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  1. Avatar von Raratonga
    Registriert seit
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    3.642

    AW: Pflegebedürftige Mutter

    Liebe Ela, das ist ja schlimm! Du bist nicht einmal so alt wie meine Tochter und hast schon diese Probleme!

    Lass Dich dringend beraten! Schuldnerberatung ist schon einmal gut, aber auch eine Angehörigenberatung oder Pflegeberatung ist nötig!
    Du musst nicht für ihren Kredit aufkommen, schließlich ist sie erwachsen und hat eigenhändig unterschrieben. Deine Mutter kann keinesfalls von Dir verlangen, dass Du ihre Schulden abzahlst, Du bist weder rechtlich noch moralisch dazu verpflichtet.
    Oder hast Du etwa gebürgt?

    Im Zweifelsfall schaut halt die Bank in die Röhre, das ist besser, als wenn Du Dir kein eigenes Leben aufbauen kannst.
    Banken kalkulieren durchaus damit, dass sie einen kleinen Teil des verliehenen Geldes nicht wiedersehen. Das war ihr Risiko, schließlich haben sie auch Zinsen von ihr kassiert. Vielleicht hat Deine Mutter bei Abschluss ihres Kredits sogar eine Ausfallversicherung unterschrieben? So etwas wollen die Banken ihren Kunden immer gerne aufschwatzen.

    Wenn nicht, müsstest Du halt ihre Vorwürfe aushalten, wenn die Bank versucht, noch an Geld zu kommen und eventuell der Gerichtsvollzieher vor der Türe steht. Aber da sie Dir eh vorgeworfen hat, Du wolltest sie abschieben, solltest Du widerstehen und Dich nicht so klein machen lassen.

    Und sie redet sich leicht "ich will in kein Heim, du willst mich wohl bloß abschieben" - wenn es auf Kosten Deiner Zukunft geht!
    Das ist keine Mutterliebe, das ist egoistisch und außerdem manipulativ. Zieh Dir den Schuh nicht an!

    Externe Pflege von außen in großem Umfang ist immer teurer als ein Heim.
    Und die guten Heime sind auch nicht automatisch die teuersten. Es wäre gut, Du würdest Dich für den Fall der Fälle schon einmal informieren und sie vorsorglich auf Wartelisten setzen lassen.

    Ansonsten könnte ich mir auch vorstellen, dass sie eine Depression entwickelt hat, wenn sie so inaktiv und negativ eingestellt ist. Dahingehend könntest Du sie auch untersuchen lassen.
    Wenn die Depression behandelt werden würde und sie in einem Heim wieder Ansprache und Abwechslung hätte, könnte sie sogar wieder aufblühen. Oft ist nur der Abschied von der Selbstständigkeit und der gewohnten Umgebung schwer, danach geht es wieder aufwärts. So war es bei meiner Mutter.

    Dir viel Kraft und alles Gute!


  2. Registriert seit
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    AW: Pflegebedürftige Mutter

    Zitat Zitat von untitled Beitrag anzeigen
    Ist keine Höherstufung der Pflege möglich?

    Vor 2 Monaten hat sie eine bekommen, statt Pflegestufe 1 wie bisher, Pflegestufe 3. Dadurch hat der Fonds Soziales Wien, der einen Teil der Pflege fördert jedoch auch den Beitrag den sie zahlen muss erhöht, von 725€ auf 1000€. Also kommt das wieder auf genau das selbe :/


  3. Registriert seit
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    AW: Pflegebedürftige Mutter

    Danke für deine netten Worte :)

    Der Kredit ist halt noch relativ neu, sie hat ihn vor 2 Jahren erst aufgenommen und es ist leider eine beachtliche Menge Geld.
    Eine Versicherung ist zwar vorhanden, diese deckt jedoch nur das Ableben, haben mein Vater und ich schon nachgefragt. Bürgen hat sie keinen. Gott sei Dank nicht.

    Ich will sie auch garnicht abschieben und hab mir momentan auch nur Heime angeschaut die in der näheren Umgebung sind damit ich sie weiterhin jede Woche 1-2 Mal besuchen könnte. Hab ich ihr auch so erklärt, aber sie geht von dem abschieben nicht weg.

    Dass sie Depressionen hat denke ich auch, auf der letzten Reha haben sie ihr auch täglich einen Therapeuten diesbezüglich geschickt aber mit dem wollte sie nicht reden weil "es geht mir eh gut"
    Und sie war halt nun mal immer ein total geselliger Mensch, auch nach der Trennung von meinem Vater. Aber jetzt sitzt sie nur mehr da, schaut fern und wartet, dass sie jemand besucht und jeder der sie nicht besuchen kommt ist sowieso abgeschrieben.


  4. Registriert seit
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    Beiträge
    356

    AW: Pflegebedürftige Mutter

    64 ist wirklich noch kein Alter, da kann man nach Schlaganfällen doch oft wieder weitgehend gesund werden!

    Versuch doch erst mal (mit Hilfe der behandelnden Ärzte und Beratungsstellen) zu klären, ob evt. eine zweite Reha möglich wäre. Von der ersten Reha konnte sie ja wegen der Lungenentzündung (die wahrscheinlich im Reha-Entlassungsbrief dokumentiert ist) nicht wirklich profitieren.

    Dann setz ihr die Pistole auf die Brust: Mutti, du hast die Wahl. Entweder du arbeitest ab jetzt aktiv an deiner Genesung (zweite Reha bzw. aktive Mitarbeit bei ambulanter Therapie). Oder du läßt dich weiter hängen. Wenn du dich weiter hängen lassen willst, geh in ein Heim, das ist dann der richtige Ort dafür. Aktiv an der Genesung arbeiten fände ich allerdings besser. Aber es ist deine Entscheidung. Dann ist sie erstmal am Zug. Ich könnte mir vorstellen, das sie so vielleicht den H... hochkriegt.

    Außer falls tatsächlich eine massive Depression vorliegen sollte. Sollte das der Fall sein kann man auch etwas machen (Medikamente, Gesprächstherapie, aber auch Ortswechsel und körperliche Aktivität, z.B. per Reha, können gegen Depressionen helfen).

    Evt. bringt auch ein Wechsel der Physiotherapeuthen / Ergotherapeuten etwas - unter denen gibt es nämlich leider einige, die tatsächlich nur Blödsinn machen (selbst bei meinem Vater erlebt, bin immer noch fassungslos deshalb, und ärgere mich, nicht früher eingegriffen zu haben).

    Hol' dir so viel Unterstützung wie irgend möglich (Beratungsstellen, eigene Ärzte, Freund(e), evt. auch vom geschiedenen Vater/Ex-Ehemann). In einer solchen Situation die einzige Angehörige zu sein ist, gerade weil du selbst noch sehr jung und dann auch noch finanziell involviert bist, extrem belastend. Du brauchst ein möglichst dichtes Netzwerk, das dir hilft, die Situation zu managen, zu ertragen, und dabei einen möglichst klaren Blick zu behalten. Alles Gute & toitoitoi!

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