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  1. Avatar von bifi
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    @raratonga
    Da bin ich ganz bei Dir. Sehe ich alles genau so.


  2. Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    @bifi, raratonga: alles, was Ihr schreibt, ist in der Regel auch mein Kritikpunkt an dem Modell. Ich stehe dem Modell auch sehr kritisch gegenüber, wenn es darum geht, eine Person alleine zu pflegen, und noch dazu dauerhaft.

    Aber, jetzt mal ehrlich: wenn die Ehefrau pflegen würde, wäre es doch genauso. Rufbereitschaft 24 h usw.

    Ich denke, dass es in dieser spezifischen Situation (Platz vorhanden, Geld vorhanden, Ehefrau vor Ort nur wegen Hüft-OP körperlich nicht voll belastbar) ein gutes Modell wäre, wenn nur ein begrenzter Zeitraum überbrückt werden müsste.
    Da müsste ja die Pflegekraft auch nicht alles machen, sondern eben das, wozu die Ehefrau nicht in der Lage wäre.
    Sowas wie Essen kochen, was zu trinken bringen etc. möchte die Ehefrau doch ohnehin sicher gerne für ihren Mann machen.

    Wenn man zu zweit ist, ist vieles einfacher. Und das Leben leichter zu organisieren, als wenn man täglich zu festgelegten Zeiten auf den Pflegedienst warten muss.

    Ehrlich, ich halt im allgemeinen nicht viel von diesem Modell, aber hier in diesem speziellen Fall könnte ich es mir gut vorstellen.


  3. Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Danke für euren Input... vielleicht haltet ihr mich für total naiv aber ich dachte eigentlich das er nach der Reha wieder nach Hause kann? Er kann sprechen, die linke Seite ist gelähmt aber der Physio sieht Potential, er kann schlucken. Das Haus ist im EG barrierefrei. Ich dachte die Reha dauert Monate und ich habe die Hoffnung das meine Mutter bis dahin wieder so fit ist das sie mit Pflegedienst und Putzfrau/Haushaltshilfe klar kommen... Über ein Heim haben wir ehrlich gesagt noch garnicht nachgedacht 😳


  4. Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Willauch, genau an den Fall dachte ich - falls er und Deine Mutter nach der jeweiligen Reha eben doch noch nicht so fit sind, dass sie das alleine wuppen können, aber absehbar ist, dass es im Prinzip zu Hause wieder gehen wird - aber evtl. beide noch ein paar Monate "Schonfrist" brauchen. Das wird man ja erst am Ende der Reha sehen.


  5. Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Ich habe einfach so keine Vorstellung und gehe daher von Monaten aus. Aber wenn es schneller gehen sollte und sie dann noch nicht wieder fit ist geht es natürlich nicht allein... Er macht auf alle Fälle gute Fortschritte laut Arzt heute so gut wie manch andere in Wochen nicht! Und sogar der linke Fuß ging heute ein wenig zu bewegen 😊

  6. Avatar von Raratonga
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen

    Aber, jetzt mal ehrlich: wenn die Ehefrau pflegen würde, wäre es doch genauso. Rufbereitschaft 24 h usw.

    Ich denke, dass es in dieser spezifischen Situation (Platz vorhanden, Geld vorhanden, Ehefrau vor Ort nur wegen Hüft-OP körperlich nicht voll belastbar) ein gutes Modell wäre, wenn nur ein begrenzter Zeitraum überbrückt werden müsste.
    Da müsste ja die Pflegekraft auch nicht alles machen, sondern eben das, wozu die Ehefrau nicht in der Lage wäre.
    Sowas wie Essen kochen, was zu trinken bringen etc. möchte die Ehefrau doch ohnehin sicher gerne für ihren Mann machen.

    Wenn man zu zweit ist, ist vieles einfacher. Und das Leben leichter zu organisieren, als wenn man täglich zu festgelegten Zeiten auf den Pflegedienst warten muss.

    Ehrlich, ich halt im allgemeinen nicht viel von diesem Modell, aber hier in diesem speziellen Fall könnte ich es mir gut vorstellen.

    Zum ersten Punkt: Viele Ehefrauen machen sich auch mit der Pflege kaputt - 24 Std Rufbereitschaft ist eben dauerhaft nicht zumutbar - niemandem.

    Und im konkreten Fall ist die Ehefrau ja selber rekonvaleszent, muss sich um ihre Gesundheit kümmern und darf die Hüfte erst nach und nach voll belasten.
    Wie will man denn so "kochen, was zu trinken bringen" (selber mit Krücken!)? Selbst wenn sie es gerne machen würde, geht es eben noch nicht!

