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  1. Registriert seit
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    Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Hallo zusammen,
    ich weiß nicht mehr ein noch aus. Mein Vater hatte dieses Jahr im April die Diagnose Blasen- & Prostatakrebs, Staging 2.
    O. P. erfolgte. Nach 2 Wochen zuhause auch Reha. Er kam nicht im besten Zustand zurück. Übelkeit und konnte kaum essen, hat abgenommen. Hatte Fieber und Arzt hat ihm Antibiotikum verschrieben.

    Trotzdem fuhr er 2 Wochen mit seiner neuen Freundin nach Dänemark (über 1000 km) und kam in einem erbärmlichen Zustand zurück. Wurde dann vom Arzt ins KH eingewiesen wegen schlechter Blutwerte.
    4 Wochen KH, unbeannter Infekt. 4 Untersuchungen (CT, Lymphdrüsenpunktion etc.) mit negativem Befund wurden gemacht. Kein Nachweis von Metastasen. KH sagt - Chemo, ansonsten machen wir nix.

    Vater hat sich praktisch selbst entlassen, da Chemo mit 56 kg und Fieber ohne Metastasen nicht sinnvoll erscheint.

    Eigentlich wollten wir ihn in anderes KH verlegen lassen, um den Infekt abzuklären. Stattdessen hat die Heilpraktikerfreundin ihn mit nach Hause genommen und mit Pülverchen behandelt. Gute Idee ZUSÄTZLICH, aber nicht stattdessen. Weiter Untersuchungen wurden unterbunden uns dann auch unter Androhung der Trennung erpresst (Wenn CT dann trenn ich mich...)

    Vater in seiner Verzweiflung und in völliger Schwäche (inzwisch auf 47 kg und im Erscheinungsbild wie ein KZ-Häftling (entschuldigt den Vergleich, aber SO sieht er aus!) abgemagert hat sich ihr "ergeben" und wir Kinder wurden nachdrücklich irgenwelcher Aktivitäten ausgeschlossen...

    Nach Zusammenbruch hat der Hausarzt ihn am nächsten Tag ins KH eingewiesen. Da ist er nun. Auf einer völlig falschen Station, die die nötige Pflege nicht leisten können. Und wollen. Aufgrund fehlender Diagnostik hat sich der SPVZ schon verabschiedet, Aufnahme auf Palliativstation ebenfalls ausgeschlossen. Geriatrische Abteilungen haben keinen Platz, Kurzzeitpflege ebenso nicht.

    Mein Vater liegt da, isst kaum, trinkt kaum, ist fix und fertig und heute bekommt er vom KH einen Zettel der die Entlassung anordnet und "bestätigt" was er alle angeblich alleine kann. Er kann NICHTS mehr alleine, auf dem Zettel steht - er kann eigentlich fast alles ohne Hilfe.

    WAS? WOHIN? Wir stehen im Rätselwald und die Uhr läuft. Er wird von A nach B verschoben, bzw. nicht und soll entlassen werden??? Er kann praktisch nichts mehr alleine! Ich verstehe null wie diese Einschätzung zustande kommt. Aber durch fehlende Diagnostik (im momentanen Zustand auch nicht mehr möglich) will ihn keiner, Plätze gibt es auch keine. 24 Std. Betreuung wäre vonnöten.
    Ich begreif die ganze Situation nicht. SPVZ springt ab, Palliativstation erklärt sich nicht für zuständig, die chirurgische auf der er momentan ist eh nicht, und dann steht da auf dem Zettel er könne alles alleine? Das stimmt absolut gar nicht!

    Wo kann ich ihn längerfristig und zeitnah unterbringen zum aufpäppeln? Geld ist leider auch keins vorhanden. Ich weiß nicht mehr weiter. Und in dem Zustand ist es eine Frage von Tagen wenn nicht endlich massive Betreuung stattfindet!

    Wer ist denn Ansprechpartner? Bis jetzt niemand. Alle winken ab und sind nicht zuständig. Bin total verzweifelt. Wer hat einen Tipp?

    Danke!
    Toastbrot

  2. Avatar von Sneek
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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Was ist SPVZ?


