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  1. Avatar von Daphnia
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Willauch,
    Ich würde mehrgleiisig fahren.
    Reha-Kurzzeitpflege, Pflegedienst vor Ort (und vielleicht infos über Heime schicken lassen).

    Bei unserem Vater (geistig bis zum Schluss ok) wurde von der Entlass-Schwester des KH sogar vorgeschlagen, die Pflege ambulant zu versuchen.
    Vater-92 jahre, verwitwet,alleine in einem Bungalow wohnend, nach einer op auf Rollstuhl angewiesen.

    Es klappte 3 Jahre lang, wie diese Schwester und der Sozialdienst rieten.
    (Ihre Worte: auch im Heim wird nicht alle 5 minuten nach Ihrem Vater geschaut....).

    Mehrmals täglich kam der Pflegedienst, nachts hatte er einen Noruf. Wäsche, Essen kochen, Einkauf, staubsaugen machte eine Zugehfrau. Sonntags kam ich.
    Er war so zufrieden. Es klappte.

    Probiert es aus. Und informiert euch zusätzlich bez. Heimplatz.
    Alles Gute daphnia

  2. Avatar von Raratonga
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Super, dass der Vater so zufrieden war, Daphne!

    Hatte er denn außer der Tochter, der Zugehfrau und den Pflegedienstmitarbeitern noch Sozialkontakte? Wenn er noch Besuch von Freunden, Nachbarn und Bekannten bekam, war es sicher ideal, es so zu versuchen.

    Allerdings weiß ich auch von vereinsamten alten Menschen, die einen Stab von Pflegedienstmitarbeitern und sonstigen Hilfen beschäftigen, aber ansonsten einsam herumhocken.
    Da leistet ein Heim unschätzbare Dienste durch die Kontakte und Freundschaften, die man dort haben kann, durch die Gemeinschaftsveranstaltungen, Feste und Geburtstage, die dort gefeiert werden, den behindertengerechten Garten, die Kulturveranstaltungen und die Gespräche. Faschingsfeier, Sommerfest, Grillen im Garten, Advents- und Weihnachtsfeiern, gemeinsames Plätzchenbacken, das Kümmern um Mitbewohner, die noch schlimmer dran sind.

    Die Gymnastikgruppen, Englischstunde, das gemeinsame Singen, die Diavorträge über ferne Länder, die Zeitungs- Vorlesegruppe und die Gruppe für die Heimzeitung. Der Besuch des Kindergartens und die Vorspiele der Musikschule dort...

    All das verpasst man, wenn man an dem bisherigen Zuhause zu lange festhält... oder wenn man erst in einem derart desolaten Zustand dort einzieht, dass das Heim kein neues Zuhause mehr werden kann.

  3. Avatar von Daphnia
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Raratonga,
    das erstere war zum Glück der Fall.
    Er war ein offener Mensch, auch seine Terassentür war nicht abgegeschlossen. Er lebte in einem kleinen Dorf mit enger Nachbarschaft-Reihenhäuser.
    Wer zum Bus ging, schaute für 5 min bei ihm rein.

    Das ist nicht selbstverständlich. Deshalb mein Hinweis, auf jeden Fall schon Heiminfos zu erlangen.

    Im übrigen hätten wir Schwestern ihn nicht gepflegt-er war uns zu manipulativ-bei Fremden nicht.
    Er hatte wohl immer gehofft, dass unsere wesentlich jüngere Mutter ihn pflegen würde.
    Aber das Schicksal liess sie 15 Jahre vor ihm sterben. Er war sann allein.
    Die letzten 3 monate seines Lebens war das Konstrukt nicht mehr lebbar-mit 95 musste er ins Pflegeheim. Er nannte das " Altenknast".
    Und Nicht jeder mag Kindergartensingen-und die Angebote des Heims waren natürlich auf die Frauen ausgerichtet, die weit in der Mehrzahl waren. Im Heim war er einsamer. Memorierte da im Kopf seine Lateintexte aus der Schulzeit.

