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  1. Registriert seit
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    Pflegebedürftige Mutter

    Hallo zusammen :)

    Also ich habe folgendes Problem welches mich seit nun über einem Jahr belastet.
    Letztes Jahr im Jänner hatte meine Mutter mehrere kleine Schlaganfälle, hat sich nachher wieder einigermaßen erholt, doch nach einer Lungenentzündung auf der Reha ging es ihr wieder schlechter was den gehen betraf. Auch ihre Sprache und Motorik hat sich wieder verschlechtert.

    Seit Mai letzten Jahre ist sie zuhause, sie lebt alleine nach der Scheidung von meinem Vater und wird momentan drei Mal täglich von einer Heimhilfe betreut.

    Es gibt jedoch leider diverse Probleme. Einerseits kommt mir vor sie macht immer weniger. Sie sitzt den ganzen Tag nur auf der Couch und sieht fern. Selbst wenn sie Durst hat wartet sie bis die Heimhilfe kommt, genau das gleiche mit dem Toilettengang. Sie trägt Einlagen und macht sich lieber an bevor sie auf die Toilette geht.
    Sie nimmt auch die Hilfe von Therapeuten nicht an, die machen nämlich nur Blödsinn mit ihr erzählt sie dann immer.

    Weiteres hat sie einfach zu wenig Geld. Nachdem sie fast 400 Euro für einen Kredit zurück zahlt und die Pflege auch nicht wenig kostet bleibt am Ende kaum noch was über. Alles was sie benötigt nachdem ihr Geld weg ist bezahle ich, was im Monat um die 400€ sind. Das belastet zum Teil auch meine Beziehungen.
    Wir sind beide erst 25, erst vor 1 Jahr zusammen gezogen und da fehlt diese Menge an Geld Monat für Monat einfach.


    Ich bin zur Zeit einfach total überfordert und auch überfragt wie das alles weitergehen soll ohne, dass sie zuhause "verkommt" und nur rum sitzt und ohne, dass ich jedes Mal so viel Geld für sie ausgeben muss.

    Über ein Heim haben wir schon geredet, und obwohl viele meinen es wäre für sie sicher besser will sie nicht und wirft mir immer vor ich möchte sie abschieben.

    Vielleicht hat jemand von euch einen Tipp?
    Für nächste Woche hab ich einen Termin bei einem Schuldnerberater bezüglich Ihrer Schulden, aber langsam gehen mir die Ideen aus.


    Fürs erste schon mal, Danke.
    Ela

  2. Avatar von elli07
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    AW: Pflegebedürftige Mutter

    Zitat Zitat von Ela0312 Beitrag anzeigen
    ....Ich bin zur Zeit einfach total überfordert und auch überfragt wie das alles weitergehen soll ohne, dass sie zuhause "verkommt" und nur rum sitzt und ohne, dass ich jedes Mal so viel Geld für sie ausgeben muss.

    Über ein Heim haben wir schon geredet, und obwohl viele meinen es wäre für sie sicher besser will sie nicht und wirft mir immer vor ich möchte sie abschieben....
    Die typische "schlechtes Gewissen machen"-Masche und die Tochter, die sich ein eigenes Leben aufbauen möchte reinreiten, sorry, aber da krieg ich nen Hals ! Nur das eigene Befinden im Blick ! "Ich will dies nicht, ich will jenes nicht, was das für die Angehörigen bedeutet, interessiert mich nicht die Bohne".....

    Wie auch immer: es gibt Beratungsstellen für Angehörige von pflegebedürftigen Menschen, da solltest du dringend einen Termin machen. Du musst sicher nicht für deine Mutter finanziell aufkommen, lass dich schnellstens beraten, wo finanzielle Unterstützung beantragt werden kann.

    Es ist erstmal unabdingbar, dass du von deiner Mutter eine Vollmacht bekommst, damit du handlungsfähig bist. Ob diese notariell sein muss, da solltest du dich erkundigen (ich gehe mal davon aus, dass du nicht in Deutschland lebst). Wenn alle Stricke reissen und deine Mutter nicht kooperiert wird es eine Betreuung vom Amt geben denke ich mal.

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)
    Geändert von elli07 (26.03.2019 um 17:35 Uhr)


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    AW: Pflegebedürftige Mutter

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Die typische "schlechtes Gewissen machen"-Masche und die Tochter, die sich ein eigenes Leben aufbauen möchte reinreiten, sorry, aber da krieg ich nen Hals ! Nur das eigene Befinden im Blick ! "Ich will dies nicht, ich will jenes nicht, was das für die Angehörigen bedeutet, interessiert mich nicht die Bohne".....

    Wie auch immer: es gibt Beratungsstellen für Angehörige von pflegebedürftigen Menschen, da solltest du dringend einen Termin machen. Du musst sicher nicht für deine Mutter finanziell aufkommen, lass dich schnellstens beraten, wo finanzielle Unterstützung beantragt werden kann.

    Es ist erstmal unabdingbar, dass du von deiner Mutter eine Vollmacht bekommst, damit du handlungsfähig bist. Ob diese notariell sein muss, da solltest du dich erkundigen (ich gehe mal davon aus, dass du nicht in Deutschland lebst). Wenn alle Stricke reissen und deine Mutter nicht kooperiert wird es eine Betreuung vom Amt geben denke ich mal.

