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  1. Avatar von Hair
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    AW: Erfahrungen zur Pflege Angehöriger Zuhause/Hospiz

    Mein Gott Taggecko. Die Schläfrigkeit ist doch schon da.
    Ich dachte, sie ist so fertig, weil sie nicht wegwill.

    Ich habe sie schon zwei mal zusammengebrochen gefunden und jedes mal kam sie ins Krankenhaus.
    Sie hält eisern durch.

  2. Avatar von Hair
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    AW: Erfahrungen zur Pflege Angehöriger Zuhause/Hospiz

    Danke für die guten Wünsche @ all.


  3. Registriert seit
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    AW: Erfahrungen zur Pflege Angehöriger Zuhause/Hospiz

    Von mir auch gute Wünsche, möge deine Mutter es so leicht wie möglich haben.

    Und : ist es vielleicht nicht besser, der Mutter als Besucher in einem Hospiz beizustehen, in "Ruhe", sooft wie möglich?

    So würde ich versuchen es zu sehen... Ich kann mich dann während meiner Anwesenheit voll und ganz auf meine Mutter konzentrieren. Ohne noch zusätzlichen Stress zu haben.. Und : Ich weiß immer, dass sie "gut aufgehoben" ist, muss nicht befürchten, sie ist umgefallen und liegt hilflos in der Wohnung.

  4. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Erfahrungen zur Pflege Angehöriger Zuhause/Hospiz

    Meine Freundin starb in einem Hospiz. Wie sie es wollte.

    Im Nachhinein bedaure ich, dass so schnell ein Platz im Hospiz frei wurde. Denn das Seniorenheim, das ich vorher besichtigt hatte, was als Übergang zwischen Krankenhaus und Hospiz gedacht war. Machte einen wesentlich gemütlicheren und zugewandteren Eindruck als das Hospiz.
    Ich glaube auch, dass es für sie, in der Zeit wo sie geistig noch fit war die bessere Lösung gewesen wäre, denn im Hospiz gab es wenig Unterhaltung. Im Seniorenheim gab es z. B. Ein Café und einen Veranstaltungsraum. Es waren mehr Menschen dort, die auch noch geistig fit waren. Im Hospiz war das nicht so. Die meisten waren schon so schwer krank, dass sie viel schliefen und viel im Zimmer waren. In den ersten 6 Wochen war ihr sehr langweilig. Die Pfleger im Hospiz haben sich regelmäßig über ihre Ansprüche beschwert, wir sollten sie öfter besuchen kommen, damit sie ihnen nicht so auf die Nerven geht.
    Eine Zeitlang hat sie gut und gerne gegessen. Auch hier baten die Pfleger darum, sie nicht mehr zusätzlich mit Essen zu versorgen, weil sie zugenommen hat. An dieser Stelle haben wir uns bei der Leitung beschwert und diese hat, in unserer Gegenwart, gesagt, dass meine Freundin essen darf was und wann sie will.
    Ständig lief in ihrem Zimmer der Fernseher, mit Sendungen, die sie nie und nimmer wirklich gewünscht hat.

    Die letzten 4 Wochen vor ihrem Tod hat sie aufgehört zu essen, zu reden, etc. Ab da wäre es vermutlich egal gewesen, wo sie ist.

    Allerdings war wirklich immer wenig los dort. Wenn wir mit den Kindern kamen, war Unterhaltung, da haben sich auch die Pfleger gefreut. Aber oft kam man in das „Wohnzimmer“ und es war dunkel.

    Es gab diverse Services mit denen das Hospiz geworben hat, doch diese wurden nicht wahrgenommen. Personalmangel, etc.

    Nein, so begeistert war ich nicht vom Hospiz.

    Ich würde mir die Einrichtungen anschauen und danach entscheiden, nicht nach der Art der Einrichtung.

    Alles Gute für euch.

    „Eternal peace is probably overrated“ Klaus - The Umbrella Academy


  5. Registriert seit
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    AW: Erfahrungen zur Pflege Angehöriger Zuhause/Hospiz

    Liebe Hair,

    ich konnte heute mittag aus Zeitgründen nur ganz kurz und knapp schreiben. Eigentlich hatte ich gar keine Zeit. Du hattest aber schon über Stunden keine Antwort bekommen. Und ich wußte, dass Hospizplätze extrem begehrt sind / schnell weg sein können. Also habe ich halt ganz auf die Schnelle ein paar Sätze formuliert. Die bei dir in deiner für dich sehr belastenden Situation offenbar etwas daneben angekommen sind - das tut mir sehr leid!

