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  1. Avatar von Traumengel
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    AW: Meine krebskranke Tochter ist verstorben. Was kommt jetzt? Wie verarbeite ich das

    Hallo Killeshandra, glaub mir, meine Tränen laufen immer wieder.


  2. Registriert seit
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    AW: Meine krebskranke Tochter ist verstorben. Was kommt jetzt? Wie verarbeite ich das

    Hallo Traumengel, ich möchte dir mein Mitgefühl da lassen.
    Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, dass es viel Zeit braucht für die Verarbeitung.
    Mein erstes Kind ist mit knapp 2 Jahren an Krebs verstorben und ich steckte mitten im Studienabschlussjahr.
    Hatte noch knapp 4 Monate bis zur Verteidigung der Diplomarbeit und war bestimmt die ersten 8 Wochen wie gelähmt.
    Musste dann doch irgendwie die Zähne zusammenbeißen, um das "auch irgenwie" zu Ende zu bringen.
    Habs auch geschafft, wie weiß ich heute nicht mehr (ist auch schon 30 Jahre her).
    Ich möchte dir nur empfehlen, nimm dir die Zeit für die Trauer, die du brauchst.
    Lass dir eventuell helfen mit Kontakten zu ebenfalls Betroffenen, lass dich Auffangen in Familie und bei Freunden
    und sprich vor allem darüber. Hab ich leider zu wenig gemacht, nicht mal mit meinem Mann - wir haben nie richtig aufgearbeitet, was diese Situation mit uns gemacht hat.
    Auch Trauerbegleitung bei einem Psychologen würde ich, wenn ich heute in dieser Situation wäre, unbedingt machen.
    Ich wünsche dir viel, viel Kraft für die kommende Zeit .


  3. Registriert seit
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    AW: Meine krebskranke Tochter ist verstorben. Was kommt jetzt? Wie verarbeite ich das

    Lieber Traumengel,

    Guck mal im Internet zum Stichwort "Verwaiste Eltern".

    Das ist überregionale Selbsthilfeorganisation, die - wie der Name sagt - alle das selbige furchtbare Schicksal - bewältigen müssen/mussten. Die Hilfe ist - basierend auf deren eigene Erfahrungen - sehr professionell.

    Selbst bin ich nicht betroffen. Ich kenne diese Organisation erst, seit sehr gute Freunde, die vor etlichen Jahren ihre damals halbflügge Tochter verloren haben und die dieser Verlust lt. eigenen Aussagen"fast um den Verstand" gebracht hatte, deren Hilfe in Anspruch nahmen.


  4. Registriert seit
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    AW: Meine krebskranke Tochter ist verstorben. Was kommt jetzt? Wie verarbeite ich das

    Liebe Traumengel,

    mein Beileid für deinen großen Verlust.

    Meine Tochter lebt zum Glück und ich habe hier nichts zu teilen außer mein Mitgefühl.

    Ich weine gerade bei dem Gedanken, mein Kind so zu verlieren.

    Schön, dass du soviele Menschen hast, denen du wichtig bist und die dich begleiten.

    Alles Liebe und Gute für deinen Weg, das Leben weiter zu leben

  5. Avatar von ElCondor
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    AW: Meine krebskranke Tochter ist verstorben. Was kommt jetzt? Wie verarbeite ich das

    "Es gibt keinen Tot, nur tote Körper" und "GOTT macht keine Fehler", sind für mich zwei wichtige Erkenntnisse.

    Und als mir bewusst wurde, dass meine Trauer (gesunder) Egoismus ist, (der ja auch sein darf) weil mir mein Sohn fehlte, konnte ich mit seinem hinüber gehen gut umgehen. Tränen und Dankbarkeit lösten sich ab.

    Wenn ein Schwan singt

    Eine Melodie klingt zu mir herüber,
    eine Melodie wie ich sie nie gehört,
    eine Melodie, es zittern meine Glieder,
    eine Melodie, die mich betört.

