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  1. Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Mir sind die "täglichen Besuche" zwar auch aufgestoßen, aber ich glaube, das bezog sich auf den Vater, dem es im Moment sehr schlecht geht, und den die Mutter im Moment täglich besucht (was ich in ihrer Situation auch tun würde) und wo sie das Gefühl hat, das ist im Moment noch sehr wichtig.

    Aber ich würde auch unterscheiden, ob das eingefordert wird oder ob es einem ein Bedürfnis ist.

    willauch, ich denke Schritt für Schritt ist eine gute Sache. Und gerade für so eine Überbrückungszeit, wenn noch nicht klar ist, wohin die Reise geht, denke ich eine 24-Stunden-Pflegekraft im Haus wäre vermutlich die beste Lösung, wenn Dein Vater irgendwann aus der Reha kommt (was ja noch eine ganze Weile dauern wird, denke ich). Dann habt Ihr Luft zum Überlegen.

  2. Avatar von bifi
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Oh Gott, 24h Pflege, wisst ihr was das heißt? Wer soll das machen und was kostet das?
    "Schau lange und genau auf die Dinge, die dich erfreuen - zumindest länger als auf die Dinge, die dich ärgern."
    Sinonie - Gabriele Colette


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    Aristoteles - Griechischer Philosoph


  3. Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Bifi, es gibt inzwischen die Möglichkeit, völlig legal Pflegekräfte aus Osteuropa zu beschäftigen. Das ist kaum teurer als wenn ein Pflegedienst mehrmals am Tag ins Haus kommt und die Pflege übernimmt (wenn man eben den Platz hat, der Person ein Zimmer zu stellen) und hat den Vorteil, dass die Person mit im Haushalt lebt, auch nachts da ist, wenn was sein sollte etc. Natürlich hat die auch einen freien Tag pro Woche usw., aber gerade, wenn die körperlich wegen der Hüfte eingeschränkte, aber ansonsten völlig fitte Ehefrau mit im Haushalt lebt, und die Töchter in so einer Entfernung, dass sie sich evtl. abwechseln können und jeweils am freien Tag eine der beiden kommt und der Mutter hilft (d.h. jede alle 14 Tage), halte ich das für eine gute Lösung, um mal eine gewisse Zeit zu überbrücken, um zu sehen, kann es zu Hause weitergehen, bessert sich der Zustand so, dass das möglich ist, oder muss man doch eine Heimunterbringung suchen. Es verschafft einem Zeit.

    Wir hatten letztes Jahr den Fall (allerdings eine schwere Krebserkrankung im Endstadium), bei dem mein Schwiegervater innerhalb sehr kurzer Zeit pflegebedürftig wurde, und da kam dann der Pflegedienst eben einmal am Tag, und der Rest hing an der Ehefrau. Die Hauptbelastung bestand darin, dass sie immer Angst hatte, nachts mit ihm allein zu sein und er stürzt, bzw. auch tagsüber oft Angst hatte, überhaupt einkaufen zu gehen. Eine zweite Person im Haus, die eben auch die pflegerischen Dinge macht, für die die Ehefrau gerade einfach auch körperlich nicht die Kraft hat, ist da eine unglaubliche Entlastung.

  4. Avatar von bifi
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Sorry tigerente, ich halte davon nichts. Ich bin vom Fach und weiss wovon ich rede. Möchte aber nicht weiter darauf eingehen, ist jetzt OT.
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  5. Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    bifi, ich bin zwar nicht vom Fach, aber als Dauerlösung halte ich auch nichts davon. Aber um mal ein halbes Jahr zu überbrücken, bis es entweder wieder alleine geht oder eine gute Dauerlösung gefunden ist, ist es eine gute Sache, denke ich. Gerade auch, wenn noch jemand mit im Haushalt wohnt, der die Pflege aus körperlichen Gründen nicht leisten kann, aber ja anwesend ist und mithilft.

  6. Avatar von bifi
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Ja, wenn man das Geld hat, wenn man den Platz hat; wenn es Deinen Eltern nicht ausmacht, dass ständig ein fremder Mensch im Haus (Wohnung) ist.
    Falls man jemanden findet, bei dem die Chemie passt. Falls man sich sicher sein kann, dass man nicht ausgenutzt wird, u.s.w.
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  7. Avatar von bifi
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Außerdem meine ich, dass es nicht nötig sein wird. Nehmt alle Unterstützung an, die es regulär gibt, lasst dem Vater und der Mutter Zeit für die Reha, das wird schon.
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  8. Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Guten Morgen meine Oma hatte über längere Zeit solch eine osteuropäische Kraft im Haus. Ich kenne das Modell. Bei meiner Oma lief das gut-sie war allerdings verwirrt aber nicht pflegebedürftig. Wie gut die osteuropäischen Kräfte darin sind weiß ich nicht. Im Moment ist das alles aber auch nicht einschätzbar da wir nicht wissen wie sich sein Zustand ändert/ verbessert. Aber danke für eure Anregungen 👍


  9. Registriert seit
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Zitat Zitat von bifi Beitrag anzeigen
    Sorry tigerente, ich halte davon nichts. Ich bin vom Fach und weiss wovon ich rede. Möchte aber nicht weiter darauf eingehen, ist jetzt OT.
    .

  10. Avatar von Raratonga
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    AW: Vater schwer krank und nichts ist mehr wie vorher...

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Und gerade für so eine Überbrückungszeit, wenn noch nicht klar ist, wohin die Reise geht, denke ich eine 24-Stunden-Pflegekraft im Haus wäre vermutlich die beste Lösung, wenn Dein Vater irgendwann aus der Reha kommt (was ja noch eine ganze Weile dauern wird, denke ich.
    Die osteuropäische Frau soll 24-Stunden Rufbereitschaft haben, mit nur 1 freien Tag pro Woche?

    Eigentlich geht das gegen alle Arbeitszeitgesetze und es wird ein Gesetz aus den 50iger Jahren ausgenutzt, was für die SOS Kinderdorfmütter gemacht wurde:
    Die üblichen Arbeitszeiten (8 Std pro Tag!) dürfen überschritten werden, wenn die "Pflegenden mit dem zu Pflegenden in häuslicher Gemeinschaft leben ".

    Hier wird dieser Missstand bewusst toleriert, auch von der Politik, weil ohne die osteuropäischen Pflegerinnen alles zusammenbrechen würde.

    Zitat Zitat von bifi Beitrag anzeigen
    Falls man sich sicher sein kann, dass man nicht ausgenutzt wird, u.s.w....
    Ausgenutzt wird in diesem Falle das Wohlstandsgefälle zwischen Ost und West und die Pflegerin!

    Bei diesem Modell hapert es nicht nur an der Verständigung, professionell geht eben anders und kostet halt seinen Preis...

    Ich würde den Vater vorsorglich schnellstmöglich auf die Warteliste von mehreren guten Heimen in der Nähe setzen lassen, absagen kann man den dort Platz dort jederzeit.
    Das wird auch für die Mutter das beste sein, sie soll ihn lieber täglich besuchen und eine schöne Zeit mit ihm verbringen, anstatt sich kaputt zu machen.

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