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  1. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von bittersweet0403 Beitrag anzeigen
    Erst einmal mein herzliches Beileid.

    Ich habe selbst über viele Jahre in der ambulante Pflege gearbeitet und in kürzeren Phasen auch in Heimen.

    Deiner Mutter ist das "Glück" beschert worden, zügig zu sterben. Es gab keinen wochen- oder monatelangen Leidensweg. Aufgrund meiner Berufserfahrung weiß ich, wie elend manche Menschen sterben müssen. Das ist deiner Mutter erspart geblieben. Ich bin immer froh, wenn ich lese, dass ein alter Mensch ohne langen üblen Leidensweg sterben durfte.

    Egal was die wirkliche Todesursache war, man wird es wahrscheinlich niemals sicher herausfinden. Selbst wenn sie einen Schlaganfall hatte, muß dieser noch lange nicht durch ein Gerinnsel verursacht worden sein, welches bei einer Thrombose entstanden ist und das Gehirn erreicht hat. Außerdem gibt es aufgrund ihrer Krankenvita viele Gründe für einen plötzlichen Tod.

    Ich wäre dem Schicksal dankbar, dass meine Mutter ohne langen Leidensweg sterben durfte. Ich habe schon genug Sterben in der Familie erlebt, sodaß meine Aussage kein theoretisches Geschwafel ist. Und leider auch schon viel zu oft die elend verrecken Schiene erlebt. Mein Vater z.B. ist ein halbes Jahr lang elendig gestorben. Ich war damals erst 17. Vielleicht war das auch mein Glück, dass ich noch so jung war. Es könnte gut sein, dass ich ihn mit meiner heutigen Erfahrung erlöst hätte. Du weißt was ich meine. Er hat so oft darum gebeten.
    Danke dir für deinen Beitrag. :-) Ich empfinde das genauso. Ich glaube aber, dass man das oft nur gut verstehen kann, wenn man das selbst schon so erlebt hat.


  2. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Agathe, herzliches Beileid!

    Die Mutter zu verlieren, ist ein wichtiger, schmerzlicher Punkt im Leben.
    Sie brauchte in den letzten Jahren Hilfe, und du hast sie gut versorgt.
    Man weiß, das der Zeitpunkt kommt, aber wenn er da ist, erschrickt man doch.

    Ist es möglich, das deine Fragen mit diesem Schrecken zusammenhängen? Das du (unabhängig davon, das die Zeit deiner Mutter da war), Gewissheit brauchst, alles richtig gemacht zu haben?
    Das deiner Mutter der Respekt einer korrekten Behandlung entgegegen gebracht wurde?

    Ich glaube, genau kann niemand sagen, was konkret geschehen ist.

    Vielleicht könntest du mit einem Mediziner sprechen?




    für deine Mutter.
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


  3. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Auch von mir zunächst mein herzliches Beileid zum Tod deiner Mutter.

    Es macht sie nicht wieder lebendig und du brauchst jetzt auch Kraft um die Dinge nach ihrem Tod zu regeln. Dennoch würde ich es an deiner Stelle nicht auf sich beruhen lassen. Das Heim bekommt einen immensen Geldbetrag für die Kurzzeitpflege - es ist kein betreutes Wohnen, in dem die Mutter selbst die die Pflege anfordern muss.

    Das An- und Ausziehen von Thrombosestrümpfen, die sie ja nun wirklich nicht aus modischen Gründen trug, gehört zur Grundversorgung von Pflegepatienten. Wenn das mehrere Tage lang unterbleibt ist das einfach nicht in Ordnung - selbst wenn es nicht ursächlich zum Tod geführt hat.

    Dem Pflegenotstand muss man anderes entgegensetzen, als "na ja, die sterben ja sowieso bald, da kommt es nicht mehr so darauf an". Es ging hier nicht um komplizierte, kostspielige, lebenserhaltende Maßnahmen, die auf Wunsch der Patienten nicht durchgeführt wurden, sondern um einfachste Pflegeleistungen - die sogar von der Pflegekasse extra vergütet werden. Die Heimleitung sollte merken, dass Angehörige aufpassen.

