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  1. Avatar von schafwolle
    Registriert seit
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Zitat Zitat von Pantanal Beitrag anzeigen
    Mich stört, dass hier nur geschrieben wird, wie der Mann am besten aus der Nummer raus kommt.
    So wirkt es auch mich ebenfalls.

    Der Mann dürfte, wenn die Frau Ende 50 ist, ebenfalls rund in diesem Alter sein.
    Warum kommt er nicht selbst auf die Idee, eine Beratung in Anspruch zu nehmen?
    Es ist ja auch ein minderjähriges Kind involviert.

    Zeigt er sich denn in Gesprächen mit Dir hilflos?
    Möchte er überhaupt einen Rat?


    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Insofern kann man zwar sagen, sie hat sich selbst dahin gesoffen, wo sie jetzt ist, aber der Mann hat ja dabei lange brav zugeschaut und auch nie einen Schlussstrich gezogen (z. B. durch Scheidung).
    Mit solchen Einschätzungen wäre ich sehr vorsichtig.
    Und mit Schlussfolgerungen erst recht.


  2. Registriert seit
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Und die direkten Angehörigen haben da keine Pflichten?
    nur finanziell
    Das Leben macht was es will und ich auch!


  3. Registriert seit
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Zunächst noch mal zur weiteren Klärung: beide Partner wollten die Scheidung in dem Sinne, dass klar war, sie kommen nie wieder zusammen und wollen das auch nicht. Beide waren nur zu bequem, entsprechende Schritte einzuleiten. Im Aussitzen sind sie echt groß.

    Was die Frau betrifft - die braucht nur Unterstützung, Beratung hilft gar nichts mehr, sie hat eine Stunde später schon wieder vergessen, was man ihr geraten hat. (Mir schickt sie zum Beispiel täglich Whatsapps, was ich ihr besorgen und mal eben schnell nach nebenan in die Klinik bringen soll - auch mal morgens um 8 Uhr ein Essen vom asiatischen Imbiss oder so. Und das nur, weil ich sie einmal besucht habe und sie deshalb denkt, die Klinik wäre direkt neben ihrer Wohnung. Vergisst aber immer wieder, wenn ich ihr schreibe, dass die Klinik nicht nebenan ist.)

    So gesehen hat MannMann recht, ein Außenstehender Betreuer wäre sicher das beste, dazu tendieren Ehemann und Sohn ja ohnehin. Und der Betreuer muss sich dann rechtlich auskennen, eine Rechtsberatung für die Frau wäre verschwendete Zeit, ehrlich, der Realitätsverlust und die Lücken im Kurz- und teilweise auch Langzeitgedächtnis sind enorm.

    Ich bin ehrlich gesagt in der Angelegenheit unparteiisch, aber ich denke halt, wenn man erstmal irgendwie handelt und das hinterher bereut und dann noch versucht, zu seinem Recht zu kommen, ist das übler für alle Beteiligten (auch die Kinder) als wenn man sich beraten lässt und eine gut informierte Entscheidung fällt.


  4. Registriert seit
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?a

    Wie schrecklich. Mir tut dabei auch der Teenager am allermeisten leid.
    Die Frau ist krank und da sollte es nicht um Eigenverschulden gehen.
    Was hätte der Mann denn machen sollen? Ihr die Wodkaflasche wegnehmen?


  5. Registriert seit
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Ich finde es falsch, das Ganze nur unter den rechtlichen und finanziellen Aspekten zu sehen. Da gibt es den Teenagersohn, der mit der Mutter zusammengelebt hat in ihrer Wohnung. Sein Zuhause soll aufgelöst werden, da geht es doch nicht einfach nur darum, wer den Krempel raustragen soll. Das ist doch auch emotional ein Brocken: Mutter weg, Wohnung weg.

    Nichts gegen die Scheidung und auch nichts gegen die Ablehnung die Betreuung zu übernehmen, das ist bei getrennten Paaren eh keine gute Idee. Aber ich finde, es sollte darauf geachtet werden, dass die Frau gut untergebracht wird und der Sohn die Sache gut übersteht. Bis jetzt klingt es so, als ob Vater und älterer Sohn nur ihre Haut retten und am liebsten nichts mehr damit zu tun haben wollen. Sehr unfair dem Sohn/Bruder gegenüber.

    Fazit: Falls ich mit dem Nachbarn ins Gespräch käme, wäre mein Beitrag, darauf zu achten, dass für alle gut gesorgt wird.


