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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Hallo ihr lieben.

    Danke für die Antworten. Entschuldigt, dass ich mich jetzt erst zurück melde.

    Es ging etwas drunter und drüber. Nachdem am Mittwoch auch noch eine Blutvergiftung wg einem eingewachsenen Zehnagel bei meinem Vater dazwischenkam...

    Meine Mutter ist hat keinen Pflegegrad, aber eine Schwerbehinderung.

    Wegen ihr hatte ich mich vor längerer Zeit informiert, aber nicht mehr alles im Kopf. Geld bekommt sie da meines Erachtens von niemandem was. Die Kontoauszüge meiner Eltern check ich jetz nicht, das machen sie selber.

    Allerdings schafft meine Mutter das mit den Terminen nicht, da ihr das alles eben auch zu viel ist! Sie hat meinen Papa sogesehen fast rund um die Uhr und für sie ist das alles auch neu. Ich kann damit helfen, sie auszumachen und ihn dorthin zu begleiten, da sie kein Auto mehr fahren darf. Zwecks Patientenfahrdienst weiß ich bescheid, bin aber gerade jetz am Anfang gerne dabei, damit jmd mithören kann, was die Ärzte sagen.

    Danke für den Tipp mit der vdk!
    Das mache ich auf jeden Fall.

    Weshalb ich vom Betrieb angerufen wurde, weiß ich nicht genau. Ich nehme an , mein Vater hat die Nummer ihnen gegeben.

    Nachdem er jetz wg der Blutvergiftung krank geschrieben ist (er muss nochmal unters Messer) , verschafft mir das Zeit.

    Ich konnte vorhin bei einem anderen Neurologen einen Termin für Mitte Juli ausmachen.

    Wir brauchen die Diagnose, ihr habt recht. Danach sehe ich weiter. Bis dahin unterstütze ich sie, wo ich kann.

    Wenn ich jetzt vom schlimmsten ausgehe, dann weiß ich absolut noch nicht, wie es weitegeht.

    Mit meinem Bruder muss ich reden. Aber grade ist das etwas, für das ich keine Nerven habe...

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Hallo Chloe,
    deine Eltern sind 56 und 62-also im besten Alter. Sie sind nicht dement, sie stehen nicht unter Betreuung, keiner ist frischoperiert aus dem KH entlassen.
    Das wären für mich Gründe,dass man als " kind" für bestimmte Zeit Unterstützung leistet.

    Du gehst auf diese Frage, die mehrfach gestellt wurde, gar nicht ein.

    Kann es sein, dass nicht nur die Eltern deine Dienstleistung gerne annnehmen, sondern auch du unbewusst dankbar bist, deine Zeit für die Eltern zu " opfern" statt deine Zukunft mit Partner zu planen?

    Wie gesagt: deine Eltern sind nicht mitte 80! Wenn du nicht in der Nähe wärst, was würde passieren? Vielleicht hätten sie dann die Energie,sich selbst zu kümmern?

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Zitat Zitat von lemontree75 Beitrag anzeigen
    Ganz genau. Er sollte sich entscheiden, ob er Verantwortung übernehmen oder sich raushalten möchte. Letzteres schließt Gespräche zwischen den Geschwistern die Angelegenheiten der Eltern betreffend in meinen Augen aber aus. Dann ist er völlig raus.
    Ein entweder/oder sehe ich hier gar nicht.

    Warum soll der Bruder sich nicht im Rahmen seiner Möglichkeiten einbringen?

    Er wohnt 180 Kilometer entfernt, und das ist nun mal ein Hinderungsgrund, gleichwertige Verantwortung für die Eltern zu übernehmen wie seine vor Ort lebende Schwester.

    Ich habe auch nicht gelesen, dass die TE seine telefonische Unterstützung nicht wünscht...dann wäre es noch mal was anderes.

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Zitat Zitat von Chloe93 Beitrag anzeigen
    Meine Mutter ist hat keinen Pflegegrad, aber eine Schwerbehinderung.