    Überhaupt, wenn jemand mit zerschmettertem Gesicht vor dem Bett liegt, würde bei jüngeren Patienten doch auch eine Obduktion durchgeführt werden.


  4. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Ich habe oben einiges zitiert, was mir ! unangenehm auffiel:

    Von 19h bis morgens um 8h.....das ist eine lange Zeit!

    warum ist keine Nachtpflege im Zimmer gewesen? ist es nicht mehr üblich, 2-3 innerhalb 13 Stunden nachts nach den Bewohnern zu schauen?
    Darüber bin ich auch gestolpert.

    Und vielleicht ja auch ein wesentlicher Faktor für dich liebe TE, denn hier wurde jetzt öfter von "ohne lange zu leiden" geschrieben- genau das kann doch gar keiner sagen bei dieser Zeitspanne!

    Zum Pathologen: ich würde bei der Polizei nachfragen und warum sollten sie dir die Telefonnummer von dem zuständigen Rechtsmediziner nicht geben?

    Fühlst du dich schuldig ?

    lg kenzia
    Geändert von kenzia (03.01.2020 um 07:54 Uhr)


  5. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Ja, das kann eigentlich nicht sein, dass da jemand so lange nicht ins Zimmer schaut.

    Frage war nicht an mich gerichtet, sondern an die TE, oder?


  6. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von Colour Beitrag anzeigen
    Ja, das kann eigentlich nicht sein, dass da jemand so lange nicht ins Zimmer schaut.

    Frage war nicht an mich gerichtet, sondern an die TE, oder?
    ups- ja sorry- habs jetzt verbessert

  7. Moderation Avatar von Sternenfliegerin
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Liebe Agathe,

    auch ich möchte Dir mein Beileid aussprechen, der Tod eines so nahen Angehörigen ist wohl immer schwer.

    Was ich aber in die Diskussion bringen möchte ist ein ganz anderer Aspekt.

    Ich (!) würde einem geliebten Menschen und mir (als Tote) selbst eine Obduktion immer ersparen wollen, wenn es irgendwie ginge.
    Mir wäre die körperliche Unversehrtheit meines Körpers oder meiner Lieben - in dem von Dir beschriebenen Fall - wichtiger als mögliche Erkenntnisse einer Obduktion.


    Auch wenn ich verstehe, warum Obduktionen manchmal nötig sind, so halte ich sie für etwas, was nur gemacht werden sollte, wenn es gar nicht anders geht.

    Eine Obduktion ist mit dem Eröffnen des Körpers und der Ansicht einzelner Organe etc. verbunden, näher will ich das gar nicht beschreiben, es ist nicht nur eine Leichenbeschau.

    Wenn das nicht absolut notwendig ist, würde ich das auf keinen Fall wollen, weder als Angehöriger noch als Tote, in meinen Augen nimmt es Toten einiges an Würde und Frieden und das finde ich nur in wenigen Fällen wirklich gerechtfertigt.

    Es bringt niemanden zurück.

    Insofern finde ich - emotionale- Kosten-Nutzen-Abwägung unter den Aspekten Würde und Frieden wichtig.

    Wenn es Dir natürlich so viel mehr Frieden bringen würde, die genaue Todesursache zu kennen, auch wenn eine Obduktion vielleicht nichts Konkreteres bringt, dann ist das natürlich genauso zu respektieren.

    Ich wünsche Dir alles Liebe und eine für Dich gute Entscheidung.
    Sternenfliegerin
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
    Paulo Coelho



    Moderatorin in den Foren:
    Beziehung im Alltag, Der "gebrauchte" Mann und im Tierforum
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  8. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Wie ist es zu diesem Sturz gekommen?
    Hat sich einfach wieder ein Herzinfarkt ereignet und daran ist sie sehr schnell (und schmerzlos, hoffe ich) gestorben?
    Oder war es etwas anderes?

    Wie ich darauf komme?
    Meine Meinung: Laß Deine Mutter in Frieden ruhen. Sie war in einem Alter wo ein plötzlicher Tod nicht ungewöhnlich ist. In unserem familiären Umfeld hatten wir kurz vor Weihnachten so einen Fall. An einem Tag putzmunter Gast auf einer Geburtstagsfeier. 14 Tage später umgefallen und Exitus. Ohne Vorankündigung, ohne Krankheit.

