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    geriatrische Reha...

    Hallo zusammen,

    nach akut eklatantem Elektrolythenmangel (Nebenwirkung eines Medikamentes) und den Folgen (physisch und psychische Schwäche, Gangunsicherheit, Sturzgefahr und auch diverse Stürze), einem KH Aufenthalt und einem mittleren Kraftakt meinerseits ist meine Mutter zur Zeit in einer Kurzzeitpflege.

    Tscha, und jetzt... stellen wir fest, dass sie dort zwar "aufgehoben" ist, aber das Ganze keine Maßnahme ist, um sie wieder auf die Beine zu kriegen. Die Pfleger haben keine Zeit, um mit ihr zu laufen, und alleine darf (und kann) sie gar nicht, sie fällt auch am Rollator zeitweise stumpf um.

    Sie ist total frustriert und sitzt den ganzen Tag auf ihrem Zimmer. Wir haben einen Physio organisiert und besuchen sie so oft es möglich ist, aber die Tage sind lang.

    Abgesehen davon baut so ein Mensch ja auch schnell ab, in dem Alter sowieso.

    Nun habe ich in den vielen Gesprächen, die ich geführt habe, den Hinweis bekommen, es gäbe geriatrische Rehas, die genau darauf ausgelegt sind, ältere Menschen, die akut nicht wirklich handlungsfähig sind, wieder aufzupäppeln. Ich weiss, dass jede Reha vom Arzt verordnet werden muss. Aber das ist ja nur der Anfang, dann geht es los mit Platz suchen, kriegen.

    und nun, wie immer... hat jemand von euch Erfahrung? Tipps? Was muss ich beachten? Was kann ich tun?

    Meine Mama ist im Kopf klar und sie will körperlich wieder hochkommen. Es ist unfassbar schrecklich zu wissen, dass sie stattdessen tagelang quasi kein Bein vor das andere setzt.

    verzweifelnd am Gesundheitssystem, rofl

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    AW: geriatrische Reha...

    Mein Vater war 2x in einer geriatrischen Reha und wurde beide Male direkt vom Krankenhaus organisiert. Ich kann es nur empfehlen. Vielleicht kennen die sich bei der Kurzzeitpflege aus, oder Du rufst den behandelnden Arzt im Krankenhaus mal an?

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    AW: geriatrische Reha...

    Das muss über den Hausarzt laufen- wenn sie noch in Kurzzeitpflege ist, gibt es die Chance, dass da die GKV zahlt- um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Ist jemand fest im Heim, ist es nach meiner Erfahrung sehr schwierig, eine Reha genehmigt zu bekommen.

  4. Moderation

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    AW: geriatrische Reha...

    Ja, ich glaube auch, dass es aus der Kurzzeitpflege die "letzte Chance" ist in die Reha zu kommen.

    Meine Mutter konnte eine ambulante Reha machen, da sie zu Hause lebt und dort die Unterstützung meines Vaters hatte.

    Meine Schwiegermutter war aufgrund ihres schlechten Allgemeinzustands Ende letzten Jahres im Krankenhaus. Von dort wurde sie in ein anderes Krankenhaus verlegt, das eine geriatrische Abteilung führte. Von dort war die Möglichkeit gegeben, direkt anschließend die geriatrische Reha anzutreten.

    Meine Frage daher: war Deine Mutter in der Geriatrie? Ansonsten würde ich den Hausarzt bitten die Einweisung zuerst dort vorzunehmen.
    Moderatorin in
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    AW: geriatrische Reha...

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen

    Meine Schwiegermutter war aufgrund ihres schlechten Allgemeinzustands Ende letzten Jahres im Krankenhaus. Von dort wurde sie in ein anderes Krankenhaus verlegt, das eine geriatrische Abteilung führte. Von dort war die Möglichkeit gegeben, direkt anschließend die geriatrische Reha anzutreten.
    Wir erleben es gerade, dass die Sozialdienste der Krankenhäuser sehr gute Arbeit leisten. Ich kann nur raten, alles was nötig ist über diese Sozialdienste zu regeln. Egal, ob Pflegebett, Toilettenstuhl oder ähnliche Hilfsmittel, es stand alles in kürzester Zeit zur Verfügung.

    Mein Mann ist nach einer Krebsbehandlung mit einigen Folgeerkrankungen zur Zeit in einer geriatrischen Klinik. Von hier wurde jetzt eine geriatrische Reha angeraten. Einen Termin haben wir schon, nur die Genehmigung von der Krankenkasse fehlt noch.

    Meine Frage geht aber in eine andere Richtung.

    War schon mal jemand in der Weserberglandklinik in Höxter? Mich würden Erfahrungsberichte sehr interessieren.
    Auf einigen Portalen gehen die Meinungen sehr auseinander.
    Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.
    Gustav Heinemann

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    AW: geriatrische Reha...

    Mittlerweile kann ich die obige Frage selbst beantworten. Wir sind aus der Reha zurück.

    Mein Fazit: Sehr kompetenter Chefarzt, freundliche Pflegekräfte und Therapeuten. Angenehme zuvorkommende Service-Kräfte im Mahlzeiten- und Reinigungsbereich.

    Die Reha war erfolgreich. Aber nur, weil ich meinen Mann begleitet habe und ihm damit in vielen Dingen hilfreich zur Seite stand. Wäre er allein dort gewesen, wäre er mit Sicherheit in dem Zustand, in dem hingefahren ist, zurückgekommen.

    Was nützt aller Einsatz der Pflegekräfte, wenn es einfach zu wenige sind. An einem Wochenende 4 Kräfte für 80 Personen, darunter viele Rollstuhlfahrer.
    Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.
    Gustav Heinemann

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