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  1. Registriert seit
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Ja, dass er "vergessen" würde wäre auch meine Sorge.

    Er ist ein sehr, sehr ruhiger Mensch (noch) und er würde sicherlich nichts einfordern. Dass so jemand ruhig gestellt oder vergessen wird ist eine sehr beängstigende Vorstellung.
    Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
    LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)

  2. Avatar von animosa
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Muss ich hier mal zeigen, diesen Tagebuch-Eintrag,was mein Vater zu mir gesagt hatte, als ich ihn in diesem noblen Pflegeheim morgens vor gefunden hatte und überall Urin war auf dem Boden, den ich selber weg machen musste, weil die Reinigungskräfte schon durch waren mit dem Zimmer ...

    Mein Vater zum Thema Schmutz: "Animosa, das ist Betrachtungssache. Ich habe schon im Schweinestall geschlafen!" Ich: "das ist aber schon auch ein paar Jahrzehnte her "

  3. Avatar von animosa
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    In Würde altern.

    Das ist wohl ein absoluter Wunschtraum.
    Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

  4. Avatar von Nocturna
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    In Würde altern.

    Das ist wohl ein absoluter Wunschtraum.
    Tja, nicht umsonst heißt es, wen die Götter lieben, den lassen sie jung sterben. Da das Sprichwort aus der Antike stammt, ist das wohl ein bekanntes Phänomen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


  5. Registriert seit
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Meine Erfahrung ist, dass es immer gut ist, wenn noch jemand nach dem Bewohner im Heim schaut, am besten natürlich Angehörige oder Freunde, die regelmäßig kommen. Aber auch wir Physiotherapeuten oder sonstige Therapeuten, die zum Hausbesuch ins Heim kommen, ohne dort angestellt zu sein, nützen durchaus was.

    Mit ist es schon öfter so gegangen, dass ich beim Hausbesuch festgestellt habe, dass es meinem Patienten nicht gut geht oder irgendetwas nicht stimmt. Da mache ich dann immer drauf aufmerksam oder sage, meine Meinung nach sollte ein Arzt eingeschaltet werden. Dann kann danach keiner mehr kommen und sagen, es wäre nichts aufgefallen.

    Bin da auch schon angeeckt, gerade weil ich mich halt doch für meine zu behandelnden Patienten mit verantwortlich fühle und auch mal anspreche, wenn diese unfreundlich behandelt werden oder längere Zeit die Windel nicht gewechselt wird.

    Generell gibt es aber schon sehr gute Heime mit wertschätzender Pflege, aber halt leider auch schwarze Schafe. Das beste Heim, das ich kenne, ist ein katholisches Heim, das viele Jahrzehnte von Nonnen geführt wurde, die jetzt aber alle Ü70 sind. Nun hat es eine weltliche Leitung, die Nonnen helfen aber nach ihren Möglichkeiten noch mit, so sie denn nicht schon selbst pflegebedürftig sind.
    Die Stimmung dort ist einfach super schön, irgendwie liegt ein positiver Geist über allem.
    Dieses Heim muss aber auch keinen Gewinn einfahren, vielleicht hat es damit zu tun.

    Noch kurz zum Thema Taschengeld: 150 € sind ja nun nicht gerade wenig, wenn man bedenkt, dass es ja sozusagen "All-inklusive" ist. Das Taschengeld wird ja nur benötigt, wenn man mal eine Gesichtscreme extra möchte, oder vielleicht mal für ein Eis auf einem Ausflug. Aber für solche Dinge gibt es oft auch Geld aus Spendentöpfen. So wahnsinnig viel Gelegenheit, Geld auszugeben haben die alten Leute ja nicht mehr.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)


  6. Registriert seit
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Ich melde mich noch mal zum Thema.

    Ich habe meine Freundin für ein paar Tage besucht und war schon erschrocken, ob ihrer körperlichen Einschränkungen. Wir hatten uns eine Zeit nicht gesehen.
    Für den Haushalt hat sie seit einiger Zeit eine Hilfe aller zwei Wochen.
    Da ich sie nun am Tage, zu unterschiedlichen Tageszeiten erlebte, glaube ich auch, dass sie eigentlich Hilfe bei der Körperpflege und im Alltag braucht.

    Ich habe mir ihr gesprochen, habe sogar jemanden vom Pflegedienst da gehabt, die sich mit den Formalien auskennen.
    Ein Umzug in ein Pflegeheim (an meinen Wohnort), kommt für meine Freundin derzeit noch nicht infrage. Sie will nicht. Die Pflegegrad lehnt sie ab, derzeit. Sie will so weitermachen wie aktuell.

    Auf meine Frage, wie sie sich das vorstellt, wenns schlimmer wird „ich will auf keinen Fall in ein Pflegeheim, ich will zu Hause gepflegt werden“.
    Ich sagte ihr, dass eine 24h-Pflege nach meinem Wissen an hrem Wohnort/Wohnung nicht möglich ist, da keine Menschen vor Ort sie das machen, ihre Wohnung dafür viel zu klein ist und ihre Rente dafür absolut nicht reicht.
    Antwort: Darüber will ich jetzt nicht nachdenken.

    Ok, habe ich akzeptiert.
    Ich habe eingesehen, dass ich nicht mehr machen kann, als ihr zuzuhören, und mein Angebot steht, dass ich sie bei einem Umzug in ein Pflegeheim in meinen Wohnort unterstütze und besuche. Natürlich auch, wenn sie in ein Pflegeheim ziehen sollte, was eine Tagesreise von mir entfernt ist....

    Danke für Eure Gedanken und Erfahrungen hier, einiges konnte ich mitnehmen.
    Für mich ist das ganze Erleben mit meiner Freundin eine gute Schule, fürs eigene Altwerden und die eigene Vorsorge.

    Gruß, Kieselmurmel

  7. Avatar von elli07
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Kieselmurmel,

    ich gehe mal davon aus, dass du von deiner Freundin keine Vollmachten hast, irgendetwas zu unternehmen.

    Von demher wird alles seinen Gang gehen: sprich irgendwann wird es eine Betreuung geben vom Amt, veranlasst möglicherweise von einem Arzt oder Krankenhaus, wenn deine Freundin in einer hilflosen Situation vorgefunden wird.

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)


  8. Registriert seit
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Zitat Zitat von Kieselmurmel Beitrag anzeigen
    Die Pflegegrad lehnt sie ab, derzeit. Sie will so weitermachen wie aktuell.
    Was heißt das? Sie will auch keine Höherstufung?
    Warum denn?
    Damit passiert doch nichts gegen ihren Willen, im Zweifel bekäme sie mehr Geld für Pflegeleistungen zu Hause.

    Wenn man gar nichts vorbereitet, droht doch viel eher, daß im Krisenfall andere entscheiden, die einen womöglich gar nicht kennen.
    Gibt es gar keine Kinder/Nichten/Neffen, die ihr womöglich auch wohlgesonnen sind?
    Über 80 und alleine wohnend, wäre es schon in ihrem ureigensten Interesse, etwas vorauszuplanen, wie es weitergehen kann, wenn man es alleine nicht mehr schafft.
    Aber man kann natürlich keinen zwingen...

    lg lenita

    lg lenita
    Je suis Charlie.

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