich orientieren kann

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