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  1. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    @Agathe
    Doch auch so ein Sturz kann tödlich sein, wenn man blöd fällt und sich eine Blutung entwickelt. Muss nicht, aber kann. Gerade wenn sie eine Blutverdünnung (ASS reicht) hatte.

    Du hast nichts falsch gemacht. Sie hätte auch mit Toilettenstuhl stürzen können.
    Sie hätte auch bei dir zu Hause und mit der Pflegerin stürzen können.

    Mach dir bitte keine Vorwürfe, das ist wirklich mein täglich Brot und ja, das passiert. Trotz aller Maßnahmen.
    (Arbeite ärztlich mit sehr alten Menschen.)


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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Mein herzliches Beileid.
    Deine Mutter hat mit den diversen Krankheiten lange Jahre gelebt, was man sich selber nicht mal wünschen würde. Es können mehrere Ursachen in Frage kommen, aber was erwartest Du denn? Sie ist letzten Endes doch eines natürlichen Todes gestorben.
    Natürlich ist für uns Hinterbliebene immer schwer, damit klar zu kommen, wenn ein naher Angehöriger verstirbt.

  3. Avatar von jethrotullpe
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Auch mein Beileid.

    Menschen in dem Alter, zudem mit zahlreichen Er krankungsbildern, haben fast immer auch ein poröses Knochensystem, und ein Sturz kann sehr viele Ursachen haben. Da reicht oft schon ein relativ leichter Sturz, um zu schwerwiegenden Folgen zu führen.
    Wenn es deinem Seelenfrieden dient, dann lasse eine Autopsie machen, auch wenn es dann tatsächlich ^nur^ die Folge eines Sturzes war. Schädel Hirn Trauma hört sich für Laien fürchterlich an, aber auch ein eigentlich leichter Schlag bei einer älteren Person kann das Ende bedeuten

    Und Stürze lassen sich in der Tat schwer vermeiden

  4. Avatar von twix25
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    .

    Über die Feiertage waren ihre polnischen Betreuerinnen in der Heimat und ich habe sie in eine Kurzzeitpflege gebracht, in der sie auch vorher schon zweimal für ein paar Tage war

    ich bin gefahren mit dem Gefühl "das war gut, dass ich das gemacht habe, das war genau das Richtige".

    Tja, und am Montagmorgen rief mich das Heim dann an und sagte, sie wäre morgens vor ihrem Bett tot aufgefunden worden. Offenbar ein Sturz mit sofortiger Todesfolge, oder sie ist gestorben und dann gestürzt.


    Wie ist es zu diesem Sturz gekommen?
    Hat sich einfach wieder ein Herzinfarkt ereignet und daran ist sie sehr schnell (und schmerzlos, hoffe ich) gestorben?
    Oder war es etwas anderes?

    Wie ich darauf komme?

    Und sie haben mir auch bestätigt, dass sie ihr die natürlich immer tagsüber anziehen.
    Als ich sie am 1. Feiertag besucht habe, stellte sich aber heraus, dass sie die Kompressionsstrümpfe nicht anhatte - sie konnte nicht erklären, warum nicht.
    Und als ich dann an ihrem Todestag ihre Sachen abholte, lag ihre Kleidung ,die sie getragen hatte, auf einem Haufen im Schrank und ihre Kompressionsstrümpfe weitab davon in einer Schublade.

    Nun mache ich mir jedenfalls Sorgen:
    Kann es zu einem Schlaganfall geführt haben, wenn sie nun wegen der fehlenden Kompressionsstrümpfe eine Thrombose entwickelt haben sollte? Und der war dann die Todesursache?
    Hätte ich noch öfter nachhaken müssen bei den Pflegerinnen, ob sie ihr auch wirklich die Strümpfe angezogen haben?


    Im Leichenschauschein steht auch zum vermuteten Todeszeitpunkt etwas zwischen Sonntagabend 19 Uhr und Montagmorgen 8 Uhr, als sie sie gefunden haben. Sie hätten sie zuletzt beim Abendessen im Gemeinschaftsraum gesehen.
    Als ich gestern nochmal im Heim angerufen habe, um mir von den Pflegern ihren letzten Nachmittag und ABend schildern zu lassen, wurde mir aber gesagt, sie hätten ihr natürlich beim Ausziehen geholfen später auf ihrem Zimmer.