    Mein Rat den Hospizplatz anzunehmen war aber wirklich kein Allgemeinplatz. Er beruhte auf eigener, sehr intensiver Erfahrung. Ich habe meinen ebenfalls an Krebs erkrankten Bruder dreieinhalb Monate lang durch seine Hospizzeit begleitet. Soll heissen: Ich habe, abwechselnd mit unserer Mutter, dreieinhalb Monate lang jeden zweiten Tag & Nacht 24 Std. im Hospiz verbracht. Eine von uns beiden war immer da. Wir haben dort miteinander und mit den anderen Bewohnern und Angehörigen geredet, gegessen, in der Besucherkammer übernachtet und viel gelacht. In diesen Monaten war ich jeden Tag dankbar dafür, dass wir dort sein durften. Wir wurden rundum liebevoll aufgenommen und umsorgt.

    Mein Bruder, dem jeder Umgebungswechsel extrem schwer fiel, und der eigentlich auch nicht ins Hospiz wollte, fühlte sich dort innerhalb kürzester Zeit extrem wohl. Er bekam eine total liebevolle, gelassene, kenntnisreiche Pflege, die in häuslicher Umgebung so nie möglich gewesen wäre. Auf seine Besonderheiten und Wünsche (er war ein recht komplizierter und, hmm, sagen wir mal, emotional recht anspruchsvoller Mensch) wurde jederzeit nicht nur Rücksicht gemommen, sondern ganz selbstverständlich soweit irgend menschenmöglich eingegangen. Eine andere Bewohnerin dort hat es mir gegenüber mal so ausgedrückt: Hier im Hospiz habe ich gelernt, dass ich Wünsche äußern darf! Und sie werden mir erfüllt! Es war rundum eine warme, friedliche und fröhliche Atmosphäre dort.

    Mein Bruder hatte Krebs im Kopf-Hals Bereich. Er brauchte sehr starke Schmerzmittel. Das zunehmend offene Krebsgeschwür im Mund und am Hals brauchte kompetenteste Wundversorgung und Pflege. Er hatte ein Tracheostoma, konnte nicht mehr sprechen sondern sich nur noch schriftlich mit anderen Menschen verständigen, was natürlich seine Zeit brauchte. Er war zeitweise verwirrt, ob wegen der Schmerzmittel oder evt. auch wegen Hirnmetastasen wissen wir nicht. Wahrscheinlich traf beides zu. Wir hätten es ohne das Hospiz nie geschafft. Er konnte dort friedlich und bestens umsorgt gehen. Wir konnten ihn dort friedlich und in dem Wissen, dass er bestans umsorgt war, gehen lassen. Wir konnten uns ganz darauf konzentrieren, ihn zu begleiten. Wir mußten nichts mehr organisieren, keine 5 verschiedenen Dienste und Ärzte mehr koordinieren. Wir konnten einfach "nur" bei ihm sein. Es war eine unendliche Entlastung. Für ihn selbst und für uns. Wir hätten es ohne das Hospiz nie geschafft.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Gelassenheit für die kommende Zeit. Hol' und nimm dir alle Hilfe, die du bekommen kannst. In "unserem" Hospiz gab es immer auch für die Angehörigen ein offenes Ohr. Ab und an mal was zu nehmen, damit man z.B. besser schlafen kann, ist meines Erachtens auch keinesfalls ehrenrührig.

    Nachtrag: Ich sehe gerade den Beitrag, den @xanidae veröffnetlicht hat, während ich noch geschrieben habe. Offenbar gibt es auch andere Hospize als "unser" wunderbares Haus. Zustände wie @xanidae sie beschreibt kenne ich nur von der Krankenhaus-Palliativstation, auf der mein Bruder war, bevor ein Hospizplatz frei wurde. Da bin ich auch von einem Entsetzen in's andere gefallen. Seufz ...

  6. Avatar von Hair
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    AW: Erfahrungen zur Pflege Angehöriger Zuhause/Hospiz

    Danke für Eure Erfahrungen.

    Für Programm und Kultur ist es leider zu spät. Meine Mutter hat sich leider standhaft geweigert in ein Heim zu gehen.

    Gut, dass sie vor kurzem noch in einer Reha Klinik war. Das hat ihr letzten Endes gut gefallen.

    Was ich ein bisschen vermisse ist, dass ich nicht mitbekomme, wie und wann sie gewaschen wird. Da hatte ich vorher wie gesagt die Kontrolle.

    Die ganze Kocherei ist ein bisschen nervig und dauert viel zu lange. Ich war heute Abend zwei Stunden da. Meine Mutter hat sich Milchreis gewünscht.
    Als ich ging, war der immer noch nicht fertig.

    Aber ich muss zugeben, dass ich es wirklich genieße, nicht mehr in ihre Wohnung zu müssen.

    Im Hospiz zu übernachten würde ich nicht wollen. Da gibt es nur einen engen Sessel, muss nicht sein.

    Ich muss beim Sterben nicht dabei sein, das ist für mich ein intimer Moment, der nur dem Sterbenden gehört.

    Bei meinem Vater saßen wir alle drum herum und haben stundenlang gewartet.
    Letzten Endes starb er dann tief nachts als wir dann doch alle schliefen. Ich glaube, er wollte alleine sein und nicht von uns festgehalten werden. Ist bestimmt leichter dann für den Sterbenden.

