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  1. Registriert seit
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    plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Ich habe heute mal ein etwas komplexeres Problem, ich weiß noch nicht mal, in welchem Forum genau ich fragen sollte, passt ebenso in "Sucht" oder in "Trennung".
    Es geht um eine mir bekannte Familie, die mir gerade aufgrund einer üblen Krise völlig überrumpelt erscheint und ich würde gerne mal die Schwarmintelligenz nutzen, um Informationen zur (hauptsächlich rechtlichen) Lage zu sammeln, um sie evtl. mal in die richtige Richtung zu schubsen, wo sie Hilfe bekommen, bzw. auf die Reihe zu bekommen, was nun in welcher Reihenfolge zu geschehen hat.

    Die Ausgangslage: Ehepaar, seit 2 Jahren getrennt lebend, noch nicht geschieden (vermutlich auch da noch gar nichts so richtig eingeleitet), ein Sohn Mitte 20, aus beruflichen Gründen mehrere 100 km weit weg lebend, ein Sohn im Teeny-Alter, noch zu Hause lebend (bisher halb bei Mutter, halb bei Vater).
    Die Frau kam jetzt akut ins Krankenhaus, Diagnose ist, dass sie aufgrund von vermutlich jahrzehntelangem Alkoholmissbrauch dement ist (sie ist Ende 50) und vermutlich nicht wieder geschäftsfähig werden wird, bzw. nicht ohne Unterstützung alleine leben kann. Es soll eine Betreuung eingesetzt werden, das will weder Noch-Ehemann noch erwachsener Sohn machen (was ich verstehen kann). Der Sozialdienst der Klinik versucht gerade, Kurzzeitpflege in irgendeinem Pflegeheim zu organisieren, wie es danach weitergeht, ist unklar.
    Die Frau hat eine relativ teure große Wohnung gemietet (in der gleichen Straße, in der der Mann wohnt), in die sie vermutlich nicht wieder einziehen wird. Ich gehe davon aus, dass sie relativ bald frühverrentet werden wird aufgrund der ärztlichen Diagnose, wobei ich keine Ahnung habe, wie schnell das geht.

    Ich wüsste jetzt gerne: wer müsste sich (rein rechtlich, nicht moralisch, das ist nochmal eine ganz andere Sache) irgendwann um die Wohnungsauflösung kümmern? Wer müsste sich um einen Dauerpflegeplatz kümmern? Der dann eingesetzte Betreuer? Der ja immer noch mit ihr verheiratete Mann oder der erwachsene Sohn? Macht es mehr Sinn, die Scheidung jetzt mal auf den Weg zu bringen oder eher einfach weiter abzuwarten?
    Wer kümmert sich jetzt erstmal um die Arzt- und Pflegerechnungen, die auflaufen? (Beamtin, also Beihilfe und private KV) Macht es Sinn, wenn der Noch-Ehemann oder Sohn zumindest dafür sich erstmal eine Vollmacht geben lässt von der Frau, solange noch nicht offiziell ist, dass sie nicht mehr geschäftsfähig ist? Einfach, damit er sich darum kümmern kann? (Wobei ich mir nicht sicher bin, ob einer von den beiden das will - aber abgesehen vom Wollen, wer müsste?)
    Kontovollmachten etc. hat natürlich auch keiner.

    Kennt sich hier irgendwer mit sowas aus?

  2. Avatar von brighid
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    wenn die direkten angehörigen nichts mit ihr zu tun haben wollen- ist der bestellte betreuer für alles zuständig.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern


  3. Registriert seit
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    wenn die direkten angehörigen nichts mit ihr zu tun haben wollen- ist der bestellte betreuer für alles zuständig.
    Und die direkten Angehörigen haben da keine Pflichten?

  4. Avatar von Mambi
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Und die direkten Angehörigen haben da keine Pflichten?
    Finanzielle auf jeden Fall.
    Kosten für die Unterbringung z. B, sofern die Rente nicht reicht.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"


  5. Registriert seit
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Warum haben die sich denn nicht scheiden lassen?

    Rechtlich ist es so, dass der amtierende Ehemann unterhaltspflichtig im Sinne des Eherechts ist.

    Organisatorisch müssen tut man so ziemlich nie. Wie auch? Finanziell wird sich sicher beim Ehemann schadlos gehalten - wenn die eigenen Mittel der Frau als Beamtin nicht ausreichen.

    Wenn eine Betreuung eingesetzt wird, dann ist es doch geklärt - sorry, ich glaube ich verstehe nicht, was du wissen willst

    "Zwingen" sich zu kümmern kann man Ehemänner nie - und zwar vollkommen egal ob die Ehefrau dement ist oder sich geistig bester Gesundheit erfreut.

    Was will denn der Ehemann? Ich frage, weil sich einerseits ewig und 3 Tage nicht scheiden lassen und andererseits in so einer Notlage nicht mehr willens sein, der Ehefrau und Mutter der gemeinsamen Kinder organisatorisch beizustehen - das ist schon auch ein Kaliber vor dem Herrn....


  6. Registriert seit
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Wer bezahlt eigentlich den Betreuer?

  7. Avatar von Mambi
    Registriert seit
    22.08.2017
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Bei einem Berufsbetreuer berechnet sich das aus dem vorhandenen Vermögen, sprich, der zu betreuende zahlt das.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"


  8. Registriert seit
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Bei einem Berufsbetreuer berechnet sich das aus dem vorhandenen Vermögen, sprich, der zu betreuende zahlt das.
    Ist das nicht das Ehevermögen bei bestehender Ehe?

  9. Avatar von taggecko
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Der Betreute- wenn die Mittel da sind. Sonst die öffentliche Hand.

  10. Avatar von brighid
    Registriert seit
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    das gericht, der betreuer, das heim wird sich finanziell an den angehörigen schadlos halten.

    wer sonst sollte dafür aufkommen?

    ob dann eine scheidung noch möglich ist, wenn sie nicht mehr geschäftsfähig ist- ist fraglich. ich glaube nicht.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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