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  1. Registriert seit
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    AW: Mutter hat Krebs und bricht Behandlung ab

    Als meine Mutter sich entschied, die Chemo abzubrechen, war ich sehr erleichtert.

    Vielleicht hilft es dir, wenn du dir klar machst, dass deine Mutter eine selbstbestimmte Entscheidung getroffen hat und ihre letzten Tage so verbringen darf, wie sie es will und nicht, wie "man" es nach Ansicht der Ärzte machen sollte.

  2. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Mutter hat Krebs und bricht Behandlung ab

    Eine Großmutter von mir hatte das auch. Hat die Chemo angelehnt. Bekam alle paar Wochen Blutkonserven. Lebte ein paar Jahre im Haus einer Tochter. Das letzte halbe Jahr als sie kränker wurde, lebte sie dann im Pflegeheim, wo die Tochter auch arbeitete. Sie ist sehr zufrieden friedlich eingeschlafen. Wir konnten uns noch von ihr verabschieden eine Woche vorher. Sie hatte da immer noch ihren Humor. Es war für alle ok, wie es gelaufen ist, denke ich.
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  3. Registriert seit
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    AW: Mutter hat Krebs und bricht Behandlung ab

    @ frangipane

    @ Jehane: auch Dir + : ich denke an dich - es ist eine Zeit des Wandels und des Uebergangs.

    Und es ist ein Prozess: Ich musste damals auch lernen und akzeptieren, dass meine Mutter, die über 30 Jahre meines Lebens da war, bald nicht mehr auf dieser Welt sein wird ..dieses akzeptieren ging bei mir auch nicht von heute auf morgen (ich / wir hatte/n insgesamt nicht ganz 5 Monate von Diagnose bis zum Koma / dann Versterben).

    Gebe Dir die Zeit und gebe ihr die Zeit, die ihr / Dir / Euch noch bleibt, diese so gestalten, dass ihr Ueberlebenden Euch danach noch gerne daran erinnert und gebt Euch eine Zeit des Abschieds.

    ich finde die Fragen von Frangipane dazu sehr gut, daher nochmal im Zitat:

    - Warum habe ich Angst, ihre Entscheidungen zu akzeptieren?
    - Würde ich für mich nicht das Gleiche erwarten?
    - Warum habe ich Angst, dem möglichen Abschied ins Auge zu blicken, den sie mit ihrer Entscheidung für sich ganz allein und zu Recht plant?
    - Ist da irgendwas, was noch gesagt werden muss und was im Hintergrund rumort?
    - Ist es 'einfach' das Kind, das nicht loslassen will?
    - Was kann ich tun (auch wenn es schwer fällt), um die letzte Zeit schön zu gestalten? Nicht übertrieben fürsorglich (meine Mutter würde es hassen, zu sehr betüddelt zu werden, mich womöglich noch trösten zu müssen), aber auf Augenhöhe?
    - Kann ich akzeptieren, dass die Sicht aufs Leben mit 80 anders aussieht als mit Mitte 50?

    c-v
    Man sucht sich das Land seiner Geburt nicht aus ..Man sucht sich die Zeit nicht aus, an dem wir die Welt betreten ...aber gestalten können wir diese Welt ..Gioconda Belli, 1985


    Leben ist immer lebensgefährlich !...meint nicht nur Erich Kästner

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts - LEBEN muss man vorwärts ...ist mein Lebensmotto, nach S. Kierkegaard


  4. Registriert seit
    25.04.2018
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    AW: Mutter hat Krebs und bricht Behandlung ab

    Liebe Jehane,

    meine Eltern sind schon länger tot.

    Meine beste Freundin starb vor drei Jahren an Gebärmutterkrebs - nach 2 Jahren Chemo und Bestrahlung.

    Als es klar war, dass sie austherapiert war, konnte ich nicht damit umgehen - außerdem reichte ich meine Scheidung ein.

    Ich ging auf Abstand zu ihr, da ich mit meiner eigenen Trauer kämpfte.

    Hol dir Hilfe bei Therapeutin und Hospizbewegung, damit du innerlich frei genug bist, deine Mutter am Ende ihres Lebens noch gut zu begleiten - damit du nicht von deiner eigenen Trauer blockiert bist.

    Ihr habt die Möglichkeit, in Liebe Abschied zu nehmen. Gestalte die Zeit mit sovielen schönen Momenten mit deiner Mutter, wie möglich.

    Ich habe damals diese Chance bei meiner Freundin verpasst, war zu sehr mit mir selber beschäftigt.

    Dir und deiner Familie wünsche ich eine schöne gemeinsame Zeit, bei all der Trauer!

    Sei gedrückt
    Geändert von gundulabalduin (11.05.2019 um 23:21 Uhr)

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