    Ist aber nur meine Meinung, soll jeder halten wie er will.

    Nach wie vor bin ich nicht total begeistert vom Hospiz. Bin ein komplett anderer Typ als britwi.

    Aber meine Mutter ist jetzt da und wir ziehen das durch. Für mich würde ich rechtzeitig einen anderen Weg wählen.
    So ähnlich wie xanidae es beschrieb.

  7. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Erfahrungen zur Pflege Angehöriger Zuhause/Hospiz

    Zitat Zitat von Hair Beitrag anzeigen

    Ich muss beim Sterben nicht dabei sein, das ist für mich ein intimer Moment, der nur dem Sterbenden gehört.

    Bei meinem Vater saßen wir alle drum herum und haben stundenlang gewartet.
    Letzten Endes starb er dann tief nachts als wir dann doch alle schliefen. Ich glaube, er wollte alleine sein und nicht von uns festgehalten werden. Ist bestimmt leichter dann für den Sterbenden.
    Es ist bestimmt leichter, wenn der Sterbende sich nicht im Diesseits festgehalten fühlt.
    So hab ich das erlebt, was mich immer noch traurig macht.

    Ob dasjenige alleine sein möchte weiß ich nicht. Man kann ja niemand mehr fragen.
    LG Ivi


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    AW: Erfahrungen zur Pflege Angehöriger Zuhause/Hospiz

    Wir haben es gerade durch - zu Hause, bei einer deutlich milderen Krebsform. Die wirklich harte Phase waren 3 Monate, aber die waren für unser Gefühl nur zu wuppen, weil meine Schwiegermutter da war (sie konnte den körperlichen Teil der Pflege nicht mehr schaffen, aber konnte sich um alles andere kümmern - essen kochen, einfach da sein etc.) und weil in den "heißen" Phasen noch ein weiteres Familienmitglied wenigstens dort schlief, oft auch tagsüber ein paar Stunden da war. Alles trotz Pflegedienst, der einmal am Tag kam.

    In Deiner Situation würde ich den Hospizplatz immer nehmen, auch wenn es ein "schlechteres" Hospiz ist - ich frage mich gerade, was das denn für ein Sterben ist, wenn man alleine in der Wohnung ist, dreimal am Tag ein Pflegedienst kommt und die Kinder immer mal für ein paar Stunden, die sich sich aus den Rippen schneiden. Da habe ich das Gefühl, da ist man selbst in einem "schlechten" Hospiz besser versorgt.

    Meine Schwiegermutter sagte: "Ich wollte immer, dass er zu Hause sterben kann. Hätte ich vorher gewusst, was auf mich zukommt, hätte ich verzweifelt nach einem Hospizplatz gesucht. Wir haben das nur geschafft, weil die ganze Familie zusammengehalten hat." Und letzteres ging nur, weil die Tochter selbständig ist und mal eine Woche spontane "Betriebsferien" gemacht hat, die erwachsene Enkelin gerade ohne Job war und auch über 3 Wochen kommen konnte, und der Sohn mal eben 2 Wochen krank geschrieben wurde in der heißen Phase.

    Und jetzt mal ehrlich - es ist jetzt die Endstation. Da zu sagen "nein, bloß nicht Hospiz, weil das ein Ort zum Sterben ist" macht doch wenig Sinn. Wo immer Deine Mutter ihre letzte Zeit verbringt, es wird der Ort zum Sterben sein.


  9. Registriert seit
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    AW: Erfahrungen zur Pflege Angehöriger Zuhause/Hospiz

    Hair, ich steige nicht durch

    Deine Mutter ist jetzt bereits in einem Hospiz?

    Und DORT stinkt das Bad und die Helfer sind unfreundlich?

    Also, die, die dir hier raten "ab mit der Mama ins Hospiz zum Wellness-Sterben" - die haben nicht richtig gelesen?
    Oder ich?

    Sorry für die harte Formulierung oben. Aber ich kann's teilweise nicht mehr hören. Sterben ist immer furchtbar.
    Auch in guten Hopizen. Und es gibt nicht nur gute. Dafür gibts nämlich inzwischen zuviele. Das ist ein Geschäft geworden.

    Aber ich gebe zu, ich habe teilweise dein Post nicht verstanden. Bist grad recht durch den Wind
    Mach mal einen Tag Pause. Schick deine Schwester und deinen Mann hin. Heute hast mal frei, okay

  10. Avatar von Ivonne2017
    Registriert seit
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    AW: Erfahrungen zur Pflege Angehöriger Zuhause/Hospiz

    Was noch für das Hospiz spricht ist die mMn bessere Möglichkeit, schnell die passenden Medikamente zu verabreichen.
    Ich denke da an starke Schmerzmittel falls nötig oder auch an Medikamente gegen etwaige epileptische Anfälle.
    Gerade bei Hirnmetastasen kann das passieren.
    LG Ivi

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