    Nie vernahm ich solche Laute,
    nie vernahm ich diesen Schmelz,
    nie vernahm so tief vertraute
    Töne mein ach so kleines Herz.

    Wer singt solch wunderbare Lieder,
    wer singt, dass mir die Träne kam,
    wer singt, als hätte er Gefieder,
    wer singt so, war es ein Schwan?

    Die Welt steht still, es geht kein Rauschen,
    von der Weide an dem See,
    kein Vogel singt und alles scheint zu lauschen,
    dem Gesang, von Liebe, Ach und Weh.

    Es stirbt ein Schwan und viele Tränen rinnen,
    es stirbt ein Schwan, in Seligkeit am Bach.
    Es stirbt ein Schwan und alle mit ihm schwingen,
    es stirbt ein Schwan,
    wir kommen nach.

    ElCondor
    "Die Wahrheit lieber Sohn, richtet sich nicht nach unserem Glauben. Wir müssen uns nach ihr richten!" -Matthias Claudius-

  6. Avatar von jofi2
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    AW: Meine krebskranke Tochter ist verstorben. Was kommt jetzt? Wie verarbeite ich das

    Zitat Zitat von neuverheiratet Beitrag anzeigen
    Lass dir eventuell helfen mit Kontakten zu ebenfalls Betroffenen, lass dich Auffangen in Familie und bei Freunden
    und sprich vor allem darüber. Hab ich leider zu wenig gemacht, nicht mal mit meinem Mann - wir haben nie richtig aufgearbeitet, was diese Situation mit uns gemacht hat.
    Auch Trauerbegleitung bei einem Psychologen würde ich, wenn ich heute in dieser Situation wäre, unbedingt machen .
    Es ist Dinge, die sollte man nicht allein bewältigen müssen.

    Mein Beileid Traumengel. Vergleichbare Erfahrungen habe ich bisher persönlich nicht machen müssen.

    Hospizvereine haben oft einen guten Überblick über das regionale Angebot an Hilfen für Trauernde.
    Was Trauergruppen betrifft: Sie müssen passen und sie arbeiten nicht alle gleich. Es gibt Gruppen, da weiß ich im Vorhinein, dass sie für mich nicht richtig wären, bei anderen könnte ich es mir schon vorstellen. Bei einem anderen Menschen kann das ganz anders aussehen.
    Wenn Du zunächst mal individualisierte Begleitung braucht würde ich auch einen Psychotherapeuten vorschlagen.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)

  7. Avatar von ElCondor
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    AW: Meine krebskranke Tochter ist verstorben. Was kommt jetzt? Wie verarbeite ich das

    Aus Samson und ElCo II (Copy right liegt vor)

    Hallo Samson, da bist Du ja wieder,
    ich hatte gerade noch eine Frage auf den Lippen,
    aber da warst du schon weg“.


    Es waren höchstens 30 Minuten her, dass mir Samson
    etwas über Schutzengel erzählte.

    „Na, so etwas“

    Ich verstand und stellte die Frage nicht noch einmal.

    Können wir etwas und was können wir Menschen hier
    auf der Erde für Verstorbene tun?“


    Dieses mal war ich es der sofort zur Sache kam.

    Für Samson war es in Ordnung und er tat es auch.

    „Das Größte was du tun kannst ElCo, ist nicht um
    den Verstorbenen verzweifelt zu trauern, denn das
    belastet sie schwer und lässt sie den meist erfolglosen
    Versuch machen dich zu trösten, das heißt, es bindet
    sie in Erdnähe.

    Natürlich darfst du traurig sein, aber nur deinetwegen,
    um deinen Verlust des Verstorbenen, nicht um den
    Tod des Verstorbenen, denn der weis ja das er nicht tot
    ist, dass er weiter lebt, das er nur seinen kranken
    oder zerstörten Körper verlassen hat.
    Sieht der Verstorbenen dass du es weist das er lebt,
    das du ihn nur vermisst weil du ihn lieb hattest und
    immer noch hast, dann wird es ihm wohl ums „Herz“
    und er kann sich seinen Aufgaben, die für jeden recht
    unterschiedlich sind, drüben widmen.