    Wegen ihr hatte ich mich vor längerer Zeit informiert, aber nicht mehr alles im Kopf. Geld bekommt sie da meines Erachtens von niemandem was.
    Woher sollte sie Geld bekommen, das müsste dann eine Rente sein. Ist sie verrentet?

    Allerdings schafft meine Mutter das mit den Terminen nicht, da ihr das alles eben auch zu viel ist! Sie hat meinen Papa sogesehen fast rund um die Uhr und für sie ist das alles auch neu. Ich kann damit helfen, sie auszumachen und ihn dorthin zu begleiten, da sie kein Auto mehr fahren darf. Zwecks Patientenfahrdienst weiß ich bescheid, bin aber gerade jetz am Anfang gerne dabei, damit jmd mithören kann, was die Ärzte sagen.
    War Deine Mutter schon immer ein bisschen unselbstständig?

    Ich verstehe immer noch nicht, wo akut, also jetzt und nicht in die Zukunft gerichtet, das Problem ist.

    Deine Mutter hat eine Augenerkrankung und wird irgendwann mit großer Wahrscheinlichkeit erblinden. Das ist traurig, aber darauf kann und muss man sich vorbereiten. Momentan ist sie aber noch nicht blind, sie kann nur einiges im Alltag nicht mehr so gut und darf nicht mehr Auto fahren. Richtig?

    Dein Vater ist seit einiger Zeit vergesslich/verwirrt, das macht große Sorgen, das verstehe ich. Aber was ist denn konkret im Alltag "eben auch zu viel" und was hat Deine Mutter da "rund um die Uhr" zu tun? Dein Vater ist ja offensichtlich bis zu der Blutvergiftung noch arbeiten gegangen, also schließe ich, dass er sich alleine anziehen und essen kann und nicht 24h-Betreuung braucht. Das mit der Blutvergiftung lasse ich außen vor, in einer Ehe/Familie ist eben auch mal jemand krank oder hat einen Unfall.

    Ich finde es in Ordnung, wenn Du die Fahrdienste übernimmst, aber ansonsten empfehle ich Dir, mal einen Gang runterzuschalten. Du sagst ständig "ich muss mich informieren und wir müssen jenes" - nein, musst Du nicht. Das sind erwachsene Leute, die können erstmal allein ihre ärztlichen Angelegenheiten regeln. Wenn Du zum Arzt musst, geht Deine Mutter vermutlich auch nicht mehr mit.

    Was sagt eigentlich Dein Partner dazu? Ich mag mir gar nicht vorstellen, was passiert, wenn Deine Eltern wirklich vollumfänglich pflegebedürftig werden. Gibst Du dann Dein Leben auf und ziehst dort ein?
    Geändert von FrauKeks (04.07.2020 um 09:49 Uhr)

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Hallo,

    Meine Mutter bekommt erst in 4 Jahren etwas Rente, wenn sie quasi offiziell in Rente gehen kann.
    Und ja genau, sie wird irgwann blind, ist es noch nicht. Kann aber kein Auto mehr fahren, lesen, arbeiten. Aber der Alltag klappt. Sie ist nur mit der Sache mit Papa einfach etwas überfordert.

    Ihr habt aber vollkommen recht.
    Es ist momentan nicht akut.
    Aber das wird es früher oder später.
    Wahrscheinlich will ich auch gerade helfen. Weil ich die Krankheiten nicht aufhalten kann und sonst nichts tun kann.

    Vielleicht liegt das Problem an mir.
    Weil ich es nicht ertrage, zu wissen, dass ich Ende 20 womöglich pflegebedürftige Eltern habe. Und Angst habe, was jetzt noch auf uns bzw auf meine Eltern zukommt.

    Ich weiß, mein Bruder spielt eine nicht unerhebliche Rolle, aber das ist gerade mein geringstes Problem.

    Die Frage nach meinem Partner ist ein guter Einwand... Für ihn ist es auch nicht einfach. Aber er unterstützt mich, so gut es geht.

