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  1. Inaktiver User

    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Ich will das nicht bagatellisieren, es wünscht sich wohl niemand, sein Augenlicht zu verlieren, aber auch mit einer Erblindung ist das Leben nicht zu Ende. Gerade, wenn man noch nicht so alt ist. Wichtig ist, sich rechtzeitig damit auseinander zu setzen und zu klären, was es an technischen Hilfsmitteln und Alltagstrainings gibt. Vielleicht kann hier jemand eine Beratungsstelle empfehlen.

    Was die mögliche Demenz angeht - erstmal die Untersuchung abwarten.

  2. Moderation

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Zitat Zitat von Chloe93 Beitrag anzeigen
    Allein der Gedanke daran, wenn meine Mutter komplett blind und mein Vater evtl. dement ist... Damit komm ich auch nicht klar.
    Ich denke, da leihst du dir Ärger aus der Zukunft, und das ist nie eine gute Idee.

    Wenn -- falls -- das passiert (und das ist nicht *jetzt*) ist es ohnehin mehr, als du lösen kannst. Dann hast du hoffentlich mit deinen Eltern den Papierkram gemacht, Vollmachten und Verfügungen, du weißt dann hoffentlich, wie sie damit umgehen wollen/können, und kannst ihnen bei der Orga helfen (vielleicht mit Kindern im Teenageralter, die auch schon mit anpacken können), für sie telefonieren, Hilfsangebote ausfindig machen und zuständigen Leuten auf die Zehen treten, damit sie ihren Job machen.

    Aber nicht heute.

    Überleg dir, was du jetzt und in Zukunft leisten *kannst* (sei realistisch. Und dann minus 50%) und plane damit. Gebe deinen Eltern die Gelegenheit, sich darauf einzustellen. Wenn du immer alles machst, was irgendwie gerade noch geht, stellen sie sich darauf ein, und das zu Recht, denn du weckst falsche Erwartungen und spielst vor, daß etwas funktioniert, was nicht funktioniert.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Ich werde heute mal mit meinen Eltern reden. Es nutzt ja nichts. Auch wenn sie garantiert nicht begeistert sind, wenn ich eine mögliche Haushaltshilfe anspreche.
    Ihr habt recht. Mein Vater ist die Woche mehr als wirr. Hoffe, es ist der Stress auf der Arbeit, der das so schlecht macht.

    Und mit meinem Bruder werde ich mich morgrn treffen.

    Mein Vater macht mir im Moment mehr Sorgen, weil es noch so unklar ist. Ich muss jeden Abend erstmal weinen und mag gar nicht hinfahren.
    Ich denke, sobald die Diagnose bei ihm auch da ist, werde ich erst lernen müssen, damit klar zu kommen.

  4. VIP

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Schau mal bei dir oder deinen Eltern eine ergänzende unabhängige Teilhabeberatung gibt.
    EUTB

    Die können dich und deine Eltern beraten. Gerade für Menschen mit Blindheit gibt es diverse Möglichkeiten Unterstützung zu bekommen.

    Alles Gute!
    „Wo zwei Schwestern zusammen gehen, kann sie kein Tiger reißen“ koreanisches Sprichwort, gelesen in „Mama Superstar“

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Hallo Chloe,
    Du hast ja jetzt einige gute Ratschläge gekriegt.
    Du solltest vermeiden, jetzt schon so panisch zu agieren-der richtige Ärger kommt erst noch in ein paar Jahren. Mehr Gelassenheit-ich weiss,ist einfach gesagt.

    Dein Vater arbeitet noch -und trotzdem steht Demenz im Raum?

    Und klar, die meisten Elter sind wenig begeistert, wenn man sich " als Kind" rauszieht und externe Hilfen vorschlägt.
    Stoppe eine ungute Entwicklung-Warnungen schrieben hier schon einige.

    Ich finde es übrigens seltsam, dass du von deinen noch jungen Eltern in deren Probleme so involviert wirst.
    Sie sind doch noch in einem Alter, wo sie selbst um Hilfe suchen können.
    (Als meine beiden Eltern mit Mitte 70 zuerst einer wg Op krückenpflichtig wurde und d.andere Krebs bekam, teilten sie mir das zuerst nicht mit).

    Du könntest ja Hunderte km wegwohnen und dann auch nur telefonisch helfen und trösten.
    Putzen geht mMn gar nicht!
    Daphnia

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Hallo liebe Cloe93
    habe gerade Deinen Thread entdeckt und möchte gerne fragen was es denn bei Dir und Deinen Eltern neues gibt ?
    Konnten Deine Eltern sich auf Hilfe von aussen einlassen oder macht Ihr weiter wie vorher?
    Wie geht es Deinen Eltern und was hat die Untersuchung Deines Vaters ergeben ?

    Über Antworten von Dir würde ich mich freuen und ich wünsche Euch dass sich vieles regeln ließ.

    Alles Gute für Euch ��

  7. User Info Menu

    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Hallo,

    danke für die Nachfrage.

    Leider geht es immer noch drunter und drüber bei mir.