    Was hast Du davon, wenn Du Deine Mutter obduzieren läßt ? Ob sie letztendlich an Herzversagen oder an dem Sturz gestorben ist, spielt doch keine Rolle mehr. Und nein, Du hast nichts versäumt, kein Grund sich Vorwürfe zu machen. Irgendwann ist für jeden von uns der Tag und die Stunde gekommen, an der er gehen muß. Akzeptiere, dass es für Deine Mutter soweit war und lasse sie los.

    Alles Gute für Dich !
    Keiner kann verhindern, dass ich klüger werde (Konrad Adenauer).

  9. Avatar von agathe13
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Nochmal danke an alle, die Beiträge verfasst haben seit meiner letzten Antwort.

    Zitat Zitat von Colour Beitrag anzeigen
    Ich finde es, aus ärztlicher Sicht, nicht zielführend da eine Obduktion zu fordern. Denn - so ekelhaft das jetzt klingt - das Ergebnis, ein schneller Tod und vorher ging es gut, ist doch eigentlich wünschenswert. Ich erlebe viel zu oft, dass sehr alte Menschen so etwas
    überleben, dann im Koma sind und dann noch mehrere Jahre vor sich hinvegetieren. Und das ist etwas, was ich meiner Mutter nicht wünschen würde. Wirklich nicht.
    Und das „sehe“ ich täglich. Das ist nicht schön.
    Das ist ganz sicher richtig - jahrelanges Dahindämmern wäre schlimmer gewesen.

    Zitat Zitat von peka62 Beitrag anzeigen
    Und die nicht angezogenen Kompressionsstrümpfe sind höchstwahrscheinlich nicht die Ursache.
    Das ist eine wichtige Einschätzung, die ich als Laiin natürlich so nicht treffen kann.
    Wenn dem so wäre, würde mich das sehr beruhigen.

    Hast du vor, das Heim zu verklagen ? Ansonsten würde ich die Sache auf sich beruhen lassen, damit auch du in Frieden abschließen kannst.
    Ich würde das Heim nur verklagen, wenn sich Aspekte ergeben, die sehr klar auf ein krasses Fehlverhalten hindeuten. Wobei das mit dem "sehr klar" ja schwierig zu sein scheint, und was ein "krasses" Fehlverhalten ist, ja, auch das weiß ich nicht so wirklich zu beurteilen und versuche es in der Kürze der Zeit nachzuholen. Heute soll die Entscheidung fallen, ob oder ob nicht...

    Zitat Zitat von Colour Beitrag anzeigen
    @Agathe
    Doch auch so ein Sturz kann tödlich sein, wenn man blöd fällt und sich eine Blutung entwickelt. Muss nicht, aber kann. Gerade wenn sie eine Blutverdünnung (ASS reicht) hatte.
    Sie hatte eine Zeitlang nach dem ersten Infarkt ASS verschrieben bekommen, aber das wurde dann wieder abgesetzt - glaube ich, muss nochmal auf den Medikamentenplan schauen.
    Aber wenn sie an dem Sturz versterben kann, nicht an einem vorangegangenen Schlaganfall oder Infarkt, dann könnte das heißen, dass sie doch noch alles mitbekommen hat und länger da lag...
    Der Bestatter sagt ja, die Tatsache, dass sie sich offenbar überhaupt nicht mehr reflexhaft mit den Armen abgestützt hat im Sturz, deutet draufhin, dass sie bereits vorher an etwas anderem gestorben oder jedenfalls nicht mehr bei Bewusstsein war - stimmt das? (Ja, ich weiß, es ist ein Bestatter und kein ARzt, aber ich stürze mich natürlich auf solche Aussagen, die mich beruhigen könnten).

