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  1. Avatar von agathe13
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von Sternenfliegerin Beitrag anzeigen
    Ich (!) würde einem geliebten Menschen und mir (als Tote) selbst eine Obduktion immer ersparen wollen, wenn es irgendwie ginge.
    Mir wäre die körperliche Unversehrtheit meines Körpers oder meiner Lieben - in dem von Dir beschriebenen Fall - wichtiger als mögliche Erkenntnisse einer Obduktion.
    Ich glaube, dafür bin ich (und wäre auch meine Mutter) zu rational. Da denke ich eher so nach "wat mutt, dat mutt".


    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Ist Dir das tatsächlich so mitgeteilt worden?
    • Blutlache: Ja, Bestatter und auch Leichenschaubericht sagen das
    • riesiges Hämatom: Ja, vom Bestatter
    • nicht mehr anschauen: Ja, vom Bestatter
    • Leichenstarre, Leichenflecke: Ja, laut Leichenschaubericht.
    • zerschlagenes Gesicht : nein, das ist meine Formulierung


    Und als ich dann am selben Tag da war, um die Sachen zu holen, konnte man auch noch was sehen auf dem Fussboden - es war zwar das meiste weggewischt worden, aber eben nicht alles...

  2. Avatar von agathe13
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Ich wurde mit meinen Fragen vom Bestatter an die Kripo verwiesen, die hat heute dem Staatsanwalt meine Überlegungen mitgeteilt, morgen erfahre ich hoffentlich, ob er die Bedenken für stichhaltig hält.
    Ich zitiere mich mal selbst für das Update:

    Soeben hat mich der Bestatter informiert, dass der Staatsanwalt aufgrund meiner Hinweise seine Entscheidung überdacht und die Obduktion angeordnet hat. Ich bin froh, dass mir die Entscheidung somit abgenommen wurde.

    Nochmals danke euch allen und ich werde Euch auf dem Laufenden halten. Wenn ihr zwischendurch noch weitere Gedanken dazu habt, gerne.


  3. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Guten Morgen Agathe

    wie geht es dir denn? Hast schlafen können?

    ich habe gestern ja als eine der Ersten geantwortet (was ich tun würde?): nichts

    ich habe jetzt den ganzen Threadverlauf durchgelesen und bleibe dabei. Sogar noch mehr...

    Ich weiß (aus eigener Erfahrung) dass man mit dem Tod eines lieben Menschen immer + komplett überfordert ist. Seelisch.

    Ich reagierte dann bisher mit "Handlung". Um nicht (so) fühlen zu müssen. Um die Vorstellungen, die ich auch immer hatte von den letzten Momenten mir nicht so vorstellen zu müssen.

    Was dir der Bestatter über den Zustand der Leiche deiner Mutter sagte, ist sehr sehr hartes Brot. Sogar auf gänzlich unbeteiligte wirkt es anrührend und tragisch.

    Ich verstehe daher, dass du Gewissheit haben willst. Wenn ich dich richtig verstehe, Gewissheit darüber, ob deine Mutter hilflos, schwerverletzt und dann sterbend alleine gelassen wurde. Ob man sie hätte retten können, wenn man sie eher gefunden hätte, wenn sie immer exakt sitzende Strümpfe getragen hätte, wenn + wenn + wenn + ....

    "Wenn (nicht) ist beim Sterben immer das entscheidende Wort. Vollkommen egal, welchen Tod man stirbt.
    "Wenn nicht" ist immer der Punkt, wo ein Lebewesen eben nicht...

    Ich will deine Sorge ob der evtl. mangelnden Sorgfalt und Versorgung im Heim übrigens gar nicht wegreden. Ich bin durchaus der Ansicht, dass Angehörige sich viel mehr auf die Hinterbeine stellen sollten etc., denn es gibt ja tatsächlich bisweilen gravierende Missstände.