    Hab selbst ein fröhliches Herz, reine Gedanken und sieh
    zu das es dir gut ergeht, damit hilfst du den
    „Hinübergegangenen“ am meisten. Und……….
    Du kommst doch nach!

    Ein aufrichtiges Dankgebet ist immer richtig.“

    „Danke Samson“

    „Bitte ElCo“


    PS: Samson der Bote des "großen Rates", Überbringer von Botschaften an "ElCo".
    "Die Wahrheit lieber Sohn, richtet sich nicht nach unserem Glauben. Wir müssen uns nach ihr richten!" -Matthias Claudius-

  8. Avatar von Traumengel
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    AW: Meine krebskranke Tochter ist verstorben. Was kommt jetzt? Wie verarbeite ich das

    Hallo neuverheiratet, entschuldige das ich jetzt erst antworte. Irgendwie funktioniert man. Ich wohnte mit meiner verstorbenen Tochter zusammen in unserem Haus. Ich habe mich letztes Jahr von meinem Mann scheiden lassen weil wir uns über Jahre auseinander gelebt hatten. Und da ich an meiner Tochter sah, wie wertvoll ein zufriedenes Leben ist, da habe ich die Entscheidung der Trennung getroffen. Mein früherer Mann war ein sehr lieber Mensch, aber durch berufliche Probleme hatte er sich sehr verändert. Wir standen nicht mehr auf Augenhöhe zueinander. Er war immer ein Mensch, der Entscheidungen anderen überlies. Ich war nicht auch noch für ihn stark. Als wir die Nachricht vom Krebs erhielten, da wurde ich stark. Ich war vorher auch ein anderer Mensch. Ich habe alles getan was in meiner Macht stand. War oft im Internet und habe neue Therapien gefunden und diese an unseren Onkolgen weitergeleitet. Vieles wurde an ihr ausprobiert. Ihr Krebs hatte eine Lebenserwartung von 3-4 Jahren. Sie hat 9 geschafft. Und trotz allen Ops , Chemos und Bestrahlungen hatte sie immer Spaß am Leben. Sie hat währendessen ihr Fachabi gemacht, hat soziale Arbeit studiert und noch 2 Jahre in einer Jugendeinrichtung gearbeitet. Es ging ihr erst etwas schlechter, seit sie vor 2 Jahren an einer Lungenentzündung fast gestorben wäre. Da fing sie an abzunehmen und kam nicht mehr richtig auf die Beine. Bis fast zuletzt hat sie noch in einem Chor gesungen. Sie war sehr stark.
    Ich habe vor ein paar Jahren einen neuen Mann kennengelernt. Er hat all das mitgetragen und war so sehr für meine Tochter da. Sie hatte immer guten Kontakt zu ihrem Vater und auch zu meinem neuen Partner. Wir haben uns verlobt und wollten eigentlich noch mit meiner Tochter zusammen heiraten. Leider hat dies nicht mehr geklappt.
    Ich habe daher Jemanden der mich auffängt, der mit mir weint und mich wieder aufrichtet. Ich habe durch ihren Tod auch viel Kontakt zu ihren Freundinnen und wir weinen zusammen und bauen uns gegenseitig wieder auf. Sie hat viel bewirkt.
    Ich merke aber auch selbst, dass ich viel Zeit für mich brauche. Ich hoffe mein Arzt schreibt mich noch etwas krank, den ich arbeite im Einzelhandel und der Umgang mit Kunden täte mir noch nicht gut.
    Bald werde ich zu meinem Partner ziehen. Habe es wegen meiner kranken Tochter nicht gemacht. Das bedeutet aber auch, dass ich alles zurück lasse, ein Haus das wir selbst gebaut haben, das Leben wo meine Kinder groß geworden sind , mein ganzes vorheriges Leben. Mich erwartet ein schönes Leben mit meinem Partner. Er liebt mich sehr und ich ihn, aber ich habe trotzdem etwas Angst davor. Manchmal ist mir so, als erlebe ich alles nur wie in einem Traum. Ich habe vor 2 Jahren meine Eltern innerhalb von 18 Tagen bei verloren und habe nie richtug getrauert. Das macht mir Angst. Ich habe Angst davor, dass mir plötzlich alles wie Schuppen von den Augen fällt und ich das nicht mehr in den Griff bekomme.
    Es tut mir so leid wenn ich mir vorstelle was du mitgemacht hast. Erkläre dies all mal einem 2 jährigen Kind. Du warst sehr stark um das alles weiterzumachen. Hattest Du Jemanden mit dem Du reden konntest ?
    Es ist erstaunlich wie stark man sein kann, oder man zerbricht daran. ich wollte nie so werden wie manche Trauernde, die nicht mehr ins Leben zurück finden. In ihrer Trauerwelt hängen bleiben. Ich hoffe das gelingt mir. Ich tröste mich immer damit, das viele Mütter ihre Kinder verlieren, ob durch Krankheit oder Krieg. Vielleicht mache ich mir aber auch nur etwas vor. Ich hoffe der große Knall bleibt aus.
    Vielen Dank für Deine Worte, sie zeigen mir das ich nicht alleine bin mit einen solchen Erfahrung.

