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Thema: Legionellen

  1. Avatar von Judy666
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    723

    AW: Legionellen

    Einen 10jährigen würde ich auf jeden Fall mit ins Krankenhaus nehmen. Es ist ja sein Papa, der da liegt.

    Wir hatten das vor kurzem im Bekanntenkreis, dass die Mutter eines 4jährigen von jetzt auf gleich ins KH musste und ebenfalls ins künstliche Koma versetzt wurde. Es sah erst danach aus, dass sie nicht mehr aufwachen wird. Zum Glück hat sie es doch geschafft, aber es war eine lange Zeit, dass ihr Sohn sie nicht gesehen hat. Und ich persönlich fand das nicht richtig. Da kommt die Mama plötzlich ins Krankenhaus und wäre der schlimmste Fall eingetreten, hätte sich der Kleine nicht verabschieden können.

    Und ein 10jähriger ist schon alt genug, dass man ihm erklären kann was los ist und wozu welche Schläuche da sind und auch, dass der Papa zwar nicht reagieren kann, aber spürt, dass jemand da ist und mit ihm redet.
    Ich wünsche euch alles Gute!
    Kein Mensch kann in der Wüste leben und davon unberührt bleiben.
    Er wird fortan, wenn auch vielleicht kaum merklich, den Stempel der Wüste tragen.
    (Wilfried Thesiger)

  2. Avatar von _Melinda_
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    AW: Legionellen

    Ich kann Dir keine Einschätzung zu Deinem Sohn geben.
    Auf mich klingst Du aber sehr reflektiert und feinfühlig.

    Ich wollte nur berichten, dass es in meinem erweiterten Bekanntenkreis auch einen Legionellenfall gab.
    Es stand wirklich auf der Kippe, aber er hat es geschafft. Das "danach" ist auch nicht so einfach, aber es geht stetig bergauf.

    Alles Gute für Euch alle!


  3. Registriert seit
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    AW: Legionellen

    Das wichtigste ist, herauszufinden, ob dein Sohn mitgehen will! Mit 10 Jahren kann er das sicher schon gut kommunizieren. Und idealerweise sollte ihm vielleicht die zuständige Krankenschwester erklären, was ihn erwartet, wie sein Vater aussieht, wofür die Geräte sind an die er angeschlossen ist usw....Und die Idee, noch eine Begleitperson dabeizuhaben, falls es ihm zuviel wird, ist auch gut. Du könntest auch nach psychologischer Unterstützung fragen, manche Intensivstationen haben das. Alles Gute!

  4. Avatar von EnijaNeluna
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    5

    AW: Legionellen

    Ich danke euch allen für eure Antworten!

    Also es gibt einige Neuigkeiten. Ich habe meinen Sohn mitgenommen, habe ihm vorher alles versucht zu erklären, ihn oft gefragt ob er wirklich mit möchte. Für ihn war der Gedanke nicht zu wissen "WANN" er seinen Papa wieder sehen kann sehr schlimm.
    Allerdings ging dieser Besuch mächtig in die Hose. Es erklärt bekommen und selbst mit eigenen Augen sehen sind halt doch 2 Paar Schuhe. Er sah ihn und weinte, ich sah richtig wie er sich Sorgen machte und es ihm weh tut im Herzen. Sein Patenonkel war dabei, der ist mit ihm dann sofort raus und in die Cafeteria.

    Ich hatte ein unglaublich schlechtes Gewissen, und meinem Sohn ging das auch noch 1,2 Tage sehr nahe. Aber durch viel reden und erklären hatte er sich auch wieder beruhigt. Es war nicht die Angst vor den Geräten und Schläuchen, sondern die Sorge um seinen Papa. Er tat ihm leid, er hatte Angst um in ...

    Allerdings liegt sein Papa schon seit 3 Tagen wieder auf der normalen Station
    Er hat es also geschafft! Er ist wach, die Schläuche sind weg, die Entzündungswerte weiterhin rückläufig, die Antibiose schlägt wunderbar an. Gestern war ich dann wieder mit meinem Sohn bei ihm, und das war dann auch besser und schöner für ihn.

    Allerdings (und da würde ich mich auch über Erfahrungsberichte freuen) ist er unglaublich verwirrt, also der Papa. Total verpeilt. Die Schwester sagte es sei normal, allerdings nicht "warum". Kommt das nun von den Medikamenten? Oder hängt das mit dem künstlichen Koma zusammen?
    Also am schlimmsten ist die zeitliche Orientierung, er sagt zb er liegt schon den ganzen November im Krankenhaus (dabei ist er am 2. Dezember rein gekommen) Und er fragte unser Kind warum er die Schule schwänzt ... am Sonntag

    Ich hoffe das gibt sich mit der Zeit wieder. Aber wir sind einfach nur happy dass es aufwärts geht.


  5. Registriert seit
    20.11.2006
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    543

    AW: Legionellen

    Ich habe nur wenig Zeit, daher nur kurz:
    Das Verwirrt sein ist vollkommen normal. Kenne das von meiner Mutter, die nach einer Operation ins künstliche Koma versetzt wurde. Es normalisiert sich innerhalb einer Woche. Alles Gute für euch.

  6. Moderation Avatar von izzie
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    Beiträge
    9.399

    AW: Legionellen

    Bzgl. des Verwirrt-Seins, da spricht man, so weit ich weiß, von einem Durchgangssyndrom. Die behandelnden Ärzte können dir da sicher mehr sagen.
    A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
    (George R. R. Martin)

    Moderation von:
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