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  1. Registriert seit
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    Aktion gegen den Pflegenotstand

    Wie so viele hier kümmere ich mich seit Jahren um Senioren bzw. multipel schwer erkrankte Angehörige. Und wie viele hier habe ich in diesen Jahren der Begleitung die Auswirkungen des anhaltenden Pflegenotstands in den Krankenhäusern und Seniorenheimen hautnah miterlebt. Es hat mich entsetzt, und es hat mit dazu beigetragen, dass ich nach Jahren des Kümmerns nun schon seit Längerem am Rand des Burnouts stehe.

    Um so wichtiger finde ich es, dass derzeit zunehmend Widerstand der Pflegekräfte sichtbar wird, so beispielsweise auch in den Volksbegehren in Berlin, Hamburg und Bayern.. Als Angehörige versuche ich das, soweit irgend möglich, zu unterstützen.

    Ganz aktuell (gestern eröffnet) gibt es nun eine Petition, die eine bestimmte bundesweite Protestaktion von Pflegenden (den sogenannten "Olympischen Brief") unterstützen soll. Generell halte ich nicht viel von Petitionen (mir scheint, Bürger sind keine Bittsteller, bzw. sie sollten es zumindest nicht sein müssen ...). In diesem speziellen Kontext scheint es mir aber sinnvoll, die Initiative mitzutragen.

    Ich würde mich freuen, wenn das vielleicht die eine oder andere hier ähnlich sieht. Und ebenfalls mit unterzeichnet.

    Link zur Petition

  2. Avatar von Elizabennet
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    AW: Aktion gegen den Pflegenotstand

    Erledigt
    "Toleranz wird zum Verbrechen,wenn sie dem Bösen gilt".Thomas Mann

  3. Avatar von einzigARTig
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    AW: Aktion gegen den Pflegenotstand

    Done


  4. Registriert seit
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    AW: Aktion gegen den Pflegenotstand

    Erledigt


  5. Registriert seit
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    AW: Aktion gegen den Pflegenotstand

    Erledigt.


  6. Registriert seit
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    AW: Aktion gegen den Pflegenotstand

    Erledigt
    Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.
    Gustav Heinemann

  7. Avatar von Jedimeisterin
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    AW: Aktion gegen den Pflegenotstand

    Erledigt!!

  8. Avatar von animosa
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    AW: Aktion gegen den Pflegenotstand

    Auch erledigt.

    Ob es was bringt?

    Ich arbeite gerade für einen Pflegeheimverbund. Und nun sehe ich auch, was da abgeht. Profitgier!

    Dieser Bereich gehört nicht in private Hände. Wir haben einen ausländischen Investor.

    Pflegekräfte werden wohl aus dem Ausland eingekauft. Ja klar. Die sind ja billiger. Viel billiger.

    Die Politik hat schon viel getan. Es gibt zum Beispiel ein Gesetz, wonach die Pflegeeinrichtungen gezwungen werden, auszubilden. Wird dies nicht gemacht, dann wird das teuer fürs Pflegeheim. Das ist so wie bei dieser Schwerbehindertenabgabe. Vom Prinzip her. Erst mal wird eine Abgabe gezahlt, eine Ausbildungsabgabe und man bekommt erstattet, wenn man die Quote für Ausbildung erfüllt hat.

    Ich wusste das bisher gar nicht. Sehr interessant! Es liegt einfach nicht mehr an der Politik. Es liegt an der Profitgier der privaten Anleger. Alles soll Rendite abwerfen: Krankenhäuser, Pflegeheime… Das ist ein sehr großer Denkfehler. Da werden Tantiemen gezahlt, die meiner Meinung nach nicht berechtigt sind. Das Geld sollten lieber die Leute bekommen, die die schwere Arbeit leisten.


  9. Registriert seit
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    AW: Aktion gegen den Pflegenotstand

    Innerhalb von zwei Tagen über 1000 Unterschriften (1047 momentan). Das ist ein wirklich guter Start für eine Petition: Wenn von den 1000 ErstunterzeichnerInnen nun jeweils ein Teil weitersagt, dass es die Petion gibt, dann kann das noch richtig groß werden. Freut mich!

    @animosa: Ob sowas was bringt ist natürlich immer die Frage. Aber schaden kann's wohl zumindest nicht.

    Was ich gut daran finde ist: Es ist eine gemeinsame Aktion von Pflegenden, (potentiellen) Patientinnen und Angehörigen. Der Alltag in Zeiten des Pflegenostands hetzt uns ja eher gegeneinander: Wir Angehörigen sind verständlicherweise unglücklich, dass dies oder jenes nicht (oder zumindest nicht genug) gemacht wird. Ihr Pflegende seid verständlicherweise unglücklich, dass Angehörige nicht mehr übernehmen. Tatsächlich geht es aber beiden Gruppen, Pflegenden und Angehörigen, gleich: Beide Gruppen sind überlastet. Beide Gruppen wären entlastet, wenn es deutlich mehr Personal für professionelle Pflege gäbe. Und die PatientInnen sind natürlich ohnehin die Leid tragenden. Deshalb finde ich das "gemeinsam" an dem Protest so wichtig.

    Und ja: Die Profitgier im Gesundheitswesen ist unerträglich.

    Nicht einig sind wir uns allerdings in Bezug auf die Politik: Aus meiner Sicht ist da bisher viel zu wenig getan worden. Speziell in den Bereichen Lohnerhöhungen für Pflegende, Profitbegrenzungen für Konzerne und Personalbemessungs-Vorgaben.

  10. Avatar von animosa
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    AW: Aktion gegen den Pflegenotstand

    Der Politik ist es doch zu verdanken, dass es heute so ist, wie es ist. Die Privatisierung im Besonderen.

    Deshalb meinte ich, dass es nicht besser werden kann. Dafür müsste alles zurück gedreht werden. Das kann sicher niemand bezahlen.

    Profit wird mit Steuerzahlungen reguliert. Aber es ist blödsinnig, Gewinne zu versteuern und auszuschütten in einem Bereich, wo diese zurück fließen müssten ins Unternehmen und nicht Geschäftemacher reich machen sollten. Das wird nie gut werden. Weil es gar nicht geht.

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