    Ich bin verwirrt und voller Zweifel - falls der Staatsanwalt morgen keine Obduktion anfordert - bestehe ich dann auf einer? (Und zahle sie selbst).

    ich bin hin- und hergerissen zwischen den Gedanken

    • Sie war eine alte Frau und früher oder später musste so etwas passieren. Wäre es nicht an diesem Tag passiert, dann 1 Woche oder einen Monat später oder 1 Jahr. Lass es dabei, manche Dinge muss man nicht so genau wissen ,sie verfolgen einen dann nur
      und
    • Es ging ihr doch halbwegs gut und das hätte nicht so laufen müssen. Ich kann es nicht einfach dabei bewenden lassen, wenn womöglich nicht die nötige Sorgfalt aufgebracht wurde.



    Was denkt ihr dazu? Was tätet Ihr, wenn es Eure Mutter wäre?
    Liebe agathe,

    mein Mitgefühl

    wäre es meine Mutter...würde ich es von meiner Kraft abhängig machen.

    Ich habe mich auch Jahre sehr um meine Mutter gekümmert, z.T zuhause, z.,T im Heim

    Das war ein jahrelanger Kraftakt und zum Schluß hatte ich diese nicht mehr.

    Hätte ich aber noch Energie, würde ich mich auf Nachforschungsreise begeben

    Ich habe oben einiges zitiert, was mir ! unangenehm auffiel:

    Von 19h bis morgens um 8h.....das ist eine lange Zeit!

    warum ist keine Nachtpflege im Zimmer gewesen? ist es nicht mehr üblich, 2-3 innerhalb 13 Stunden nachts nach den Bewohnern zu schauen?
    Und zwar richtig nachschauen!

    das die Stützstrümpfe nicht regelmäßig angezogen werden, finde ich wirklich ärgerlich und nachlässig.
    Unabhängig davon, ob es nun mit zur Todesursache beigetragen hat

    Es ist ein Unterschied, ob die Pflege die Kleidung nicht nach deinen Vorstellungen passend richtet oder die Stützstrümpfe nicht an sind
    Das ist m.M. n eine Basisversorgung und gehört wie Zähneputzen oder Medikamentengabe dazu

    Deine Mutter hat nichts mehr davon, ob Du weiter nachforschen wirst, wohl aber ev andere Bewohner und Angehörige in der Zukunft

    Ich würde mich nicht mit schlechten Gefühlen plagen, es war für sie schön, dass du so kurz vorher da warst und ihr ein gutes Gefühl da gelassen hast.

    Falls Du aber Kraft hast, dann nutze sie.

    Alles Gute
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"
    Geändert von twix25 (02.01.2020 um 19:12 Uhr)

  5. Avatar von Tabea57
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Agathe, auch von mir herzliches Beileid!

    Meine Mutter ist 90 und auch im Heim, völlig dement und wie ein Kind von ca. 1,5 Jahren.

    Bei diesem hier:
    Am ersten Weihnachtsfeiertag hab ich sie noch besucht, sie war zufrieden, hat sich sehr über meinen Besuch gefreut und sich vielmals bedankt, wir waren noch Kaffeetrinken mit ihr und ich bin gefahren mit dem Gefühl "das war gut, dass ich das gemacht habe, das war genau das Richtige".
    ..

    denke ich: das ist ein Geschenk. Du bist bei ihr gewesen, Ihr hattet eine gute zeit zusammen, und das war Deine letzte zeit mit ihr. Wie gut, dass sie so verlaufen ist!

    Und es sicherlich schrecklich, dass sie so gestürzt ist, aber es ist eine Gnade, dass sie gehen konnte, ohne lange zu leiden.

    Sei gnädig mit Dir und mit dem Tod Deiner Mutter, es ist gut, wie es ist. Sie hat ihr Ziel erreicht. Mache Dir BITTE keine Vorwürfe, Du hättest zu wenig getan oder so etwas in der Art!