    In dem konkreten Falle, aber bin ich nach wie vor der Ansicht, lass es. Sieh es (auch mit diesen tragischen Details im Kopf) als Gnade! Als gnädigen, schnellen Tod. Denn was wäre, wenn sie mit einem massiven Schädel-Hirn-Trauma noch "gerettet" worden wäre. Die Anführungszeichen sprechen für sich, denke ich

    Ich würde dir auch dazu raten, dich mit einem Arzt deines Vertrauens auszutauschen. Ich würde da deinen Hausarzt empfehlen. Kündige dich an, dass du ein Gespräch suchst wegen der Todesumstände deiner Mutter, dass du da einerseits allgemein medizinische Fragen hast - andererseits auch selber Gesprächsbedarf. Ich denke, du wirst da Hilfe und Infos bekommen. Dazu muss er übrigens weder deine Mutter, noch ihre exakten Diagnosen oder ihre Todesumstände kennen. Als Hausarzt kennt er sicherlich vergleichbare Fälle und ich denke, gerade dieser Überblick könnte dir helfen.

    Ich fand es auch interessant zu lesen, dass die Nicks hier von denen ich mal gelesen zu haben glaube, dass sie im medizinischen Bereich tätig sind, allesamt dafür waren, dass du sie und dich ruhen lässt.

    Alles Gute


  4. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    hat sich wohl überholt, aber vielleicht nutzt es anderen


  5. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Erstmal herzliches Beileid...

    Du bist geschockt und traurig zugleich... Vielleicht auch mit einem schlechten Gewissen, hätte ich sie mal nicht ins Heim gebracht...

    Sie ist gestorben und wäre auch zu Hause gestorben, zur gleichen Zeit. Sie hatte viele Vor- Erkrankungen , ein schönes Alter und es war jetzt an der Zeit zu gehen.

    Ja das ist traurig, aber es hat niemand Schuld, das ist das Leben, keiner bleibt für immer und auch wenn wir es wissen tut es unendlich weh wenn der Augenblick kommt...

    Es geht jetzt darum wie Du den ersten Schock verarbeiten kannst, denn es kam völlig unerwartet für Dich aber wer soll Schuld haben außer das Leben was endlich ist?
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  6. Inaktiver User

    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Guten Morgen, agathe.

    Dass der Staatsanwalt sich umentschieden hat, finde ich die beste Lösung. So bekommst du Gewissheit - und musst nicht selbst diese in der akuten Situation des Verlustes doch sehr schwierige Entscheidung treffen. Wie auch immer das Ergebnis ausfällt, ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit.

  7. Avatar von twix25
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Liebe agathe,

    ich bin eine von denen, die sich hätte vorstellen können, den Tod Deiner Mutter aufklären zu lassen-so du die Kraft hast

    Erst recht, wenn Deine Mutter "prakmatisch " veranlagt war.

    Das nun die ev folgenden (aber auch geschehenen!) Umstände so sind, wie sie sind....es ginge mir nicht darum, dem Heim eins reinzuwürgen-diese Worte fielen mir unangenehm auf

    Ich habe nicht nur sehr nah am Tod meiner Mutter teilgenommen, sondern zusätzlich an dem eines weiteren Angehörigen

    Da war die Auffindung ähnlich schrecklich und mir wurde geraten, ihn so in Erinnerung zu behalten, wie zuletzt gesehen
    Nun ist die Obduktion angeordnet.....

    Eigentlich gut, so hast Du etwas Unterstützung bzgl Deiner Entscheidung

    Mir ginge es um Aufklärung! (Allein die Strümpfe u Uhrzeiten)

    Ich bin aber grundsätzlich für geklärte Verhältnisse-finde ich wichtig zu erwähnen
    So wäre es für mich nur konsequent, so zu agieren
    Es sei denn, meine Mutter hätte ein klares Nein ausgesprochen

    Ich weiß aus Polizeiermittlungen und Rechereche, dass viele Todesursachen nicht weiter verfolgt werden

    Es hilft Deiner Mutter nicht mehr.

    Dennoch ginge es mir! darum, ein Signal zu setzen.

