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  1. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Liebe Agathe,

    gut, das die Obduktion durchgeführt wird.
    Ich hoffe, du bekommst Antworten auf deine Fragen.

    Unabhängig davon ist die Vorstellung der Auffindesituation natürlich schlimm.
    Das würde mir auch weh tun.
    Hast du schöne Fotos deiner Mutter?

    Alles liebe für dich!
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


  2. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Eine Tante meines Mannes kam vor 2 Jahren auf ähnliche Art plötzlich zu Tode.
    Sie war wegen einer geplanten Routine Op am nächsten Tag bereits im Krankenhaus, fiel dann am Abend wohl plötzlich in der Toilette um. Die Auffindesituation war ähnlich wie bei deiner Mutter, Agathe.
    Auch vergleichbar erschreckend.

    Da zu diesem Zeitpunkt nur das diensthabende Personal auf der Station war, es war recht spät, das plötzliche Zusammenbrechen bei ihren verschiedenen, chronischen Erkrankungen zwar möglich war, es ihr aber zu diesem Zeitpunkt verhältnismäßig gut ging, bestand das Krankenhaus auf einer Obduktion.

    Es stellte sich dann heraus - den plötzlichen Tod hat tatsächlich eine der chronischen Krankheiten ausgelöst, der Sturz geschah im Verlauf des schnellen Sterbeprozesses, so dass sie den Aufprall und die daraus resultierenden Verletzungen nicht mehr gespürt haben wird.
    Es dauerte etwa 2 Wochen bis zur Bestattungsfreigabe, das genaue Ergebnis erfuhr der Witwer aber schon nach einigen Tagen.

    Ich weiß nicht, wie es in diesem Kurzzeitpflegeheim gehandhabt wird.
    Meine Tochter hat einige Zeit in einem Altenheim gearbeitet, dort wird bei Todesfällen erstmal einer der das Heim betreuenden Allgemeinmediziner angerufen. In der Praxis hat quasi der Arzt "Pech", der zuerst ans Telefon geht.

    Dass ein Rechtsmediziner den Totenschein ausstellt kenne ich so nicht - auch im privaten Umfeld kenne ich es so, dass bei Todesfällen der Hausarzt gerufen wird.
    Ob die immer so fit darin sind, den Todeszeitpunkt zu bestimmen?

    Vielleicht kommt diese extrem lange Zeitspanne (das hätte mich auch stutzig gemacht) auch so zustande?

    So nach dem Motto : "Ich bin mir wirklich nicht sicher, also nehme ich die Uhrzeit, zu der die Person ganz sicher noch lebte und den Auffindezeitpunkt."

    Wobei ich auch schon mal "Irgendwann zwischen Freitag, 17 Uhr und Sonntag, 20 Uhr" gelesen habe...


  3. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Wobei ich auch schon mal "Irgendwann zwischen Freitag, 17 Uhr und Sonntag, 20 Uhr" gelesen habe...
    Wenn jemand in seinem Sessel verstorben ist- mag man damit auch gut zurecht kommen.
    Wenn es aber einen Unfall in sich trägt, ist das ja für die Angehörigen unerträglich!

    Zum Thema "aus dem Bett fallen"- wurde mir von Heimen erzählt, bei denen für solche Patienten, die Matratzen auf den Boden gelegt werden, so dass das Aufstehen zwar erschwert ist, aber ein Rausfallen nicht geschehen kann.
    Allerdings habe ich das noch nie selbst gesehen, frage mich, wie das mit Hygiene vereinbar ist und ob sich daraus nicht andere Probleme ergeben können.

  4. Avatar von agathe13
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von kaffeesahne Beitrag anzeigen
    Hast du schöne Fotos deiner Mutter?
    Ja, zum Glück. Eines wird auch bei der Beerdigung nächste Woche zu sehen sein.
    Und ich habe Nachrichten auf dem Anrufbeantworter. ...

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Es stellte sich dann heraus - den plötzlichen Tod hat tatsächlich eine der chronischen Krankheiten ausgelöst, der Sturz geschah im Verlauf des schnellen Sterbeprozesses, so dass sie den Aufprall und die daraus resultierenden Verletzungen nicht mehr gespürt haben wird.
    Ich wünsche mir sehr, dass bei meiner Mutter ein ähnliches Ergebnis herauskommen wird.

  5. Avatar von twix25
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht ganz - eigentlich bist du für Aufklärung, aber dann doch nicht für eine Obduktion? Wie soll sich ohne Obduktion etwas aufklären?

    Wäre einen Versuch wert - aber sind die auch dann für mich ansprechbar, wenn ich ja gar keine todkranke Person mehr habe, die ich betreuen lassen möchte in einem Hospiz?