    Was Du jetzt tun sollst? Trauern um Deine Mutter - und Dich freuen, dass Ihr diesen guten Abschied hattet.
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

  6. Avatar von Spadina
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Auch von mir herzliches Beileid.

    Ich würde versuchen, Frieden zu schließen.

    Ich habe kürzlich meinen über 90 jährigen, im Heim lebenden Vater verloren. Der ist nachts immer auf Tö gegangen, am Rollator, er ist im letzten Jahr x Mal gestürzt.

    Da kann einfach der Kreislauf kurz in die Knie gegangen sein, kurze Verwirrtheit, so dass man, nach Halt suchend, ins Leere gegriffen hat...

    Vielleicht gab es auch ein kurzes Unwohlsein, was mit einem Toilettengang "geregelt" werden sollte, und das war vielleicht schon Ansatz des Sterbeprozesses.

    Würde deine Mutter gewollt haben, dass man sie nach einem natürlichen Tod in der Pathologie aufschneidet und seziert?

    Das hier weiter unten geschriebene, dem Heim eins reinzuwürgen - da müßte man schon Anzeige erstatten,
    Beweise liefern. Klar, das macht dann Sinn, wenn du dich zu einer Obduktion entschließt. Und für Unfrieden noch über Wochen, Monate, vielleicht Jahre.

    Ich würde mich für inneren Frieden entschließen. Frieden, den ich von Herzen auch in der anderen Dimension deiner Mutter wünsche....

    Herr, meine Zeit liegt in deinen Händen....

    ...wäre mein Spruch...
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.


  7. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Ich finde, wenn du wirklich Aufklärung willst, ist dies ohne Obduktion nicht möglich.
    Eine Obduktion kann viel Aufschlussreiches zutage fördern.
    Sie kann, muss aber auch nicht.

    Auch wenn die Obduktion aufzeigen sollte, dass Thrombosen die Ursache waren, dürfte eine rechtliche Auseinandersetzung schwierig werden.

    Das bedeutet, was würde eine Obduktion bringen?
    Wenn es Thrombosen waren, was dann?

    Wenn sich herausstellen sollte, dass nicht Thrombosen die Ursache waren, dann wäre das natürlich eine Erleichterug.
    Also Obduktion, nur um auf dieses Ergebnis zu hoffen?
    Und was ist, wenn das Ergebnis anders ausfällt?

    Was ich gemacht hätte, weiß ich nicht.
    Darüber zu schreiben ist eine Sache, betroffen zu sein, eine ganz andere.


  8. Registriert seit
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Erst einmal mein herzliches Beileid.

    Ich habe selbst über viele Jahre in der ambulante Pflege gearbeitet und in kürzeren Phasen auch in Heimen.

    Deiner Mutter ist das "Glück" beschert worden, zügig zu sterben. Es gab keinen wochen- oder monatelangen Leidensweg. Aufgrund meiner Berufserfahrung weiß ich, wie elend manche Menschen sterben müssen. Das ist deiner Mutter erspart geblieben. Ich bin immer froh, wenn ich lese, dass ein alter Mensch ohne langen üblen Leidensweg sterben durfte.

    Egal was die wirkliche Todesursache war, man wird es wahrscheinlich niemals sicher herausfinden. Selbst wenn sie einen Schlaganfall hatte, muß dieser noch lange nicht durch ein Gerinnsel verursacht worden sein, welches bei einer Thrombose entstanden ist und das Gehirn erreicht hat. Außerdem gibt es aufgrund ihrer Krankenvita viele Gründe für einen plötzlichen Tod.

    Ich wäre dem Schicksal dankbar, dass meine Mutter ohne langen Leidensweg sterben durfte. Ich habe schon genug Sterben in der Familie erlebt, sodaß meine Aussage kein theoretisches Geschwafel ist. Und leider auch schon viel zu oft die elend verrecken Schiene erlebt. Mein Vater z.B. ist ein halbes Jahr lang elendig gestorben. Ich war damals erst 17. Vielleicht war das auch mein Glück, dass ich noch so jung war. Es könnte gut sein, dass ich ihn mit meiner heutigen Erfahrung erlöst hätte. Du weißt was ich meine. Er hat so oft darum gebeten.