    Zitat Zitat von Schweinebacke Beitrag anzeigen
    Deine Mutter hat mit den diversen Krankheiten lange Jahre gelebt, was man sich selber nicht mal wünschen würde.
    Naja, sie war mit den Polinnen, die wirklich sehr lieb, lustig und fürsorglich waren, sehr zufrieden und auch mit ihren Krankheiten war sie in letzter Zeit einigermaßen ausgesöhnt.
    Also, wenn ich mal im Alter die Krankheiten hätte, die sie hatte, würde ich mir glaube ich wünschen, so ähnlich meine letzten Jahre verbracht zu haben.
    (Jetzt ,wo ich das schreibe, merke ich, dass das eigentlich für die Art spricht, wie ich es für sie organisiert und gemacht habe...tröstet mich)

    Es können mehrere Ursachen in Frage kommen, aber was erwartest Du denn? Sie ist letzten Endes doch eines natürlichen Todes gestorben.
    Die Worte "natürlicher Tod" und "liegt mit zerschlagenem Gesicht in ihrem eigenen Blut in einer riesigen Lache und wird gefunden, als schon Leichenflecken und Leichenstarre eingetreten sind" fällt mir schwer.

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Von 19h bis morgens um 8h.....das ist eine lange Zeit!

    warum ist keine Nachtpflege im Zimmer gewesen? ist es nicht mehr üblich, 2-3 innerhalb 13 Stunden nachts nach den Bewohnern zu schauen?
    Und zwar richtig nachschauen!
    Auch da fehlt mir die Erfahrung und die Fachkenntnis.
    Laut dem Leichenschaubericht kommt ein Todeszeitpunkt zwischen 13(!) oder 19 Uhr am Abend und 8 Uhr am Morgen in Frage. (das "oder" steht da, weil die Handschrift schwer zu entziffern ist und ich nur eine schlechte Kopie hier habe und es eine 3 oder eine 9 sein kann ,was da steht)
    Als ich den Kripo-Beamten mit dieser langen Spanne konfrontiert habe, meinte er "nee, also die sagten schon, sie hätten sie alle noch beim ABendessen gegen 19 Uhr gesehen. Und um 3:30 war auch nochmal ein Kontrollgang".
    Aber gegessen wird dort nicht um 19 Uhr, sondern früher.
    Als ich versucht habe, die Pflegerin (eine Hilfskraft) zu sprechen, die an diesem Abend Dienst hatte, meinte die, sie hätte ihr natürlich auch noch beim Ausziehen geholfen. (Sie ist zumindest zuhause nie um 19 Uhr schlafen gegangen, sondern eher um 21 Uhr.)
    Ja, wie denn jetzt?
    Ich weiß nicht, was ich mit diesen (kleinen?) Widersprüchen anfangen soll.
    Mir ist auch bewusst, dass meine Mutter nicht die einzige Bewohnerin war und da sie relativ pflegeleicht war, womöglich einfach nur hängengeblieben ist "mit der Frau Agatha-Senior, nee, da gab es keine Zwischenfälle"), ohne dass man sich exakt an jeden Abend erinnern würde und wann sie wo war.
    (Verständlicherweise).
    Und ich bin auch nicht geschult darin ,so etwas aus Leuten herauszukitzeln.

    das die Stützstrümpfe nicht regelmäßig angezogen werden, finde ich wirklich ärgerlich und nachlässig.
    Unabhängig davon, ob es nun mit zur Todesursache beigetragen hat
    Ja, stimmt, ich auch - nur was mache ich daraus?

    Deine Mutter hat nichts mehr davon, ob Du weiter nachforschen wirst, wohl aber ev andere Bewohner und Angehörige in der Zukunft
    Ich fürchte, auch dann bleibt es eines der besseren Heime und die Alternative für künftige Bewohner wäre nur ein ein schlechteres Heim.


    Zitat Zitat von jethrotullpe Beitrag anzeigen
    Wenn es deinem Seelenfrieden dient, dann lasse eine Autopsie machen, auch wenn es dann tatsächlich ^nur^ die Folge eines Sturzes war. Schädel Hirn Trauma hört sich für Laien fürchterlich an, aber auch ein eigentlich leichter Schlag bei einer älteren Person kann das Ende bedeuten
    Erfahre ich durch eine Obduktion ,wie schnell der Tod eingetreten ist?