    Ist das so? Das ist z.B. ein Wissen, das mir fehlt - was kann man erwarten und was nicht.
    .
    Guten Morgen,

    um Deine Fragen an mich zu beantworten:

    ich meinte es so: wenn alles geklärt ist, kannst Du vielleicht mit einem ruhigeren Gefühl loslassen und Deine Mutter betrauern

    Ja, ich weiß aus Heimen, dass nachts Rundgänge sein müssen

    Und Hospiz - ich habe 2x sehr gute Unterstützung bekommen, einfach nur am Telefon und 1x persönlich
    Ohne einen Angehörigen dort zu haben

    u.A fühlte ich mich bei den letzten Entscheidungen für meine Mutter im Heim nicht begleitet und da hat man mich so achtsam im Hospiz beraten

    Und ...ich kam mit einem plötzlichen und ungewöhnlichen Tod eines Angehörigen nicht gut zurecht
    Auch da gab es seitens des Hospiz tolle Beratung

    Ansonsten können sie dir bestimmt Ansprechpartner empfehlen-so du es für dich brauchst
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"


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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Auch von mir herzliches Beileid.

    Ich denke, die Obduktion wird sicherlich herausfinden, ob Deine Mutter plötzlich starb oder ob sie an ihren Verletzungen starb, weil niemand sie rechtzeitig gefunden hat. In diesem Fall wird der Staatsanwalt genauer hinschauen und ermitteln, wer wann nachts Rundgänge gemacht hat und warum diese evtl. ausgeblieben sind. Sollte sich dann herausstellen, dass man Deine Mutter hätte retten können, wenn sie nach beispielsweise 2 Stunden gefunden worden wäre, könnte das strafrechtlich relevant sein.

    Ich finde es richtig, dass nun genauer hingeschaut wird.


  7. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Zum Thema "aus dem Bett fallen"- wurde mir von Heimen erzählt, bei denen für solche Patienten, die Matratzen auf den Boden gelegt werden, so dass das Aufstehen zwar erschwert ist, aber ein Rausfallen nicht geschehen kann.
    Dann müßtest du bei jedem Bewohner eine entsprechend Sicherung vors Bett legen. Was aber nichts bringt, denn vor allem demente Bewohner realisieren die Gefahren, die durch so eine Sicherung entstehen nicht und stehen trotzdem auf und stürzen dann wegen der Matratze. Und dabei fallen sie eher nicht AUF die Matratze, sondern knallen zumindest mit dem Oberkörper/Gesicht auf den Boden, weil da keine Matratze mehr ist.

    Man kann nur bettlägerige Bewohner so absichern, die nicht mehr aufstehen können, aber durch drehen im Bett noch heraus fallen können.
    - == Manches beginnt groß, manches klein, und manchmal ist das Kleinste das Größte == -
    Geändert von bittersweet0403 (05.01.2020 um 19:12 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Ja und wenn man die alten Leute direkt im Niedrigbett schlafen lässt, dann können die auch genauso aufstehen und stolpern. Das ist alles komplett doof und es gibt da, außer eben der Fixierung, keine wirklich elegante Lösung.

    Bei bestehendem Gerichtsbeschluss kann man sturzgefährdete Patienten schon nachts fixieren, meiner Erfahrung nach reicht da aber die Sturzgefährdung allein nicht aus, dass ein Richter das bewilligt. Da müssen noch andere Aspekte der Eigen- und fremdgefährdung dazu kommen.

    Und dann hat so eine Fixierung, auch wenn sie nur über Nacht ist, ja wieder andere Risiken. (Thromboserisiko, Aspirationsrisiko, etc.)

    Will damit nur sagen: man kann es nicht wirklich gut verhindern.


  9. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Dann müßte man im Prinzip alle Bewohner fixieren um einen Sturz zu verhindern.
    Wenn ich z.B. im Heim wäre, klar wäre um meine Wünsche zu äußern, würde ich mir nächtliche Ruhestörungen bezüglich Kontrolle verbitten.
    - == Manches beginnt groß, manches klein, und manchmal ist das Kleinste das Größte == -

  10. Avatar von agathe13
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Ich wünsche mir sehr, dass bei meiner Mutter ein ähnliches Ergebnis herauskommen wird.
    Update: ich habe heute mündlich eine Zusammenfassung des Ergebnisses der Obduktion bekommen: keine Hinweise auf Fremdverschulden, ein "natürlicher Tod" durch Herz-Rhythmus-Störungen.
    Den gesamten Bericht bekomme ich nur, wenn ich einen Anwalt beauftrage, der Akteneinsicht anfordert.
    Kripo klang ein wenig verschnupft ob meines Ansinnens.

    Ich bin nun einigermaßen beruhigt und erleichtert, so weit man das sein kann in dieser Situation.

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