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  1. Registriert seit
    26.10.2016
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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Wenn dein Vater auf der fachlich falschen Station liegt (operative), weil es um die Abklärung des Infektionsgrundes und die Ausheilung selbiger geht, dann dringe darauf, dass das Krankenhaus ihn auf die zuständige Station verlegt.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.


  2. Registriert seit
    17.10.2019
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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Also es gibt News. Mein Vater wurde heute in ein Krankenhaus nach „außerhalb“ verlegt auf eine Gastroenterologie. Der Sozialdienst meinte bezüglich der Einschätzung „braucht kaum/keine Hilfe“ das sich dies oft gravierend vom tatsächlichen Bedarf unterscheidet. Na prima. Aber im neuen Krankenhaus gibts vermutlich ne neue Einschätzung.

    Morgen besuche ich ihn dort. Blöderweise wird am Wochenende wieder kaum jemand zu sprechen sein bzw. wahrscheinlich mein Vater eh nicht untersucht bisher.

    Bleibt mal abzuwarten was die dort jetzt machen...

    Allerdings nach meinen bisherigen Erfahrungen möchte ich gerne gewappnet sein - Plan B in der Tasche haben, falls die sich auch wieder nicht zuständig fühlen oder so.

    Jemand ne Idee?

    Pflegegrad muss ich morgen eroieren, ob es schon eine Einschätzung gab oder bei der Absicht stehengeblieben ist.


  3. Registriert seit
    03.12.2014
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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Zitat Zitat von toastbtrot Beitrag anzeigen
    Also es gibt News. Mein Vater wurde heute in ein Krankenhaus nach „außerhalb“ verlegt auf eine Gastroenterologie.
    Huch, innere Medizin hätte ich ja noch plausibel gefunden, aber wieso jetzt ganz konkret Gastroenterologie? Hast du von irgendjemand eine Begründung für diese Verlegung genannt bekommen? Wenn ja: Welche Begründung war das? Und wer hat dir das gesagt?

    Zitat Zitat von toastbtrot Beitrag anzeigen
    Morgen besuche ich ihn dort. Blöderweise wird am Wochenende wieder kaum jemand zu sprechen sein bzw. wahrscheinlich mein Vater eh nicht untersucht bisher.

    Bleibt mal abzuwarten was die dort jetzt machen...
    Versuch am Wochenende auf jeden Fall mit einer Pflegekraft zu sprechen, gerade auch über das Thema Hilfsbedarf und Aufpäppeln. Bitte denjenigen auch, wenn möglich mal in der "Kurve" (der Patientenakte) nachzusehen, ob da evt. schon irgendein Vermerk zu eventuellen Verdachtsdiagnosen oder zu geplanten Maßnahmen drinsteht. Es kann aber durchaus sein, dass da noch nix konkretes drinsteht, weil das erst am Wochenanfang genauer besprochen wird.

    Und melde bei der Pflege an, dass du sehr gerne möglichst bald mal mit einem behandelnden Arzt sprechen würdest.

    Ob es für ein Arztgespräch am Wochenende eine Gelegenheit gibt ist leider tatsächlich fraglich, da sind Ärzte oft nur in geringer Besetzung anwesend, teils für mehrere Stationen und im ungünstigsten Fall auch noch für die Notaufnahme zuständig sind. Manchmal hat man aber Glück, dass es gerade am Wochenende doch mal ein Zeitfenster für ein ruhigeres Gespräch gibt. Auf jeden Fall fragen / versuchen.

    Zitat Zitat von toastbtrot Beitrag anzeigen
    Jemand ne Idee?
    Ich würde an deiner Stelle möglichst bald einen behandelnden Arzt fragen:

    Warum wurde mein Vater auf die Gastroenterologie (und nicht wie zunächst geplant auf die Geriatrie/Palliativ) verlegt?
    Was können sie auf der Gastroenterologie tun, um seinen schlechten Allgemeinzustand zu verbessern?
    Ist auf der Gastroenterologie weitere Diagnostik geplant, wenn ja: Welche, warum, wann ?