    Aber die TE muss alle Infos auf ihre Eltern rechnen. Jede Situation ist anders. (Wir Töchter waren halt über die Infos der Entlass-Schwester überrascht. Wir kannten die Angebote der Sozialstation gar nicht genau. Für unseren Vater war es eine gute Lösung.)
    Daphnia


  4. Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Ich hatte so eine Phase mit meinem eigenen Vater durchgemacht, jedoch hat sich seine (viel viel) jüngere zweite Frau gut um ihn gekümmert und er wollte uns eigentlich auch nicht sehen (nur seine Frau).

    Aber jetzt gehe ich mit meiner Mutter durch eine wirklich haarige Sache durch. Ihr Mann hatte (nach zwei Jahren leichter bis dann schlimmer Demenz) zwei Schlaganfälle und liegt jetzt in einer Reha Klinik, die er wohl nicht mehr verlassen wird.

    Er kann nicht mehr gehen, essen oder reden. Er wird nicht künstlich ernährt, weil das gegen die Patientenverfügung gehen würde. Aber meine Mutter versucht jeden Tag, dass er wenigstens etwas isst und trinkt.

    Seine Kinder machen ihr grosse Vorwürfe wegen seiner Patientenverfügung und tun so, als ob sie ihn sterben lassen würde. Man könnte ihn noch lange künstlich am Leben erhalten aber er bekommt fast nichts mehr mit. Es war schon direkt nach den beiden Schlaganfällen so.

    Er ist auch schon 90. Und jetzt attackieren zwei seiner Kinder meine Mutter und sie wohnt weit weg. Ich kann sie so nur am Telefon stützen und sie eben bald wieder einmal über ein Wochenende besuchen aber es macht mich verrückt, dass diese Frauen sie anschreien. Eine von ihnen wurde schon eimal aus dem Heim verwiesen. Ich habe schon versucht, mit seinen Kindern zu reden aber sie blockieren jede Kommunikation.

  5. Avatar von Daphnia
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    oje Annak.
    das ist doch das Scenario, das jeder für sich oder die Angehörigen fürchtet.
    Man ist so hilflos. Und dann noch Streitereien innerhalb der Familie.(da kommt sicher manch Unverarbeitetes seitens der Töchter zutage).
    Ich denke, schon die Moralische Unterstützung per Telefon durch dich hilft deiner Mutter.
    Alles Gute daphnia


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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Ich kann das Thema Heim nicht ansprechen. Auch die Dame vom sozialen Dienst hat es nicht angesprochen. Mein Vater ist erst 67 und stand mit meiner Mutter mitten im Leben. Ich denke das wird wenn dann ein Prozess und muss abgewartet werden da er noch eine lange Zeit in der Reha vor sich hat. Bisher entwickelt er sich gut. Ich würde meiner Mutter damit im Moment jede Hoffnung nehmen...


  7. Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Der Behindertenausweis hilft ihr gerade jetzt sehr weil sie den Weg vom Parkplatz in die Klinik wegen ihrer Hüfte schlecht schafft und sie nun auch bei Banken Supemarkt etc vor der Tür parken kann

  8. Avatar von Monkele
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Ja, wenn sie das dafür passende Merkzeichen bekommt und da sind die Hürden hoch.
    Unsere Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge des Lebens
    ist eine unerschöpfliche Quelle des Glücks.

    Claude Monet


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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Ich denke mal, das wird sie. Meine Tante hatte ein ähnliches Hüftproblem und hatte das auch.


  10. Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Hallo zusammen. Ich melde mich mal wieder mit positiven Nachrichten. Bei meinem Vater wurde die Trachealkanüle gezogen. Er spricht wie ein Wasserfall und ist schon mal ganz kurz gestanden. Die Lähmung im Gesicht ist fast verschwunden-Arm und Bein wie gehabt. Alles hat sich ein wenig eingependelt. Meine Mutter kommt immer besser alleine klar. Nächste Woche ist ihre Voruntersuchung zur Hüft Op. Ich hoffe nun sie bekommt ihren Wunschtermin und wir können sie gut begleiten.

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