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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Zitat Zitat von FrauKeks Beitrag anzeigen
    Ist man als Diabetiker unter Umständen auch.
    Du, es gibt Diabetiker die kommen prima damit zurecht. Können noch arbeiten gehen und auch sonst kommen Sie ohne Hilfe zurecht. Und dann gibt es andere die haben noch andere Krankheiten zusätzlich und die kommen alleine nicht klar.

    So ähnlich kann es hier bei der erblindeten Mutter auch sein .
    Hier sind wir beim Thema Pflege.
    Lizzy 27.11.2019

    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Die Mutter ist nicht erblindet.

    Die TE befürchtet, dass ein Elternteil oder beide in absehbarer Zeit pflegebedürftig werden könnten.

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Oh, dann habe ich das falsch verstanden.
    Was für eine Art Schwerbehinderung hat sie denn dann ?
    Lizzy 27.11.2019

    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Hallo Chloe,

    Zitat Zitat von Chloe93 Beitrag anzeigen
    wir sind am Rande der Verzweiflung.
    fühl' Dich erstmal gedrückt. Es tut mir sehr leid zu lesen, vor welche Problemen Du Dich gerade gestellt siehst.

    Meine Mutter ist vor einigen Jahren verstorben, nach einigen gesundheitlich äußerst unschönen, sehr turbulenten Jahren, so will ich es der Einfachheit halber formulieren, und ich musste mit Mitte 30 einige Erfahrungen machen, die in etwa in die Richtung gehen, was Du beschreibst. Ich bin allerdings Einzelkind und mein Vater war noch sehr fit. Dabei will ich es belassen, es geht hier um Dich.

    Ich bin der Ansicht, es ist möglich, in einem für sich selbst gesunden Rahmen Verantwortung zu übernehmen, sich zu kümmern und dabei gesunde Grenzen zu wahren, weil man sich den Eltern verbunden fühlt und das tun möchte. Das muss nicht zwangsläufig so eine Art Die-oder-ich-Entscheidung sein und in der völligen Selbstaufgabe enden. Dafür muss man sich maximal gut informieren, Hilfe organisieren und annehmen können und die Dinge ein Stück weit aushalten können, wie sie nun mal sind und wie Deine Eltern sie eventuell auch für sich entscheiden, ohne in die Schlechte-Gewissen-Falle zu tappen.

    Zu Deinem Bruder: Du schreibst, Du findest es schön, dass er Dich telefonisch unterstützt, doch ich bin der Ansicht, damit ist es nicht getan. Selbst wenn er 1800 km weit weg wohnen würde, er ist für Eure Eltern ebenso verantwortlich wie Du. Ein bisschen Zuspruch am Telefon ist schön und gut, doch in dieser Phase, wenn noch so viel zu klären ist, und auch später halte ich es für selbstverständlich, dass er, im Vorfeld gut abgesprochen und organisiert, regelmäßig vor Ort präsent ist und aktiv unterstützt. Damit meine ich nicht einkaufen, waschen, kochen, putzen, sondern ihr solltet gemeinsam Beratungstermine wahrnehmen, Gespräche mit Euren Eltern gemeinsam führen, gemeinsam Entscheidungen treffen und Euren Eltern gegenüber vertreten, klare Absprachen bzgl. Besuchen, Begleitung zu Arztterminen etc. treffen, Zuständigkeiten aufteilen. Dafür muss auch mal ein Tag Urlaub drin sein.

    Zum Hausarzt Deiner Eltern: Das ist Euer erster und wichtigster Ansprechpartner. Nachdrücklich nachhaken und wenn der sich sträubt und nichts taugt, zu einem anderen wechseln. Rede mit beiden Eltern über eine entsprechende Vollmacht. Sie verpflichtet Dich zu nichts, doch ohne hast Du als Kind in gesundheitlichen Angelegenheiten schlicht nichts zu melden.

    Information ist das A und O. Das mit dem Sich-Informieren ist leider gar nicht so einfach, da wirst Du viele Frösche küssen. Mach' eine Liste von allem und jedem, der Dir einfällt, von dem Du meinst, dass diese Person oder Einrichtung Dir Fragen beantworten oder irgendwie behilflich sein könnte. Ein paar Anregungen hast Du hier schon bekommen: der Hausarzt, die Krankenkasse, der örtliche Pflegestützpunkt, Sozialverbände... Ich würde Dir ganz konkret empfehlen, mit dem nächsten Ortsverein der Alzheimer-Gesellschaft Kontakt aufzunehmen sowie mit der Blindenstudienanstalt.