    Außerdem würde ich den behandelnden Arzt schonmal vorsorglich darauf hinweisen, dass ihr wegen Kind/Beruf eine häusliche Versorgung definitiv nicht gewährleisten könnt. Dass daher vor einer eventuellen Entlassung, wann und wohin auch immer die wäre, unbedingt rechtzeitig Maßnahmen abgesprochen werden müssen, wie ggf. die Versorgung eures Vaters gewährleistet werden kann.

    Ich würde auch am Montag direkt Kontakt mit dem nun zuständigen Sozialdienst aufnehmen, und dem genau dasselbe (häusliche Versorgung nicht gewährleistet!) sagen.

    Ich wiederhole aber auch nochmal meine Anregung aus #40: Es wäre wahrscheinlich sinnvoll, wenn einer von euch sich mal einen (Wochen-)Tag frei nehmen könnte, um im Krankenhaus präsent zu sein. Am besten bei der Pflege angekündigt, so etwa: Ich nehme mir am Dienstag extra frei, bin vor Ort, dann ist es aber auch wirklich wichtig, dass ich an dem Tag tatsächlich mit Arzt und Sozialdienst Gespräche führen kann, weil ab Mittwoch muss ich wieder arbeiten. Bitte melden Sie das beim behandelnden Arzt so vorab an bzw. geben Sie mir Tipps, wann ich am besten wo sein soll.

    All diese Gespräche kann bzw. darf man aber eigentlich nur führen, wenn man (du oder dein Bruder oder ihr beide) per Vorsorgevollmacht dazu berechtigt ist. Bisher hast du dich dazu, wenn ich recht sehe, noch nicht geäußert: Gibt es eine Vorsorgevollmacht und falls ja: Wer von euch ist der Vollmachtnehmer? Falls es noch keine Vorsorgevollmacht geben sollte: In Krankenhäusern gibt es eigentlich immer Vordrucke für Vorsorgevollmachten, bei denen man nur Diverses (Name, Adresse) ausfüllen und eine Reihe von Kästchen ankreuzen muss. Diese Vollmachten sind meist nicht ideal, aber weitaus besser als wenn es gar keine Vollmacht gibt. Insofern: Falls es bisher keine Vollmacht geben sollte dann wäre das etwas, was man am Wochenende zusammen mit dem Vater machen könnte (und evt. sollte).

    Zitat Zitat von toastbtrot Beitrag anzeigen
    Pflegegrad muss ich morgen eroieren, ob es schon eine Einschätzung gab oder bei der Absicht stehengeblieben ist.
    Das wissen die Pflegekräfte wahrscheinlich nicht, da musst du mit dem jetzt zuständigen Sozialdienst (dem der neuen Klinik / Station) sprechen. Der Sozialdienst wird aber garantiert erst wieder am Montag tagsüber erreichbar sein. Die Pflegekräfte können dir sicher schon mal sagen, wer das ist, wann man ihn am besten erreicht, und dir die Telefonnummer/Zimmernummer geben.

    Ein Pflegegrad-Gutachten kann aber generell nur in "häuslicher Umgebung" (das bedeutet: Zuhause oder bei Dauereinzug im Heim oder Hospiz) erstellt werden. Im Krankenhaus geht das nicht, dort kann nur der Antrag auf Begutachtung losgeschickt werden. Insofern kann und wird es auch noch keine Einstufung geben. Der Antrag sollte aber, wenn irgend möglich, vor einer eventuellen Entlassung vom Krankenhaus aus losgeschickt werden. Weil nur das Krankenhaus die Möglichkeit hat, das Einstufungsverfahren zu beschleunigen (der sogenannte "Eilantrag"). Ob ein solcher (Eil-)Antrag schon losgeschickt wurde müßtest du den Sozialdienst fragen (ich vermute mal: wahrscheinlich nicht).

    Über einen Pflegegrad kann man aber keine 24-Std-Betreuung bekommen. Der Pflegegrad gibt einem (je nach Grad) nur ein Recht darauf, ein paar Minuten bis ein paar Stunden Hilfestellung durch einen ambulanten Pflegedienst pro Tag von der Pflegekasse bezahlt zu bekommen. Und der Pflegedienst, der das übernimmt, muss dann auch erstmal gefunden werden. Das sind aber Dinge, bei denen der Sozialdienst einen zumindest teilweise unterstützen kann.