  9. Avatar von Traumengel
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    AW: Meine krebskranke Tochter ist verstorben. Was kommt jetzt? Wie verarbeite ich das

    Vielen Dank krokus12, ich werde dort mal schauen

  10. Avatar von Traumengel
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    AW: Meine krebskranke Tochter ist verstorben. Was kommt jetzt? Wie verarbeite ich das

    Hallo ElCondor, ich habe die Erfahrung gemacht, die mich erst verzweifeln ließ. Ich bin die Nacht bevor sie von mir ging, bei ihr im Krankenhaus gewesen. Ich habe mein Bett an ihrs geschoben und mich anders rum zu ihr gelegt. Ich konnte sie so betrachten und die ganze Nacht ihre Hand halten. Ich habe kaum geschlafen, sie immer nur betrachtet. Sie hatte ein leichtes Schlafmittel bekommen, damit ihre schwere Atmung für sie zu ertragen war. Auch hatte sie Morphium bekommen. Bis den Abend war sie noch ganz klar und es fiel ihr nur das Reden schwer.
    Ich habe sie die gnaze Nacht gestreichelt, sie angelächelt und es war eine schöne Ruhe zwischen uns. Wir wußten das wir uns hier auf dr Erde trennen müssen, aber wir haben uns auch gesagt, wir werden uns wiedersehen.
    Die Körper verwesen, aber die "Seelen" sind da und werden es bleiben. Wo sie sind, da finde ich gibt es verschiedene Ansichten.
    Als ich morgens dann ihre Hand los ließ um mit meinem Partner zu telefonieren, da hat sie einfach aufgehört zu atmen. ich war zuerst so geschockt und machte mir Vorwürfe, aber dann habe ich begriffen, dass sie gehen wollte und mich in guten Händen bei meinem neuen Partner wußte. Ich habe oft gedacht, warum wird sie nicht erlöst und habe mir Vorwürfe wegen dieser Gedanken gemacht. Aber sie hatte die letzten Monate wirklich viel mitgemacht und keine Kraft mehr zum Kämpfen gehabt. Für sie war dieser Weggang von unsrer Erde eine schöne Sache. Sie war nur 3 Tage im Krankenhaus und hatte keine Schmerzen und Atemnot. Sie hat alle Freund zu sich ins Krankenhaus eingeladen und sich verabschiedet. Ich habe wie ein Zuschauer am Rande gesessen und zugeschaut wie geweint und gelächelt wurde.
    Ich trauer um einen Menschen der um mich war und auf Erden schon ein Engel war.
    Wo wird er jetzt sein.
    Danke für Deine schönen Zeilen. Meine Tränen laufen............................

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