    Und Stürze lassen sic in der Tat schwer vermeiden
    Ja ,sie hatte auch laut dieses einen geriatrischen Assessments eine hohe Sturzgefahr.

    Zitat Zitat von Tabea57 Beitrag anzeigen
    denke ich: das ist ein Geschenk. Du bist bei ihr gewesen, Ihr hattet eine gute zeit zusammen, und das war Deine letzte zeit mit ihr. Wie gut, dass sie so verlaufen ist!

    Und es sicherlich schrecklich, dass sie so gestürzt ist, aber es ist eine Gnade, dass sie gehen konnte, ohne lange zu leiden.
    Sicherlich, das denke ich auch - sofern sie nicht mehr lange da gelegen hat, womöglich gerufen hat, ohne dass jemand sie gehört hätte (sie war relativ weit ab vom Geschehen untergebracht, soweit ich das beurteilen kann) und dass sie womöglich den Notrufknopf nicht kannte oder nicht gefunden hat.

    Mache Dir BITTE keine Vorwürfe, Du hättest zu wenig getan oder so etwas in der Art!
    ich höre das öfter und finde es nett, wenn jemand das sagt.
    Aber kannst z.B. du das wirklich beurteilen? Du weißt ja nicht, was ich alles getan oder unterlassen habe, nur die wenigen Aspekte, die ich in der Kürze der Zeit hier darstellen kann. Vielleicht hab ich etwas übersehen, etwas, wo dann jeder sagen würde "Also das hättest du wirklich wissen/tun/denen sagen müssen"

    Zitat Zitat von Spadina Beitrag anzeigen
    Würde deine Mutter gewollt haben, dass man sie nach einem natürlichen Tod in der Pathologie aufschneidet und seziert?
    Sie war da recht pragmatisch - wenn ich gesagt hätte, es ist nötig, würde sie sich dem gefügt haben.

    Das hier weiter unten geschriebene, dem Heim eins reinzuwürgen - da müßte man schon Anzeige erstatten,
    Beweise liefern. Klar, das macht dann Sinn, wenn du dich zu einer Obduktion entschließt. Und für Unfrieden noch über Wochen, Monate, vielleicht Jahre.
    Ich will niemandem was reinwürgen, aber ich weiß nicht, wie ich mit all den Dingen umgehen soll, die mich beunruhigen. Wenn es nur das Thema Thrombosestrümpfe wäre und ich sichergehen könnte, dass das nicht ursächlich gewesen sein kann, wäre ich glaub ich im Reinen damit. Aber diese ganzen zeitlichen Dinge, diese lange Spanne zwischen dem Abend und dem Morgen...


    Zitat Zitat von bittersweet0403 Beitrag anzeigen
    Egal was die wirkliche Todesursache war, man wird es wahrscheinlich niemals sicher herausfinden. Selbst wenn sie einen Schlaganfall hatte, muß dieser noch lange nicht durch ein Gerinnsel verursacht worden sein, welches bei einer Thrombose entstanden ist und das Gehirn erreicht hat. Außerdem gibt es aufgrund ihrer Krankenvita viele Gründe für einen plötzlichen Tod.
    Das stimmt natürlich. Das hieße, auch die Obduktion, fast egal, was rauskäme, würde mir meine Fragen nicht beantworten. (Dass jemand sie geschubst hätte oder so, also wirklich etwas Kriminelles passiert ist, schließe ich aus).

    Zitat Zitat von putulu Beitrag anzeigen
    Auch wenn die Obduktion aufzeigen sollte, dass Thrombosen die Ursache waren, dürfte eine rechtliche Auseinandersetzung schwierig werden.

    Das bedeutet, was würde eine Obduktion bringen?
    Wenn es Thrombosen waren, was dann?

    Wenn sich herausstellen sollte, dass nicht Thrombosen die Ursache waren, dann wäre das natürlich eine Erleichterug.
    Also Obduktion, nur um auf dieses Ergebnis zu hoffen?
    Und was ist, wenn das Ergebnis anders ausfällt?

    Was ich gemacht hätte, weiß ich nicht.
    Darüber zu schreiben ist eine Sache, betroffen zu sein, eine ganz andere.
    Das stimmt alles. Leider.