    Vorerst sind das jedoch alles eh noch ungelegte Eier: Jetzt steht erstmal an, deinen Vater im Krankenhaus soweit wie irgend möglich zu stabilisieren und evt. noch weitere Diagnostik durchzuführen.

    Alles Gute und viel Kraft wünsche ich dir / euch!


  4. Registriert seit
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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Pflegegrad kannst du selbst beantragen- du bist dazu auf keinen anderen angewiesen.
    Und mach es einfach - bis die Maschinerie anläuft, dauert es sowieso und sollte es wieder so gut werden, dass es nicht gebraucht wird, kann man es immer noch absagen.

    Die Frage nach Chemo würde ich mir gut überlegen- es ist immer Gift und greift auch die gesunden Zellen an- da nützt auch der Begriff "palliative Chemo" nichts. Über die streiten sich die Geister sowieso, denn hier steht der "Geldeintreiber"-Gedanke immer dabei.

    Am Wochenende findet zwar weniger statt, aber Ärzte haben ja dennoch Dienst und es werden neue Untersuchungen gemacht.
    Hast du die Vorsorgevollmacht und kannst alles bestimmen? Steht dein Vater noch geistig klar zu allem?
    Dann kannst du zu jedem Arzt und fragen.
    Ich würde bei sowas auch den Hausarzt aufsuchen, der zwar damit erst einmal nichts zu tun hat, aber vielleicht doch noch einen guten Gedanken oder gar Kontakte.

    Wenn er von dir nicht versorgt werden kann, ist zuerst Kurzzeitpflege angesagt- auch das kannst du selbst beantragen.
    Solange er akut erkrankt ist- wie nun mit Fieber- gehört er, meiner Meinung nach, aber ins KKH. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er so entlassen würde. Ansonsten wurde ja schon gesagt- an den richtigen Stellen notfalls drohen. Zwar traurig, dass man solche Wege auch nur in Erwägung ziehen muss, aber die sehen nur das Geld und nicht den Menschen dahinter. Daran müssen sie offenbar manchmal erinnert werden.

    Meiner Erfahrung nach, sind übrigens "folgende Adressen"- also zB eine neue Klinik- immer sehr daran gelegen, es "besser" zu machen als die Vorgänger. Ist wohl so ein Konkurrenz-Dingen.
    Ist dann für den Patienten von Vorteil, denn es wird noch einmal und weiter hingeschaut- genau das wünsche ich euch!

    lg kenzia
    Geändert von kenzia (19.10.2019 um 05:38 Uhr)

  5. Avatar von jasmintee
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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Zitat Zitat von britwi Beitrag anzeigen
    Ein Pflegegrad-Gutachten kann aber generell nur in "häuslicher Umgebung" (das bedeutet: Zuhause oder bei Dauereinzug im Heim oder Hospiz) erstellt werden. Im Krankenhaus geht das nicht, dort kann nur der Antrag auf Begutachtung losgeschickt werden. Insofern kann und wird es auch noch keine Einstufung geben. Der Antrag sollte aber, wenn irgend möglich, vor einer eventuellen Entlassung vom Krankenhaus aus losgeschickt werden.
    haben wir gerade erst anders erlebt
    der soziale dienst vom krankenhaus hat zusammen mit den ärzten die einstufung vorgenommen und alles notwendige mit dem palliativteam welches wir ausgesucht haben angeleiert
    erst ein paar wochen später bei der erneuten beantragung der höheren pflegstufe bei uns zu hause wurde ein gutachten vor ort gemacht

    ich nehme an, je nach erkrankung und zustand gibt es da durchaus unterschiede


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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Da hier ständig der Begriff "Vorsorgevollmacht" in den Raum geworfen wird: Die nutzt hier gar nichts. Eine Vorsorgevollmacht greift erst, wenn der Vollmachtgeber nicht mehr selbst handeln kann, während dein Vater ja geistig völlig klar ist. Ihr dürftet eine Vorsorgevollmacht also im Moment gar nicht nutzen.