    Schließe Frieden mit dir und der Situation. Sie wird nicht mehr lebendig, egal was du in die Wege leiten würdest. Schließe mit der Situation ab, behalte sie in guter Erinnerung und quäle dich nicht, indem du weiter bohrst. Damit findest du keinen Seelenfrieden.

    Nur mal so am Rande bemerkt, selbst mit Kompressionsstrümpfen können sich immer noch Gerinnsel lösen. Das Risiko wird geringer, besteht aber immer noch.
    - == Manches beginnt groß, manches klein, und manchmal ist das Kleinste das Größte == -

  9. Avatar von luftistraus
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    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Liebe agathe,

    mein Mitgefühl für den Verlust.

    --------

    Ich würde die Sache so stehen lassen - nicht aus Bequemlichkeit oder weil es "egal" ist.


    Frage dich doch einfach mal, was weitere Informationen bringen? Deine Mutter bringt es nicht zurück

    Ein Demenz Delir ist bei Ortswechseln sehr häufig und das kann sehr viele Erklärungen liefern. Ganz Banal: Deine Mutter hat sich Nachts nicht ausgekannt weil sie vergessen hat, wo sie ist. Vielleicht auch noch Wahnvorstellungen usw.

    Leider wirst du aber nie eine genaue Antwort erhalten, weil Sie niemand weiß. Auch eine Obduktion kann das nicht ändern. Da erfährst du zwar die Todesursache - aber nicht, wie es dazu kam.

    Auch wenn es sehr traurig ist - versuche den Frieden in Ihrer schnellen Erlösung zu finden.
    Demenz ist nicht heilbar und was wäre eine mögliche Alternative? Ein paar Jahre/Monate mehr, sie erkennt dich nicht mehr, die Persönlichkeit verändert sich drastisch, Vorwürfe usw.

    Manchmal ist es gut so wie es ist
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

    Grab nicht zu weit in dem Mist rum, dann stinkt's nur noch mehr. Geh davon weg, und merk dir, wie's gerochen hat, damit du beim nächsten Verlierer früher Lunte riechst. (Zitat Wildwusel)

  10. Inaktiver User

    AW: Tod in der Kurzzeitpflege - Fragen...

    Auch von mir mein Beileid

    Wenn liebe Menschen so - irgendwie doch - plötzlich aus dem Leben gerissen werden, ist es immer schwer zu verstehen. Mensch fragt sich, wie das passieren konnte, hatte jemand Schuld, war es vermeidbar? Und dazu kommen all die Nachrichten über die teilweise unsäglichen Zustände in den Altenheimen, die ich beruflich auch nur allzuoft sehen muss.

    Liebe Agathe,
    Gewissheit kannst du nur durch eine Obduktion erhalten, die du mit Sicherheit nicht selbst bezahlen musst, denn es bleibt letztendlich ein „Tod aus ungeklärter Ursache“. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft können ihre Entscheidung auch revidieren, wenn du als Angehörige darauf bestehst.

    Und genau DAS ist die Frage:

    Was würde DIR ein Obduktionsergebnis bringen? Was würdest du tun, käme heraus, dass deine Mutter tatsächlich eine Thrombose bekommen hätte?

    Dass eine Thrombose einen Schlaganfall hervorruft, ist sehr ungewöhnlich, eher eine Lungenembolie, die allerdings auch Unruhe, Sturz und Tod zur Folge haben kann und in einer Obduktion zweifelsfrei nachgewiesen werden könnte.

    Was, wenn ein Schädelhirntrauma mit schwerer Gehirnblutung die Todesursache war? Dann hat niemand „schuld“, dann ist es Schicksal gewesen.

    Ich kann gut verstehen, dass du Gewissheit möchtest.

    In D werden zu wenige Menschen obduziert, das nur nebenbei, so dass vermutet wird, dass Fremdverschulden viel zu selten erkannt wird.

    Ich weiß nicht, was ich an deiner Stelle tun würde. Wahrscheinlich das, womit ich besser leben könnte. Gewissheit kann hilfreich sein. Manchmal erleichtert sie sogar die Trauer.

    Lebendig wird deine Mutter leider nicht mehr, egal wie du entscheidest.

    Mein Beileid nochmals.

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