    Ende März kam die positive Nachricht, dass der alzheimer test negativ ist.

    Dann kam corona und die Kurzarbeit bei meinem Vater.

    Seit Ende April, Anfang Mai ist es schimmer denn je. Selbst auf der Arbeit kommt mein Vater nicht mehr zu recht. Der Betriebsrat hat letzte Woche sogar bei mir angerufen, dass wir dringend zum Arzt sollen. Er schafft es auf der Arbeit nicht mehr.

    Keine Diagnose, keine Krankschreibung möglich.... Er ist überfordert, überlastet. Meine Mutter aufgrund ihrer Krankheit nicht hilfreich. Sie zieht ihn eher noch mehr runter, weil sie auch überfordert ist.

    Finanzell kommen sie sich nicht leisten, dass mein Vater mit Abschlägen in Rente geht. Meine Mutter bekommt keinen Cent.

    Beide gehen die letzten Woche gar nicht mehr nach draußen. Sogar mich zu besuchen, ist zu weit. Nichz mal mehr Auto fahren will mein Vater. Meine Mutter kann nicht.

    Ich weiß nicht mehr weiter und der Hausarztbesuch am Montag hat ihn gerade mal eine Woche krank geschrieben.

    Burnout, Depressionen, doch Alzheimer? Keiner kann und helfen und ich weiß nicht, an wen ich mich wenden kann. Psychotherapie Termine bekommt man monatelang nicht.

    Vielleicht habt ihr ja noch Tipps. Das einzig gute ist, dass mein Bruder mir zumindest telefonisch zur Seite steht.

    Aber wir sind am Rande der Verzweiflung.

  8. Moderation

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    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Was dein Vater braucht ist eine Diagnose.

    Welcher Arzt dafür der richtige ist, kann aus der Ferne schwer beurteilt werden.
    Spontan habe ich darüber nachgedacht, ob er eventuell privat oder beruflich mit irgendwelchen Gefahrstoffen umgeht?


    Hier Demenz: Ursachen, Symptome, Behandlung - NetDoktor finden sich verschiedene Ursachen und Untersuchungsmöglichkeiten.
    Wie und was hat der Neurologe denn untersucht? Kennst du den Inhalt des Arztbriefes?

    Was arbeitet dein Vater den ungefähr?
    Hat der Betriebsrat, der dich angerufen hat weiter Details erzählt, eventuell Dinge, die dein Vater noch nicht erzählt hat?
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  9. User Info Menu

    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Also, als erstes mal den Hausarzt involvieren - der soll deinen Vater entweder krankschreiben oder an Spezialisten weiterverweisen, die ihn durchtesten und ev. diagnostizieren.
    Ggf. länger krankschreiben. Er ist ja im Grunde momentan berufsunfähig.

    Deine Mutter hat einen Pflegegrad, Behinderung oder sonstwas in der Art? Dass sie Beihilfen bekommt bzw. dein Vater, wenn er sie im Alltag unterstützen muss - sie alleine nicht zurechtkommt?

    Daphnia hat einen wirklich wichtigen Punkt angesprochen. Warum laden dir deine Eltern das alles auf? Warum lässt du es zu? Sie sind doch keine kleinen Kinder - einen Telefonhörer in die Hand nehmen kann jeder. Wobei ich den starken Verdacht habe, dass sie das nicht wollen oder können. Da ist doch mehr im Busch, wenn sie sich so einigeln und abkapseln und erstarren.

    Haben sie Freunde, Nachbarn, etc., die sie unterstützen können?

    Was hat dein Bruder beim Gespräch gesagt?

  10. User Info Menu

    AW: Junge Eltern - Pflege?

    Zitat Zitat von Chloe93 Beitrag anzeigen

    ....

    Seit Ende April, Anfang Mai ist es schimmer denn je. Selbst auf der Arbeit kommt mein Vater nicht mehr zu recht. Der Betriebsrat hat letzte Woche sogar bei mir angerufen, dass wir dringend zum Arzt sollen. Er schafft es auf der Arbeit nicht mehr.

    Keine Diagnose, keine Krankschreibung möglich....

    Ich weiß nicht mehr weiter und der Hausarztbesuch am Montag hat ihn gerade mal eine Woche krank geschrieben.

    Burnout, Depressionen, doch Alzheimer? Keiner kann und helfen und ich weiß nicht, an wen ich mich wenden kann. ....
    Das verstehe ich nicht: dein Vater ist ja offensichtlich arbeitsunfähig, er kann nicht arbeiten- warum auch immer. Nur weil es keine Diagnose gibt, ist er ja nicht gesund.

    Er war beim Neurologen ? Wurden Untersuchungen wie MRT, Liquoruntersuchung, spezielle Blutuntersuchungen (z.B. Schilddrüse) gemacht ? Wenn man ambulant nicht weiterkommt, sollte eine Einweisung ins Krankenhaus erfolgen, stationäre Abklärung- neurologisch und wenn man organisch nichts findet, psychiatrische Abklärung. Und wenn es "nur" Erschöpfung ist, kommt z.B. eine stationäre Rehmaßnahme in Frage.

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