    Gruß Elli



    Ja, so fühle ich mich eben auch oft. Sie hat mir früher immer erzählt was für tolle Reisen sie mit meinem Papa in dem Alter galacht hat und ich kann das einfach nicht machen weil ich jedes Monat so viel Geld für sie hinlegen. Ich denk auch über Kinder nach oder über eine größere Wohnung aber wie soll das alles gehen wenn ich jedes Monat 400- 500€ für meine Mutter ausgebe?
    Aber wenn ich ihr das sage scheint es ihr egal zu sein.


    Ja, ich komme aus Österreich.
    Bezüglich so einer Beratungsstelle werd ich mal schauen, der Fonds Soziales Wien ist nur momentan wenig hilfreich.
    Pflegestufe bekommt sie schon die Stufe 3 aber pro Monat zahlt sie dennoch um die 1000€ für die Pflege.
    Ich bin momentan einfach echt verzweifelt weil ich seit einem Jahr so viel versuche aber nichts wird irgendwie besser.

    Liebe Grüße, Ela

  4. Avatar von Sneek
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    AW: Pflegebedürftige Mutter

    Ich weiß nicht, wie das in Österreich geregelt ist. In Deutschland haben Kinder einen Selbstbehalt, bevor sie für Pflegekosten herangezogen werden können.

    Wie alt ist denn Deine Mutter? Hast Du Geschwister?


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    AW: Pflegebedürftige Mutter

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, wie das in Österreich geregelt ist. In Deutschland haben Kinder einen Selbstbehalt, bevor sie für Pflegekosten herangezogen werden können.

    Wie alt ist denn Deine Mutter? Hast Du Geschwister?
    Naja so gesehen werde ich für die Pflegekosten nicht herangezogen. Sie bekommt halt ihre Pension plus Pflegegeld. Es würde auch genug über bleiben wenn alles bezahlt ist aber nachdem sie eben den Kredit hat der zu bezahlen ist fehlen halt fast 400€ jedes Monat, die zahl dann ich. Hauptsächlich für Lebensmittel, Medikamente, usw,...
    Die Organisation die ihre Pflege fördert berücksichtigt keine Kredite, hab ich schon gefragt.

    Meine Mutter wird im April jetzt 64. Und Geschwister hab ich leider keine, geschieden sind meine Eltern auch und meine Mutter ist auch Einzelkind, also gibt es eigentlich wirklich nur mich.

  6. Avatar von Sneek
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    AW: Pflegebedürftige Mutter

    Wie lange läuft denn dieser Kredit noch? Ich frage mich, wie sie den vorher bedient hat, wenn die Pflegekosten abgedeckt sind und sich sonst nicht viel geändert hat.


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    AW: Pflegebedürftige Mutter

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Wie lange läuft denn dieser Kredit noch? Ich frage mich, wie sie den vorher bedient hat, wenn die Pflegekosten abgedeckt sind und sich sonst nicht viel geändert hat.
    Der Kredit läuft noch einige Jahre... Leider.

    Sie hat bis zu ihrem Schlaganfall gearbeitet, also hatte mehr Geld zur Verfügung.
    Jetzt hat sie eben Pflege zu zahlen, den Kredit, eine Versicherung und Schulden beim Finanzamt. Wenn das alles gezahlt ist bleiben ihr 200 Euro
    Geändert von Ela0312 (26.03.2019 um 18:38 Uhr)

  8. Avatar von Sneek
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    AW: Pflegebedürftige Mutter

    Und wie ist so ihre Prognose? 64 ist ja kein Alter und kleinere Schlaganfälle müssen nicht unbedingt in eine dauerhafte Pflegebedürftigkeit führen, soweit ich mich da auskenne.

    Gibt es Einsparmöglichkeiten, kann etwas verkauft werden, um den Kredit abzulösen? Könnte sie in eine günstigere Wohnung umziehen?


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    AW: Pflegebedürftige Mutter

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Und wie ist so ihre Prognose? 64 ist ja kein Alter und kleinere Schlaganfälle müssen nicht unbedingt in eine dauerhafte Pflegebedürftigkeit führen, soweit ich mich da auskenne.

    Gibt es Einsparmöglichkeiten, kann etwas verkauft werden, um den Kredit abzulösen? Könnte sie in eine günstigere Wohnung umziehen?
    Naja es könnte wieder besser werden, überhaupt das gehen, aber sie will halt einfach nicht. Die ganzen Therapeuten machen nur Blödsinn laut ihr.

    Es waren zwar kleinere Schlaganfälle aber dafür mehrere auf einmal, zudem haben wir sie erst relativ spät gefunden.


    Wirklich zum verkaufen hat sie nichts. Sie zahlt auch keine Miete. Das Haus gehört meinem Vater, das steht auf einem Landwirtschaftlichen Grund und sie hat lebenslanges Wohnrecht.
    Geändert von Ela0312 (27.03.2019 um 02:35 Uhr)


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    AW: Pflegebedürftige Mutter

    Ist keine Höherstufung der Pflege möglich?

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