    Zitat Zitat von _ThirdThought Beitrag anzeigen
    Liebe Agathe,
    Gewissheit kannst du nur durch eine Obduktion erhalten, die du mit Sicherheit nicht selbst bezahlen musst, denn es bleibt letztendlich ein „Tod aus ungeklärter Ursache“. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft können ihre Entscheidung auch revidieren, wenn du als Angehörige darauf bestehst.
    ja, das werde ich heute erfahren , wie der STaatsanwalt das sieht. Der Kripo-Beamte gestern hat versprochen, meine Sorgen weiterzugeben und sich wieder zu melden.

    In D werden zu wenige Menschen obduziert, das nur nebenbei, so dass vermutet wird, dass Fremdverschulden viel zu selten erkannt wird.
    Eben, das lese ich auch öfter irgendwo.

    Zitat Zitat von kaffeesahne Beitrag anzeigen
    Man weiß, das der Zeitpunkt kommt, aber wenn er da ist, erschrickt man doch.
    Ja. Der Gedanke, sie liegt in ihrem eigenen Blut, einige Stunden, mit zerschlagenem Gesicht, so sehr, dass der Bestatter sagt, die eine Seite ist einziges Hämatom und er kann da nichts mehr zurechtschminken und wir sollten sie uns nicht mehr anschauen, sondern in Erinnerung behalten, wie sie war - der treibt mich schon um.

    Ist es möglich, das deine Fragen mit diesem Schrecken zusammenhängen? Das du (unabhängig davon, das die Zeit deiner Mutter da war), Gewissheit brauchst, alles richtig gemacht zu haben?
    Das deiner Mutter der Respekt einer korrekten Behandlung entgegegen gebracht wurde?
    Das ist ganz sicher richtig und vielleicht sogar der Kern der Sache.

    Vielleicht könntest du mit einem Mediziner sprechen?
    Sehr gerne, aber mit welchem und woher nehmen?
    Ihr Hausarzt? Nein, der ist nicht hilfreich
    Der Arzt, der den Leichenschaubericht geschrieben hat - wie kriege ich den zu fassen? Muss der Zeit für mich haben? Muss der mir Auskunft geben?
    Mein Hausarzt? Den kann ich generell nach Zusammenhängen fragen, aber über die konkrete Situation weiß er natürlich nichts.
    Einen Arzt, den ich privat kenne? Da kenn ich nur welche aus anderen FAchrichtigungen, kann ich mir davon was versprechen?

    Zitat Zitat von Temira Beitrag anzeigen
    Das An- und Ausziehen von Thrombosestrümpfen, die sie ja nun wirklich nicht aus modischen Gründen trug, gehört zur Grundversorgung von Pflegepatienten. Wenn das mehrere Tage lang unterbleibt ist das einfach nicht in Ordnung - selbst wenn es nicht ursächlich zum Tod geführt hat.
    Ja, sehe ich auch so. Beweisen kann ich es aber nicht - oder müsste so etwas in einer Patientenakte stehen?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Zum Pathologen: ich würde bei der Polizei nachfragen und warum sollten sie dir die Telefonnummer von dem zuständigen Rechtsmediziner nicht geben?
    Weil wie überall im Gesundheitssystem Ärzte und andere wenig Zeit haben und schon gar nicht für Leute, die als "querulierende" Angehörige empfunden werden.
    Wenn du schreibst, "zuständiger Rechtsmediziner", meinst du damit denjenigen, der diesen Leichenschaubericht geschrieben hat?

    Fühlst du dich schuldig ?
    Ich bin mir nicht sicher.
    Nachdem es doch einige Wochen und Monate gut lief, dass es nun ausgerechnet in den paar Tagen im Heim passieren muss.... ich weiß es einfach nicht...

  10. Avatar von Mambi
    Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen

    Die Worte "natürlicher Tod" und "liegt mit zerschlagenem Gesicht in ihrem eigenen Blut in einer riesigen Lache und wird gefunden, als schon Leichenflecken und Leichenstarre eingetreten sind" fällt mir schwer.

    .
    Ist Dir das tatsächlich so mitgeteilt worden?
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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