    Was ihr jetzt also allenfalls braucht, ist eine ganz normale Vollmacht. Aber auch dazu gibt es eigentlich keinen Grund, solange dein Vater selbst entscheiden kann. Es reicht doch, wenn er den Ärzten und dem Klinikpersonal sagt, dass sie mit euch reden sollen und dürfen, sie also von der Schweigepflicht entbindet. Es geht doch nur darum, dass ihr informiert seid, um den Vater bei seinen Entscheidungen zu unterstützen.


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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Zitat Zitat von stefanie63 Beitrag anzeigen
    Da hier ständig der Begriff "Vorsorgevollmacht" in den Raum geworfen wird: Die nutzt hier gar nichts. Eine Vorsorgevollmacht greift erst, wenn der Vollmachtgeber nicht mehr selbst handeln kann, während dein Vater ja geistig völlig klar ist. Ihr dürftet eine Vorsorgevollmacht also im Moment gar nicht nutzen.
    Wenn der Vater total klar, fit entscheiden kann- dann stimme ich zu.
    Mir kam es bei den Zeilen aber vor als ob der Vater durch die Krankheit sehr geschwächt ist.
    Schweigepflichts-Entbindung geht natürlich ebenso, auch das stimmt- muss man aber auch erst ausdrucken oder schreiben und unterschreiben- wenn eine Vorsorgevollmacht schon vorhanden ist, kann das einfacher sein.

    Bei Entscheidungen ist es dann schon ein Unterschied, denn wirklich mit-reden gehört dann doch wieder in den Vorsorge-Vollmacht-Bereich.

    Nur Infos erhalten ist nicht immer ausreichend und wenn ein Patient sehr geschwächt ist, kann es sehr unterstützend sein, wenn mich jemand ganz offiziell "in meinem Namen" vertritt (selbst, wenn ich noch selbst denken und entscheiden kann).
    Ich glaube auch, dass eine Vorsorgevollmacht bei Ärzten und Personal einen anderen Stellenwert hat als nur eine Schweigepflichts-Entbindung.


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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Zitat Zitat von stefanie63 Beitrag anzeigen

    Was ihr jetzt also allenfalls braucht, ist eine ganz normale Vollmacht. Aber auch dazu gibt es eigentlich keinen Grund, solange dein Vater selbst entscheiden kann. Es reicht doch, wenn er den Ärzten und dem Klinikpersonal sagt, dass sie mit euch reden sollen und dürfen, sie also von der Schweigepflicht entbindet. Es geht doch nur darum, dass ihr informiert seid, um den Vater bei seinen Entscheidungen zu unterstützen.
    Wenn das überhaupt notwendig ist......meine Großtante/Großonkel haben tatsächlich keine, trotzdem wurden beim letzten Krankenhausaufenthalt der Tante ganz selbstverständlich Krankheitsdetails diskutiert, sogar mit mir!


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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Wenn das überhaupt notwendig ist......meine Großtante/Großonkel haben tatsächlich keine, trotzdem wurden beim letzten Krankenhausaufenthalt der Tante ganz selbstverständlich Krankheitsdetails diskutiert, sogar mit mir!
    Wenn man das so erlebt, ist das natürlich toll!
    Das funktioniert- falls überhaupt (inzwischen ist das Thema Datenschutz überall groß) gerne nur solange, bis man anfängt, Fragen zu stellen.
    Wird es für Ärzte oder Personal unbequem (kann zig Gründe haben), kann sehr schnell die Frage nach Zuständigkeit erfolgen.

  10. Avatar von Sandra71
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    AW: Wohin mit meinem Vater - Rundumbetreuung erforderlich

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Ein Hospiz ist für Menschen, die austherapiert sind und im Sterben liegen.
    Das ist mir klar...aber fragen kostet nix, oder?

    Den Rest hab ich dann nicht mehr ganz verstanden, angeblich gibt es keine Metastasen, es soll aber eine Chemo gemacht werden (Warum? Nur zur Sicherheit?).
    Vermutlich entspricht dieses Behandlungsschema den aktuellen Leitlinien...es müssen für eine Chemo nicht zwangsläufig Metastasen vorliegen.

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