    Erwarte nicht, dass irgendjemand Dir die Welt erklärt oder die Lösung für Eure Problem parat hat. Du (!) musst die richtigen Fragen stellen, und welches die richtigen Fragen sind, wird sich Dir erst nach und nach erschließen. Diese Anfangsphase ist sehr, sehr mühsam, doch was Du jetzt gut auf den Weg bringst, wird Eure Familie mittel- und langfristig tragen und entlasten.

    Trotz allem: Deine Eltern sind erwachsene Menschen. Es fällt schwer, unschöne Zustände mitansehen zu müssen, doch sie haben ein Recht darauf, ihr Leben nach ihren Wünschen zu gestalten. Wenn das zu zweit zuhause hocken und Trübsal blasen bedeutet, dann ist das eben so. Es ist ihr gutes Recht und nicht Deine Verantwortung, ihr Leben für sie besser, schöner , ... zu machen.

    Da nicht klar ist, was mit Deinem Vater los ist, würde ich Angelegenheiten wie Betreuungsvollmachten so schnell wie möglich klären. Es verpflichtet Dich zu nichts, doch ohne ist vieles ungleich schwerer. Hier empfehle ich Dir konkret die Unterlagen der Deutschen Palliativstiftung.

    Kopf hoch, wird schon! Ruhe bewahren und einen Schritt nach dem anderen machen.

    lemontree

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Zitat Zitat von lemontree75 Beitrag anzeigen
    Zu Deinem Bruder: Du schreibst, Du findest es schön, dass er Dich telefonisch unterstützt, doch ich bin der Ansicht, damit ist es nicht getan. Selbst wenn er 1800 km weit weg wohnen würde, er ist für Eure Eltern ebenso verantwortlich wie Du.
    I disagree. Kein Kind ist für seine Eltern verantwortlich.

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Warum die Hochzeit verschieben? Du musst die Hochzeit vorverlegen, damit deine Eltern noch etwas davon mitbekommen.
    Freunde von uns hatten ein ähnliches Problem, sie haben dann sehr schnell geheiratet, damit sein Vater noch voll dabei war.
    Für die Pflege deiner Eltern fragst du am besten einen Pflegedienst oder eine amtliche dafür zuständige Stelle. Leicht ist das alles nicht für dich. Die Eltern möchte man am liebsten immer behalten. Ist für dich alles sehr schwer.

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Zitat Zitat von farfalle61 Beitrag anzeigen
    Oh, dann habe ich das falsch verstanden.
    Was für eine Art Schwerbehinderung hat sie denn dann ?
    Hallo Farfalle,

    Zustand nach Brustkrebs mit Brustamputation ist z.B. per Definition auch eine Schwerbehinderung . Unterschiede ergeben sich aus dem Grad der Schwerbehinderung in Prozent, ob ein "G" für "Gehbehinderung" im Schwerbehindertenausweis steht oder ein anderer Buchstabe, für "Begleitperson" usw. Vermutlich sind all diese Ausdrücke inzwischen politisch nicht mehr korrekt, ich weiß es aber anders nicht zu sagen. Aus einer Schwerbehinderung resultiert nicht automatisch ein Anspruch auf Pflegeleistungen oder andere Formen von Hilfe, sei es finanzieller oder haushaltsnaher Art.

    lemontree

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Könnt Ihr jetzt mal mit dem Pflegedienst aufhören? Bisher konnte ich dem Setting nicht entnehmen, dass irgendjemand einen braucht.

    Die Mutter hat eine Augenerkrankung, die irgendwann zur Erblindung führt. Der Vater "macht durcheinander" (würde man bei uns sagen), Alzheimer wurde schon mal ausgeschlossen. Es gilt jetzt herauszufinden, was es dann ist. Kann von einem Gehirntumor über Burnout bis zu einer Stoffwechselstörung wahrscheinlich so ziemlich alles sein.

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Hallo FrauKeks,

    Du schreibst: I disagree. Kein Kind ist für seine Eltern verantwortlich.

    Es geht mir nicht um ethisch-moralische Grundsatzdiskussionen. Trotzdem möchte ich Dir entgegnen: Ebensowenig ist es verboten, Verantwortung zu übernehmen, wenn man das möchte.

    lemontree
    Geändert von lemontree75 (02.07.2020 um 18:15 Uhr) Grund: Zitieren vergessen.

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Zitat Zitat von lemontree75 Beitrag anzeigen
    Hallo FrauKeks,

    es geht mir nicht um ethisch-moralische Grundsatzdiskussionen. Trotzdem möchte ich Dir entgegnen: Ebensowenig ist es verboten, Verantwortung zu übernehmen, wenn man das möchte.
    Klar, da spricht auch nichts dagegen. Trotzdem muss das jeder für sich entscheiden. Auch der Bruder.

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