    Die Planung der Hochzeit ist erst mal auf Eis gelegt. Hat aber verschiedene Gründe. Wollen wir aber nächstes Jahr im Herbst auf jeden Fall. Dafür haben wir uns entschieden.

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Nur, weil man blind ist, ist man noch lange kein Pflegefall.

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Liebe TE,

    erkundigt Euch mal nach
    Blindengeld – Wikipedia
    Wir sollten früher aufhören später zu sagen...

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Das Argument, das seitens pflegebedürftiger Eltern teilweise vorgebracht wird, nämlich, keine externe Hilfe zu wollen, ist perfid. Das setzt deren "Kinder" via das schlechte Gewissen und die Familienloyalität unter kaum zu ertragenden Druck.

    Okay, der Unterstützungsbedürftige will keine externe Hilfe. Darf er wollen.
    Nur: das "Kind" hat ebenso das Recht, keine Pflege/Hilfe leisten zu wollen. Nur, weil der Elternteil externe Hilfe nicht will, heisst das noch lange nicht, dass das "Kind" einspringen muss.
    So ist es.
    Mein Vater wollte z.B. nicht aus seinem Haus. "Nur mit den Füßen voran!" Aber er konnte die Treppen kaum noch bewältigen, wir Kinder lebten in ständiger Angst, er könne die Treppe hinunter stürzen.
    Schlussendlich habe ich meine Grenze gezogen: "Wenn Du nicht ins Betreute Wohnen gehst, okay - aber ich werde Dich nicht mehr unterstützen und Dir nicht mehr helfen."
    Dies - und ein Sturz, bei dem er über Stunden alleine in der Wohnung lag, bis er gefunden wurde - haben bewirkt, dass er doch ins Betreute Wohnen ging.
    Setze Deine Grenze, Du kannst nur geben, was Du hast.

    Es erstaunt und erschreckt mich, dass inzwischen das Pflegethema bei solch jungen Menschen angekommen ist. Bei mir begann es vor ca. 8 Jahren, da war ich 55 Jahre alt. Seitdem begleitet es mich, mal mehr, mal weniger. Inzwischen ist meine Mutter gestorben. mein Vater lebt jetzt im Heim. Pflegen muss ich nicht, aber die mentale und tatsächliche Beanspruchung mit Besuchen; Telefonaten; Einkäufen und gerade jetzt in Corona-Zeiten organisieren, dass er sich nicht so einsam fühlt, ist immer gegeben.

    Pass auf Dich auf. Es geht schnell, dass man (besser: frau, denn meistens sind es die Frauen, die sich kümmern) im Born-out landet. Du brauchst Deine Kraft für DEIN Leben.
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Zitat Zitat von Tabea57 Beitrag anzeigen
    Es erstaunt und erschreckt mich, dass inzwischen das Pflegethema bei solch jungen Menschen angekommen ist. Bei mir begann es vor ca. 8 Jahren, da war ich 55 Jahre alt. Seitdem begleitet es mich, mal mehr, mal weniger.

    ... Du brauchst Deine Kraft für DEIN Leben.
    Den letzten Punkt möchte ich dick unterstreichen!

    Selbst wenn man nicht tätig pflegt sondern "nur" organisiert, unterstützt, fährt, Notfälle abfedert, telefoniert, usw. kostet das sehr viel Kraft. Meine Geschwister und mich hat es trotz vergleichsweise junger Eltern auch schon in der frühen Phase der eigenen Familiengründung erwischt - mit dem Nebeneffekt, dass wir alle sehr spät Kinder bekommen haben, und daher auch weniger als gewünscht. Es war einfach kein Kopf für hoffnungsfrohe Aufbruchstimmung da.

    Daher ermutigte ich die TE, die Sache jetzt in Bahnen zu lenken, die es den Eltern später ermöglichen, mehr selbst zu tun. Insbesondere die Mutter muss da selbständiger werden.

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