    Ich würde, je länger ich drüber nachdenke u Dich hier lese, mich und meine Mutter ruhen lassen, wenn die Umstände geklärt sind

    Ebenso würde ich mich an ein Hospiz wenden, ein Gespräch erbitten...zum Thema, mit wem kann ich meine Sorgen besprechen, an wen kann ich mich wenden
    Ich bin sicher, es werden zugewandte Ansprechpartner sein

    Sei es für die aktuelle Situation, sei es, um später Unterstützung zum Loslassen zu haben

    Ich habe jetzt nicht mehr Zeit, werde aber weiter hier lesen und wünsche Dir viel Kraft
    Fühlst Du Dich privat unterstützt?
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    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

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  8. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Guten Morgen, agathe.

    Dass der Staatsanwalt sich umentschieden hat, finde ich die beste Lösung. So bekommst du Gewissheit - und musst nicht selbst diese in der akuten Situation des Verlustes doch sehr schwierige Entscheidung treffen. Wie auch immer das Ergebnis ausfällt, ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit.
    Das finde ich auch.

    Und noch mal etwas zum Thema Pflege:
    Ich bin absolut der Meinung, dass wir uns da gesamtgesellschaftlich massiv auf die Hinterbeine stellen sollten, es bringt nur überhaupt nichts, da einzelne Heime und Pflegekräfte zu "beschuldigen", da es da um strukturelle Engpässe geht, die wir dringend ändern müssen.

    Aber da kann die einzelne Pflegekraft, die meistens wirklich ihr Bestes gibt (auch über die eigenen Grenzen hinaus) nun überhaupt nichts für. Und ich persönlich denke auch nicht, dass mehr Pflegepersonal hier an dieser speziellen Situation viel geändert hätte.
    (Denn es kann trotzdem niemand 24/7 neben einem Patienten sitzen. Ausnahme: Sitzwache bei Fixierung.)

  9. Avatar von twix25
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von Colour Beitrag anzeigen
    (Denn es kann trotzdem niemand 24/7 neben einem Patienten sitzen. Ausnahme: Sitzwache bei Fixierung.)
    Das stimmt, erwartet aber keiner -hoffe ich -

    Dennoch : Rundgänge sind Pflicht.

    Ich würde z.B wissen wollen, was genau ein Rundgang beinhaltet!

    rein ins Zimmer, bis ans Bett...schauen,
    ob der Bewohner zugedeckt ist?
    Noch atmet, ev sehr unruhig ist, dringend Trost braucht...?
    ev den Knopf braucht, aber nicht betätigt hat, um zur Toilette zu kommen

    wenn dem nicht so ist, braucht es ja eigentlich! keinen Rundgang!

    Aber selbst nur durch die Tür schauen....sollte ausreichend gewesen sein, den Bewohner auf dem Boden liegen zu sehen

    Ich ginge nicht davon aus, dass agathes Mutter kurz vor morgens 8h gestorben ist
    Aber auch das liesse sich anhand des bis dato getrockneten Blutes nachweisen

    agathe, bitte sag, wenn dir das en detail zuviel ist.
    du hast zwar den Strang eröffnet, aber ich kann nicht abschätzen, ob und wie weit das hier geschrieben werden darf
    es ist ja alles sehr frisch und du in einer sehr besonderen lebenssituation
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  10. Inaktiver User

    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Das sind in der Tat genau die Fragen, die sich durch die Obduktion klären lassen. Also der genaue Todeszeitpunkt und auch die Todesursache.

    Und das wirft dann noch mehr Fragen bzgl. der Sorgfalt der Einrichtung auf (für mich ehrlicherweise ja bereits jetzt schon durch die Schilderungen der Auffindesituation. Leichenstarre? Etc.?)

    Inwieweit das Ganze dann weiter verfolgt wird, wenn Fahrlässigkeit vermutet wird, liegt allerdings nicht so sehr in Agathes Händen sondern ist vor allem Aufgabe von Polizei und Staatsanwaltschaft.

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