  6. Registriert seit
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Der Mann dürfte, wenn die Frau Ende 50 ist, ebenfalls rund in diesem Alter sein.
    Warum kommt er nicht selbst auf die Idee, eine Beratung in Anspruch zu nehmen?
    Es ist ja auch ein minderjähriges Kind involviert.
    Er hat sich bisher ja auch nur begrenzt erwachsen verhalten. Und genau eben auch um das minderjährige Kind geht es mir auch.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Zeigt er sich denn in Gesprächen mit Dir hilflos?
    Möchte er überhaupt einen Rat?
    Die Situation ist noch ganz frisch, das einzige Gespräch hatten wir vor wenigen Tagen, als er mir erzählt hat, was Stand der Dinge ist. Ihm blieb nichts anderes übrig, da er mich (ich hatte einen Wohnungsschlüssel von ihr, er nicht) zu Hilfe gerufen hat, als seine Frau niemandem mehr die Tür öffnete. Wir haben gemeinsam den Krankenwagen gerufen. Da habe ich natürlich alle paar Tage gefragt, ob man Genaueres weiß (da die Symptome auch genauso gut auf einen Schlaganfall hätten hindeuten können).
    Da mein Mann und ich schon mit pflegebedürftigen Angehörigen zu tun hatten, er aber noch nie, hatte ich schon den Eindruck, er sucht unseren Rat.


    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Mit solchen Einschätzungen wäre ich sehr vorsichtig.
    Und mit Schlussfolgerungen erst recht.
    Meine Einschätzungen und Schlussfolgerungen basieren auf dem, was ich in den letzten 15 Jahren da so beobachtet habe, aus Dingen, die beide Ehepartner mir erzählt haben und aus Erfahrungen mit alkoholabhängigen entfernten Verwandten.


  7. Registriert seit
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?a

    Zitat Zitat von Sturmfest Beitrag anzeigen
    Was hätte der Mann denn machen sollen? Ihr die Wodkaflasche wegnehmen?
    Das will ich jetzt nicht diskutieren - aber man kann sich jederzeit trennen, statt dem Partner weiter ein kuscheliges Nest zu bieten, in dem er seiner Sucht frönen kann.


  8. Registriert seit
    20.07.2010
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Ein bestallter Betreuer kennt sich rechtlich aus und wird im Sinne seiner Betreuungsperson handeln.

    Unter den Umständen hilflos auf das Gutdünken des Ehemannes angewiesen zu sein, stelle ich mir für die kranke Frau nicht gut vor....

    Alkoholismus ist eine Krankheit.
    Eine Scheidung wäre für die Frau womöglich das Beste in dieser hilflosen Situation. Dass der Mann aus alter Verbundenheit zu ihren Gunsten agiert, kann sein, kann auch nicht sein. Neutral ist meiner Ansicht nach bei solchen emotional-pekunären Verstrickungen immer besser.


  9. Registriert seit
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?a

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Das will ich jetzt nicht diskutieren - aber man kann sich jederzeit trennen, statt dem Partner weiter ein kuscheliges Nest zu bieten, in dem er seiner Sucht frönen kann.

    Die Problematiken der Co-Abhängigkeit sind dir bekannt? Irgendeinen Benefit wird er gehabt haben, sonst hätte er sich anders verhalten.
    Sucht + frönen - Alkoholismus ist eine Krankheit. Wäre er das nicht, könnten alle immer aufhören, wenn der Spaß Löcher bekommt

    Bei dir klingt das so, als ob sie gesoffen hätte um Mann und Kind zu quälen


  10. Registriert seit
    27.04.2005
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    AW: plötzlich dement, in Trennung lebend - was kommt jetzt?

    Zitat Zitat von Pantanal Beitrag anzeigen
    Ich finde es falsch, das Ganze nur unter den rechtlichen und finanziellen Aspekten zu sehen. Da gibt es den Teenagersohn, der mit der Mutter zusammengelebt hat in ihrer Wohnung. Sein Zuhause soll aufgelöst werden, da geht es doch nicht einfach nur darum, wer den Krempel raustragen soll. Das ist doch auch emotional ein Brocken: Mutter weg, Wohnung weg.
    Ehrlich gesagt, hat der Teenagersohn mit dem Vater zusammengelebt, in dem Haus, in dem er von Geburt an gelebt hat. Und dann hat er bei seiner Mutter noch ein Zimmer gehabt, in dem er geschlafen hat, wenn er bei ihr war, und ihren Computer im Arbeitszimmer für Computerspiele genutzt, die der Vater nicht bereit war anzuschaffen (zu Recht, Altersbeschränkung). Die Wohnung seiner Mutter war für ihn kein Zuhause, sondern ein Rückzugsort, wenn er mal eine Auszeit brauchte, weil die neue Freundin des Vaters, die ihn nicht mag (jaja, der Kerl kann einem wirklich nur schrecklich leid tun), mal wieder ein ganzes Wochende da war. Und das ist für ihn wirklich hart, dass der entfällt. Wir und eine andere Familie in der Straße, mit deren Sohn er ebenfalls befreundet ist, versuchen ihn schon ein bisschen aufzufangen, aber das ist natürlich kein Ersatz.

    Und die Mutter in diesem Geisteszustand zu erleben - wie furchtbar.

    Aber das meine ich ja damit, dass ich es so schrecklich finde, wenn alles an einen Betreuer delegiert wird. Ich finde schon, dass das Auflösen der Wohnung schon die nahestehenden Personen machen sollten - immerhin haben die noch bis vor 2 Jahren mit ihr zusammengelebt.

    Im Moment redet ja auch noch niemand von Wohnungsauflösung - aber ich sehe das als unausweichlich an, wenn die Heimkosten kommen, wer soll denn dann noch die wirklich hohe Miete zahlen?

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