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  1. Registriert seit
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    tot nach Darmspieglung

    Es geht zwar um keinen Angehörigen, aber ich weiß nicht wo das besser passen könnte

    Eine Frau Mitte 30 hat eine Darmspiegelung, etwas muss schief gegangen sein, sie ist danach auf der Intensivstation, wenige Tage später ist sie tot. Das einzige was ich gehört habe, sie ist aspiriert.

    Es war eine flüchtige Bekanntschaft, aber ich muss ständig an sie denken, kann nicht fassen dass sie tot sein soll. Am Tag der Untersuchung quatschten wir noch über Gott und die Welt, Abends wollte sie Pizza bestellen...

    Ich hoffe hier eine Antwort zu bekommen, wie kann denn sowas bei einer Routineuntersuchung passieren??

  2. VIP Avatar von katelbach
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    AW: tot nach Darmspieglung

    Das ist sehr traurig!

    Während einer Narkose kann es passieren, dass Mageninhalt aufsteigt und in die Lunge geatmet wird. Das nennt man Aspiration. Deshalb muss man für geplante Narkosen unbedingt nüchtern sein. Es kann aber selten auch nüchtern passieren.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin


  3. Registriert seit
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    AW: tot nach Darmspieglung

    hmm, das hat dann also nichts direkt mit der Darmspiegelung zu tun, sondern mit der Narkose? Dachte eigentlich man bekommt da gar keine echte Narkose, wird ja auch häufig ambulant gemacht..


  4. Registriert seit
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    AW: tot nach Darmspieglung

    Wie kann denn Mageninhalt in die Lunge aufsteigen, wenn der Magen leer ist?

    Und für eine Darmspiegelung ist der doch sicher leer, mit den ganzen Abführmitteln?


  5. Registriert seit
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    AW: tot nach Darmspieglung

    das frage ich mich auch..hab grad einen Fall gelesen, da erbrach der Patient beim Schlauch rausziehen bei einer Magenspiegelung und atmete das ein, der musste auch in die Intensivstation, aber er kam mit einer Lungenentzündung davon...aber auch hier müsste der Magen doch leer gewesen sein..oder aber es war die Magensäure..

  6. Avatar von Spadina
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    AW: tot nach Darmspieglung

    Hm. Ich habe einen Fall erlebt, wo der Arzt mit dem Darmrohr die Darmwand durchstoßen hat.
    Das hat er nicht gleich publik gemacht, obwohl er es wohl bemerkt haben dürfte.
    Patient bekam eine Sepsis und ist auch verstorben. War auch ganz tragisch.



    Aber ich hatte gerade vor Weihnachten eine Darmspiegelung. Da bekam ich Propofol. Beatmet wird man da doch auch nicht, der Magen war leer. Das Personal müßte doch merken, wenn da jemand würgt und kurz vor dem Erbrechen ist. Oder war das so etwas wie ein stiller Reflux, der da ablief? Hm.

    Wie furchtbar. Mein Beileid, jemanden im Bekanntenkreis auf diese Weise zu verlieren.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.


  7. Registriert seit
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    AW: tot nach Darmspieglung

    ja, das ist es ja auch, was mir keine Ruhe lässt..warum da nix mehr zu retten war...dass mal was nicht so optimal läuft bei so einer Untersuchung, klar, passiert..aber mit diesem Ausgang, ich sehe direkt vor mir wie sie abgeholt wurde, ganz entspannt, nix böses ahnend..noch so jung..ich hatte nur ein paar Unterhaltungen mit ihr, sie war so ein angenehmer Mensch...zum Glück hatte sie keine Kinder


  8. Registriert seit
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    AW: tot nach Darmspieglung

    Es ist furchtbar, ja. Aber eines der Narkoserisiken, die man unterschreibt.

    Und noch sind Ärzte halt keine Zauberer...

  9. Avatar von Suzie Wong
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    AW: tot nach Darmspieglung

    Dieser Strang kommt genau „richtig“: ich hatte nämlich vor, eine machen zu lassen. Ich denke, ich werde das nochmal überdenken. ich hätte es lieber nicht gelesen ...
    Meine Hobbies:

    (lesen, essen/backen/kochen/reisen/walken (ohne Hund))
    Geändert von Suzie Wong (03.01.2020 um 21:42 Uhr)

  10. Avatar von ereS
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    AW: tot nach Darmspieglung

    auch wenn magen und darm "leer" sind, produziert der magen weiterhin magensaefte, denn er laeuft ja nicht trocken, nur weil man nichts trinkt
    bei der beendigung einer narkose, wird der beatmungsschlauch vorsichtig herausgezogen ( extubiert ) hierbei kann es immer passieren das der patient sich aspiriert und magensaefte, in die luftroehre und im zweifel in die lunge kommen
    weil eben durch die narkose saemtliche koerperfunktionen noch verlangsamt sind

    und das geringste uebel waere ein wenig magensaeure in der speiseroehre
    laeuft die bruehe weiter, kommt es oft zu einer pneumonie, oder veraetzung von speiseroehre oder auch teile des lungengewebes
    und der schlimmst fall, der bei der patientin eingetreten ist, ist eben der tod...

    außerdem man weiß als arzt nie hundertprozentig, ob sich der patient tatsaechlich an die kompletten vorschriften nicht essen, nicht trinken, nicht rauchen auch wirklich gehalten hat
    ebenso kann es sein, das der patient beispielsweise einen noch nicht entdeckten reflux hat
    ob er uebermaessig viel magensaeure produziert
    es gibt sehr viele gruende, warum so etwas passieren kann

    so tragisch das ganze auch ist, jede narkose birgt ein risiko mit sich
    das auge der moderatoren ist ueberall...

    ueber rechtschreibfehler in meinen beitraege bitte ich hinwegzusehen, ich sehe sie aktuell auch nicht richtig...

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