    Fakt ist, dass die meisten Frauen (ja, es sind in den allermeisten Fällen Frauen!) sich durch die Pflege Angehöriger völlig kaputt machen, bis zum Burn Out oder einen anderen Krankheit und zum Schaden der Familie/Ehe.

    Klar, für die Kinder ist es bequem, Mama macht ja alles gerne und ein Heim ist eh schlecht und außerdem so teuer...

    Die angedachte Polinnen-Lösung halte ich nur für einen kurzen Zeitraum für vertretbar, wenn noch nicht klar ist, wie weit der Vater sich erholt.
    Aber letztlich kann er auch erst in Kurzzeitpflege gehen, da sieht man auch, wie es sich in professionellen Händen erholt.
    Nach Hause kann man ihn jederzeit holen. Umgekehrt, ihn doch ins Heim zu bringen, wird nur gehen, wenn die Mutter völlig auf dem Zahnfleisch daher kommt.

    Ich halte viel von guten Heimen, die es durchaus gibt! Und ich verstehe den Horror davor ehrlich gesagt nicht...
    Meine Mutter zum Beispiel ist im Altenheim regelrecht aufgeblüht!!

    Dass es bei Überforderung der pflegenden Angehörigen zuhause oft zu Pflegefehlern und sogar psychischer und physischer Gewalt kommt, ist eine Tatsache, aber es ist ein Tabu, darüber zu sprechen.

  7. Avatar von Monkele
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Willauch, gibt es denn da, wo dein Vater jetzt ist, einen Sozialdienst? Wenn ja, dann würde ich dort einen Termin ausmachen und mich beraten lassen. Dazu ist es sicher eine gute Idee, ihn auf die Wartelisten für einen Kurzzeitpflegeplatz setzen zu lassen, denn manchmal geht die Entlassung schneller, als gedacht. Absagen kann man immer noch.
    Unsere Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge des Lebens
    ist eine unerschöpfliche Quelle des Glücks.

    Claude Monet


  8. Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Willauch, das sind doch erstmal sehr gute Nachrichten, dass Dein Vater so gute Fortschritte macht.

    Was Deine Mutter angeht - wenn es ihre zweite Hüfte ist, dann kennt sie das ja schon. Meine hatte im Oktober eine solche OP, und ist selbst noch ganz erstaunt, wie schnell sie wieder ziemlich einsatzfähig war. Knapp 5 Wochen nach der OP (knapp 2 Wochen KH, 3 Wochen Reha) kam sie nach Hause und konnte allen Alltagskram (in den ersten 3 Wochen noch mit leichten Einschränkungen) außer Putzen alleine bewältigen. Trotz Wohnung im 2. OG ohne Lift. Einkaufen, kochen, Wäsche waschen etc.
    Aber eben auch Arztbesuche und Physio - das heißt mit noch einer ebenfalls nicht so ganz fitten Person zu Hause dann doch schwierig, wenn man diese Person nicht lange alleine lassen will - nur mit Pflegedienst sicher schwer abzufangen, falls Dein Vater da doch noch mehr Unterstützung braucht, wenn er nach Hause kommt.


  9. Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Zitat Zitat von Monkele Beitrag anzeigen
    Willauch, gibt es denn da, wo dein Vater jetzt ist, einen Sozialdienst? Wenn ja, dann würde ich dort einen Termin ausmachen und mich beraten lassen. Dazu ist es sicher eine gute Idee, ihn auf die Wartelisten für einen Kurzzeitpflegeplatz setzen zu lassen, denn manchmal geht die Entlassung schneller, als gedacht. Absagen kann man immer noch.
    Ja da war meine Mutter gestern auch und ist mit vielen Infos versorgt worden. Hilfe Nr1 sie haben beide Anspruch auf einen Schwerbehinderten Ausweis und die Dame beantragt ihn auch gleich. Eine riesige Erleichterung für meine Mutter!!

  10. Avatar von Monkele
    Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Ich will die Freude ja nicht trüben, aber das ist nur ein Bruchteil und manchmal leider nicht so hilfreich, wie es eigentlich nötig wäre (ich spreche aus eigener Erfahrung, denn ich besitze auch einen ). Bitte denkt über die Wartelisten nach.
    Unsere Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge des Lebens
    ist eine unerschöpfliche Quelle des Glücks.

    Claude Monet

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