  3. Registriert seit
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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Sch. situation!
    Du bist nicht zu beneiden

    Dein Ansprechpartner ist dein Vater.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es zu dieser (Entlass)-Situation kam, weil dein Vater das so darstellt und will.

    War ja auch mit der "Heilpraktiker-Freundin" so, oder?
    Wo ist die abgeblieben?

    Es ist bitter und es ist schwer zu ertragen. Dein Ansprechpartner ist dein Vater. Solange er bei Sinnen ist, geht dich all das eigentlich gar nichts an. (Emotional ist das was anderes. Das ist mir sehr klar )

    Wenn er nicht mehr bei Sinnen wäre, käme es darauf an, ob du irgendwelche Verfügungen bekommen hast, bzw. ob er diesbezüglich was verfügt hat.

    So im Grundsätzlichen.

    Was will er denn?


  4. Registriert seit
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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Ich habe mit meinem Vater gesprochen. Er will eine 24 Stunden Betreuung. Wieso ist er mein Ansprechpartner? Also natürlich ist er das, aber seinen Wünschen wird ja nicht entsprochen. Er hat tierisch Angst davor wieder alleine zuhause zu sein. Die HEilpraktikerin hat Schluß gemacht...

    Ich verstehe jetzt gerade Deinen Post nicht. Er will und braucht 24 Stunden Betreuung und wir bekommen sie nicht.


  5. Registriert seit
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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    SPVZ ist der ambulante Palliativdienst


  6. Registriert seit
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    888

    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    In jedem größeren Dorf gibt es Agenturen für "24-Stunden-Pflegekräfte aus Osteuropa".
    Kontakt über das Internet oder Bekannte mit Pflegerin ansprechen.

  7. Avatar von Loop1976
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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Willkommen in der Bri

    Es gibt hier einige Stränge, an wen man sich wenden kann in einem solchen Fall.

    Es ist nunmal nicht so, dass es ein Rundumsorglospaket gibt.

    Kannst Du Dich vorübergehend kümmern, wenn Dein Vater aus dem Krankenhaus kommt?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


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  8. Registriert seit
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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    okay.
    Dann hatte ich das falsch verstanden. Es klang so "über seinen Kopf hinweg"

    Und seine Aktionen mit dem Urlaub und den "Pülverchen" und "mit nach Hause genommen" - sie wird ihn ja nicht entführt haben.

    Wie auch immer. Mit er ist dein Ansprechpartner meinte ich, du musst dich nach dem richten, was er will.

    Mit welcher Begründung fühlt sich der Sozialdienst nicht zuständig? Wenn die Palliativ sich nicht zuständig fühlt, sollte euch das übrigens freuen...

    Ich steige ehrlich gesagt bei deinen Infos auch nicht so durch
    Lass uns versuchen, einander zu kapieren

    Also, konkrekt. Was antwortet der Sozialdienst, wenn du da hin gehst und sagst mein Vater braucht....

  9. Avatar von Loop1976
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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Ohne Geld wird es natürlich schwierig.
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  10. Registriert seit
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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Bist du als Betreuerin für deinen Vater eingesetzt oder kannst du aufgrund einer Vollmacht für ihn handeln? Oder warum schreibst du immer "wir", wenn es um Dinge geht, die dein Vater erledigen oder organisieren müsste?

    Es wird nicht einfach sein, mir fällt spontan keine Stelle ein, die kostenlos rund um die Uhr Menschen pflegt, die sich nach ärztlicher Einschätzung selbst versorgen können. Und das, nachdem sie vorher ständig gegen jeden ärztlichen Rat gehandelt haben (anstrengende Reise nach Dänemark, Selbstentlassung aus dem Krankenhaus, Ablehnung der empfohlenen Therapie, Heilpraktikerin ...) und so diese Situation überhaupt erst herbeigeführt haben - das klingt nicht, als ob dein Vater ein angenehmer Patient wäre.
    Bist du sicher, dass dein Vater so hilflos ist, wie er sich darstellt, und die Ärzte da falsch liegen? Angst vor dem Alleinsein ist ja nun wirklich kein Grund für eine Pflege.

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